BMW will Abo-Modell in den USA testen: Flexibilität mit Fragezeichen

News | 20.01.2018 von 0

Mit verschiedenen neuartigen Miet-Modellen und Pilotprojekten öffnet sich die Autobranche alternativen Verkaufskonzepten. Nun kündigt BMW an, in den USA einen Abo-Service testen zu wollen

Die Zeiten, in denen ein Autokunde sich im Wesentlichen zwischen klassischen Finanzierungs- und Leasing-Modellen entscheiden konnte, scheinen allmählich zu Ende zu gehen. Immer mehr Autobauer testen vor allem in den USA neuartige Verkaufskonzepte, bei denen die Kunden gegen eine monatliche Gebühr verschiedene Fahrzeuge aus einem Fuhrpark nutzen können.

Im Rahmen der Detroit Auto Show 2018 hat nun auch BMW Nordamerika-Chef Bernhard Kuhnt angekündigt, man wolle “höchstwahrscheinlich” im Laufe des Jahres irgendwo in Nordamerika ein BMW Abo Projekt in starten. “Wir befinden uns in einer Phase, in der wir uns zusammen mit BMW Financial Services damit beschäftigen und bewerten”, so Kuhnt im Interview mit Automotive News. “Wenn wir so etwas machen, dann zuerst als Pilotprojekt um mehr darüber zu erfahren”.

Wie genau sich das “BMW Abo” am Ende für den Kunden gestalten soll und in welcher Form und Flexibilität die Abonnenten ihre Fahrzeuge wechseln können, ließ Kuhnt dabei noch völlig offen. Neben BMW hat auch Mercedes in Detroit angekündigt, man wolle mehr über Abo-Modelle lernen.

Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger sieht dabei ein großes Problem in der Verfügbarkeit verschiedener Modelle: “Wenn am Wochenende die Sonne scheint, jeder ein Cabrio will und ich beim fünften Versuch immer noch keines bekomme, was löst das aus?”

Bislang ist noch völlig unklar, ob und wie sich entsprechende Abo-Modelle im Auto-Sektor tatsächlich durchsetzen. Ein wichtiger Faktor dürfte dabei die Höhe der monatlichen Rate werden, mit der sich der Kunde das Plus an Flexibilität erkauft – auch abhängig von der Frage, wie groß der logistische Mehraufwand für den Hersteller ausfallen wird.

Bereits seit November läuft in Atlanta das Pilotprojekt “Porsche Passport”, bei dem Sportwagen-Fans für monatlich 2.000 oder 3.000 Dollar aus einem Fuhrpark verschiedener Porsche-Modelle wählen können. In Deutschland befinden sich mit “Book by Cadillac” und “Care by Volvo” ebenfalls erste Abo-Konzepte im Test.

Wer kurzfristig verschiedene MINI- und BMW-Modelle in der Großstadt fahren will, hat dazu bereits seit geraumer Zeit mit dem Carsharing-Service DriveNow die Möglichkeit.

Quelle: Automotive News

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