Design-Vergleich: Neuer BMW 5er G30 und BMW 7er G11

BMW 5er, BMW 7er | 13.10.2016 von 16

Der neue BMW 5er G30 sieht aus wie ein kleiner 7er? Ja und Nein! Unser Design- und Bild-Vergleich stellt die beiden großen BMW-Limousinen direkt gegenüber.

Auf den ersten Blick werden viele Betrachter des neuen BMW 5er G30 an die aktuelle Generation der 7er-Reihe denken, aber unser Design- und Bild-Vergleich der beiden großen BMW-Limousinen zeigt neben einigen Gemeinsamkeiten auch viele Unterschiede. An der Front sticht vor allem die noch stärker ausgeformte Doppelniere des BMW 5er 2017 ins Auge, die zudem flacher ausgeführt ist und dadurch deutlich dynamischer wirkt als die beinahe quadratische Variante des 7ers. Auch die beiden Modellen unterschiedlich konturierte Motorhaube trägt dazu bei, dass die Niere anders wahrgenommen wird.

Vergleicht man die beiden Heck-Partien direkt miteinander, fallen vor allem die völlig unterschiedlichen Rückleuchten ins Auge. Hierzu trägt auch die beim 7er durchgehende Chrom-Leiste bei, die zwischen BMW-Logo und Kennzeichen verläuft und die Breite des Fahrzeugs zusätzlich betont. Zwar handelt es sich bei beiden Rückleuchten-Designs um Interpretationen der BMW-typischen L-Form, die Gestaltung ist aber durchaus eigenständig.

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Das Design von BMW 5er G30 und 7er G11 im Vergleich

Ein weiteres klares Merkmal zur Unterscheidung der Heck-Ansicht von BMW 5er und 7er sind die Endrohre: Das Flaggschiff verfügt stets über vollständig von der Heckschürze umschlossene Chrom-Blenden, beim 5er werden die Endrohre am unteren Rand nicht von der Schürze eingefasst.

Auch in der Seitenansicht gibt es einen großen Unterschied, der den BMW 5er G30 auf Anhieb von der 7er-Reihe abgrenzt: Zwar verfügen beide Modelle über den Air Breather genannten Luftauslass hinter den Vorderrädern, aber die Ausführung des aerodynamisch bedingten Design-Elements unterscheidet sich deutlich. Schließt sich beim 7er eine Zierleiste an, die bis zum Ende der Fond-Türen reicht, umfasst das Chrom-Element im Fall der 5er-Reihe nur die unmittelbare Umgebung des Luftauslasses. Weitere Unterschiede, die allerdings erst auf den zweiten Blick auffallen dürften, sind die beim 5er niedriger platzierte Lichtkante samt integrierten Türgriffen und die auch in der Seitenansicht unterschiedlich geformten Leuchteinheiten.

Und der Innenraum? Auch hier gibt es eine unbestreitbare Ähnlichkeit zwischen beiden Modellen, aber auch hier fallen im direkten Vergleich einige Unterschiede ins Auge. Unter anderem sind die Bedien-Einheiten von Radio und Klimaanlage optisch direkter mit den darüber platzierten Lüftungsdüsen verbunden, auch die Mittelkonsole mit dem futuristischen Bedienhebel der Achtgang-Automatik ist im Detail anders ausgeführt. Etwas deutlicher wird die Unterscheidung beim Blick auf die Details: Während im 7er fast alle Bedienelemente mit einer Metall-oder Glas-Oberfläche glänzen, kommt im 5er sichtbar mehr Kunststoff zum Einsatz.

Dass die beiden Fahrzeuge auf der Straße einen anderen Eindruck hinterlassen werden, liegt schließlich auch an den Abmessungen: Schon mit kurzem Radstand überragt der 7er seinen kleinen Bruder um mehr als 16 Zentimeter, im Fall der 7er Langversion sind es sogar etwas mehr als 30 Zentimeter. Der BMW 5er G30 ist außerdem 1,3 Zentimeter flacher und 3,4 Zentimeter schmaler als sein großer Bruder.

Karim Habib (Leiter Design BMW Automobile): “Der neue BMW 5er garantiert einen erwachsenen, stilsicheren und sportlichen Auftritt zu jeder Gelegenheit. Die formelle und präzise Gestaltung vereint zu gleichen Teilen Präsenz, Ästhetik und Funktionalität. Erstmals verbindet die neue BMW 5er Limousine zwei typische BMW Designelemente, die sonst unabhängig voneinander in Erscheinung treten: Die Sicke dreht sich über ihren Verlauf nach oben, wird von einer Schattenfläche zu einer Lichtfläche und fasst, statt zum Heck hin auszulaufen, das Bauteil des Hofmeisterknicks in einer schwungvollen Bewegung ein. Die Aufwärtsbewegung verleiht dem Fahrzeug einen vorwärtsdrängenden Charakter, die markante, sich eindrehende Fläche lässt das Fahrzeug muskulös wirken.”

16 responses to “Design-Vergleich: Neuer BMW 5er G30 und BMW 7er G11”

  1. DasDubioseObjekt says:

    Spätestens jetzt kann man Audi und Mercedes keinen Einheitsbrei mehr vorwerfen.

    • Pro_Four says:

      …klar, nach gefühlten 15 Jahren Einheitsbrei bei Audi geht das Design langsam an Ideen aus, denn gezeigt wurde ja nun fast alles was halbwegs ansehlich ist. Neue Wege wird erst die Zukunft bringen.

      Kleinere Lampen in Laserlicht für schmalere Scheinwerfer wird erst Abhilfe schaffen. Oder auch die Sicherheitsvorschriften zwingen alle Hersteller zu Kompromissen im Design.

      Ich sehe im Interieur mehr Facetten an Variantenreichtum als noch im Exterieur.

  2. Till says:

    Der neue 5er sieht großartig aus.

    Ich werde nie begreifen, wie man bei einem (innen wie außen) derartig veränderten Modell von „Einheitsbrei“ oder „allenfalls ein Facelift“ etc. reden bzw. ernsthaft solch unterschiedliche Modelle innerhalb einer Marke nicht auseinanderhalten kann. Oder können will. Unter jedem Post, unter jedem Video immer und immer wieder dieselbe dämliche Kacke zu streuen und sich dabei noch direkt oder indirekt und dummdreist zum Designexperten aufzuschwingen, ist unsagbar nervig. Stammtisch lässt grüßen.

    Ja, es gibt Ähnlichkeiten und ein „Familiengesicht“ innerhalb von (Premium)Marken. Und das ist auch gut so. Denn NEIN, ich möchte nicht, dass mein 5er krampfhaft wie ein Mitsubishi wirkt, damit er dem 7er bloß nicht zu ähnlich sieht. Er soll aussehen wie ein BMW. Den Rest kann man mit üblichen Sehhilfen oder moderner Augenchirurgie recht zuverlässig regeln.

    • B3ernd says:

      Nennt sich Meinungsfreiheit. Und ja, er gefällt mir. Dennoch musste ich zweimal hinschauen welcher der 5er und welcher der 7er ist – und das sogar im direkten Bildervergleich.

      • Till says:

        Ich habe keinerlei Probleme, die Unterschiede zu erkennen. Sie drängen sich in meinen Augen förmlich auf. Von all der neuen Technik im Vergleich zum Vorgängermodell mal ganz abgesehen. Und ja Meinungsfreiheit geht für mich voll klar. Es besteht allerdings ein gewaltiger Unterschied darin, eine (gut begründete) gestalterische Meinung zu etwas zu haben („gefällt mir/gefällt mir nicht, weil…“) oder einfach dreist zu behaupten, die Fahrzeuge würden nach x-Jahren Entwicklungszeit (mehr oder weniger) unverändert daherkommen bzw. sie seien kaum/nicht voneinander zu unterscheiden. Das meinte ich. Denn das ist – mit Verlaub – Bullshit.

        • B3ernd says:

          Das ist lediglich deine Meinung. Keinen Grund andere Kommentare als “dämliche Kacke” Oder “Bullshit” abzustempeln. Ein Austausch ohne Beleidigungen darf man voraussetzen!

          • Till says:

            Darf man absolut! Also warum fühlst du dich dann beleidigt, wenn ich Bullshit auch als solchen bezeichne, wo ich nun in aller Klarheit erklärt habe, was der Unterschied zwischen Meinung und Fakt ist? So kann man es sich natürlich auch zurechtbiegen, wenn es an valider Argumentation mangelt. Ich kann nicht einfach sagen, dass ich der Meinung bin, dass 2 + 2 = 5 ist, denn es ist schlichtweg falsch! Verstehst du das? Ich muss deine Unterstellung also leider als schlechten Versuch der Verdrehung deklarieren.

      • drochtersen_assel says:

        Der optische Unterschied beider Modellreihen war seit Mitte der 80er stets sehr gering, die allergrößte Konformität wohl beim E32_7er von 1986 vs. E34_5er von 1988 (insbesondere die erste Serie).

        • M54B25 says:

          Das ist aber eine sehr gewagte These: Wie wäre es mit dem Vergleich von E60 vs. E65 oder von E39 zu E38 !?! Jeweils andere Erscheinungsform in den Proportionen (Länge und Streckung), der Front, dem Heck inkl. Leuchteinheiten – Konformität waren wohl eher die typischen BMW Designmerkmale wie Niere, Hofmeisterknick und Türgriffe in der Seitenlinie die die jeweiligen Wagen klar als BMW gekennzeichnet haben.

        • B3ernd says:

          Tut mir leid, dir fehlen valide Argumente und somit muss ich dein Kommentar als einen schlechten Versuch der Verdrehung deklarieren

          • drochtersen_assel says:

            Nö ! Dein “fauler Apfel” wandert auf meiner 12.000 qm² großen Obstplantage im Kehinger Land (siehe Avatar) unmittelbar auf den Kompost !

            Na dann gucke dir mal die Heckleuchten des E38 vs. E39 an, da haben die heute aktuellen Modellpaare 7er/5er noch mehr Differenzierungen. Desgl. gilt im Prinzip für die Fahrzeugfront, Seitenpartie.

            Außer der Wagenlänge, verbunden mit etwas mehr optischer Streckung im Detail lagen die genannten Modellreihen seit den 80er stets sehr dicht beisammen.

            Beim optisch total verkorksten E65, dem unsäglichen “Bangle-Deckel” hat BMW noch rechtzeitig vor Erscheinen des E60 nachjustiert, so gesehen ist das die Ausnahme von der Regel.

  3. ///Martin says:

    Hab auf den ersten Blick leider nur anhand der Chromstange am Heck erkannt, welches der 5er und welches der 7er ist. Die Front sieht auf den ersten Blick identisch aus..

    • M54B25 says:

      Auf den allerersten Blick habe ich erkannt:
      – Nieren im Fünfer schmaler und mit einem tollen “Knick” oben außen
      – Leuchtheinheit im Fünfer mit Knick an der Niere, im Siebener nicht, da glatt durchgehend
      – 5er mit glatten Anschluss des Frontseitenteils, im Siebener mit Sicke die an den der Frontleuchtheinheit anschliesst

      Beim Heck ist es auch einfach: die potthäßliche 2 in 1 Lösung Endrohrausführvariante gibts beim 7ner, die schönen großen Endrohe links und rechts beim 5er…

      Ich denke mehr als 0,5 Sec sollte ma(n) schon beim ersten Blick investieren – lohnt sich auf jeden Fall bei beiden Autos. Den Kommentar zu schreiben, hat Dich ja sicherlich auch nicht nur 1 Sekunde gekostet 😉

  4. Polaron says:

    Ja, der G30 ist durchaus nett anzusehen.

    Das Heck und die Seitenlinie weisen auch ein paar schöne Designelemente (weit in die Kotflügel hineingezogene Rückleuchten, mehrbrüchiger Charakterfalz mit interessanten Schattenwürfen unterhalb der Fensterlinie) auf.

    Aber im Großen und Ganzen fehlt mir insbesondere bei der Frontansicht wirklich eine gewisse optische Erneuerung und Differenzierung zu anderen Baureihen.
    Die Front schaut zwar alles andere als schlecht, aber halt durch die extreme Nähe zu anderen BMW-Modellen (2er, 3er und 7er) etwas beliebig und leicht verwechselbar aus. Die Frontscheinwerfer-Geometrie ist mittlerweile ähnlich einfallslos wie bei Audi und Mercedes und die Tatsache, dass die Tagfahrleuchten beim 3er, 5er und 7er nun beinahe identisch sind, trägt zur Beliebigkeit bei.

    Schade finde ich auch die entschärfte Konturierung der Motorhaube im Vergleich zum F10/F11 – diese verlieh gerade dem G30-Vorgänger eine gewisse Auffälligkeit und Präsenz.

    Der G30 wird sicherlich eine Menge Käufer finden, aber es ist einfach schade, dass der 5er insgesamt an Charakter verloren hat und sich nun leider etwas unauffällig in die BMW-Modellpalette einordnet. Beim neuen 7er war das Design meiner Meinung nach schon etwas zu zurückhaltend und dies setzt sich leider beim neuen 5er fort. Ich finde das schade. Wer eine andere Meinung hat – ok meinetwegen…;)

    • testkunde says:

      Eigentlich war zu diesem Zeitpunkt auch keine neue Design-Sprache zu erwarten, denn BMW selbst hat diese erst mit Erscheinen des neuen 3er gegen Ende 2018 angekündigt – dann erst gilt die Nagelprobe.

      Nicht nur bei den sogenannten Premium Marken wird die Fortsetzung des eingeschlagenen Design nahezu komplett durch alle Segmente durchgezogen.

      Heutzutage brechen Immer mehr Hersteller die ausgewählte Linie der Optik komplett auf alle Modellreihen herunter.
      Beispiel Ford, die Assoziation der Kühlermaske mit Aston Martin findet sich bis hin sogar im Kleinwagen Fiesta wieder, genau wie der trapezförmiger Grill bei Hyundai, um nur zwei Beispiele zu nennen.
      Bei vielen Autos ordnet erst das Firmenlogo am Heck den exakten Hersteller zu.

      • Polaron says:

        Gewisse modellübergreifende Designelemente sind ja sicherlich sinnvoll und auch notwendig um eine Markenidentität und unverwechselbare Design-DNA zu schaffen.

        Aber spätestens wenn bspw. die Front der Luxuslimousine im Straßenbild mit der des Mittelklassefahrzeugs selbst von Automobil-Faszinierten leicht verwechselt werden kann, dann läuft etwas grundsätzlich in die falsche Richtung.

        Mercedes Benz hat da mittlerweile mit der Ähnlichkeit der aktuellen C- und E-Klasse wirklich den Vogel abgeschossen. Ein Arbeitskollege von mir fährt jetzt seit ein paar Tagen die neue E-Klasse, aber ohne Typenschild hätte ich mich vom Exterieur her nicht so einfach festlegen wollen, um welches Modell es sich nun jetzt genau handelt.

        Ob BMW mit dem kommenden 3er einen Designbruch wagt, bezweifle ich zum jetzigen Zeitpunkt ganz stark.

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