BMW Werk Kaliningrad? BMW prüft Produktion in Russland

News | 10.10.2017 von 2

Die BMW Group denkt offenbar intensiv über die Eröffnung eines ersten vollwertigen Werks in Russland nach. Konkret haben die Münchner dabei den Standort Kaliningrad im …

Die BMW Group denkt offenbar intensiv über die Eröffnung eines ersten vollwertigen Werks in Russland nach. Konkret haben die Münchner dabei den Standort Kaliningrad im Visier, wo in Kooperation mit der Firma Avtotor bereits seit 1999 eine sogenannte SKD / CKD-Produktion stattfindet. SKD steht in der Branche für Semi Knocked Down, CKD für Completely Knocked Down. In der Praxis bedeutet die Umschreibung, dass im Werk bisher lediglich eine Montage von teilweise oder vollständig zerlegten Automobilen stattfindet.

Der russische Automarkt befindet sich derzeit nach langer Krise wieder im Aufwind, der bisherige Absatz des Jahres 2017 liegt immerhin 11 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Mit der lokalen Produktion im Werk Kaliningrad könnte sich die BMW Group Zoll- und Steuervorteile und damit bessere Chancen für einen Ausbau der Marktanteile in den kommenden Jahren sichern. Russland gilt potenziell als einer der größten Wachstumsmärkte Europas und könnte – wirtschaftliche und politische Stabilität vorausgesetzt – eines Tages Deutschland als größten Markt des Kontinents ablösen.

Das komplette Statement der BMW Group im Wortlaut:

Die BMW Group überprüft regelmäßig die langfristige Weiterentwicklung ihrer Produktion weltweit.

Langfristig betrachten wir Russland als einen wachsenden Markt für die BMW Group und überprüfen aktuell unsere zukünftigen Tätigkeiten bezüglich eines Werks in Russland.

Aufgrund der langjährigen Präsenz von BMW in Kaliningrad, des attraktiven Investitionsumfelds und der Pläne der lokalen Regierung, dieses noch weiter zu fördern, ziehen wir Kaliningrad als einen möglichen Standort für ein Werk in Erwägung. Die BMW Group beobachtet die Marktsituation und die regulatorischen Rahmenbedingungen genau.

Während der vergangenen Monate fanden Gespräche mit der Regionalregierung statt, um bestehende und zukünftige Möglichkeiten zu prüfen und eine optimale Struktur für ein mögliches Werk zu identifizieren.

Der Prozess ist mit der Russischen Bundesbehörden abgestimmt, da die bevorstehende neue Strategie der „National Automotive Industry“ den regulatorischen Rahmen für das potentielle Projekt bestimmt.

Wir können bestätigen, dass wir mit unserem langjährigen Partner Avtotor Fortschritte bezüglich einer zukünftigen Kooperationsvereinbarung gemacht haben.

Das Projekt wird hinsichtlich der kürzlich von der russischen Regierung vorgestellten Investitionsmechanismen entwickelt. Die BMW Group ist hierzu im Austausch mit Regionalbehörden und Bundesbehörden.

Seit 1999 arbeitet die BMW Group in Russland mit einem lokalen Auftragshersteller zusammen. Das Fertigungsprogramm umfasst aktuell: BMW 3er Limousine, BMW 5er Limousine, BMW 7er Limousine, BMW X1, BMW X4, BMW X5 und BMW X6. Die Fahrzeuge sind ausschließlich für den lokalen Markt bestimmt.

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