BMW iNext: Halter soll haften, wenn das Auto einen Unfall baut

BMW i | 31.03.2017 von 3

Autonomes Fahren und Autos wie der BMW iNext werfen viele Fragen in den Raum. Wer bei einem Unfall haften soll, ist für Autobauer und Versicherer klar.

Mit dem BMW iNext soll 2021 das erste autonom fahrende Auto der BMW Group auf den Markt kommen. Bis dahin sind noch viele Fragen zu klären, unter anderem rechtliche. Zu den spannendsten Aspekten gehört dabei die Schuldfrage bei einem Unfall, denn natürlich werden auch autonom fahrende Autos früher oder später in Unfälle verwickelt sein. Aber kann der Fahrer oder Halter des Fahrzeugs dafür haftbar gemacht werden, wenn sein Auto autonom einen Unfall verursacht hat?

Ja, sagen zumindest die BMW Group, die Allianz Versicherung und die Bundesregierung. Der Hintergrund für diesen Standpunkt ist pragmatisch: Würde nach einem Unfall immer erst in aufwändigen juristischen Verfahren geprüft werden, ob der Fahrer oder das Auto die Schuld an einem Unfall tragen, müssten die Geschädigten unzumutbar lange auf Entschädigungsleistungen warten. Schon aus diesem Blick ist es sinnvoll, dass zunächst immer der Halter des Fahrzeugs als Verantwortlicher herangezogen wird – und erst im Nachgang geprüft wird, ob nicht doch eine Fehlfunktion des autonomen Autos vorgelegen hat.

Schon heute sind moderne Automobile wie der BMW 5er G30 in der Lage, den Fahrer in vielen Situationen des Alltags deutlich zu entlasten. Insbesondere auf Autobahnen ist es problemlos möglich, die Kontrolle für einige Sekunden dem Auto zu überlassen. Die Verantwortung bleibt dabei aber stets beim Fahrer, denn er muss entscheiden, ob die Situation ein autonomes Fahren des Fahrzeugs erlaubt. Außerdem sind die aktuellen Systeme ausdrücklich nur zur Entlastung für einige Sekunden gemeint, nicht als dauerhafte Lösung für mehrere Kilometer autonomes Fahren am Stück.

Immer leistungsfähigere Assistenzsysteme sollen den Fahrer in den nächsten Jahren Schritt für Schritt zum potenziellen Beifahrer machen: Selbst gefahren wird nur noch, wenn der Fahrer gerade Lust darauf hat. Der morgendliche Weg zur Arbeit, monotone Autobahn-Fahrten auf dem Weg in den Urlaub oder das anstrengende Vorankommen im Stau – Situationen wie diese sind es, in denen sich viele Autofahrer schon heute einen leistungsfähigen elektronischen Helfer wünschen.

Den nächsten größeren Schritt mit relevanten Zusatz-Funktionen für den BMW Personal CoPilot dürfen wir für den BMW X5 G05 und den eng verwandten BMW X7 G07 erwarten, die gleiche Technik soll etwas später auch im BMW 7er Facelift 2019 zum Einsatz kommen. Die immer leistungsfähiger werdenden Systeme übernehmen Schritt für Schritt mehr Verantwortung und erlauben es dem Fahrer, sich während der Fahrt immer häufiger auf andere Dinge zu konzentrieren – bis er schließlich im BMW iNext selbst entscheiden kann, ob er heute fahren will oder diese Aufgabe komplett der Technik überlässt.

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