Additive Verfahren: Immer mehr BMW-Teile aus dem 3D-Drucker

Sonstiges | 18.07.2016 von 2
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Was noch vor wenigen Jahren wie Zukunftsmusik klang, ist längst Realität geworden: 3D-Druck spielt in der Automobil-Produktion eine immer wichtigere Rolle und auch bei der …

Was noch vor wenigen Jahren wie Zukunftsmusik klang, ist längst Realität geworden: 3D-Druck spielt in der Automobil-Produktion eine immer wichtigere Rolle und auch bei der BMW Group greift man vielerorts auf die neuen Möglichkeiten zurück. Nicht nur im Bereich der Individualisierung sind die additiven Verfahren eine kosteneffiziente Möglichkeit, um Bauteile mit besonders aufwändigen Formen exakt nach den Erfordernissen der Produktion anfertigen zu können.

Dass dabei keinerlei Abstriche bei der Qualität gemacht werden müssen, wird allein durch den Ort der Verwendung deutlich: Seit 2012 werden ausgewählte Bauteile des Rolls-Royce Phantom per 3D-Druck hergestellt. Seit dem Start der Serienproduktion mittels additiver Fertigungsverfahren im Jahr 2012 wurden allein für den Rolls-Royce Phantom mehr als 10.000 Einzelteile angefertigt, deren Herstellung auf konventionellem Weg deutlich aufwändiger gewesen wäre.

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Seit Anfang 2016 spielt 3D-Druck auch bei der Produktion des Luxus-Cabrios Rolls-Royce Dawn eine wichtige Rolle – und die Bedeutung der additiven Verfahren wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Für die BMW Group ist der Serieneinsatz bei Rolls-Royce ein wichtiger Baustein, um Erfahrungen für die Nutzung des 3D-Drucks in immer größerem Maßstab zu sammeln. Auch in den extrem belasteten Motoren der DTM-Boliden von BMW kommen per 3D-Druck hergestellte Komponenten zum Einsatz, was den hohen Qualitätsanspruch eindrucksvoll unterstreicht.

Aus dem BMW FIZ in München ist der 3D-Druck ebenfalls nicht mehr wegzudenken, denn hier werden pro Jahr mehr als 100.000 Komponenten für die Entwicklung künftiger Serienfahrzeuge additiv hergestellt. Besonders im Prototypen-Bau mit kleinen Stückzahlen stellt der 3D-Druck eine extrem nützliche Methode dar, um neue Bauteile ohne kostspielige Werkzeug-Produktion ausprobieren zu können.

Udo Hänle (Leiter Produktions-Strategie): “Additive Verfahren werden in Zukunft eine der wichtigsten Produktionsmethoden der BMW Group sein – mit vielversprechendem Potenzial. Die Integration von additiv hergestellten Bauteilen in die Serienproduktion bei Rolls-Royce stellt einen Meilenstein auf dem Weg zur Nutzung dieser Methode in großen Stückzahlen dar. Durch die Nutzung neuer Technologien werden wir künftig in der Lage sein, Produktionszeiten weiter zu verkürzen und das Potenzial von Werkzeug-losen Produktionsmethoden immer stärker auszunutzen.”

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