Premium-Absatz im Juli 2016: Verkaufszahlen steigen weiter

News | 15.08.2016 von 0
BMW-Audi-Mercedes-Juli-2016-Premium-Absatz-Vergleich

Premium-Absatz im Juli 2016: BMW, Mercedes und Audi feiern zu Beginn des zweiten Halbjahres neue Absatz-Rekorde, Daimler beeindruckt nicht nur in China.

Keine großen Überraschungen boten die weltweiten Verkaufszahlen der drei deutschen Premium-Hersteller im Monat Juli 2016: Daimler wuchs deutlich schneller als BMW und Audi wiederum nur halb so schnell wie die Münchner. Dennoch – für neue absolute Monats-Bestwerte reichte es bei jedem der drei Wettbewerber. Die Anbieter festigten damit auch im weltweiten Ranking ihre Plätze eins bis drei.

Die BMW Group war auch im Juli 2016 der unangefochtene Premium-Leader – bei der Kernmarke selbst erhöhte sich allerdings der Vorsprung des Konkurrenten aus Stuttgart um rund 10.000 Einheiten. Konkret entwickelte sich der weltweite Absatz im Juli 2016 wie folgt:

BMW-Audi-Mercedes-Juli-2016-Premium-Absatz-Vergleich-Verkaufszahlen

Bei Daimler fällt auf, dass man in China rund dreifach schneller als der Gesamt-Markt und die anderen deutschen Premiumhersteller gewachsen ist. Auf die schon stattliche Verkaufszahl des Vorjahresmonats legte Daimler nochmals 30 Prozent zu und generierte damit rund zwei Drittel seines gesamten weltweiten Juli-Wachstums im Reich der Mitte. Dies ist eine erstaunliche Performance – auch wenn man spätestens seit Vorlage der Q2-Zahlen von Daimler weiß, dass die Absätze dort durch großzügige Verkaufszugeständnisse gepusht werden.

Unter – freilich anderen Vorzeichen – überrascht auch, dass Audi das Tempo der beiden anderen Wettbewerber im sich erholenden europäischen Markt nicht mitgehen kann. Dabei hätte der seit Anfang Q2 in allen europäischen Märkten verfügbare neue A4 weitere Verkaufsimpulse setzen sollen. Auch die – im Audi-Jargon ‘Diesel-Problematik’ genannten – Verwerfungen taugen als vermeintliche Begründung für das schwache Europa-Geschäft eher nicht. Zu unterschiedlich sind dazu nämlich die Verkaufsergebnisse in den Diesel-Ländern Frankreich und Italien mit teilweise sehr hohen Zuwächsen.

Den Spruch des Monats haben wir dieses Mal wieder aus der Daimler-Absatzmeldung für den Monat Juli entnommen. Mercedes Verkaufschef Ola Källenius wird darin wie folgt zitiert: “Das Jahr der E-Klasse und der Dream Cars läuft für uns bisher sehr erfolgreich.” Während gerade der erste Teil des Statements angesichts eines deutlichen Rückgangs der E-Klasse-Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr (im Monat -16%, im Jahr -10%) eher überrascht, staunen wir noch mehr über das – für uns neue – Segment der Dream-Cars. Rund 12.000 habe man davon – so Källenius – im Juli ausgeliefert. Wir addieren probehalber einmal die S-Klasse inklusive aller Derivate und die SportCars und kommen auf exakt 9.102 Stück für den Juli 2016. Und gelangen zu der Erkenntnis, dass sich auch in anderen Daimler-Modellreihen noch Dream-Cars verstecken müssen.

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