Heute vor 50 Jahren: Glas-Werke Dingolfing gehen an BMW

News | 10.11.2016 von 2

Im Jahr 2016 ist das Produktionsnetzwerk der BMW Group ohne den Standort Dingolfing kaum vorstellbar. Mit rund 18.000 Beschäftigten ist das Werk nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, …

Im Jahr 2016 ist das Produktionsnetzwerk der BMW Group ohne den Standort Dingolfing kaum vorstellbar. Mit rund 18.000 Beschäftigten ist das Werk nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, es ist auch die Heimat der großen BMW-Baureihen und der größte Produktionsstandort von BMW in Deutschland. Wie der Bayerische Rundfunk beim Blick in den Kalender entdeckt hat, erfuhren die Mitarbeiter der Hans Glas Automobilwerke genau heute vor 50 Jahren von der Übernahme ihres bisherigen Arbeitgebers durch BMW, das Schwarz-Weiß-Foto oben zeigt die Feierlichkeiten bei der Bekanntgabe am 10. November 1966.

Schon damals arbeiteten 4.200 Menschen für die Hans Glas GmbH in Dingolfing und bauten Fahrzeuge wie das Goggomobil. Nachdem das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war und kurz vor der Pleite stand, übernahm BMW den Standort und sicherte so gut wie alle Arbeitsplätze. Für BMW war es 1966 notwendig geworden, schnell zusätzliche Produktionskapazitäten zu erschließen, um die wachsende Nachfrage nach den eigenen Automobilen bedienen zu können.

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Zunächst wurde jedoch die Produktion einzelner Komponenten und Ersatzteile nach Dingolfing verlegt, parallel dazu wurden Fahrzeuge wie das Goggomobil weitergebaut. Im Jahr 1969 läuft schließlich der letzte Glas vom Band, während der Standort weiter ausgebaut und an die Erfordernisse von BMW angepasst wird. Am 27. September 1973 läuft schließlich der erste BMW 5er in Dingolfing vom Band, dem roten 520 sollten in den folgenden Jahrzehnten mehrere Millionen Autos folgen.

Heute werden im BMW Werk Dingolfing täglich rund 1.600 Automobile gebaut, darunter neben der noch immer in Dingolfing beheimateten 5er-Reihe auch zahlreiche 3er, 4er, 6er und 7er. Im Jahr 2015 verließen insgesamt über 360.000 Fahrzeuge das Werk, folglich kam fast jeder fünfte weltweit verkaufte BMW aus dem Standort in Niederbayern, dessen Geschichte unter der Führung des Münchner Autobauers vor genau 50 Jahren ihren Anfang nahm.

Offiziell gefeiert wird das große BMW-Jubiläum in Niederbayern laut Bayerischem Rundfunk erst im kommenden Jahr, schließlich wurde die Übernahme am 10. November 1966 lediglich bekanntgegeben. Die ersten sichtbaren Ergebnisse folgten erst im Jahr 1967, weshalb auch der 50. Geburtstag des BMW-Standorts erst 2017 gefeiert werden soll.

(Fotos: BMW)

2 responses to “Heute vor 50 Jahren: Glas-Werke Dingolfing gehen an BMW”

  1. Fredericus Rex says:

    Zitat: “Im Jahr 1969 läuft schließlich der letzte Glas vom Band….”
    *************************************************************************************
    Soweit richtig, jedoch der von Frua entworfene Mittelklasse GLAS 1700/GT (Bauzeit 1964-67), dessen Vorserie übrigens aus der Borgward Insolvenz stammt, wurde kurze später in Südafrika weiter gebaut.

    Etwas modernisiert, nunmehr ausgestattet mit BMW-Technik wurde das Modell jahrelang als BMW 1800( bzw. 2000) GL/SA, später als BMW 1804 (und 2004) von BMW Niederlassung Südafrika vermarket.

    In Deutschland wurden diese Fahrzeuge aber nicht mehr eingeführt, denn mit der “Neuen Klasse” hatte BMW bereits ein erfolgreiches Modellreihe mit ähnlicher Charakteristik am Markt etabliert und als 1972 der Nachfolger mit dem 5er_E12 startete, wäre salopp gesprochen der “Südafrika-GLAS” ohnehin nicht mehr auf der Höhe der Zeit gewesen.

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