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Follow this categoryDie im März 2011 auf dem Genfer Salon erstmals präsentierte Studie BMW Vision ConnectedDrive sollte nicht nur künftige Möglichkeiten des vernetzten Automobils zeigen, sondern auch auf die Dinge aufmerksam machen, die mit einem modernen Auto schon heute möglich sind. Genau in diese Kerbe schlägt auch der neueste Spot von BMW, der uns ein fiktives Verbrechen im Hollywood-Stil zeigt, wobei die Möglichkeiten des futuristischen Concept Cars zumindest teilweise genutzt werden.
Im Video, das offensichtlich in Berlin entstanden ist und über dessen Entstehung wir bereits berichtet hatten, sind unter anderem der Auskunftsdienst von BMW ConnectedDrive, der dem Fahrer auf Wunsch bei der Suche nach Zielen aller Art behilflich ist, die Rückfahrkamera samt Einparkassistent, das Head Up Display sowie die Möglichkeit der Fernbedienung bestimmter Fahrzeugfunktionen mit Hilfe einer iPhone-App zu sehen.
Das Thema Assistenzsysteme wird von vielen Autofahrern mit einem weinenden und einem lachenden Auge gesehen, denn einerseits wünscht man sich das maximale Niveau an Sicherheit, andererseits möchte man auch nicht von der Elektronik bevormundet werden. Die Assistenzsysteme von BMW ConnectedDrive bleiben daher in der Regel im Hintergrund, so lange keine akute Gefahr für den Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer droht.
In den letzten Jahren haben in Form von Night Vision mit Personenerkennung, Fernlichtassistent, Spurverlassenswarnung, Spurwechselassistent und dergleichen schon zahlreiche elektronische Helfer ihren Weg in die verschiedenen BMW-Baureihen gefunden, aber die Möglichkeiten sind diesbezüglich noch lange nicht ausgeschöpft. Das vielleicht wichtigste Zukunftsfeld hat BMW bereits mit der Studie Vision ConnectedDrive angeschnitten, denn zukünftige Assistenzsysteme werden häufig Informationen von und über andere Verkehrsteilnehmer sowie von Verkehrsleitsystemen nutzen und das Auto somit aktiv mit der Umwelt vernetzen.
Nicht selten sind es völlig alltägliche Situationen, die in der Folge von kleinen Unaufmerksamkeiten zu schweren Unfällen im Straßenverkehr führen. Immer wieder kommt es auch an Kreuzungen zu Unfällen, an denen Linksabbieger dem Gegenverkehr die Vorfahrt nehmen und sich zwar mit geringer Geschwindigkeit, aber ohne das Bewusstsein falsch zu handeln auf Kollisionskurs begeben.
Genau für diese Situation arbeitet man bei BMW in München derzeit an einem Linksabbiegeassistenten, der durch das Betätigen des Blinkers, aber auch mit Hilfe von Kameras und einer Verbindung zum Navigationssystem erkennt, ob der Fahrer an einer entsprechenden Kreuzung mit Gegenverkehr links abbiegen möchte. Drei Laserscanner in der Front erfassen einen Bereich von bis zu 100 Metern vor dem Fahrzeug und sind sensibel genug, um neben PKW und LKW auch Motorräder zu erkennen.
Die Möglichkeit der Wahl eines Fahrprogramms gehört bei heutigen Fahrzeugen zum guten Ton. Mit Hilfe adaptiver Fahrwerke lassen sich Komfort und Sportlichkeit optimieren, außerdem gibt es in besonders leistungsstarken Fahrzeugen wie dem BMW M5 mehrere Motorprogramme. Auch im BMW 5er GT und anderen neueren BMWs lässt sich schon heute die Getriebe- und Motorabstimmung besonders sportlich einstellen, wenn es auf die letzten Zehntelsekunden ankommen sollte.
Genau in die andere Richtung geht eine neue Entwicklung von BMW EfficientDynamics, denn mit dem geplanten ECO-Modus soll der Fahrer zu besonders sparsamem Fahren erzogen werden. Im Display bekommt er dann beispielsweise angezeigt, wieviel Kilometer Reichweite er durch sein zurückhaltendes Fahren gewonnen hat – allein durch eine entsprechende Anpassung des Fahrverhaltens sind Einsparungen von bis zu 10 Prozent möglich. Durch die geplanten Funktionen Leerlaufsegeln und Vorausschauassistent steigt dieser Wert auf 15 Prozent.
Unter dem Titel Aktivlenkung hat BMW vor einigen Jahren ein System eingeführt, das den für einen bestimmten Einschlag der Vorderräder nötigen Lenkeinschlag von der Geschwindigkeit abhängig macht und es nach und nach in der gesamten Modellpalette verfügbar gemacht. Mit dem BMW 7er der Generation F01, der Ende 2008 auf den Markt kam, erweiterte BMW die Funktionen und den Namen des Systems: Aus der Aktivlenkung wurde die Integral-Aktivlenkung und seitdem werden auch die Hinterräder in einem Winkel von bis zu 2,5 Grad mit- oder gegengelenkt.
So sind beispielsweise beim Einparken relativ wenige Lenkradumdrehungen für einen vollen Einschlag der Räder notwendig, während die Lenkübersetzung bei hohem Tempo indirekter ausfällt, wodurch das Fahrzeug einen stabileren Geradeauslauf genießt. Wie genau die neueste Generation zu einem besseren Fahrverhalten in allen Fahrsituationen beiträgt, erklärt uns das folgende Video von BMW TV.
Bereits im März berichteten wir über den Engstellenassistent von BMW, der sich derzeit in der Entwicklung befindet und dessen Einführung scheinbar beschlossene Sache ist – warum sonst sollte man ein Video mit BMW TV über ein Assistenzsystem drehen, das es noch nicht gibt?
Das Assistenzsystem soll vor allem in Baustellen und ähnlichen Situationen helfen, in denen manche Fahrer nicht abschätzen können, ob die vorhandene Lücke groß genug ist, um mit dem eigenen Auto hindurchzufahren. Das System erkennt mit Hilfe eines Laser-Sensors in der Front sowie Ultraschall-Sensoren an den Seiten, ob das Durchfahren der Lücke sicher möglich ist und warnt den Fahrer im Head Up Display, wenn ein Überholmanöver im Baustellenbereich einer Autobahn lieber unterlassen werden sollte.
Mit der BMW 5er Limousine (F10) hat BMW eine weitere nützliche Innovation eingeführt, von deren Sinnhaftigkeit wir uns selbst schon überzeugen konnten. Besonders auf unbekanntem Terrain und in engen, älteren Ortschaften lernt man das System mit dem Namen Surround View schnell zu schätzen, denn man erhält einen sehr guten Eindruck von der Umgebung des Fahrzeugs.
So ist ohne weiteres erkennbar, ob man zwischen zwei Hindernissen hindurchfahren kann oder es lieben lassen sollte. Auch das Rangieren in engen Parkhäusern wird so deutlich vereinfacht und ein Blick auf das zentrale Display gibt einem ein deutliches Plus an Sicherheit, auch und besonders beim Fahren mit Fahrzeugen, die man nicht regelmäßig bewegt.
In den neueren Modellen von BMW erhält man optional eine Sonderausstattung, die im Fall einer leichten Unaufmerksamkeit einen Unfall vermeiden kann: die Spurwechselwarnung. Dieses System überwacht den Bereich hinter und neben dem Fahrzeug und warnt den Fahrer, wenn ein Spurwechsel zu einer Gefahrensituation führen würde.
In einem aktuellen Video von BMW TV wird die Funktionsweise des Systems gut erklärt. Genau wie bei der Spurverlassenswarnung erhält man auch von der Spurwechselwarnung eine spürbare Warnung in Form eines vibrierenden Lenkrads, wenn man die Spur besser nicht verlassen sollte. Das System funktioniert übrigens auch im Stadtverkehr einwandfrei und kann den teilweise unübersichtlichen Verkehr in unbekannten Großstädten erheblich entspannter machen. Hat man sich an das System gewöhnt, will man es eigentlich nicht mehr missen, denn die zwei zusätzlichen “Augen” für den permanenten Schulterblick in beide Richtungen erweisen sich in keiner Situation als störend, aber oftmals als nützlich.
Zusammen mit 27 Partnern hat die BMW Group in der Forschungsinitiative Aktiv – Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr – an dem Ziel gearbeitet, den Verkehr der Zukunft sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten. Wichtigstes Ziel ist dabei die Vermeidung von Unfällen, denn diese wirken sich naturgemäß besonders negativ auf den Verkehrsfluss aus. Mit Hilfe aktiver Systeme können die Folgen kurzer Aufmerksamkeitsschwächen des Fahrers erheblich reduziert werden.
Das System zur “Aktiven Gefahrenbremsung” soll nicht nur die Folgen unvermeidbarer Unfälle mildern, sondern Auffahrunfälle möglichst komplett vermeiden. Heutige Systeme warnen den Fahrer zwar vor möglichen Unfällen, greifen aber erst in letzter Sekunde ein und können den Unfall dann nicht mehr verhindern. Die nun entwickelten Systeme überwachen mit Hilfe von Laser- und Radarsensoren das komplette Umfeld des Fahrzeugs und können im Notfall eine Vollbremsung einleiten, um einen drohenden Zusammenstoß zu verhindern.
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