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Follow this categoryEs ist in letzter Zeit deutlich seltener geworden, dass man vollmundige Versprechungen von Automobilherstellern über deren zukünftige Verkaufszahlen vernehmen konnte.
Außer der Ankündigung von Audi, bis 2010 in Europa und bis 2015 auch weltweit der Premiumhersteller Nummer 1 zu sein, fällt mir ehrlich gesagt im Moment nichts ein.
Auch wenn die Abwrackprämie und ähnliche Programme in anderen Ländern derzeit die Verkäufe des einen oder anderen Volumenherstellers ankurbeln, profitieren die teuren Premiummarken davon eher weniger.
Um so beachtlicher ist in diesem Zusammenhang die Aussage von MINI USA. Dort will man nämlich seinen Verkaufsrekord von 2008, als man das Vorjahr mit 54.077 Einheiten um nicht weniger als 30% übertreffen konnte, noch einmal toppen.
Interessante Neuigkeiten aus den USA: Offenbar sind die Verkaufszahlen dort so “mittelmäßig”, dass man sich zur Bereitstellung massiver Kaufanreize gezwungen sieht. Trotz der Ankündigung, dass Gewinn vor Absatz gehe, gibt es dort nämlich nun folgendes Angebot:
Wer in den USA ein Fahrzeug über BMW Financial Services finanziert, bekommt die ersten beiden Raten mit einem Gesamtwert von bis zu $ 1.500 von BMW bezahlt. Auch wenn das Angebot nicht für alle Modelle gilt bleibt festzuhalten, dass BMW in den USA offenbar hohe Rabatte gewähren muss, um weiterhin attraktiv zu sein und genügend Fahrzeuge verkaufen zu können.
Oder handelt es sich hier nur um ein scheinbares Entgegenkommen, dass durch niedrigere Rabatte beim Fahrzeugpreis wieder ausgeglichen wird? Auch das ist möglich, lässt sich aber von hier aus nur schlecht beurteilen.
Der Gesamtmarkt in den USA befindet sich auch einem 27-Jahres-Tief. Ähnlich wie auf den europäischen Märkten ist von der generellen Schwäche natürlich auch BMW betroffen.
Auf dem wichtigsten Einzelmarkt der BMW Group musste BMW ein Minus 15,5% verkraften. Verglichen mit den anderen deutschen Premiummarken steht man damit aber noch relativ gut da.
Bei der Online-Ausgab der Frankfurter Allgemeinen Zeitung findet sich derzeit ein interessantes Interview mit BMW-Vorstandsmitglied Harald Krüger. Mit Bezug auf die derzeit nur für Februar und März beschlossene Kurzarbeit in einigen deutschen Werken deutet er an, dass man durchaus Hoffnung hat, die Maß- nahmen nicht auf den April und weitere Monate ausweiten zu müssen. Gründe für die Hoffnung sind einerseits die Einführung des in Regensburg gebauten BMW Z4 Roadster sowie die Einführung des neuen BMW 7er in den wichtigen Märkten in Nordamerika und China.
Die BMW Group hat im September 2008 deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat verkauft. Insgesamt wurden im September 18.506 Fahrzeuge der Marken BMW und MINI verkauft, was einem Rückgang von nicht weniger als 25,8 Prozent gegenüber dem September 2007 entspricht. Im Gesamtjahr 2008 liegt man mit per September 236.327 verkauften Fahrzeugen um 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Automarkt in den USA leidet derzeit unter den Auswirkungen der Finanzkrise sowie der anhaltend hohen Spritpreise. Für das Gesamtjahr erwartet BMW etwa 10% weniger Verkäufe als im Vorjahr.
Die BMW Group rechnet schon für das laufende Geschäftsjahr mit einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen in den USA. Ursachen hierfür sind die Finanzkrise sowie die anhaltend hohen Spritpreise. Bis Ende August hielt sich der Gesamtverlust der BMW Group mit 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch in Grenzen. Die BMW Group profitiert hier vor allem von steigenden Verkäufen der Marke MINI, die auf dessen geringen Verbrauch und niedrige Schadstoffemissionen zurückzuführen sind. Für die Zukunft kündigt BMW an, nicht weiterhin mit Blick auf gute Verkaufszahlen Autos in einen schrumpfenden Markt zu drücken. Folgerichtig sollen das Leasing-Geschäft und andere Kaufanreize reduziert werden.
Wie sowohl Edmund’s als auch leftlanenews berichten, wird BMW in absehbarer Zeit die 2-Liter-Vierzylinder BMW 320i und BMW 120i auch in den USA anbieten. Diese Motoren wurden dort bisher nicht angeboten, weil aufgrund der niedrigen Spritpreise und des Leistungshungers in den USA kaum Nachfrage nach diesen Motoren bestand. Durch die ständig weiter steigenden Spritpreise und die schlechte wirtschaftliche Situation in den USA steigt aber auch dort die Nachfrage nach spritsparenden Automobilen dramatisch. Auf diesen Zug will BMW nun offenbar auch aufspringen und ein Stück vom Kuchen abbekommen. Die guten Verbrauchswerte von 320i und 120i sprechen dafür, dass dieses Vorhaben durchaus erfolgreich werden kann.
- Der_Namenlose: Sehe ich auch so. Es gibt zurzeit so viele Autos von BMW auf Hinterradantriebsbasis gibt (MINI...
- dicker: das wird der hässlichste BMW aller zeiten. auf den spuren von vw santana, vw polo (5 türer) und fiat...
- Bavarian Driver: Pfui Gack! 4000€ mehr san mas wert fia a 3er Limousine, bevor i ma den Gack kaufa dad!
- iQP: Oh mit RWD könnte das ein tolles Auto werden, aber so dann doch lieber ein 2er Cupe oder eben den guten alten...
- der_ardt:
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