BMW Pickup-Truck: “Sag niemals nie” statt klarem Nein

Sonstiges | 21.07.2016 von 7
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Auch wenn es in Europa häufig nur Kopfschütteln hervorruft, gehören Pickup-Trucks in vielen Ländern zu den meistverkauften Autos überhaupt. Dabei spielen nicht nur die USA …

Auch wenn es in Europa häufig nur Kopfschütteln hervorruft, gehören Pickup-Trucks in vielen Ländern zu den meistverkauften Autos überhaupt. Dabei spielen nicht nur die USA und Nordamerika eine Rolle, auch in vielen Regionen Latein- und Südamerikas sowie in Asien und Australien sind die praktischen Alleskönner fester Bestandteil des Straßenbilds. Die BMW Group überlässt das attraktive Feld bisher kampflos anderen Herstellern, doch diese Zurückhaltung könnte eines Tages der Vergangenheit angehören.

Gegenüber dem australischen Magazin Motoring.com.au sagte BMW Australien-Chef Marc Werner vielsagend, dass man auch im Zusammenhang mit einem Premium-Pickup von BMW niemals nie sagen sollte. Der Markt werde von den Verantwortlichen aufmerksam beobachtet, die Voraussetzungen für einen schnellen Einstieg seien bei den Premium-Wettbewerbern allerdings besser: Mercedes sei als Anbieter von Nutzfahrzeugen und Trucks etabliert und kann beim bereits angekündigten Pickup auf Technik von Kooperationspartner Renault-Nissan zurückgreifen, Audi könnte den VW Touareg als Basis nutzen.

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Bei BMW sieht die Lage anders aus, denn ähnliche Plattformen stehen den Münchnern bisher nicht zur Verfügung. Die schnellste Lösung wäre es, für einen Pickup mit einem im Segment etablierten und mit den Anforderungen vertrauten Kooperationspartner zurückzugreifen. Ob man so dem eigenen Premium-Anspruch gerecht werden kann, ist allerdings zweifelhaft – wobei andere Marken ganz bewusst nutzen, dass vielen Kunden das Logo an der Front deutlich wichtiger als die Technik unter dem Blech ist.

Für die Münchner könnte in diesem Zusammenhang Toyota auf den Plan treten, schließlich kooperiert BMW auch auf anderen Gebieten mit den Japanern. Bisher scheinen die Überlegungen rund um einen BMW-Pickup allerdings nicht sonderlich konkret, nur auf ein definitives Nein wollte sich Marc Werner offenbar nicht festlegen lassen – anders als Hendrik von Kuenheim, der vor kaum mehr als einem Jahr keine Chance für ein entsprechendes Fahrzeug sah.

Sollte man sich in München eines Tages tatsächlich für das Angebot eines Pickup-Trucks entscheiden, dürfte es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht um ein Modell für den weltweiten Einsatz handeln. Stattdessen könnte das X-Modell mit offener Ladefläche nur in jenen Märkten angeboten werden, die eine starke Nachfrage nach entsprechenden Fahrzeugen haben. Ganz ähnlich agiert BMW auch bei den Langversionen bestimmter Baureihen, die nur in China angeboten und dem Rest der Welt vorenthalten werden.

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