DTM 2017: BMW M4 holt drei Podiums-Plätze am Hungaroring

Motorsport | 18.06.2017 von 4

Für den ersten Sieg bei der DTM 2017 hat es am Hungaroring noch nicht gereicht, aber der BMW M4 DTM präsentierte sich am gesamten Wochenende …

Für den ersten Sieg bei der DTM 2017 hat es am Hungaroring noch nicht gereicht, aber der BMW M4 DTM präsentierte sich am gesamten Wochenende in einer deutlich stärkeren Verfassung als in Hockenheim und am Lausitzring. Bereits am Samstag konnten Timo Glock und Bruno Spengler ihre Fahrzeuge auf den Rängen 2 und 3 ins Ziel bringen und damit weitere Podiumsplätze für den BMW M4 DTM einfahren. Marco Wittmann holte auf dem achten Rang zumindest ein paar weitere Zähler für die Mannschaft von Jens Marquardt.

Beim zweiten Rennen am Sonntag war der Audi RS 5 DTM unterm Strich das dominante Fahrzeug, einen schwierigen Sonntag in Ungarn erlebten hingegen die Mercedes-Piloten. Maxime Martin holte mit seinem BMW M4 DTM den dritten Rang und sammelte damit nicht nur einige Zähler, er verhinderte auch einen Vierfach-Sieg für die Ingolstädter. Timo Glock platzierte sich auf Position sieben ebenfalls in den Punkterängen, Marco Wittmann musste sein Auto auf dem sechsten Rang liegend in der letzten Runde abstellen.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt: „Wie am Samstag hat uns auch am Sonntag unsere aggressive Strategie mit dem sehr frühen Boxenstopp von Maxime Martin einen Podiumsplatz eingebracht. Das freut mich nach dem Pech, das er im bisherigen Verlauf des Wochenendes hatte, ganz besonders. Gratulation an das gesamte Team, das erneut einen hervorragenden Job gemacht hat. Wir haben im Vergleich zu gestern die Performance unseres Fahrzeugs noch einmal gesteigert. Der späte Ausfall von Marco Wittmann tut mir sehr leid. An der Kühlöffnung seines Autos hatte sich während des Rennens ein Styroporteil festgeklemmt. Durch die fehlende Kühlluft hatte er permanent Probleme mit den Temperaturen. Am Ende musste er das überhitzte Fahrzeug leider abstellen. Insgesamt haben wir an diesem Wochenende mit drei Podiumsplätzen das Optimum herausgeholt. Wir müssen aber weiter an der Konstanz aller BMWs arbeiten und unsere Fahrzeug-Performance näher zusammen und am Optimum stabilisieren. Daran werden wir mit Blick auf die Rennen am Norisring mit seiner sehr speziellen Charakteristik hart arbeiten. Herzlichen Glückwunsch an René Rast zu seinem ersten DTM-Sieg.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Timo hat einen guten Job gemacht und konnte sich gut gegen die Konkurrenz behaupten. Marco hat während des Rennens ein Styroporteil von einer Streckenbegrenzung aufgesammelt, das vor dem Kühler hängengeblieben ist. Dadurch hatte das Auto im gesamten Rennen eine hohe Öltemperatur, was Marco letztendlich zum Aufgeben gezwungen hat. Wir müssen jetzt prüfen, was da genau passiert ist. Bei Augusto müssen wir analysieren, warum ihm die Pace gefehlt hat.“

Marco Wittmann (#11, Red Bull BMW M4 DTM – Startplatz: 2. Platz, Rennergebnis: 17. Platz – 62 Rennen, 8 Siege, 16 Podestplätze, 8 Polepositions, 547 Punkte, 2 Fahrertitel): „Nach dem Qualifying war ich sehr glücklich über den zweiten Startplatz. Letztendlich hatten wir eine gute Performance, nur die Fahrer, die in der ersten Runde gestoppt haben, konnten uns überholen. Das war in dem Fall die bessere Strategie und hat uns zwei Positionen gekostet. Nach dem Boxenstopp hatten wir allerdings eine ziemlich hohe Temperatur im Auto und wussten zunächst nicht wirklich, wodurch diese zustande kam. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass sich Styropor im rechten Luftkanal gesammelt hat. Das hat das Auto irgendwann nicht mehr mitgemacht, obwohl es lange durchgehalten hat. Das war wirklich ärgerlich und enttäuschend für uns.“

Augusto Farfus (#15, Shell BMW M4 DTM – Startplatz: 9. Platz, Rennergebnis: 12. Platz – 72 Rennen, 4 Siege, 12 Podestplätze, 5 Polepositions, 345 Punkte): „Der Verkehr war ziemlich dicht und wir konnten einfach nicht mehr machen. Es ist wirklich frustrierend, weil wir uns eigentlich steigern wollten. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt müssen wir analysieren, was falsch gelaufen ist und wie wir uns verbessern können.“

Timo Glock (#16, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM – Startplatz: 8. Platz, Rennergebnis: 7. Platz – 62 Rennen, 3 Siege, 7 Podestplätze, 2 Polepositions, 262 Punkte): „Insgesamt hatte ich einen guten Speed und konnte die Pace der anderen Fahrer ganz gut mitgehen. Aber sobald ich nah genug am Vordermann dran war, verlor ich an Grip auf der Vorderachse. Das war der Faktor, der mich heute eingeschränkt hat. Dadurch haben die Reifen auch schneller abgebaut. Aber letztendlich ist entscheidend, dass wir ein paar Punkte mitnehmen konnten. Damit können wir zufrieden sein. Für Marco war es wirklich bitter, der direkt vor mir ausgefallen ist. Herzlichen Glückwunsch an René Rast zu seinem ersten Sieg.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Ich denke, unser Podesterfolg war eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Wenn man von ganz hinten starten muss, ist man gezwungen zu handeln. Schon in der ersten Runde konnte Maxime mehrere Positionen gutmachen. Dann hat die ganze Mannschaft einen fantastischen Boxenstopp gemacht. Letztendlich hatte Maxime die notwendige Pace und genügend Platz. Die anderen Fahrer haben versucht, darauf zu reagieren, doch da war es schon zu spät. Das war ein Aspekt des Rennens, der andere war das Reifenmanagement. Maxime ist es gelungen, die Reifen über das gesamte Rennen zu bringen. Besonders in den letzten zehn Runden hat er eine fanstatische Leistung gezeigt und hätte sich beinahe noch Mattias Ekström geschnappt. Das war einfach großartig. Ich danke dem ganzen Team für die tolle Leistung und die harte Arbeit. Das Ergebnis haben wir uns wirklich verdient.“

Bruno Spengler (#7, BMW Bank BMW M4 DTM – Startplatz: 17. Platz, Rennergebnis: 14. Platz – 145 Rennen, 14 Siege, 46 Podestplätze, 17 Polepositions, 775 Punkte, 1 Fahrertitel): „Viele Dinge haben heute nicht so gut geklappt. Unsere Strategie im Qualifying ist leider nicht aufgegangen, weshalb ich von sehr weit hinten starten musste. Von einer solchen Position aus muss man pokern. Gestern ist uns das gut gelungen. Aber heute dachte ich, dass das zweimal hintereinander nicht klappen würde. Deshalb bin ich auf Nummer sicher gegangen. Letztendlich hat es nur für Rang 14 gereicht.“

Tom Blomqvist (#31, BMW Driving Experience M4 DTM – Startplatz: 10. Platz, Rennergebnis: 13. Platz – 42 Rennen, 1 Sieg, 5 Podestplätze, 1 Poleposition, 174 Punkte): „Das war einfach nicht mein Rennen. Beim Start habe ich einige Plätze verloren. Danach lief es eigentlich ganz gut, aber unsere Strategie hat heute einfach nicht funktioniert. Dann hatten wir noch einen Zwischenfall beim Boxenstopp. Diesen Rückstand konnten wir nicht wieder aufholen. Aber zumindest habe ich es nach den einigen unglücklichen Ausfällen endlich wieder ins Ziel geschafft. “

Maxime Martin (#36, SAMSUNG BMW M4 DTM – Startplatz: 18. Platz, Rennergebnis: 3. Platz – 52 Rennen, 2 Siege, 7 Podestplätze, 2 Polepositions, 263 Punkte): „Das war ein anstrengendes Rennen. Von Startplatz 18 aus hatten wir nichts zu verlieren. Deshalb haben wir versucht, etwas anderes zu machen, und ich habe von Anfang an stark gepusht, um möglichst alles herauszuholen. In Bezug auf die Reifen hat mein Team tolle Arbeit geleistet. Sie haben bis zum Ende gehalten und ich konnte richtig Gas geben. Besonders im Hinblick auf gestern war das eine gute Antwort.“

4 responses to “DTM 2017: BMW M4 holt drei Podiums-Plätze am Hungaroring”

  1. Markus Mittwoch says:

    Grandios, mal eben früh stoppen und dann mit einem Auto ein Safety-Car provozieren….

  2. M. Power says:

    Super das die BMW Fahrer wieder einmal auf dem Treppchen stehen, vor allem für Bruno Spengler freue ich mich.
    Allerdings muss man schon auch sehen, BMW hinkt den anderen beiden Marken hinterher. Im Sa Rennen hätte Bruno den Rocki nicht mehr lange hinter sich halten können.
    BMW muss unbedingt einen Zahn zulegen.

    • Dailybimmer says:

      Bmw muss sein sportliches Profil auch auf der Geraden nachschärfen.

      • Markus Mittwoch says:

        Humbug.

        1. defacto keine Weiterentwicklung unter der Saison

        2. Leistung wird in der DTM mit einem Luftmengenbegrenzer eingeschränkt so dass alle mehr oder weniger gleich viel PS haben

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