BMW M5 F90: Neue Design-Entwürfe zum Allrad-M5 für 2018

BMW M5 | 3.08.2016 von 14

Wie viel Understatement braucht eine Limousine wie der BMW M5 F90? Rund um diese Frage dürften sich Adrian van Hooydonk und die übrigen BMW-Designer in …

Wie viel Understatement braucht eine Limousine wie der BMW M5 F90? Rund um diese Frage dürften sich Adrian van Hooydonk und die übrigen BMW-Designer in den letzten Monaten viele Gedanken gemacht haben, denn in der sportlichen Business-Klasse müssen stets zwei relativ gegensätzliche Aspekte bedacht werden: Einerseits wollen die Kunden, dass man ihrem BMW M5 den Sonderstatus innerhalb der 5er-Reihe ansieht, andererseits soll das Design keinesfalls zu dick auftragen und ins unseriöse abdriften.

Bis zur endgültigen Enthüllung der sechsten BMW M5-Generation müssen wir uns noch einige Zeit gedulden, aber motor.es versucht schon jetzt, den Erlkönigen virtuell unter ihre Tarnung zu blicken. Anhand der wenigen Lufteinlässe in den schweren Abdeckungen der Frontschürze gehen die Spanier davon aus, dass der BMW M5 F90 eine an den M2 angelehnte Optik erhält und sich entsprechend deutlich von den schwächeren Modellen abgrenzt:

2018-BMW-M5-F90-Design-Entwurf-motor-es-2

Am Heck wird natürlich auch die neue Generation mit vier Endrohren ausgerüstet, um die Abgas des V8-Biturbo in die Umwelt zu entlassen. Sportliche Felgen, passende Seitenschweller und speziell gestaltete Kiemen in den vorderen Kotflügeln gehören ebenfalls zum Standard-Repertoire eines BMW M5 und dürfen für die 2018 startende sechste Generation als gesetzt betrachtet werden.

Noch mehr Klarheit als beim Design herrscht auf der technischen Seite, denn die Abkehr vom bisher prägenden Hinterradantrieb stellt mittlerweile niemand mehr in Frage. Auch wenn sich die M GmbH noch ziert und den Allradantrieb nicht offiziell bestätigen möchte, deuten all unsere Informationen unmissverständlich auf den Wechsel des Antriebskonzepts hin.

Mit vier angetriebenen Rädern verbinden viele Kunden in dieser Klasse mehr Beherrschbarkeit und somit ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit, außerdem lässt sich die Leistung des voraussichtlich schon zum Marktstart fast 600 PS starken Achtzylinders so müheloser in Vortrieb verwandeln. Den Sprint von 0 auf 100 wird der BMW M5 F90 selbst in seiner Basisvariante nach weniger als vier Sekunden erledigt haben, spätere Sondermodelle mit zusätzlichen Leistungsreserven werden noch die eine oder andere Zehntelsekunde schneller sein.

2018-BMW-M5-F90-Design-Entwurf-motor-es-1

(Renderings: motor.es)

14 responses to “BMW M5 F90: Neue Design-Entwürfe zum Allrad-M5 für 2018”

  1. Quer says:

    Ja lmaA ist das ein geiles Ding wenn der so kommen sollte, nur leider bin ich nicht von Beruf Sohn

  2. M3-Dreamer says:

    Naja ganz so abwegig ist die Vorgehensweise bei den Renderings nicht, da die M-GmbH meistens die Designsprache des letzten M-Modells in leicht abgewandelter Form beim nächsten neuen M-Modell fortführt … ob der M2 zu aggressiv von der Optik ist, um das Design beim M5 zu übernehmen, wird sich zeigen.
    Interessante ist die Motorenfrage … hier ist jetzt immer nichtssagend von V8 BiTurbo die Rede, aber nicht ob es nochmals eine schlichte Abwandlung des S63 werden wird oder der kolportierte neue 4.0ltr.V8, wobei bei dem sich dann die Frage stellt, ob der sich dann vom S63 ableitet, d.h. Zylinderlayout des S63 mit verkürztem Hub, oder eine völlige Neuentwicklung auf Basis des Baukastenzylinders sein wird, d.h. quasi 2 B48 zu einem neuen V8 kombiniert, Beide Alternativen sind technisch denkbar und kostentechnisch plausible (da der N73 ja wohl im Programm bleibt) … allerdings hat die erste Alternative in jedem Fall für einen M5 die sportlicheren Gene und Anlagen.

    • M54B25 says:

      Zum Design würde ich schon mal behaupten, dass ein M2 nicht als Vorlage für einen M5 dienen wird – der Kleine ist für Sohnemann, der Große für den Erzeuger. Der Kleine will posen, der Große einen unauffälligen Auftritt, den nur Kenner einordnen können. Die Formsprache des M2 ist für mich eher das Poserauto – was aber vollkommen ok ist, die breiten Backen des Kleinen sind schon niedlich. Und dann nur den Frontgrill rüberzunehmen wäre irgendwie nicht der Stil der M-GmbH.

      Die Motorenfrage hatten wir letztens schon mal beim kommenden M3/M4 diskutiert (S55TÜ vs. S58). Stehengeblieben ist dabei, das der V12 und V8 aufgrund der Bauform auf einem anderem Band zusammengebaut werden. Daher wäre das Gleichteile/Baukastenthema höchstens bei den Kolben und der weiteren Perepherie möglich, jedoch aufgrund der hohen Literleistung und spezifischen Anforderungen eher nicht möglich.

      Was ich jetzt bei Deinem Beitrag nicht ganz eindeutig herauslesen konnte (“erste Alternative”?) – Du bist der Meinung dass ein S63TÜ-TÜ mit 4,4L die sportlichere Variante gegenüber einem neuen V8 4,0L wäre? Wenn das die Aussage wäre, kann ich dem nicht so ganz folgen, Mercedes und Porsche (also eher Audi) haben gerade die neuen V8 4,0L Sportmotoren an den Start gebracht, Ferrari einen V8T 3,9L – jeweils downgesizte aber mit modernster Technik versehen. Wo hätte denn der S63TÜ-TÜ noch das Potential für die Steigerungen der nächsten M5/M6/X5/X6 Generation mit LCI-bedingter Bauzeit bis ca. 2022?

      • M3-Dreamer says:

        Gemeint war, dass ein neuer 4.0ltr.V8 auf Basis des S63 Blocks, d.h. der Zylinder des 4.4ltr. durch weniger Hub auf 4.0ltr. gebracht, einen besseren Sportmotor ergeben würde, als ein komplett neuer 4.0ltr.V8 mit dem Baukastenzylinder.

        • M54B25 says:

          Ok, dann habe ich das doch richtig verstanden, das aus dem S63 ein Nachfolger abgeleitet werden soll mit anderer Bohr-/Hubauslegung.

          Aber wo würdest Du glauben, käme dann das neue Bohr-/Hubverhältnis bei 4.0L = 0.5L pro Zylinder ungefähr hin? Da das alles mittels Computersimulation berechnet wird bzgl. Optimierung innere Reibung, Wärmeentwicklung, Drehmomentkurven, Leistungsabgabe etc. doch ziemlich sicher beim B38/48/58 Motor also dem aktuellen 0.5L Baukasten – alles andere würde dem Motor eine komplett andere Charakteristik geben. Da ein kommender V8 aber auch als 550i, 750i und zukünftig 850i wieder als Normal-V8 antreten wird, wird es kein kompromissloser Einscheibenschwungrad-HDZ V8 Bi-Turbo werden – meiner Meinung nach.

          Ich denke eher das BMW hier den von Dir als Beispiel darestellten Mercedes-Weg gehen wird und der kommende V8 vom B48/58 respektive deren Nachfolger in Baukastenbauweise abgeleitet wird. Dabei werden dann Zylinder, Laufbuchsen, Pleulager und ggf. sogar Zylinderkopf vom R4 in den V8 wandern. Damit können dann insbesondere für die diversen S-Varianten bzw. Sportmotoren der M-Performance Modelle die Kosten reduziert werden.

          Der Vergleich mit Porsche und Ferrari ist meiner Meinung nach auch nicht ganz zulässig. Die müssen halt keinen 114i oder 114d am Markt anbieten und können ihre Motoren gleich von vornherein mehr auf die sportlichen Spitzenleistungen hin auslegen. Und falls es mal Bedarf an einem 718er mit <=1.0L geben sollte, nimmt man den von Audi bereits fertig entwickelten 2-Scheiben Wankelmotor und baut den samt Turboaufladung rein – der Motor war mal für den neuen A2 als E-Wagen/Rangeextender-Projekt gebaut aber Herrn Piech zu teuer geworden.

          • M3-Dreamer says:

            Stimme Dir natürlich im Prinzip zu … nur wäre m.M.n. die Entscheidung den N74 wohl langfristig für die Luxussparte weiterzubauen, eine Möglichkeit mit einer gewissen prinzipiellen Gleichteilemöglichkeit einen wirklich guten M Motor zu bauen, der als V8 mit 4.0ltr. exklusiv im M5/M6 und den großen M-SUVs kommt und als V6 (oder auch R6) mit 3.0ltr. im M3/M4 und den mittleren M-SUVs … selbst ein sportlicher 2.0ltr.R4 für den M2 ließe sich ableiten. Diesbezüglich würde sich neben der Verwandtschaft mit dem N74 auch eine Gleichteilstrategie bei der ja größer werdenden M Familie generieren, bei gleichzeitiger Abgrenzung gegenüber den AG Modellen incl. der M Performance Automobile.
            Das für einen drehmomentoptimierten und – lastigen Komfortmotor der Baukasten-Zylinder die optimale Ausgangsbasis ist steht aber natürlich völlig außer Zweifel, wobei ihm allerdings diese Eigenschaften in einem Sportwagen eher zum Nachteil gereichen. Obwohl mit einem AG-Baukasten und einem M-Baukasten, sowie der Motorenabgabe z.B. an Jaguar Landrover wären im Prinzip sogar zwei V8 Motoren im Konzern denkbar, solange man endlich wieder den M-Spirit der M-GmbH auch im Motorenbau über die totale und kompromisslose Gewinnmaximierungs-Fokusiertheit der BMW AG setzen würde.

            • M54B25 says:

              Ok, also im Endeffekt die Frage nach dem M-Motorenbaukasten. Da kann ich nur den Vergleich mit Mercedes anbringen, mit dem R4 Turbo und dem V8 Turbo klappt das ja augenscheinlich recht gut. Bei BMW würde das ja auch gehen und ein R4 Performance-Motor ist in Entwicklung (Verwendung in 1er, 2er, X1, X2).

              Wenn, ja wenn da nicht der R6 Mythos wäre. Der bricht BMW hier quasi das Genick. Oder naja einen 4.0l V8 Turbo im M3/M4 und X3/X4 könnte ich mir auch gut vorstellen.

              Vielleicht wurde der Fehler beim Übergang vom E92 zum F82 gemacht – hier hätte es nicht den R6 Turbo geben dürfen. Ein neu entwickelter V8 Turbo hätte dann die beschriebene AMG Mercedes Philosophie ermöglicht: =3er V8 Turbo . Und für die M-Perforrmance Modelle hätte ja ein gechipter AG Motor gereicht – so wie jetzt auch im X3 M340i/M2, Kolben beschichten, Pleu und Kurbelwelle verstärken und gut ist.

              Allerdings würden dann jetzt die F82 M4 nicht mit Serienleistung von rund 470PS rumfahren sondern eher mit 580PS bei nominal 500PS und die Tuner würden 800PS Kits dafür rausbringen – aber gerade jetzt wo ich das so schreibe, an sich gar keine schlechte Idee….

              • M3-Dreamer says:

                Sicher wurde der ursprüngliche Fehler beim Übergang vom E92 zum F82 gemacht, hier hätte man den Mut haben sollen, auf die M-GmbH zu vertrauen, dass sie sich schon für das richtige Motorkonzept für den F8x entschieden und den perfekten Turbomotor für den M3/M4 entwickelt haben, den vom S63 abgeleiteten V6 mit etwas über 3 Liter Hubraum. Wozu ein derartiger Motor in der Lage ist zeigt eben jetzt die Giulia QV, ohne Gimmicks wie die aufwändige Wassereinspritzung nötig zu haben.

                Meiner Meinung nach zählt bei einem solch überzeugenden Motor (den ich der M-GmbH durchaus auch zutraue) auch das Argument “Mythos R6” nicht mehr, da es sich hier um einen reinen M Sportmotor gehandelt hätte und die AG 3er/4er ja in jedem Fall den N55 und später B58 behalten hätten.
                Zudem hat sich die M-GmbH sicher auch bewusst für den V6 und gegen einen R6 entschieden, der als halber N74 mit den gleichen guten Zylindermaßen auch möglich gewesen wäre. Die Vorteile des V6 waren halt zu eindeutig und überzeugend.

                Letztlich ist was wir zu hören kriegen, eh alles Marketing-BlaBla … der M-GmbH V6 war letztlich etwas teurer in der Produktion als der S55 und das hat den Ausschlag gegeben … auch sind die 431PS des S55 eher technisch bedingt, als eine “freiwillige Beschränkung, da der F8x ja soviel leichter geworden ist”. Auch die Wassereinspritzung ist keine geniale Innovation sondern schlicht notwendig, um die 500PS rennstreckenfest aus dem S55 zu bekommen, was eben dem Aufbau des Zylinders geschuldet ist, der zwar optimal für einen perfekten, komfortablen und drehmomentstarken (AG) Sechszylinder ist, aber eben nicht für einen sportlichen Hochleistungs-Sechszylinder.

                • M54B25 says:

                  Das hast Du alles sehr gut und treffend beleuchtet und formuliert! Der V6 M-Motor war ja schon fast 2 Jahre in der Entwicklung und die diversen Prototypen sind um die NOS gefahren. Und da es ja schon fast Tradition bei der M GmbH hat ein paar Zylinder wehzunehmen (E30 M3 R4 als gekappter M1 R6 oder der S65B40 als um 2 Zylinder gekürzter S85B50) wäre ein solcher R6 Mythos auch zu verschmerzen – wer heult denn heute noch wirklich den R6 Saugern nach oder hat sich reihenweise einen F10 530i mit dem N53 als Letzten seiner Art in die Garage gestellt?

                  Die Produktionskosten hätte sich dann durch die eigene M-Produktionsstraße mit den V6, V8 und sogar V12 Motoren sicherlich auch gerechnet. Ich hoffe ja auch noch mal, dass es einen Eingeweihten geben wird, der die wirklichen Entscheidungsgründe wieder gibt.

                  In einem muss ich dir allerdings widersprechen, die Serienleistung des S55 liegt bei fast allen Fahrzeugen höher als die angegebenen 431PS, eher bei 460 bis 470PS – bereits vom Werk aus: https://www.youtube.com/watch?v=3HkIUbQoo_U ! Die Wassereinspritzung im GTS ist dann wirklich “nur” für die Haltbarkeit reingekommen.

  3. […] BMW M5 F90: Neue Design-Entwürfe zum Allrad-M5 für 2018, gefunden bei http://www.bimmertoday.de (15.7 Buzz-Faktor) […]

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