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Follow this categoryDie neue Submarke BMW i wird immer wieder als größtes Wagnis in der Geschichte der BMW Group bezeichnet, weil man sich mit hohen Investitionen zum Thema Leichtbau gewissermaßen aufs Glatteis begibt. Lange Jahre galt der umfangreiche Einsatz von Carbon in der automobilen Großserie als unwirtschaftlich, weil die hohen Kosten für den leichten Werkstoff in keinem Verhältnis zu seinen Vorteilen standen.
Gemeinsam mit der SGL Group ist BMW derzeit dabei, diese Einschätzung über den Haufen zu werfen, was längst auch bei anderen Herstellern für Aufsehen gesorgt und neue Allianzen mit Carbon-Spezialisten verursacht hat. Von den massiven Investitionen in den Leichtbau-Werkstoff sollen schon in absehbarer Zeit auch andere Fahrzeuge der BMW Group profitieren, den Anfang macht aber Ende nächsten Jahres das Megacity Vehicle BMW i3.
Direkt aus Schweden erreichen uns neue Spyshots zum BMW i8, mit dem die Münchner Anfang 2014 den Markt für Sportwagen mit nachhaltigem Antriebskonzept erobern wollen. Wie uns der Fotograf und Betreiber von BimmerParts-Online.com versicherte und wie auch auf einem der Bilder zu sehen ist, testet BMW zeitgleich mit einem scheinbar seriennäheren i8-Prototypen mit Münchner Kennzeichen und einem anderen Erlkönig, dessen schwarzes Kennzeichen die Aufschrift Vision EfficientDynamics trägt und dessen aerodynamisch aufwendig gestaltete Heckpartie wir bereits vor rund einer Woche thematisiert haben.
Während sich der vermutlich ältere Prototyp näher am Design des Messe-Fahrzeugs BMW i8 Concept bewegt, verfügt der jüngere Erlkönig mit Münchner Kennzeichen über die typischen Erlkönig-Rückleuchten von BMW, scheinbar konventionellere Türen und auch eine weniger aufwendig gestaltete Heckpartie.
Die Modelle der neuen Submarke BMW i sollen außergewöhnlich effizient und dabei dennoch dynamisch werden und somit die Idee hinter dem Maßnahmenpaket EfficientDynamics besonders konsequent umsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt BMW nicht nur auf effiziente Antriebsstränge und Leichtbau durch großflächigen Einsatz des bis vor wenigen Jahren wegen seiner hohen Kosten als für die Großserie ungeeignet beschriebenen Werkstoffs Carbon, sondern auch auf eine ausgeklügelte Aerodynamik.
Im Fall des Megacity Vehicle BMW i3, das ab Ende 2013 mit reinem Elektroantrieb und später auch mit einem kompakten Verbrennungsmotor von BMW Motorrad als Range Extender erhältlich sein wird, fallen in diesem Zusammenhang besonders die schmalen Reifen ins Auge, die für weniger Luftwiderstand sorgen und somit ihren Teil zur möglichst hohen Praxis-Reichweite des Elektroautos beitragen.
Der Ausbau des BMW Werk Leipzig hat längst begonnen, denn ab 2014 wird im neuen Zentrum für den Zusammenbau der Modelle von BMW i neben dem Elektro-Stadtauto i3 auch der Hybrid-Sportler i8 vom Band laufen. Während in Leipzig an den Anlagen zur Produktion gearbeitet wird, entwickelt und testet BMW in Skandinavien die Technik des Fahrzeugs, das aus der Sicht von BMW eine zeitgemäße Interpretation des Themas Sportwagen darstellen wird.
Nach aktuellem Stand wird der BMW i8 von einem Dreizylinder-Benziner mit 223 PS und einem Elektromotor mit 131 PS angetrieben, Änderungen an diesen Zahlen sind aber definitiv noch denkbar. Während aktuell von 4,6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und einem Normverbrauch von 2,7 Liter die Rede ist, sollte man für das spätere Serienfahrzeug vor allem die Eckdaten als relevant betrachten: Der i8 wird in unter fünf Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen und weniger als drei Liter verbrauchen.
Das BMW i8 Concept befindet sich derzeit offenbar auf Weltreise und darf auf keiner wichtigen Automesse fehlen, um die Vision eines nachhaltigen Sportcoupés mit futuristischem Design möglichst vielen Menschen zu vermitteln. Bis zum Marktstart Anfang 2014 wird es zwar noch kleinere Änderungen am Design geben, die grundlegenden Eckpunkte der Formensprache bleiben aber erhalten. Änderungen sind beispielsweise bei den Türen zu erwarten, deren unterer Bereich mit Rücksicht auf die Privatsphäre der Insassen nicht durchsichtig sein wird.
Angetrieben wird die spätere Serienversion des BMW i8 nach aktuellem Stand von einem aufgeladenen Dreizylinder-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum, der 220 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmeter an die Hinterräder schickt.
In einem kurzen Interview mit dem Handelsblatt, das offenbar noch vor Verkündung der Kooperation mit Toyota geführt wurde, hat sich BMW-Vorstand Ian Robertson dazu geäußert, wie die BMW Group den Veränderungen auf dem Automobilmarkt der näheren Zukunft begegnen möchte.
Im Fokus stehen dabei vor allem Hybrid-Fahrzeuge, bei denen ein Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützt und immer dann eingreift, wenn der Otto- oder Dieselmotor mit schlechtem Wirkungsgrad arbeiten müsste. Robertson vermutet, dass der Anteil von Hybrid-Fahrzeugen unter den Neuwagen in zehn Jahren in der Größenordnung von 50 Prozent liegen wird, für reine Elektroautos erwartet er um 2020 nur einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent.
In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche findet sich ein sehr ausführlicher Beitrag rund um die “Milliardenwette” BMW i. Unter dem Titel “Alles auf eine Faser” wird beschrieben, wie hoch die von der BMW Group eingegangenen Risiken sind und welches Potenzial sich im Fall eines Erfolgs bieten würde.
Die Autoren sind sich sicher, dass BMW in Sachen Carbon schon heute einen Vorsprung von zwei bis fünf Jahren auf die Konkurrenz hat, wenn die industrielle Massenfertigung von Carbon gelingt – woran in München offenbar niemand zweifelt, anderenfalls hätte man kaum die enormen Investitionen an den teilweise völlig neuen Standorten Moses Lake, Wackersdorf und Leipzig getätigt.
‘Rund um die Zahlen 3 und 8 ist noch genügend Platz für weitere Modelle’ – solche und ähnliche Aussagen waren bereits zur Vorstellung der neuen Submarke BMW i im Februar 2011 zu hören, als auch das Megacity Vehicle BMW i3 und der Hybrid-Sportler BMW i8 vorgestellt wurden. Klar ist, dass unter dem Dach der auf Nachhaltigkeit und Effizienz getrimmten Submarke auch gewöhnliche Limousinen auf den Markt kommen sollen, die dank konsequentem Leichtbau und innovativer Antriebstechnik deutlich sparsamer als die Modelle aus dem normalen BMW-Programm ausfallen werden.
Einen ersten Hinweis auf die offenbar schon jetzt im Hintergrund stattfindende Arbeit in dieser Richtung liefern nun neue Spyshots bei CarScoop, die auf den ersten Blick einen gewöhnlichen BMW 7er ActiveHybrid zu zeigen scheinen.
Schon im Anschluss an das Vorschau-Event auf die beiden Concept Cars für die IAA 2011 konnten unsere Leser ein ausführliches Video zum Aufbau von BMW i3 und BMW i8 sehen, das wir bei der Veranstaltung aufgenommen haben und in dem die Unterschiede zwischen dem klassischen Aufbau eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor, dem Aufbau eines für Elektroantrieb umgerüsteten Conversion Vehicle und dem Aufbau der ursprünglich für Elektroantrieb entwickelten Modelle (Purpose Built Design) von BMW i deutlich werden.
Nun hat BMW zwei weitere kurze Videos vorgestellt, die im Zusammenhang mit dem Auftritt der beiden Studien auf der Tokyo Motor Show 2011 veröffentlicht wurden und die die Technik des BMW i3 thematisieren.
- Der_Namenlose: Sehe ich auch so. Es gibt zurzeit so viele Autos von BMW auf Hinterradantriebsbasis gibt (MINI...
- Der_Namenlose: Sehe ich auch so. Es gibt zurzeit so viele Autos von BMW auf Hinterradantriebsbasis gibt (MINI...
- dicker: das wird der hässlichste BMW aller zeiten. auf den spuren von vw santana, vw polo (5 türer) und fiat...
- Bavarian Driver: Pfui Gack! 4000€ mehr san mas wert fia a 3er Limousine, bevor i ma den Gack kaufa dad!
- iQP: Oh mit RWD könnte das ein tolles Auto werden, aber so dann doch lieber ein 2er Cupe oder eben den guten alten...
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