Automarkt China 2016: BMW und Mercedes holen auf

News | 17.08.2016 von 1
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Der Automarkt China hat sich 2016 wie angekündigt normalisiert, schon 2015 war eine deutliche Abkühlung der zuvor beinahe fantastischen Wachstumsraten unübersehbar. An der Bedeutung des Markts …

Der Automarkt China hat sich 2016 wie angekündigt normalisiert, schon 2015 war eine deutliche Abkühlung der zuvor beinahe fantastischen Wachstumsraten unübersehbar. An der Bedeutung des Markts für die deutschen Autobauer ändert sich durch die Abkühlung jedoch wenig, denn die in den letzten Jahren gewonnene Rolle als wichtigster Einzelmarkt für Premium-Automobile kann China 2016 sogar noch festigen – weil der US-Markt schwächelt, wird China auch mit kleineren Wachstumsraten immer wichtiger.

Die BMW Group verkaufte in den ersten sieben Monaten des Jahres 2016 allein in China 287.753 Fahrzeuge. Das sind auf den ersten Blick moderate 8,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, es sind aber vor allem auch mehr als 20 Prozent des weltweiten Absatzes. Jeder fünfte 2016 verkaufte BMW findet seinen neuen Besitzer folglich in China. Die Einzelmärkte auf Position 2 und 3 folgen mit deutlichem Abstand: In den USA kommen BMW und MINI bisher auf 209.131 Einheiten, in Deutschland sind es 182.390 Fahrzeuge.

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Auch für Audi und Mercedes ist China in den letzten Jahren zum wichtigsten Einzelmarkt aufgestiegen, die Bedeutung des dortigen Automarkts kann man aus Sicht der deutschen Premium-Hersteller also kaum überschätzen. Während das Kräfteverhältnis auf dem chinesischen Markt noch vor ein paar Jahren eher eine Randnotiz war, rückt es nun also immer stärker in den Fokus.

Dominierende Kraft ist dabei weiterhin Audi, aber der Wettbewerb wird zusehends enger. Die Ingolstädter profitierten bisher auch von dem Umstand, dass sie deutlich früher auf dem Automarkt China aktiv waren als ihre heutigen Rivalen aus Stuttgart und München. Dennoch: Vom einst riesigen Vorsprung ist nicht mehr viel übrig, vor allem Mercedes macht in den letzten Monaten massiv Boden gut und verkürzt den Rückstand auf die bayerischen Premium-Rivalen deutlich.

Im Juli 2016 verkaufte Audi in China 46.454 Fahrzeuge, auf dem zweiten Rang folgt BMW mit 40.200 Einheiten. Mercedes ist den Bayern mit 37.277 verkauften Fahrzeugen bereits dicht auf den Fersen und kann derzeit mit den größten Wachstumsraten punkten. Seit Jahresbeginn konnte Audi um 6,5 Prozent auf 335.580 Fahrzeuge zulegen, BMW steigerte sich um 8,5 Prozent auf 287.753 Einheiten und konnte somit in absoluten Zahlen nicht nennenswert aufholen. Mercedes hingegen wuchs um 32 Prozent, verkaufte 257.276 Fahrzeuge und setzt die Bayern immer stärker unter Druck.

Die BMW Group hält mit speziell für den chinesischen Markt entwickelten Fahrzeugen wie der jüngst vorgestellten BMW 1er Limousine, der BMW X1 Langversion und dem Plug-in-Hybrid BMW X1 xDrive25Le dagegen. Speziell die neue Kompakt-Limousine soll den Münchnern helfen, junge Chinesen für die Marke zu begeistern und den Absatz deutlich zu steigern. Ob dieser Plan aufgeht, werden die nächsten Monate zeigen.

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