US-Markt: BMW-Vertriebschef Robertson macht sich Sorgen

News | 13.06.2016 von 12
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Die Verkaufszahlen auf dem wichtigen US-Markt haben BMW in den letzten Monaten nur wenig Grund zur Freude beschert, seit Beginn des Jahres liegt der Absatz …

Die Verkaufszahlen auf dem wichtigen US-Markt haben BMW in den letzten Monaten nur wenig Grund zur Freude beschert, seit Beginn des Jahres liegt der Absatz von BMW und MINI fast 10 Prozent unterhalb des Vorjahres. Die schwächelnden Verkäufe in den USA tragen mit dazu bei, dass Mercedes derzeit den Abstand auf BMW vergrößern kann und sich in eine gute Position gebracht hat, um 2016 erstmals nach über einem Jahrzehnt wieder erfolgreichster Anbieter von Premium-Automobilen zu werden.

Gegenüber der Automobilwoche sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson, dass der US-Markt im Jahr 2016 bestenfalls stagnieren werde. Im Gegensatz zu anderen Herstellern arbeite BMW daran, die Lagerbestände bei den Händlern zu reduzieren und verzichte daher darauf, Fahrzeuge mit hohen Rabatten in den Markt zu drücken. Auf lange Sicht werde dieses Vorgehen den US-Markt weiter unter Druck setzen.

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Amerikanische Kunden setzen weiterhin auf SUV-Modelle, Limousinen sind auch 2016 weniger gefragt. Bei BMW gingen die Pkw-Verkäufe seit Jahresbeginn um 13,5 Prozent zurück, der SUV-Absatz konnte hingegen um 3,7 Prozent gesteigert werden. Besonderen Anteil daran hat der X3, der mit knapp 16.000 Einheiten 45 Prozent über dem Vorjahreszeitraum liegt und erstaunlich nah an den X5 herangerückt ist: Lagen im Vorjahr nach fünf Monaten über 10.600 Einheiten zwischen X3 und X5, sind es nun nur noch 2.258.

Auch der BMW X1, der in den USA aufgrund seiner kompakten Abmessungen zu den Pkw gezählt wird, erfreut sich großer Beliebtheit: Über 10.000 Fahrzeuge wurden seit Beginn des Jahres verkauft, die Vorgänger-Generation kam in den ersten fünf Monaten des letzten Jahres nur auf 4.787 Einheiten. Praktisch alle übrigen Pkw-Baureihen und selbst die neue BMW 7er-Reihe liegen hingegen mehr oder weniger deutlich unter den Verkaufszahlen des Vorjahres.

Von den SUV-Modellen könnten die Münchner eventuell sogar größere Stückzahlen absetzen, doch die Produktion ist derzeit sowohl in Spartanburg (X3, X4, X5, X6) als auch in Regensburg (X1) komplett ausgelastet. Gegen Ende des Jahres soll der Ausbau des Werks Spartanburg abgeschlossen sein, dann können dort bis zu 450.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden.

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