DTM 2017: BMW M4 DTM am Lausitzring ohne Chance

Motorsport | 22.05.2017 von 9

Das zweite Wochenende der DTM 2017 war für BMW Motorsport ein Wochenende zum Vergessen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war der BMW M4 …

Das zweite Wochenende der DTM 2017 war für BMW Motorsport ein Wochenende zum Vergessen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war der BMW M4 DTM nicht schnell genug, um in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen oder gar um den Sieg kämpfen zu können. Obwohl der BMW im Qualifying und somit auf eine Runde durchaus schnell war, kam er über die Distanz in immer größere Schwierigkeiten. In beiden Rennen hat fast alle Fahrer große Probleme mit abbauenden Reifen und konnten dabei nicht mit Audi und Mercedes mithalten.

Das Resultat nach zwei schwierigen Wochenenden wird vor allem auch in der Hersteller-Wertung mehr als deutlich: Mercedes und Audi liegen mit 187 und 177 Punkten klar an der Spitze, BMW Motorsport hat schon nach vier Rennen über 100 Punkte Rückstand und kommt mit seinen sechs Piloten nur auf 64 Zähler. In der Fahrerwertung ist Timo Glock mit 25 Punkten bestplatzierter BMW-Pilot, der führende Lucas Auer hat mit 69 Punkten aber bereits fast drei Mal so viele Zähler gesammelt. So steht BMW schon beim nächsten Rennen deutlich unter Druck: Wenn die Saison 2017 nicht frühzeitig abgeschrieben werden soll, muss der BMW M4 DTM endlich zu alter Stärke finden!

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Auch am Sonntag haben wir hier am Lausitzring ein hartes Rennen erlebt. Mit unseren bestplatzierten Autos auf den Positionen acht und neun zu stehen, ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten. Tom ist beim Frühstart ein Missgeschick passiert, auch wenn es sehr knapp war. Das hat den Rennausgang natürlich beeinflusst. Aber wir müssen uns das Rennen insgesamt noch einmal genau anschauen, auch bezüglich der Strategie. Bei Marco hat es gut gepasst, und er konnte das Tempo mitgehen. Eventuell haben wir ihn zu früh reingeholt. Vielleicht hätten wir ein paar Positionen weiter vorn sein können. Insgesamt sind wir keinen sonderlich aggressiven Weg gegangen, so wie es zum Beispiel Audi gemacht hat. Dort konnte man sehen, dass es sich in zwei Fällen ausgezahlt hat. Das war definitiv kein tolles Wochenende für uns. Glückwunsch an Audi zum Sieg.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Das Wochenende fing bereits am Samstag schwierig an. Für das zweite Rennen haben wir dann noch einmal intensiv gearbeitet und konnten uns auch verbessern. Aber im Rennen waren wir hier mit relativ stumpfen Waffen unterwegs. Deshalb sind wir froh, dass wir zumindest ein paar Punkte mitgenommen haben. Marco ist ein super Rennen gefahren, die Strategie hat gepasst. Ein Kompliment möchte ich auch allen Mechanikern für ihre harte Arbeit aussprechen – denn auch Wochenenden mit nur wenigen gewonnenen Punkten sind anstrengend.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Es war ein schwieriges Rennen, beginnend mit dem Frühstart von Tom. Wir müssen das analysieren. Aufgrund der Strafe stand er im Rennen auf verlorenem Posten. Bei Bruno haben wir eine andere Strategie ausprobiert, die ganz gut funktioniert hat. Wir haben unser Bestes versucht, aber letztlich ist sie doch nicht ganz aufgegangen. Maxime hat erneut das Maximum gegeben, und Platz acht war das Beste, was wir erreichen konnten. Jetzt müssen wir hart arbeiten, um für die nächsten Rennen auf dem Hungaroring besser in Form zu sein.“

Marco Wittmann (#11, Red Bull BMW M4 DTM – Startplatz: 10. Platz, Rennergebnis: 9. Platz – 60 Rennen, 8 Siege, 16 Podestplätze, 8 Polepositions, 541 Punkte, 2 Fahrertitel): „Mein Fazit fällt einigermaßen positiv aus. Wir haben heute das Beste herausgeholt. Ich hatte eine ordentliche Pace und konnte bis zum ersten Stopp lange fahren. Ich habe mich auf Rang neun vorgekämpft, ein schönes Duell mit Lucas Auer gehabt und die Lücke nach vorn zugefahren. Insgesamt war allerdings insbesondere gegen die Audis heute kein Kraut gewachsen. Jetzt haben wir einiges an Arbeit vor uns.“

Augusto Farfus (#15, Shell BMW M4 DTM – Startplatz: 9. Platz, Rennergebnis: 14. Platz – 70 Rennen, 4 Siege, 12 Podestplätze, 5 Polepositions, 345 Punkte): „Unser Qualifying war heute besser, aber die Rennpace hat einfach nicht gestimmt. Und so kann man am Ende nicht viel ausrichten. Man konnte sehen, dass alle BMW damit im Rennen zu kämpfen hatten.“

Timo Glock (#16, Deutsche Post BMW M4 DTM – Startplatz: 13. Platz, Rennergebnis: 15. Platz – 60 Rennen, 3 Siege, 6 Podestplätze, 2 Polepositions, 238 Punkte): „Wir hatten hier ein schwieriges Wochenende – und haben leider keine Punkte mitgenommen. Es bleibt dabei: Der Lausitzring ist keine gute Strecke für uns. Die anderen waren hier zu stark. Wir müssen nun schauen, dass wir auf den anderen Kursen besser aufgestellt sind. Trotzdem Danke an mein Team, die Jungs haben wieder einen fehlerfreien Job gemacht.“

Bruno Spengler (#7, BMW Bank BMW M4 DTM – Startplatz: 12. Platz, Rennergebnis: 16. Platz – 143 Rennen, 14 Siege, 45 Podestplätze, 17 Polepositions, 760 Punkte, 1 Fahrertitel): „Wir haben eine Strategie mit frühem Boxenstopp ausprobiert. Mit etwas Glück kann dich eine solche Strategie weit nach vorn bringen. Aber man fährt eben praktisch das ganze Rennen mit dem gleichen Satz Reifen, und für uns war es hier generell schwierig. Wir haben viel Arbeit vor uns und versuchen, unsere Performance speziell über die Distanz zu verbessern. Das ist nun unsere Aufgabe für die nächsten Rennen.“

Tom Blomqvist (#31, BMW Driving Experience M4 DTM – Startplatz: 2. Platz, Rennergebnis: 17. Platz – 40 Rennen, 1 Sieg, 5 Podestplätze, 1 Poleposition, 174 Punkte): „Ich hatte Schwierigkeiten mit der Kupplung und daher einen Frühstart, weil ich mich bewegt habe. Es war eine große Enttäuschung, als ich erfahren habe, dass ich eine Strafe bekomme. Ich habe danach nicht wirklich attackiert, aber ich hätte auch nicht die Pace gehabt. Wir müssen herausfinden, warum wir in Sachen Rennpace Schwierigkeiten haben.“

Maxime Martin (#36, SAMSUNG BMW M4 DTM – Startplatz: 5. Platz, Rennergebnis: 8. Platz – 50 Rennen, 2 Siege, 6 Podestplätze, 2 Polepositions, 248 Punkte): „Es war ein schwieriges Rennen. Wir müssen an unserer Rennpace arbeiten, nicht nur das Qualifying ist der Schlüssel zum Erfolg. Jetzt werden wir in der Vorbereitung auf die nächsten Rennen weiter pushen.“

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