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Follow this categoryDas Engagement von BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC sowie in der Vorgängerserie ETCC schien lange unstrittig, auch wenn es immer wieder Probleme mit dem Regelwerk gab. Schon vor Jahren äußerten die BMW-Piloten, dank des Reglements praktisch mit auf dem Rücken verbundenen Armen kämpfen zu müssen, die Situation war aber offenbar nie dramatisch genug für einen Ausstieg. Auch die fragwürdige Einstufung der Seat Leon TDI in den letzten Jahren konnte BMW Motorsport nicht zu dem Schritt bringen, der nun offenbar doch angepeilt wird.
Glaubt man den Informationen der sport auto-Ausgaben 8 und 9 2010, so ist der Ausstieg zum Saisonende intern bereits beschlossen. Auch wenn Andy Priaulx dank einer hervorragenden fahrerischen Leistung nach wie vor im WM-Kampf vertreten ist und sogar ganz ordentliche Chancen auf den Titel hat, kann das doch nicht über die BMW-Problematik in der WTCC hinwegtäuschen. Der BMW 320si WTCC ist das älteste Fahrzeug im Feld und besitzt praktisch keine Reserven mehr, die formal privat eingesetzten Seat Leon TDI sind auf den Geraden auch 2010 eine Macht für sich und der neue Chevrolet Cruze ist zumindest im Qualifying ebenfalls schneller unterwegs als die BMW-Piloten vom Team RBM.
Update: Norbert Okenga von der Motorsport Aktuell hat ebenfalls einen sehr interessanten Artikel zum Thema geschrieben, den ich für sehr lesenswert halte. Zu finden ist er bei der Motorsport Aktuell.
Bereits kurz nach dem Rennwochenende in Marokko hatte BMW Protest gegen die Diesel-Flotte des spanischen Herstellers Seat Protest eingelegt, weil man vermutete, dass Seat den zulässigen Ladedruck seiner Turbodiesel unerlaubt überschritten hat.
Diese Vermutung hat sich nun zumindest teilweise bestätigt. Nach eingehender Untersuchung wurde zumindest Tiago Monteiro disqualifiziert, weil sein Fahrzeug die 2,5 Bar maximalen Ladedruck um mehr als die 0,4 Bar Toleranz überschritten hattte.
Entgegen den im Reglement festgeschriebenen 2,5 Bar fuhr Monteiro also zeitweise sogar mit mehr als 2,9 Bar Ladedruck. Entsprechend sauer ist man bei BMW, doch ähnliche Untersuchungen gab es nach den vorherigen Rennen nicht, sodass nun niemand weiß, ob Seat dort legal gefahren ist oder nicht.
Die Frage, die sich nun stellt, kann für die Tourenwagen-WM WTCC existenziell sein. Denn wie auch immer die FIA in Zukunft entscheiden wird, einem der beiden großen Hersteller der Serie wird man so oder so vor den Kopf schlagen.
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