Bild-Vergleich: BMW 5er G30 vs. Audi A6 und Mercedes E-Klasse

BMW 5er | 18.10.2016 von 26

Bild-Vergleich: Der neue BMW 5er G30 trifft virtuell auf seine beiden härtesten Rivalen. Auch Audi A6 und Mercedes E-Klasse Limousine haben viel zu bieten.

Wenn der neue BMW 5er G30 im Februar 2017 seinen Marktstart feiert, wird es keine Schonfrist geben: Die Rivalen stehen bereit und würden nichts lieber tun, als den taufrischen Münchner schon in den ersten Vergleichstests hinter sich zu lassen. Damit es nicht so weit kommt, wurde die siebte Generation der 5er-Reihe grundlegend weiterentwickelt und soll in allen wesentlichen Disziplinen noch etwas mehr können als Audi A6 und Mercedes E-Klasse. Ob das wirklich so ist, müssen die Vergleiche im kommenden Jahr zeigen.

Schon jetzt können wir einen ersten Bild-Vergleich liefern, der zumindest eine Einschätzung zum Design der drei deutschen Premium-Limousinen ermöglicht. Wie üblich zeigen wir BMW 5er, Audi A6 und Mercedes E-Klasse so weit möglich mit vergleichbarer Ausstattung und aus ähnlichen Perspektiven, um eine möglichst objektive Vergleichbarkeit zu schaffen.

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Bild-Vergleich: BMW 5er vs. Audi A6 & Mercedes E-Klasse

Abgesehen von wenigen Millimetern Differenz in der einen oder anderen Dimension bieten BMW 5er G30, Audi A6 und Mercedes E-Klasse weitestgehend identische Abmessungen. Alle drei sind rund 4,93 Meter lang, der BMW bietet allerdings den im Vergleich längsten Radstand und folglich auch etwas kürzere Überhänge an Front und Heck. Auch in der Breite und Höhe übertrumpft der Münchner seine Rivalen um wenige Millimeter, was ihm insgesamt eine sehr gute Ausgangsposition für den geräumigsten Innenraum beschert. Ob er diese guten Voraussetzungen auch umsetzen kann, lässt sich derzeit noch nicht sagen – es spielt in der Praxis aber auch eine untergeordnete Rolle, schließlich ist keines der Fahrzeuge dieser Klasse zu knapp geschnitten.

Wichtiger als ein paar zusätzliche Millimeter Kniefreiheit im Fond sind für viele Käufer sparsame Motoren, gerade die Effizienz der in Europa dominierenden Diesel spielt für Flottenkunden eine entscheidende Rolle. Zwar ist die Motorenpalette des BMW 5er G30 zum Marktstart im Februar 2017 noch längst nicht vollzählig, die wichtigsten Volumentreiber sind aber von Anfang an erhältlich. Alle Modellvarianten profitieren von der exzellenten Aerodynamik der siebten 5er-Generation, die mit einem cW-Wert von minimal 0,22 den Bestwert in diesem Segment aufstellt.

Klar im Fokus steht dabei der BMW 520d mit seinem 190 PS starken Vierzylinder-Diesel B48, den es auch mit Allradantrieb xDrive sowie in der besonders sparsamen EfficientDynamics Edition gibt. Letztere kommt auf einen Normverbrauch von 3,9 Liter auf 100 Kilometer, was ihr gemeinsam mit dem Mercedes E 220 d die Effizienz-Krone dieser Leistungsklasse beschert. Beide scheitern nur knapp daran, die Marke von 100 Gramm CO2 pro Kilometer zu unterbieten. Bemerkenswert sparsam präsentiert sich auch der BMW 530d mit Reihensechszylinder-Diesel: Trotz einer Leistung von 265 PS kommt der vorläufige Topdiesel auf einen Normverbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer, womit er die ähnlich starken Selbstzünder der Wettbewerber um mehr als 10 Prozent unterbietet.

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Auf der Höhe der Zeit bewegen sich auch die vorerst einzigen Benziner des BMW 5er G30. Der Vierzylinder des 530i kommt bei 252 PS auf einen EU-Verbrauch von 5,4 Liter, der fast 90 PS stärkere 540i mit Reihensechszylinder gönnt sich nur 1,1 Liter mehr. Auch diese Werte müssen keinen Vergleich mit Audi A6 oder Mercedes E-Klasse scheuen und unterbieten die Rivalen deutlich.

Im Bereich der Assistenz- und Sicherheitssysteme geben der neue BMW 5er G30 und die Mercedes E-Klasse derzeit den Ton an, der etwas in die Jahre gekommene Audi A6 kann sein Alter in diesen Punkten nicht mehr ganz verbergen. Sowohl BMW als auch Mercedes bieten ihren Fahrern die Möglichkeit, sich beim teilautonomen Fahren zumindest für einige Sekunden chauffieren zu lassen und überwachen das Umfeld dafür permanent mit zahlreichen Sensoren.

Die größte Vielfalt bei der Bedienung der Oberklasse-typisch äußerst komplexen Infotainment-Systeme bietet der neue BMW 5er G30: Ergänzend zum iDrive-Controller mit seiner berührungsempfindlichen Oberfläche und der weiterentwickelten Spracheingabe, die nun auch natürliche Sprache deutlich besser verstehen soll, bietet der Münchner die Option zur Steuerung aller Funktionen durch Berührung des Touchscreens. Einige häufig genutzte Befehle wie die Änderung der Lautstärke lassen sich außerdem per Gestiksteuerung durch eine simple Handbewegung geben.

Trotz der insgesamt größten Abmessungen ist der BMW 5er G30 der leichteste Vertreter des Trios. Im Vergleich zum Vorgänger konnte das Gewicht je nach Motorisierung um bis zu 100 Kilogramm reduziert werden, nun kommt ein BMW 520d mit Achtgang-Automatik auf ein EU-Leergewicht von 1635 Kilogramm inklusive 75 Kilogramm für Fahrer und Gepäck. Der antriebsseitig vergleichbare Audi A6 2.0 TDI ultra bringt 100 Kilogramm mehr auf die Waage, der Mercedes E 220 d wiegt laut Werk 1680 Kilogramm.

Ob diese Fähigkeiten reichen, um Audi A6 und Mercedes E-Klasse zu schlagen und die angestrebte Rolle des weltweiten Marktführers zu übernehmen, wird sich erst im Lauf des Jahres 2017 abzeichnen.

[Fotos: BMW / Audi / Mercedes]

26 responses to “Bild-Vergleich: BMW 5er G30 vs. Audi A6 und Mercedes E-Klasse”

  1. B3ernd says:

    Dem A6 sieht man das Alter an, optisch mag ich ihn dennoch. Der Benz will mir irgendwie gar nicht gefallen. Einzig bei der S-Klasse wirkt das neue Design. Bei E- und C- Klasse sieht es irgendwie merkwürdig aus.

    1635kg nach EU sind ein Wort. Mir fehlen jedoch echte Innovationen. Ansonsten ist die Reihenfolge neu geordnet. Der 5er liegt technisch auf Platz 1. Über das Design mag ich final erst urteilen, wenn ich ihn live gesehen habe.

  2. Pro_Four says:

    …designtechnisch gefällt mir die E-Klasse auch nicht besonders, gerade das Heck ist nicht meins.
    Der A6 geht in Ordnung, wurde aber eh erst geliftet, also so alt ist der nicht.
    Einzig die Seitenansicht gefällt mir beim A6 überhaupt nicht, Audi bekommt den Knick einfach nicht in den Rest des Fahrzeugs hin. Das macht Mercedes und insbesondere BMW um einiges besser.

    Innen hat der neue 5er(der Alte gefiel mir schon) nochmal einen riesen Schritt gemacht und schaut extrem modern aus, Schick.

    BMW hat mit dem 5er alles richtig gemacht. Klasse Wagen, UND: er gefällt mir schon auf Bildern richtig gut, in Natura wird sich das sicher bestätigen.

  3. McIntyre's (un)official page says:

    Der Benz sieht langweilig zum Einschlafen aus. Obwohl ich kein großer Fan von 4 Ringen bin, mag ich den A6 schon (A7 sieht schon leider geil aus). Bleibt nur der Bimmer. Frisch, Heckantrieb, BMW halt, kannst nichts dagegen machen.

    • moehre says:

      Gerade der a7 sieht in meinen Augen extrem alt aus. Und auch der neue a4 erinnert an die 80er Kisten und nicht am zeitgemäße Formen. Vom Q7 fang ich nicht an. Die e Klasse hingegen ist in meinen Augen gelungen.

      • McIntyre's (un)official page says:

        Geschmackssache, ne? A7 ist natürlich hier fehl am Platz, den habe ich iwie nur so erwähnt. Aber: wenn es um 4-türige Coupes geht, dann steht der A7 (bzw der S7 sogar) an erster Stelle. Der CLS (auch nur ne E-Klasse) wäre für mich der letzte.

        • moehre says:

          Sorry, aber das 6er GC und der neue Panamera spielen in einer anderen Liga als die 4 Ringe.
          Der A7 ist für Leute, die sich nicht an einen BMW trauen, der CLS ist eine Prollschleuder. (Achtung, überspitzt). Aber “Klasse” haben weder A7, noch CLS.

          • Der_Namenlose says:

            Unabhängig vom Image ist es so wie Du sagst: 6er GC und Panamera gehören zur Luxusklasse wie der 7er, die S-Klasse oder der A8.
            A7 und CLS spielen definitiv in einer Liga darunter und sind noch “bezahlbar”.

          • McIntyre's (un)official page says:

            Was ist das denn für eine Anti-Audi-Einstellung? Der neue Panamera ist im Grunde auch nur ein RS7, er hat nichts Neues, obwohl die Autojournalisten immer sagen es wäre neu. Gleicher 4 Liter Motor wie im S und RS7, gleiche Elektronik, nur das Badge ist anders. Und der 6er GC ist viel zu behäbig um ein richtiger BMW zu sein.

  4. quickjohn says:

    Zum letzten Absatz muß ich eine Korrektur anbringen:
    Der 5er F10/11 ist der aktuelle Weltmarktführer seiner Klasse – insofern geht es nicht um die Übernahme dieser Führungsrolle sondern nur um die Verteidigung.

    Ansonsten – man muß das Auto jetzt einfach mal in Natura sehen.

  5. drochtersen_assel says:

    Welchen der drei Kandidaten einem persönlich -rein optisch gesehen- am besten gefällt, bleibt sicher dem Betrachtungswinkel jedes einzelnen überlassen, manchen Kunden gefallen Jaguar XK, Volvo S90 oder gar Lexus GS sowie der Cadillac CTS vielleicht besser, als allen dreien….!?

    Mir persönlich, rein subjektiv natürlich, stört die etwas zu klobig wirkende Mittelkonsole der E-Klasse, diese hätte selbst unter Berücksichtigung einer zeitgemäßen Infotainment Anforderung, dezenter eingepasst werden können – (unfreiwillige) Erinnerungen an den Opel Diplomat B (1969-77) werden hier vielleicht sogar wach ?

    Sehr gelungen hingegen das noble Touch-Pad des Mercedes, im Gegensatz zum beliebig wirkenden Wahlhebel des A6, der auch von jedem Koreaner/Japaner so hätte verbaut werden könnte.

    Der 5er Innenraum samt dem chicen Lenkrad wirkt modern wie nobel zugleich, die Haptik muss in der Realität natürlich diesen Eindruck noch bestätigen, obgleich BMW in Vergangenheit eher bei seinen kleineren Modellreihen diesbezüglich den Rotstift allzu deutlich erkennbar angesetzt hat und somit hier eigentlich keine Abstriche bei seiner Business-Class zu befürchten sind.

    Von außen bestätigen alle drei Kandidaten die (allzu enge) Nähe zu ihren Derivaten der aktuellen Modellpalette, etwas mehr Differenzierung zwischen den Segmenten täte allen drei Herstellern sicher gut, wobei der Audi wohl gefühlt hier die “Goldene Himbeere” seiner unfreiwilligen, fest zementierten Unverwechselbarkeit am nächsten kommt.

  6. Pro_Four says:

    ..ääähhh noch was, was mir aufgefallen ist. Die Klimaeinheit, sitzt beim A6 so extrem tief, das man nur schwergängig an sie herankommt. Schaut auch auf den Fotos schon etwas deplaziert aus.

    • quickjohn says:

      Ein Ausstieg wäre logisch – und zwar nicht nur wg. eines (eher vordergründigen) Sparzwanges.

      – Auf Dauer macht das Antreten von 2 Konzernmarken in einem Wettbewerb wenig Sinn da Einer immer der Verlierer sein muß.
      – Das kommende Reglement (Erweiterung auf die 10 MJ-Klasse mit einem 3. Energie-Rückgewinnungssystem) bringt für ein dieselgetriebenes Fahrzeug extreme Gewichtsprobleme mit sich.
      – Der Umstieg auf ein Benzinaggregat ‘verbietet’ sich quasi für Audi, da Autos auf dem Konzern mit unterschiedlichen Motor-Technologien antreten sollen.

      Das sind zwar keine Hardfacts zu einem Ausstieg – in Summe aber starke Argumente dafür daß 2017 für Audi die letzte Saison in der WEC-Serie (LMP1 ist die aktuelle Typbezeichnung für die Sportwagenklasse) sein könnte.

      • Der_Namenlose says:

        Vielleicht ist est einfach so, dass wegen des Dieselskandals Audi jede Glaubwürdigkeit bezüglich Diesels verloren hat und deswegen sich zurückziehen muss.

        • quickjohn says:

          Ja – das wäre eigentlich die Konsequenz Nr. 1 für einen Rückzug des dieselgetriebenen Audi LMP1
          .
          Aber hat Audi in seiner Zielgruppe die Glaubwürdigkeit wirklich verloren? Wenn wir einmal die zwei meist tangierten Märkte betrachten – USA und D – so wächst Audi dort, wenn auch etwas langsamer, doch stetig weiter. Schon bemerkenswert wie wenig sensibel dort reagiert wurde (wird).

          • Der_Namenlose says:

            Eigentlich erschreckend. Irgendwie ist der Schaden nur an der Kernmarke gehaftet geblieben. Aber die Sache mit den 3.0L-Maschionen ist noch nicht vom Tisch.

          • Pro_Four says:

            …hmmm, dies wundert mich auch, obwohl Audi ins stocken kommt, trotz etlicher neuer Modelle. ich denke aber Audi wird es nächstes Jahr eher treffen/spüren, wenn die neuen Modelle soweit, auch von Händlern, durch-angemeldet sind.

            Aber wir wissen ja, auch negative Werbung ist Werbung.

          • Der_Namenlose says:

            Wo wir doch “gerade” darüber gesprochen haben, hier frisch aus der Redaktion:
            http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/audi-soll-25-000-autos-wegen-abgasskandal-zurueckkaufen-a-1117768.html
            Und Rupi meinte die ganze Zeit, er habe nur die Software anzugeben vergessen. Vom Betrug könne garnicht die Rede sein:)

            • quickjohn says:

              Ganz ehrlich?
              – aus moralischer Sicht wünsche ich mir eine schonungslose Aufklärung (incl. strafrechtl. Konsequenzen für die Verursacher!)
              – aus volkswirtschaftlicher Sicht wünsche ich mir daß dieser Albtraum besser heute als morgen einfach nur zu Ende ist.

              Da tickt eine Mega-Tonnen-Bombe ……

    • quickjohn says:

      So – jetzt ging es schneller als wir Alle dachten:
      Audi steigt Ende 2016 mit seinen LMP1 aus der WEC aus.

      d.h. auch daß dort 2017 nur 2 Hersteller am Start sein werden und die Serie dann nur mit Ausnahmegenehmigung (es müssen min. 3 Hersteller sein) weiterlaufen kann.
      Alles wird jetzt vom Wiedereinstieg von Peugeot (2018) abhängen.

      Abgesehen von LeMans selbst könnte man in der WM aber auch mit der GTE-Kathegorie ganz gut leben. Die dürfte dann eine kräftige Aufwertung erfahren.

  7. Pro_Four says:

    …es mehren sich langsam Gerüchte das Audi bei der LMP1 Serie aussteigen will. VAG muss sparen und mit Porsche sind schon 2 Vertreter an Bord ;DD

    weiß jemand mehr?

  8. ///Martin says:

    Ist jemandem bekannt, ob es für die “Sport” Automatik wieder einen anderen Gangwahlhebel geben wird? Und worin unterscheidet sich Sport von nicht Sport? Ich hatte einen 1er mit der normalen Achtgang-Automatik und jetzt den 5er mit Sport-Automatik. Unterschied ist der Gangwahlhebel (der sieht einfach viel geiler aus^^) und ich habe Sport+ als vierten Modus, was der 1er nicht hatte. Gibt es sonst noch Unterschiede?

  9. Sascha says:

    Vom Design her empfinde ich die E-Klasse wirklich wie für eine völlig andere Käufergruppe gebaut. Die E-Klasse wirkt auf mich edler, aber auch deutlich langweiliger. Von vorne kann ich mich nicht zwischen 5er und A6 entscheiden, beim Audi finde ich, dass die großen schwarzen Flächen, welche wie Lufteinlässe wirken, die Front schön aggressiv machen. Das Heck gefällt mir beim Audi gar nicht, sieht aus als hätte man beim Design vorne angefangen und als man hinten angekommen ist, war der Großteil der Entwicklungskosten schon gekürzt/ausgegeben. Im Innenraum sind für mich 5er und E-Klasse gleich auf, bei Audi stört mich das Display in der Mitte, welches jede Ästhetik kaputt macht; Ich komme gar nicht dazu den Rest vom Innenraum zu Bewerten, weil das dahin operierte Tablett wie ein Unfall alle Blicke auf sich zieht.

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