BMW M5 F90: Frank van Meel im Interview über M xDrive & Co.

BMW M, BMW M5 | 7.12.2017 von 71

M-Chef Frank van Meel spricht im BimmerToday-Interview ausführlich über die in vielen Details stark veränderte Technik des neuen BMW M5 F90 mit M xDrive.

Im Rahmen der Präsentation des neuen BMW M5 F90 durften wir die sechste Generation der Power-Limousine nicht nur im Alltag und im fahrdynamischen Grenzbereich auf der Rennstrecke erleben, wir hatten auch noch genügend Zeit für ein ausführliches Interview mit M-Chef Frank van Meel. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um ihn ausführlich zu den Hintergründen für die technischen Veränderungen und zur Positionierung des M5 zu befragen.

Wer sich fragt, wann sich die M GmbH für den Wechsel zum Allradantrieb M xDrive oder zur 8-Gang-Wandlerautomatik entschieden hat oder wie wichtig die Themen Leichtbau, Sound und Alltagstauglichkeit bei einer Power-Limousine sind, findet in unserem Interview die richtigen Antworten. Leider hat Frank van Meel die Gelegenheit auch genutzt, um alle Hoffnungen rund um neuen BMW M5 Touring F91 zu begraben

BimmerToday.de: Fünf Generationen des BMW M5 haben der Business-Limousine aus Garching ein phänomenales Image beschert. Wenn es um maximalen Fahrspaß geht, gilt der M5 als unerreicht. Dennoch wird bei der sechsten Generation vieles verändert, gewissermaßen wird an den Säulen des Erfolgs geschraubt. Gilt der alte Spruch „Never change a winning Team“ nicht mehr?
Frank van Meel: Ich glaube, der enorme Fahrspaß ist das einzige, was sich im Vergleich zu den letzten fünf Generationen nicht verändert hat. Wir als M GmbH stehen für eine Philosophie und nicht für eine Technologie. Wir schauen uns an, welche Technologie zu welchem Zeitpunkt verfügbar ist und versuchen dann, das Maximum herauszuholen. Jetzt war genau der richtige Zeitpunkt, um auf M xDrive umzusteigen, weil wir jetzt eine Kombination des bekannten Hinterradantriebs mit Quersperre mit den Vorteilen des Allradantriebs bieten können – Letzteres aber nur dann, wenn man es auch braucht. Das Auto fährt also im Grunde immer wie ein Fahrzeug mit Hinterradantrieb, nur mit deutlich mehr Traktion. Gerade im Hinblick auf die gestiegene Leistung und das höhere Drehmoment des neuen Motors war dieser Umstieg auch sinnvoll. Wichtig ist auch, dass wir es durch zahlreiche Leichtbau-Maßnahmen geschafft haben, trotz Allradantriebs leichter zu werden als der Vorgänger.

BimmerToday.de: Die sicherlich wichtigste und am heißesten diskutierte Änderung ist der Wechsel auf Allradantrieb, nachdem man sich dem Thema in Garching viele Jahre verweigert hatte. Wie kommt es zu diesem Kurswechsel, was sind die wesentlichen Gründe dafür: Kunden-Nachfrage, Druck der Konkurrenz, Fahrbarkeit, Performance, …?
Frank van Meel: Der ausschlaggebende Punkt war für uns das Thema Fahrdynamik. In der Vergangenheit mussten wir uns noch die Frage ‘Fahrdynamik oder Allrad?’ stellen. Denn für uns ist das Thema Präzision extrem wichtig, also nicht nur die Längsdynamik, sondern eben auch die Agilität und höchste Präzision. Das war in den vergangenen Generationen nicht kombinierbar mit Allrad. Jetzt haben wir es mit M xDrive zum ersten Mal geschafft, die Präzision und Dynamik eines Hecktrieblers mit der Traktion eines Allradlers zu kombinieren. Als wir das erkannt haben, haben wir uns für diese Umstellung entschieden und beschlossen, diesen Antrieb in Serie zu bringen. Natürlich wurde diese Diskussion auch intern heiß geführt, weil damals einfach galt: Entweder einen agilen Hecktriebler oder einen nicht ganz so präzise fahrbaren Allradler. Dass man beides haben kann, war neu. Wir haben das mit unseren Prototypen aber schnell erkannt, da wir von Anfang mit unserer zentralen Steuerung gearbeitet haben. Diese ist eminent wichtig, weil dadurch nicht viele Einzelsysteme mit- und gegeneinander arbeiten und dabei ihre Einzelziele verfolgen, sondern ein zentraler M Fahrdynamik Regler im DSC Steuergerät alles so regelt, dass es sich wie aus einem Guss und mit der für uns typischen Präzision fährt. Danach war die Diskussion einfach, denn jeder, der das System gefahren ist, war sofort überzeugt. Einer der ersten, den wir fahren ließen, war unser Vertriebsvorstand Ian Robertson. Er ist letztendlich unsere Stimme zum Kunden und auch die Stimme vom Kunden in das Unternehmen hinein. Er bestätigte uns, dass wir es sofort umsetzen sollen.

BimmerToday.de: Wurde in der Entwicklungsphase auch ernsthaft über einen neuen M5 mit Hinterradantrieb nachgedacht oder war die Entscheidung für M xDrive intern von Anfang an beschlossene Sache?
Frank van Meel: Natürlich gab es intern Diskussionen und wir haben auch verschiedene Autos aufgebaut. Schließlich kamen wir von einem Heckantriebs-Konzept mit Doppelkupplungsgetriebe. Aber wenn man Angst vor Veränderungen hat, kommt man irgendwann nicht mehr weiter. Auch wir wollten erst einmal sehen, ob das wirklich funktionieren kann und haben deshalb verschiedene Autos aufgebaut. Aber wie gesagt: M xDrive war so überzeugend, dass die Entscheidung dann doch sehr einfach war.

BimmerToday.de: Der Allradantrieb trägt neben dem M auch das von BMW gewohnte xDrive im Namen, er verfügt aber über einige technische Besonderheiten. Könnten Sie darauf kurz eingehen und erläutern, was M xDrive zu einem würdigen ersten Allradantrieb in einem BMW M5 macht?
Frank van Meel: Im Prinzip sind das zwei Sachen. Gleich geblieben ist der Aktuator, also das Mittendifferenzial, das der xDrive-Technik entspricht. Wir nutzen also die Komponenten des bekannten xDrive, um die Vorderachse an den Antrieb zu koppeln. Es gibt aber kein eigenes xDrive-Steuergerät mit einer eigenen Regellogik, stattdessen wird die Kraftverteilung mit von unserem M Dynamic Steuergerät im DSC gesteuert. DSC, Quersperre hinten und xDrive werden also gemeinsam von unserem M Steuergerät gesteuert. Der zweite Unterschied liegt in der Regellogik, denn bei uns ist die Vorderachse immer abgekoppelt, wir fahren immer erstmal mit Heckantrieb. Die Vorderachse wird erst dann hinzugenommen, wenn wir sie aus Traktionsgründen brauchen. Wir nutzen also die Komponenten von xDrive – aber eben eine komplett eigene Steuerungslogik.

BimmerToday.de: Kann man die Reaktionszeiten des Systems beziffern? Wie lange dauert es, bis bei einem erkannten Bedarf tatsächlich Kraft an die Vorderräder geschickt werden kann?
Frank van Meel: Da sprechen wir von Millisekunden.

BimmerToday.de: Die Kraftverteilung wird permanent angepasst, also gibt es auch keine Standard-Kraftverteilung als Ausgangspunkt für die Anpassungen?
Frank van Meel: Nein, das ist ja gerade das Schöne an unserem System. Weil wir nur einen Regler im System haben, können wir die Verteilung extrem schnell anpassen. Wenn sich Steuergeräte untereinander abstimmen müssen, dauert die Regelung länger und man spürt das beim Fahren. Beim M5 mit M xDrive merkt man nichts dergleichen, der fährt so rund wie jeder M.

BimmerToday.de: Gibt es rein theoretisch gesprochen auch Maxima bei der Kraftverteilung, lässt sich in Extremsituationen auch 100-0 oder 0-100 darstellen?
Frank van Meel: Also 100 Prozent nach hinten geht, das ist der 2WD-Modus. Nach vorne können wir in Extremsituationen nahezu 100 Prozent des Antriebsmomentes schicken, was in der Praxis aber kaum relevant ist

BimmerToday.de: Die typischen Kritikpunkte am Allrad, also Antriebseinflüsse in der Lenkung sowie zusätzliches Gewicht und daraus resultierend häufig Nachteile beim Fahrspaß, betrachten Sie also unterm Strich als gelöst?
Frank van Meel: Genau. Das waren genau unsere Challenges, die wir lösen wollten und auch lösen konnten: Das Auto durfte nicht schwerer werden als sein Vorgänger und die Präzision an der Vorderachse durfte nicht durch Antriebseinflüsse gemindert werden.

BimmerToday.de: Inwiefern unterscheidet sich das Fahrwerk von dem des Vorgängers, also abgesehen von den notwendigen Anpassungen im Zusammenhang mit dem Allradantrieb?
Frank van Meel: Das Fahrwerk ist natürlich M spezifisch. Die Kinematik und die Elastokinematik sind neu gemacht, die Hinterachse ist nun eine komplette Fünflenker-Konstruktion. Man kann sagen, dass sich die meisten Achs-Bauteile sowohl vom Vorgänger-M5 als auch vom aktuellen 5er unterscheiden.

BimmerToday.de: Auf eine Allrad-Lenkung verzichtet der M5, andere Varianten der 5er-Reihe nutzen die Technik der gelenkten Hinterräder. Wieso gibt es beim M5 keine entsprechende Option?
Frank van Meel: Weil wir eine Quersperre haben. Diese Systeme haben ähnliche Fahrdynamik-Auswirkungen: Ich kann mit einer Allradlenkung Agilität und Stabilität verursachen, das kann ich aber auch mit einer Quersperre. Für uns ist das Thema Quersperre in der Summe der Eigenschaften, aber gerade auf Hochreibwert-Untergründen und auf der Rennstrecke, besser als eine Allradlenkung. Eine Allradlenkung bietet auch auf Niedrigreibwert-Untergründen Vorteile, aber wir kommen aus der Rennstrecken-Sicht und bevorzugen daher die Quersperre. Und eine Kombination von Allradlenkung und Quersperre würde zwar funktional noch weitere Vorteile bringen, aber auch zusätzliches Gewicht. Von daher haben wir uns für die puristische Lösung und gegen die Allradlenkung entschieden.

BimmerToday.de: Bei den bisherigen M5-Generationen gab es in aller Regel einen grundlegenden Wechsel des Motorkonzepts, auf den Reihensechszylinder folgten V8 und V10, der Vorgänger war der erste M5 mit Turbo-Aufladung. Nun sehen wir einen Motor, der sich auf den ersten Blick extrem nah an dem des Vorgängers bewegt. Wie kommt es dazu und was wurde verändert, um das Triebwerk auf den aktuellsten Stand der Technik zu bringen?
Frank van Meel: Das wichtigste Thema aus Kunden-Sicht ist, dass wir die 600 PS zuvor mit Klimmzügen bei wenigen hundert Einheiten darstellen konnten. Jetzt sind 600 PS für jeden Kunden die Basis, und das erforderte ziemlich viele Maßnahmen am Motor: Unter anderem haben wir Kurbelwelle, Kurbelwellenlagerung, Kolben und Kolbenringe überarbeitet. Hinzu kommen natürlich die aktuellen Emissionsstandards, wofür ein komplett neues Hochdruck-Einspritzsystem mit 350 bar verbaut wurde. So gesehen ist es dann doch fast ein komplett neuer Motor.

BimmerToday.de: Eine größere Änderung gab es beim Getriebe, hier kommt erstmals in einem BMW M5 eine Wandlerautomatik zum Einsatz. Wieso haben Sie sich vom Doppelkupplungsgetriebe verabschiedet?
Frank van Meel: Das war aus Gesamtkonzept-Sicht einfach die bessere Lösung. Hierbei spielt auch M xDrive eine Rolle, weil es sehr gut mit dem M 8HP Getriebe harmoniert. Gleichzeitig kann das M 8HP sehr gut mit dem Drehmoment und der Leistung umgehen. Man darf ja auch nicht vergessen, dass diese beiden Technik-Optionen in einem Wettbewerb miteinander stehen und die Schaltzeiten mittlerweile fast identisch sind. Deshalb haben wir es ja auch geschafft, mit dem M 8HP in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, das ist schon eine Hausnummer. Und auf der Hochreibwert-Strecke hier in Estoril sind es vielleicht sogar noch mal ein paar Wimpernschläge weniger. Daran sieht man schon, dass das Getriebe super mit dem Motor und dem M xDrive harmoniert und warum es für uns die beste Lösung für dieses Fahrzeug war.

BimmerToday.de: Der neue M5 ist der erste M5 mit Carbon-Dach, auch sonst wurde viel für ein niedrigeres Gewicht getan. Wie wichtig ist den Kunden in dieser Klasse das Thema Leichtbau?
Frank van Meel: Ich glaube nicht, dass viele Kunden in ihren Fahrzeugschein schauen und sich für die konkrete Gewichtsangabe interessieren. Aber der Kunde erwartet das M-Versprechen bezüglich Fahrdynamik, und dafür ist das Gewicht unheimlich wichtig. Man kann zwar immer mehr Leistung in ein Auto packen, aber die Agilität und Leichtfüßigkeit bekommt man letztlich nur über ein niedriges Gewicht hin. Der Kunde erwartet also ein agiles Fahrverhalten und braucht dafür aus unserer Sicht das niedrige Gewicht.

BimmerToday.de: Jetzt haben wir eine Menge über technische Maßnahmen gesprochen, aber bei der M GmbH wird der Erfolg eines Fahrzeugs sehr gerne in Rundenzeiten gemessen. Was erhoffen Sie sich unterm Strich in dieser Hinsicht, im Vergleich zum Vorgänger und natürlich auch zum Wettbewerb?
Frank van Meel: Wir werden deutlich besser als der Vorgänger sein, da erwarte ich mir einen sehr großen Sprung. Und wir wollen auch deutlich besser als der Wettbewerb sein.

BimmerToday.de: Deutlich besser heißt mehrere Sekunden auf der Nürburgring Nordschleife?
Frank van Meel: Ja.

BimmerToday.de: Neben der Performance auf der Rennstrecke muss ein BMW M5 immer auch im Alltag überzeugen. Welche Maßnahmen tragen dazu bei, dass die neue Generation ihren Vorgänger auch diesbezüglich übertrumpfen kann?
Frank van Meel: Was den Komfort betrifft ist das Auto deutlich besser geworden, wozu schon die deutlich steifere Karosserie des Basis-Fahrzeugs beiträgt. Wir haben den M5 mit diversen Versteifungsmaßnahmen im Vorder- und Hinterwagen noch steifer als den 5er gemacht. Dies führt dazu, dass sich der M5 sehr kompakt anfühlt und wir die Fahrdynamik nicht über übertriebene Härte finden müssen, sondern geschmeidig bleiben können. Damit erreichen wir eine bessere Fahrdynamik und einen deutlich gesteigerten Fahrkomfort gegenüber dem Vorgänger. Wir erfüllen hier die Erwartungshaltung der Kunden, auch bei Komfort und Luxus noch einen klaren Schritt nach vorne zu gehen, nicht nur bei Fahrdynamik. Deshalb bieten wir im BMW M5 auch erstmals alle Fahrerassistenzsysteme an, die es auch im Basis-5er gibt, egal ob Spurhalteassistent oder radargestützte Abstandsregelung.

BimmerToday.de: Beim Thema Langstreckenkomfort spielt immer auch Sound eine Rolle. Hier hat der BMW M5 ein ambivalentes Image – manche wissen die relativ zurückhaltende Akustik zu schätzen, anderen war das Auto zu leise. Wie schätzen Sie die Themen Sound und Geräuschkomfort bei der neuen Generation ein, auch im Vergleich zum mitunter lautstärkeren Wettbewerb?
Frank van Meel: Sicherlich hat jede Marke ihren eigenen Klang-Charakter. Ich glaube wir haben insbesondere mit der optionalen Sport-Abgasanlage einen Sound gefunden, der sehr präsent und sehr authentisch ist – sehr Motorsport-like, nicht zu übertrieben, sondern typisch M. Und wir haben zum ersten Mal in einem M5 auch einen Sound-Taster in der Mittelkonsole, der bei uns allerdings nicht zu noch mehr Lautstärke führt, sondern auf Langstrecke für einen leiseren Sound sorgt.

BimmerToday.de: Wie bei jeder neuen M5 Limousine steht natürlich auch die Frage im Raum, wie die Chancen für einen BMW M5 Touring stehen. Überlassen Sie Alpina B5 Biturbo, Audi RS 6 Avant und Mercedes-AMG E 63 S T-Modell diesen Markt völlig kampflos?
Frank van Meel: Ich glaube, man muss nicht überall antreten. Wir haben eine klare Strategie bei BMW M: Wir treten in den Segmenten an, wo wir das Thema Motorsport am besten wiederfinden. Das schließt raumfunktionale Konzepte und auch Tourings aus, deshalb ist die Antwort nach wie vor nein. Hinzu kommt natürlich, dass der Touring ein europäisches Thema ist, unser größter Markt sind aber die USA. Auch China und die arabischen Staaten sind große Märkte, aber diese Märkte wollen alle keine Tourings. Das wäre also ein Produkt für nur eine Region auf der Welt. Wir konzentrieren uns auf Produkte, die weltweit Kunden finden.

BimmerToday.de: Wo liegen denn die Ziele für den Absatz im Vergleich mit den Vorgängern, auch vor dem Hintergrund eines zunehmenden Umwelt-Bewusstseins vieler Kunden und möglicher Einschränkungen wie Einfahrverboten in diversen Metropolen?
Frank van Meel: Auch mit den ganzen neuen Features wie M xDrive, Carbon-Dach, gesteigertem Komfort und noch mehr Optionen im Auto gehen wir davon aus, dass wir das Volumen des Vorgängers deutlich übertreffen werden. Obwohl bereits der Vorgänger Segmentführer war.

BimmerToday.de: Inwiefern sehen Sie die hauseigene Konkurrenz als mögliches Problem für den M5-Absatz? V8-Biturbo, Allradantrieb, Wandlerautomatik – bietet der neue BMW M5 da noch genügend Differenzierung zum M550i xDrive oder wird mancher potenzielle Kunde zum günstigeren M Performance Modell greifen?
Frank van Meel: Zunächst einmal bin ich extrem froh, dass wir einen M550i haben. Das Auto kommt extrem gut an. Zwischen dem Top-5er und dem M5 war so viel Luft, dass wir viele Kunden nicht erreichen konnten, die genau so etwas gesucht haben. Diese Lücke schließt der M550i. Aber der typische M5-Fahrer möchte einen M5 und keinen M550i – und der typische M550i-Kunde möchte einen M550i und eben keinen M5, weil die Balance zwischen Alltagstauglichkeit und Rennstrecken-Performance zwischen beiden deutlich differenziert. Es sind beides beeindruckende Autos, aber mit einer völlig anderen Balance, weshalb wir damit auch verschiedene Kundengruppen ansprechen. Natürlich gibt es auch einige, die jetzt einen M550i fahren, weil es bisher das Top-of-the-Line-Modell war, und die den M5 dann als nächstes nehmen.

BimmerToday.de: Gibt es abschließend noch ein persönliches Highlight, das den neuen M5 aus Ihrer Sicht besonders bemerkenswert macht und das vielleicht auch die Vorfreude auf Ihren M5 besonders groß macht?
Frank van Meel: Worauf ich mich besonders freue, ist einfach diese fahrdynamische Überlegenheit, die das Auto hat. Auch die Themen Vertrauen und wie ich mich im Auto fühle sind wichtig. Der M5 ist für mich wie ein Maßanzug. Da passt alles, da steigt man einfach gerne ein, man hat gleich seinen Arbeitsplatz mit allen M spezifischen Anzeigen, Kombi-Instrument, Head-Up-Display, Schalthebel, Mittelkonsole, M-Tasten am Lenkrad, M-Lenkrad. Und ich freue mich natürlich auf die Fahrdynamik, jede Kurve macht Spaß, sogar beim Abbiegen. Dann kann ich zwischen den Antriebskonzepten hin- und herschalten und wenn der erste Schnee liegt, werde ich erst Recht richtig Spaß haben.

BimmerToday.de: Herr van Meel, wir wünschen viel Vergnügen und bedanken uns für das informative Gespräch!

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