BMW Motorsport verkündet Einstieg in WEC und Formel E

Motorsport | 27.09.2016 von 6

BMW Motorsport stellt sich für die Zukunft neu auf und hat den Einstieg in die WEC und die Formel E vor wenigen Minuten offiziell bestätigt. …

BMW Motorsport stellt sich für die Zukunft neu auf und hat den Einstieg in die WEC und die Formel E vor wenigen Minuten offiziell bestätigt. Die neuen Engagements ergänzen das bisherige Programm, denn auch in DTM und IWSC, im Kundensport und bei der Rallye Dakar wird BMW Motorsport weiterhin vertreten sein. Der Einstieg in die WEC und Formel E ist dennoch ein klares Signal für eine nachhaltigere Ausrichtung des Engagements, denn in beiden Serien spielen elektrifizierte Antriebe eine entscheidende Rolle.

Für die FIA World Endurance Championship (WEC) will BMW Motorsport in den nächsten Monaten einen GT-Rennwagen entwickeln, der perfekt zum Reglement der weltweit beachteten Rennserie passt und ab der Saison 2018 an den Start gehen wird. In der Formel E kooperiert BMW Motorsport zunächst wie erwartet mit dem Formula E-Team Andretti Racing, ab der Saison 2018 / 2019 können sich die Münchner ausdrücklich auch ein offizielles Werks-Engagement vorstellen – wenn sich die Formel E weiterhin so positiv entwickelt wie in ihren ersten Jahren.

BMW-M4-GT4-2018-Teaser-Motorsport-Rennwagen-01

Klaus Fröhlich (Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung): “Die strategische Neuausrichtung der Motorsport-Aktivitäten ist ein starkes Bekenntnis unseres Unternehmens zum Motorsport. Er bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler innerhalb der BMW Group. Jeder weiß: BMW und Motorsport – das ist untrennbar miteinander verbunden. Die Engagements ermöglichen uns, in den weltweit führenden Rennserien für Elektromobilität sowie im klassischen Motorsport unsere Technologie- und Integrationskompetenz auf internationalen Plattformen unter Beweis zu stellen. Die Elektromobilität wird weiter an Bedeutung gewinnen. In den letzten zehn Jahren haben wir uns hier mit BMW i eine führende Position in der Automobilindustrie erarbeitet.
Durch unsere Partnerschaft mit Andretti Formula E in der Formel E findet jetzt im Unternehmen zusätzlich ein intensiver Austausch zwischen Rennsport und Serienentwicklung statt, von dem beide profitieren. Im Produktionswagensport setzen wir mit BMW M künftig neben DTM und IWSC auch auf die global präsente WEC. Unsere Engagements ergänzen sich perfekt: Im sportlichen Wettkampf treffen wir auf unsere weltweit wichtigsten Wettbewerber, ob im Rahmen unserer Werksengagements oder im Kundensport. Kurzum: Die künftige Strategie passt ausgezeichnet zur BMW Group. Die Zukunft kann kommen.”

Hildegard Wortmann (Leitung Marke BMW): “Die neue Motorsport-Strategie zeichnet sich vor allem durch den starken ‚Brand Fit’ aus. Die verschiedenen Engagements zahlen optimal auf die Attribute ein, die Fans und Kunden mit der jeweiligen Marke verbinden. Wir bauen die bestehenden Zielgruppen weiter aus und werden beispielsweise noch sichtbarer für urbane und jüngere Kunden, etwa mit dem Formel-E-Engagement. Insgesamt sind wir mit dieser Strategie im Motorsport sehr gut aufgestellt und auf den weltweit wichtigsten Märkten präsent. BMW und Motorsport – das gehört zusammen. Diese Kombination war schon immer prägend für die Marke.”

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): “Es ist fantastisch, dass sich die BMW Group im Motorsport künftig noch breiter aufstellen und in allen relevanten Bereichen vertreten sein wird. Weiterhin sind wir in der DTM mit dem Fokus auf den europäischen Raum unterwegs und freuen uns auch in den kommenden Jahren auf den extrem engen Wettbewerb mit den anderen Premium-Herstellern. Hinzu kommen relevante internationale Plattformen: Mit dem Engagement in der Formel E beschreiten wir neue Wege und demonstrieren unsere Kompetenz in der Elektromobilität. In den kommenden Jahren wird es im Rahmen der Kooperation mit Andretti Formula E darum gehen, Abläufe und Prozesse kennenzulernen und unser Know-how zu vertiefen. Als Fahrer wird unser Werkspilot António Félix da Costa zum Einsatz kommen. Ab Saison fünf ist ein Werksengagement denkbar. Die Prämisse für all diese Schritte ist dabei eine weitere positive Entwicklung der Serie, was zum Beispiel erhöhte Kapazitäten der Batterien einschließt.
Beginnend mit der Saison 2018 wollen wir unsere Aktivitäten im GT-Sport weiter ausbauen und neben der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auch in der FIA World Endurance Championship an den Start gehen. Dies schließt natürlich auch unsere Rückkehr nach Le Mans mit ein, der wir besonders entgegenfiebern. Die sehr gute Entwicklung der WEC lässt uns weiterhin von einer großen Zukunft des GT-Sports überzeugt sein. Dies ist auch unser Antrieb für den weiteren Ausbau des Kundensport-Segments. Dort haben wir im BMW M6 GT3 bereits jetzt einen erfolgreichen Vertreter an der Spitze. Zugleich sind wir ab 2018 mit dem BMW M4 GT4 im aktuell boomenden GT4-Bereich exzellent repräsentiert. Natürlich setzen wir auch unsere erfolgreiche Nachwuchsförderung fort und bereiten junge Talente im GT- und Tourenwagensport auf höhere Aufgaben vor. Parallel dazu unterstützen wir das Rallye-Dakar-Projekt von MINI zukünftig noch intensiver. Insgesamt ist das Motorsport-Programm der BMW Group damit in seiner Breite und Vielseitigkeit nahezu einzigartig.”

6 responses to “BMW Motorsport verkündet Einstieg in WEC und Formel E”

  1. Andre de Vries says:

    Formel E 🙂 Electric braucht man nur fur eine TV fur Richtige motorsport zu kucken.

  2. Thomas says:

    Wird in der GT-Klasse der WEC nicht nach GT3 Reglement gefahren? Man könnte doch den M6 antreten lassen!? Oder darf man etwas völlig neues erwarten? Die hätten gleich in die LMP1 einsteigen sollen. Die aktuellen GT3 Fahrzeuge sind doch mittlerweile die reinsten Prototypen.

    • Pro_Four says:

      ….und was sind dann die LMP1 Fahrzeuge? Ja, das sind richtige Prototypen, bei denen man den Hersteller nun überhaupt nicht erkennt.

      Bei den GT Fahrzeug erkennt man deutlich, wenn auch etwas verbaut, um welches Fabrikat es sich handelt, darum geht es doch BMW, Kundensport zu betreiben.

      Und: die LMP1 ist doch auch noch nicht vom Tisch.

      • Thomas says:

        Mich kotzt die GT3 Entwicklung tierisch an, weil praktisch nur noch die Bodengruppe von der A- bis zur C-Säule wirklich original ist. Selbst die komplette Aussenhaut besteht schon aus Carbon. Es fehlt also nur noch das Monocoque eines DTM Fahrzeugs.

        • Pro_Four says:

          ….ES IST ABER NOCH KLAR DAS FABRIKAT ZU ERKENNEN. Um mehr geht es doch nicht.

        • M54B25 says:

          Bis auf den neuen Mercedes AMG GT3 der statt des Serien 4.0 Liter V8 BiTurbo noch den bisherigen 6.2L V8 Sauger hat, verwenden die Hersteller die aktuellen Serientriebwerke. Und da ist schon eine große Vielfalt anzutreffen – im Gegensatz zur DTM. Beim BMW wird der originale ///M v8 4,4L BiTurbo der sogar leistungsgedrosselt ist und weniger als in der Serie leistet (nicht die 600PS der Jubi-Modellen) verwendet – also mehr Bezug zur Nähe geht für diese ansonsten hochgezüchtete Klasse nicht.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Shell V-Power
[Anzeige] Ferrari und Shell heben V-Power auf das nächste Level. Gönnen Sie Ihrem Motor den besten Kraftstoff!
Tipp senden