Formel E: BMW-Einstieg wird langsam konkreter

Motorsport | 19.07.2016 von 1
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Fragt man die Verantwortlichen bei BMW zur Formel E, erntet man derzeit oft eine Mischung aus Begeisterung und Zurückhaltung. Einerseits liegt auf der Hand, dass …

Fragt man die Verantwortlichen bei BMW zur Formel E, erntet man derzeit oft eine Mischung aus Begeisterung und Zurückhaltung. Einerseits liegt auf der Hand, dass die Rennserie für Elektroautos hervorragend zu BMW i und der Positionierung von BMW als nachhaltiger Marke für sportliche Fahrer passt, andererseits steckt die Formel E in mancher Hinsicht noch in den Kinderschuhen und muss sich aus Münchner Sicht noch ein wenig weiterentwickeln.

Doch auch wenn der Einstieg von BMW in die Formel E nicht unmittelbar bevorstehen mag, denkt man offenbar recht intensiv über das Thema nach und möchte bereit sein, wenn der richtige Zeitpunkt eines Tages gekommen ist. In diesem Kontext bestätigte BMW Motorsport-Chef Jens Marquardt nun auch gegenüber Motorsport.com, dass die Münchner auf technischer Seite mit einem Team der Rennserie kooperieren und sich so aus erster Hand einen Eindruck von den Herausforderungen und Besonderheiten der Formel E machen können.

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Auch wenn der Name von BMW nicht offiziell benannt wird und das Logo der Marke an keinem der Rennwagen zu sehen ist, gehen viele Beobachter der Formel E vom Andretti-Team als BMW-Partner aus. Die Amerikaner sind seit der Debüt-Saison 2014 / 2015 in der Formel E aktiv und es gibt sogar Gerüchte, nach denen BMW-Pilot Félix António da Costa demnächst eines der beiden Cockpits des Rennteams übernehmen könnte.

Für die Verantwortlichen bei BMW scheint derzeit vor allem der Wechsel der Fahrzeuge ein Problem zu sein, schließlich wird die überschaubare Reichweite moderner Elektroautos so bei jedem Rennen ziemlich plakativ gezeigt. Zwar müssen auch die Rennwagen in vielen Rennserien mit konventionellem Antrieb zwischendurch betankt werden, ein Wechsel des Fahrzeugs und damit des Akkus ist aber doch etwas anderes.

Wenn die Formel E diese Baustelle gelöst hat, dürfte auch das größte Hindernis für einen offiziellen Einstieg von BMW in die Rennserie aus dem Weg geräumt sein. Dann könnten die Münchner auch mit einem eigenen Team an den Start gehen und das ohnehin bestehende Engagement, bei dem es in erster Linie um das Safety Car und andere Servicefahrzeuge geht, deutlich ausbauen.

(Fotos: Andretti)

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