USA: BMW ConnectedDrive sperrt Autodieb im Fahrzeug ein

Sonstiges | 6.12.2016 von 2

Wie leistungsfähig BMW ConnectedDrive sein kann, musste ein Autodieb in den USA auf die harte Tour lernen. Laut einem Bericht des Seattle Police Department hatte …

Wie leistungsfähig BMW ConnectedDrive sein kann, musste ein Autodieb in den USA auf die harte Tour lernen. Laut einem Bericht des Seattle Police Department hatte ein 38-jähriger einen BMW 550i gestohlen, kam aber nicht weit damit: Die Polizisten konnten das Fahrzeug mit Hilfe von BMW ConnectedDrive nicht nur orten, sondern auch die Türen verriegeln lassen – die Business-Limousine mit V8-Triebwerk wurde so zum luxuriösen Gefängnis für den Autodieb, der nun keine Möglichkeit zur Flucht mehr hatte und im Einschlusss in eine weit weniger bequeme Einzelzelle gebracht wurde.

Möglich wurde der Diebstahl offenbar aus Unachtsamkeit: Der Besitzer hatte seinen BMW 5er am Tag nach seiner Hochzeit an eine Freundin verliehen, die das Fahrzeug in der heimischen Einfahrt geparkt hatte. Dabei blieb der Fahrzeugschlüssel offenbar im Auto liegen, weshalb der 38-jährige die Chance seines Lebens vermutete, sich ans Steuer des BMW 550i setzte und mit hoher Geschwindigkeit die Flucht antrat.

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Als die vorübergehende Besitzerin das Fehlen des ihr anvertrauten Fahrzeugs bemerkte, verständigte sie sofort die Polizei, die sich schließlich von BMW ConnectedDrive zum Auto navigieren ließ und dort das Ende der illegalen Spritztour veranlasste. Der Autodieb saß zu diesem Zeitpunkt schlafend im Auto und war möglicherweise von den Drogen übermannt worden, die er bei sich trug – und die ihm neben dem Autodiebstahl gleich noch eine weitere Anzeige einbrachten.

Von den Fernsteuerungs-Funktionen von BMW ConnectedDrive können neben der Polizei natürlich auch die Kunden profitieren. In erster Linie mit Hilfe der neuen BMW Connected App, früher auch mit der dezidierten MyBMW Remote App. Mit Hilfe von Smartphone oder Smartwatch lassen sich beispielsweise Klimatisierungs-Funktionen steuern, das Fahrzeug kann aber auch geöffnet oder verschlossen werden. Einige weitere Funktionen wie der Motorstart aus der Ferne sind technisch möglich, werden aber zumindest in Deutschland aus Sicherheitsgründen nicht umgesetzt.

2 responses to “USA: BMW ConnectedDrive sperrt Autodieb im Fahrzeug ein”

  1. Bob Morane says:

    Mit dem Gurt Fenster einschlagen und raus? Oder was das ein Security Fahrzeug?

    • Wombat says:

      “Der Autodieb saß zu diesem Zeitpunkt schlafend im Auto und war möglicherweise von den Drogen übermannt worden, die er bei sich trug…”

      Wäre er wach und nicht komplett bescheuert gewesen, wäre er mit Sicherheit aus dem Auto rausgekommen. Soweit ich das beurteilen kann (zumindest ist das bei meinem F10 so), wirken die inneren Türöffner-Griffe vorne auch direkt mechanisch auf die Türschlösser. Auch aus Sicherheitsgründen glaube ich, dass es nicht möglich ist, das Auto so zu verriegeln, dass man von innen nicht mehr raus kommt. Ich habe es zumindest noch nicht geschafft (von der Kindersicherung hinten mal abgesehen), die “normale” Verriegelungs-Funktion von ConnectedDrive arbeitet ja genauso wie die Verrieglung per Schlüssel.

      Gibt es bei ConnectedDrive in den USA eine “Master-Verriegelung”, die nicht mehr zu öffnen ist?? Auto wieder starten, Fenster runterfahren und da rauskrabbeln..? Schiebedach…? Alles endgültig komplett verriegelt?

      Zudem steht in dem Bericht ja sogar drin, dass der Schlüssel wohl im Innenraum verblieben war. Sonst hätte der Dieb das Auto ja auch gar nicht starten können. Mit dem Schlüssel in der Hand kann ConnectedDrive auch nicht overruled werden?

      Also ich bezweifle den Bericht in dieser Form doch ganz stark. Gestohlenes Fahrzeug nicht mehr fahrfähig schalten (springt nicht mehr an) – ok. Das Fahrzeug orten und die Polizei dorthin lotsen – ok. Aber so verriegeln, dass man von innen (!!) nicht mehr raus kommt…? Fraglich…
      Wäre der nicht im Drogenrausch eingepennt, wäre er doch bestimmt (ohne Auto natürlich) über alle Berge gewesen.

      Abgesehen von der Machbarkeit würde ich auch davon absehen, einen Dieb im Auto einzusperren. Auto stilllegen, orten und finden, gute Idee. Einen Dieb drin einsperren – keine gute Idee. Dann versucht dieser doch nur mit aller Gewalt rauszukommen, randaliert in dem Fahrzeug, tritt die Scheiben ein, etc.
      Da ist doch nachher der Schaden im Auto grösser als alles andere. Wenn das Auto nicht mehr läuft und der Dieb damit nicht mehr weiterfahren kann, lässt er das Auto irgendwann einfach stehen und sucht das Weite. Dann ist wenigstens mein Innenraum nicht komplett Schrott…

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