Autonomes Fahren: BMW plant neues Entwicklungszentrum

News | 27.10.2016 von 7

Neben der Elektromobilität gilt das autonome Fahren derzeit als eine der größten Herausforderungen für sämtliche Autobauer. Daran hat die Industrie durchaus ihren Anteil, denn vollmundige …

Neben der Elektromobilität gilt das autonome Fahren derzeit als eine der größten Herausforderungen für sämtliche Autobauer. Daran hat die Industrie durchaus ihren Anteil, denn vollmundige Ankündigungen haben innerhalb weniger Jahre den Glauben entstehen lassen, dass Autos vielleicht noch in diesem Jahrzehnt völlig selbständig fahren können und den Fahrer auf Wunsch komplett von seinen Aufgaben entbinden. Dass die Realität ein wenig anders aussieht und sich die aktuell verfügbare Technik nur zum teilautonomen Fahren in bestimmten Situationen des Alltags eignet, wird dabei gerne übersehen.

Dennoch ist klar, dass alle Autobauer das Thema in den nächsten Jahren weiter voranbringen wollen und müssen. Immer mehr Sensoren und eine immer intelligentere Steuerung sollen dafür sorgen, dass es in wenigen Jahren tatsächlich einen “Autopilot” – der den Namen auch verdient – gibt, der die Insassen sicher zu ihrem Ziel bringt. Damit es möglichst schnell so weit ist, plant die BMW Group nun offenbar ein neues Entwicklungszentrum speziell zum Thema autonomes Fahren.

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Wie das Handelsblatt berichtet, soll das zusätzliche Entwicklungszentrum im Großraum München entstehen. Ein genauer Standort stehe derzeit noch nicht fest, immer wieder ist aber von München-Haar die Rede. Sicher ist hingegen, dass mit dem Aufbau des neuen Standorts Mitte 2017 begonnen werden soll. Rund 2.000 Mitarbeiter sollen die Entwicklung autonom fahrender BMWs dann gebündelt vorantreiben und dafür sorgen, dass die BMW Group auch auf diesem Gebiet der Automobilentwicklung den richtigen Weg findet.

Schon jetzt arbeiten zahlreiche Mitarbeiter an der Sensorik und Software, die beispielsweise im neuen BMW 5er G30 zum Einsatz kommt. Die neue Oberklasse-Limousine bietet unter anderem eine Lenk- und Spurhalteunterstützung sowie einen Spurwechselassistent, in engen Baustellen wird das Fahrzeug ebenfalls automatisch positioniert und hält auf beiden Seiten einen sicheren Abstand zu Begrenzungen und anderen Verkehrsteilnehmern. Dass der 5er dabei den Abstand zum Vordermann halten und seine Geschwindigkeit dem aktuell gültigen Tempolimit anpassen kann, sorgt ebenfalls für eine spürbare Entlastung auf Langstreckenfahrten.

Im nächsten Schritt soll Software wie die des Startups Nauto dafür sorgen, dass Gefahren schon im Voraus erkannt werden können. Wenn bestimmte Faktoren wie schlechtes Wetter oder eine hohe Verkehrsdichte zusammentreffen, kann eine entsprechende Software den Fahrer frühzeitig zu erhöhter Aufmerksamkeit auffordern und so im besten Fall dazu beitragen, dass Unfälle vermieden werden. Ähnliches Wissen wird auch von autonom fahrenden Autos genutzt werden, um sich Situationen schon im Vorfeld optimal anzupassen.

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