BMW 6er GT 2017: Alle Bilder und Infos zum 6er Gran Turismo

BMW 5er GT, BMW 6er | 14.06.2017 von 49

Alle offiziellen Bilder und Infos zum BMW 6er GT 2017: Die Neuauflage des Gran Turismo ist länger, flacher, leichter, intelligenter und sparsamer als der Vorgänger.

Zu klobig, nicht elegant genug, außerdem zu schwer – es waren nicht die schönsten Komplimente, die der 5er Gran Turismo in den ersten Tagen nach seiner Vorstellung erhielt. Mit dem neuen BMW 6er GT wollen die Münchner 2017 alles besser machen und den Kritikern am Design den Wind aus den Segeln nehmen: Der unstrittig luxuriöse Reisegleiter mit dem üppigen Platzangebot im Fond trägt nicht nur einen neuen Namen, er ist auch knappe neun Zentimeter länger und über zwei Zentimeter flacher als bisher. Die fließender gezeichnete Dachlinie mündet in einem aerodynamisch geformten Abschluss, der sogar über sechs Zentimeter niedriger als beim Vorgänger liegt. Und auch an der Gewichtsschraube wurde kräftig gedreht: Trotz größerer Abmessungen ist der neue BMW 6er GT bis zu 150 Kilogramm leichter als der bisherige Gran Turismo!

Wie stark sich die geänderten Proportionen auf den Gesamt-Auftritt des Fahrzeugs auswirken, wird man frühestens zur Weltpremiere auf der IAA 2017 erahnen können. Die offiziellen Fotos zeigen den BMW 6er GT zwar direkt mit M Sportpaket und aus fast allen erdenklichen Perspektiven, ihre volle Wirkung wird die deutlich gestrecktere Form des Gran Turismo aber sicherlich erst im Straßenbild entfalten. Mit einer Länge von 5,09 Meter ist der 6er GT nur wenige Millimeter kürzer als ein 7er, die Breite ist mit 1902 Millimetern sogar exakt identisch. Sieben Zentimeter mehr Höhe machen allerdings schon auf dem Papier klar, dass der BMW 6er GT im Innenraum ein noch luftigeres Raumgefühl bieten möchte.

BMW 6er GT: Neuer Name für den großen Gran Turismo

Parallel zur Arbeit an den Kritikpunkten wurde natürlich auch weiter an den Stärken des Gran Turismo-Konzepts gearbeitet. Aspekte wie die erhöhte Sitzposition, die große Kopffreiheit auf allen Plätzen und die enorme Beinfreiheit im Fond zeichnen auch den BMW 6er GT aus. Der deutlich eleganter gezeichneten Dachlinie und der flacheren, nicht länger zweigeteilt zu öffnenden Kofferraum-Haube zum Trotz lassen sich im Gepäckraum nun noch mehr Dinge unterbringen, das Kofferraum-Volumen steigt um 110 auf 610 Liter. Bei umgelegter Rückbank passen sogar 1.800 Liter in den Gran Turismo, 100 mehr als bisher.

Dass der BMW 6er GT nicht nur schnittiger und dynamischer aussieht, sondern es auch tatsächlich ist, zeigt sich im Windkanal: Die flachere Silhouette und viele aerodynamische Maßnahmen wie die aktive Luftklappensteuerung im Bereich der Nieren, die Air Curtains und Air Breather sowie der nur bei Bedarf elektrisch ausfahrende Heckspoiler tragen dazu bei, dass der cW-Wert von 0,29 auf bis zu 0,25 reduziert werden konnte.

Noch wichtiger als der verringerte Luftwiderstand dürfte vielen Kunden das spürbar niedrigere Gewicht des BMW 6er GT sein. Durchschnittlich 150 Kilogramm weniger Leergewicht sind eine echte Ansage, für die Türen, Motorhaube und Heckklappe aus Aluminium kaum mehr als den ersten Schritt darstellen. Genau wie der aktuelle 5er setzt auch der 6er Gran Turismo auf einen Material-Mix mit hochfesten Stählen und viel Aluminium, der für einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Leichtbau und Kosten steht.

Vom 5er übernimmt der BMW 6er GT auch das hochmoderne Angebot von Sicherheits- und Assistenzsystemen. Der BMW Personal CoPilot ermöglicht in vielen Situationen teilautonomes Fahren und greift dabei auf einen Spurhalteassistent mit aktivem Seitenkollisionsschutz, einen Lenk- und Spurführungsassistent sowie Querverkehrs-, Kreuzungs- und Falschfahrwarnung zurück. In kritischen Situationen wird der Fahrer zudem von der Ausweichhilfe aktiv unterstützt, damit hektische Reaktionen in einem Schreckmoment nicht zu vermeidbaren Unfällen führen.

Im Innenraum lässt sich das BMW iDrive-System nun auch im Gran Turismo per iDrive-Controller, per Touchscreen und im Fall ausgewählter Funktionen auch per Gestiksteuerung bedienen. Das Head-Up-Display verfügt über eine 70 Prozent größere Anzeigefläche als bisher und lässt sich so noch besser nutzen, auch die Spracheingabe funktioniert dank natürlicher Spracherkennung noch intuitiver und ablenkungsärmer.

Relativ überschaubar fällt die Motorenpalette zum Marktstart aus, ganze drei Motoren werden zum offiziellen Verkaufsstart im November 2017 zur Wahl stehen. Als Einstiegsmodell geht der BMW 630i GT mit 2,0 Liter großem Turbo-Vierzylinder B48 an den Start, nur geringfügig mehr Leistung bietet der BMW 630d GT mit Reihensechszylinder-Diesel B57. Die Rolle des Topmodells übernimmt der 340 PS starke BMW 640i GT mit dem Reihensechszylinder-Benziner B58. Beide Sechszylinder sind sowohl mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb erhältlich, nur für den 630i wird xDrive zunächst nicht angeboten.

Die bewährte Achtgang-Automatik von ZF ist bei allen Motoren serienmäßig an Bord. Eine logische Konsequenz des deutlich reduzierten Gewichts und der modernen Motoren ist, dass alle Varianten im Vergleich mit ihren Vorgängern schneller auf 100 km/h beschleunigen und dennoch bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Wie sehr sich der auf Wunsch mit Luftfederung an beiden Achsen, Dynamischer Dämpfer Control DDC, aktiver Wankstabilisierung und der bei BMW Integral-Aktivlenkung genannten Hinterachslenkung ausgerüstete 6er GT fahrdynamisch verbessert hat, werden wir so bald wie möglich in Erfahrung bringen.

BMW 6er GT: Technische Daten & Motoren zum Marktstart

BMW 630i GT: 2,0 R4 | 258 PS | 400 Nm | 6,3 s 0-100 | 6,2-6,6 l/100km
BMW 640i GT: 3,0 R6 | 340 PS | 450 Nm | 5,4 s 0-100 | 7,0-7,4 l/100km
BMW 630d GT: 3,0 R6 | 265 PS | 620 Nm | 6,1 s 0-100 | 4,9-5,3 l/100km
BMW 640i xDrive GT: 3,0 R6 | 340 PS | 450 Nm | 5,3 s | 7,7-8,2 l/100km
BMW 630d xDrive GT: 3,0 R6 | 265 PS | 620 Nm | 6,0 s | 5,5-5,9 l/100km

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