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Follow this categoryNoch ist der BMW i3 nicht offiziell vorgestellt, aber das Interesse am Kleinwagen haben die Bayern offenbar schon geweckt: Wie Vertriebs-Chef Ian Robertson auf einem Kongress von Automotive News Europe stolz verkündete, liegen BMW aktuell rund 100.000 Anfragen für Probefahrten vor. Natürlich hofft man in München, dass sich hinter dem Wunsch nach einer Probefahrt auch ein Kaufinteresse verbirgt, falls der BMW i3 im Test überzeugt.
Einige hundert Kunden haben sich schon von den technischen Daten und dem Konzept der umfassenden Mobilitäts-Dienstleistung überzeugen lassen und sich einen der ersten BMW i3 oder dessen Range Extender-Variante BMW i3 REX gesichert, ohne das Serienmodell gesehen oder gefahren zu haben.

Dass BMW im Rahmen der Einführung des i3 nicht “nur” das erste Elektroauto mit Carbon-Fahrgastzelle auf den Markt bringen will, sondern gleichzeitig zum umfassenden Mobilitätsdienstleister aufsteigen möchte, ist unseren Lesern längst bekannt. Ein wesentlicher Baustein zum Erreichen dieses Ziels ist die nun in fast serienmäßiger Form vorgestellte BMW i App für das Smartphone des i3-Fahrers. Diese ermöglicht eine deutlich weitreichendere Vernetzung und Hilfestellung als es fahrzeuggebundene Systeme leisten können.
So ist beispielsweise der Wechsel von Verkehrsmitteln problemlos möglich, wenn sich zur Rush Hour das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln als sinnvollere Vorgehensweise zum pünktlichen Erreichen des Ziels erweist – idealerweise wird hierfür direkt ein Parkplatz mit Ladestation und Nähe zur U-Bahn-Station herausgesucht. Dank Real Time Traffic Information (RTTI) kann die aktuelle Verkehrssituation beim Berechnen der Ankunftszeit detailliert einkalkuliert werden, was das pünktliche Erreichen der benötigten U-Bahn-Linie prognostizierbar macht.

Auf dem Weg zur alltäglichen Nutzung von Elektroautos sind die BMW Group, Bosch, Daimler AG, EnBW, RWE und Siemens einen weiteren Schritt gegangen. Mit dem Hubject GmbH genannten Joint Venture wollen die Firmen schnellstmöglich einen kundenfreundlichen und unkomplizierten Ansatz zum Bezahlen an öffentlichen Ladestationen in ganz Europa realisieren.
Mit einem einzigen eRoaming-Vertrag können die Fahrer von Elektroautos ihr Fahrzeug dann europaweit an allen mit intercharge kompatiblen Ladestationen aufladen. Der Vertragspartner muss dafür lediglich an das eRoaming-System der Hubject GmbH angeschlossen sein, was sich am intercharge-Logo an den nutzbaren Ladesäulen leicht erkennen lässt.

Auf der vergangenen Hauptversammlung der BMW Group hat Dr. Norbert Reithofer auch ausführlich zum Thema BMW i gesprochen und dabei selbstbewusst sieben Gründe für den kommenden Erfolg angeführt. Er kritisierte dabei auch die “German Angst”, die in der ganzen Welt mit dem typisch deutschen Zögern und Kritisieren bei einschneidenden Veränderungen des status quo bekannt ist.
In seiner Rede spricht der Vorstandsvorsitzende der BMW AG außerdem die Europäische Union an, die scheinbar ohne technischen Hintergrund immer weitere CO2-Reduzierungen fordert, was aus Reithofers Sicht nicht nur für die deutschen Autobauer so gut wie unmöglich werden könnte.

Dass sich die BMW Group den Weg in die Mobilität der Zukunft einiges kosten lässt, ist für Beobachter keine Überraschung: Der erstmalige Einsatz von Carbon in der automobilen Großserie und natürlich auch die Herausforderungen der Elektromobilität an sich fordern ihren finanziellen Tribut, denn BMW i geht als Carbon-Pionier völlig neue Wege. Die Forschung für derartige Zukunftstechnologien kommt allerdings im Lauf der Zeit allen Baureihen der BMW Group zu Gute.
Wer sich nach dem konkreten Umfang der Investitionen gefragt hat, erhält nun dank eines aktuellen Beitrags im Handelsblatt eine bessere Orientierung: Gemeinsam mit Analysten der Credit Suisse hat das Handelsblatt ermittelt, dass die Münchner allein in diesem Jahr 800 Millionen Euro in die Submarke BMW i stecken.

Im Zusammenhang mit BMW i spricht man in München von nicht weniger als einer “Revolution der Mobilität”. Mit Blick auf den BMW i3, der als erstes in Großserie gebautes Auto eine Fahrgastzelle aus Carbon haben wird, ist diese selbstbewusste Formulierung durchaus angebracht – und auch der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 dürfte zum Marktstart Anfang 2014 kaum auf ernstzunehmende Konkurrenz in einem vergleichbaren Preisrahmen treffen.
Mit einer neuen Werbekampagne unter dem Motto “Motor einer neuen Mobilität” lässt sich die BMW Group nun in gewisser Weise in die Karten schauen und stellt in neun kurzen Videos jene Mitarbeiter vor, die hinter BMW i stecken.

Auf der heutigen Hauptversammlung 2013 hat die BMW Group ihre Ziele für das laufende Jahr ausdrücklich und in vollem Umfang bestätigt. Trotz des stellenweise schwierigen Umfelds will der derzeit erfolgreichste Premium-Autobauer der Welt auch 2013 neue Rekorde feiern und das vor fünf Monaten beendete beste Jahr der Unternehmensgeschichte erneut überbieten.
Während beim Absatz auf Group-Ebene ein neuer Rekord angestrebt wird, soll sich das Ergebnis “nur” auf dem Niveau des erfolgreichen Vorjahres bewegen. Sowohl für 2013 als auch für die folgenden Jahre strebt die BMW Group eine EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 10 Prozent an, wobei unvorhersehbare Änderungen der Rahmenbedingungen wirtschaftlicher und politischer Art natürlich eine Rolle spielen können.
Für viele Kunden ist es heute ganz normal, wenn der Grundpreis ihres Autos mit zahlreichen mehr oder weniger wichtigen Sonderausstattungen um einige tausend Euro in die Höhe getrieben wird. Angefangen von für manche Menschen unverzichtbaren Optionen wie dem Navigationssystem über Komfort-Features wie Klimaautomatik oder Sitz- und Lenkradheizung bis hin zu Optik-Spielereien aus dem Farb-, Aerodynamik- und Felgen-Spektrum bieten fast alle Autobauer zahlreiche Sonderausstattungen an, die das Auto gegen Aufpreis noch attraktiver machen.
Daran wird sich auch beim Elektroauto BMW i3 nichts ändern, denn schließlich ist die Gewinnspanne bei derartigen Sonderwünschen in der Regel besonders groß. Auf den Unterschied zwischen dem im Katalog abgedruckten Grundpreis und dem von Kunden real bezahlten Fahrzeugpreis spielt nun auch Ludwig Willisch an, der den Preis des BMW i3 in einem Interview auf Augenhöhe mit einem gut ausgestatteten BMW 3er stellte.

Im November 2013 ist es so weit: Mit dem Verkauf des BMW i3 startet nicht nur der erste BMW mit Elektro-Antrieb, es ist auch das erste in Großserie gebaute Auto mit Carbon-Fahrgastzelle. Der bisher vor allem im Rennsport sowie bei hochpreisigen Supersportwagen eingesetzte Kunststoff sorgt dafür, dass der BMW i3 trotz schwerer Batterietechnik nur 1.250 Kilogramm auf die Waage bringen wird – was wiederum der Reichweite dient und den Einsatz einer vergleichweise kleinen Lithium-Ionen-Batterie erlaubt.
Kritiker befürchten jedoch, dass Carbon nach einem Unfall für deutlich höhere Reparatur-Kosten als eine konventionell gefertigte Karosserie aus Stahl oder Aluminium sorgt, weshalb sie den Serien-Einsatz für verfrüht halten.
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