Isle of Man TT 2016: BMW S 1000 RR dominierende Maschine

Die Isle of Man Tourist Trophy gilt als eines der schnellsten, anspruchsvollsten und gefährlichsten Motorrad-Rennen der Welt. Auch 2016 setzen erfolgreiche Fahrer wie Michael Dunlop …

Die Isle of Man Tourist Trophy gilt als eines der schnellsten, anspruchsvollsten und gefährlichsten Motorrad-Rennen der Welt. Auch 2016 setzen erfolgreiche Fahrer wie Michael Dunlop und Ian Hutchinson dabei auf die BMW S 1000 RR und konnten damit gleich zum Auftakt der Veranstaltung dicke Ausrufezeichen setzen.Die beiden Briten konnten die ersten beiden Rennen der 1000-Kubikzentimeter-Kategorie gewinnen und dabei jeweils neue Rundenrekorde setzen.

Michael Dunlop gewann am Samstag die Klasse Superbike TT mit seiner Hawk Racing BMW S 1000 RR bei einem gewaltigen Vorsprung von 19 Sekunden auf den schärfsten Verfolger – Markenkollege Ian Hutchinson – und absolvierte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 213,4 km/h. Er blieb mit seiner Rekordzeit von 16:58.254 Minuten als erster Fahrer in der Geschichte der Isle of Man TT unter einer Zeit von 17 Minuten.

In der am Sonntag ausgetragenen Klasse Superstock TT war Ian Hutchinson auf seiner Tyco BMW S 1000 RR schließlich schnellster Mann und feierte mit etwas mehr als 27 Sekunden Vorsprung und einer kaum langsameren Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 213,0 km/h einen souveränen Erfolg. Abgerundet wird die Isle of Man TT 2016 am Freitag mit dem Senior TT-Rennen der 1000-Kubikzentimeter-Klasse, auch hier wollen die BMW-Piloten um den Sieg kämpfen.

Allerdings zeigte die Isle of Man 2016 auch schon ihre dunkle Seite: Der Engländer Paul Shoesmith ist während des Supersport-Trainings in der 600-Kubikzentimeter-Klasse tödlich verunglückt. Der 50-jährige war in stärkeren Klassen auch mit BMW-Maschinen am Start und ein geschätztes Mitglied der BMW Motorrad Motorsport-Familie.

18 responses to “Isle of Man TT 2016: BMW S 1000 RR dominierende Maschine”

  1. der_ardt says:

    Die DTM ist dagegen ein schlechter Witz.

    Hier das Onboard-Video der Rekordrunde von Dunlop (leider ohne Telemetrie):
    https://www.youtube.com/watch?v=5nlzxR6lN7Q

    wirklich krass, wie verhältnismäßig sanft und unspektakulär er die Maschine am Limit bewegt.

    • manuelf says:

      Vielen Dank für den Link. Echt beeindruckend. Aber irgendwas muss bei dem nicht ganz stimmen? So n bissl was muss der an der Klatsche haben … 😉

  2. Thomas says:

    Die TT ist aktuell wohl das gefährlichste Rennsportevent das es gibt. Verfolge es auch schon seit ein paar Jahren. Das grenzt schon an Wahnsinn, was die Fahrer da abliefern.

    • der_ardt says:

      es ist geil, wenn man von F1 zu MotoGP gelangt und die Slides beim Anbremsen spektakulär findet und dann die Roadracer das erste mal sieht. Ich finde es eher merkwürdig, dass da nicht öfter was passiert. Die müssen durch die Bank weg starke Nerven haben und tief konzentriert sein.

      • Thomas says:

        Meine Kinnlade fällt selten runter, aber die TT schafft es immer wieder.
        Mich fasziniert vor allem, wie die Fahrer mit den Maschinen spielen, als wären es Fahrräder. Dabei wiegen die Teile gute 200Kg.

        Gucke ich mir immer wieder an: https://vimeo.com/47196131

        • der_ardt says:

          Ich fand die Rekordrunde von Dunlop für die TT sehr unspektakulär, der Typ fährt echt sehr sanft. Aber auch der ist echt an sehr vielen Stellen hart am kämpfen.

          Vor allem auf diesem Kurs einen SCHNITT von über 200 hinzukriegen.. Wenn man Nachts auf der BAB einen Schnitt von 150 fährt ist das schon abenteuerlich.

          Ich bin mal gespannt: Nächstes Jahr ist Suter wahrscheinlich mit einem 580 ccm V2 Zweitakter dabei. Das Ding könnte bei dem zu erwartenden Handling die 1000er Viertakter ordentlich ins Schwitzen bringen 😉

          http://www.1000ps.ch/racingbericht-3001847-suter-mit-mmx-500-v4-2-takt-zur-isle-of-man-tt

  3. […] Isle of Man TT 2016: BMW S 1000 RR dominierende Maschine, gefunden bei http://www.bimmertoday.de (0 Buzz-Faktor) […]

  4. quickjohn says:

    Bei aller Leidenschaft für Racing – die TT ist eine Veranstaltung für Todessehnsüchtige. Abschaffen!

    • der_ardt says:

      Warum abschaffen? Das wird auf abgesperrten Strecken durchgeführt und kein unbeteiligter verletzt, jedenfalls nicht mehr als in anderen Sportarten. Die, die da mitfahren tun das, weil sie Bock drauf haben und nicht wegen des Geldes, was aber als nicht-Motorradfahrer wohl nur schwer nachzuvollziehen ist. Jedenfalls sind sich die Typen des Risikos durchaus bewusst und mehr drauf gefasst abzutreten als die meisten, die an der Paris Dakar teilnehmen oder Ski oder Inline fahren.

      • quickjohn says:

        Hm – ich kann nicht beurteilen ob die Dakar (für Motorradfahrer) ähnlich gefährlich ist – die Herausforderungen sind vermutlich Andere.

        Beim Skifahren oder Inline-Skaten (falls das gemeint war) hat es – leider – auch schon tödliche Verletzungen geben. Ein, zur TT auch nur annähernd vergleichbarer Gefährdungslevel, erschließt sich mir dabei jedoch nicht.

        • Thomas says:

          Ich gehe mal davon aus, dass alle Teilnehmer sich der Gefahren bewusst sind. Wieso sollte man diese bevormunden?
          Einzig die Zuschauer bereiten mir manchmal Kopfschmerzen. Überwiegend viel zu nah und ungeschützt an der Strecke.

        • El Barto says:

          Ich habe das hier- glaube ich – schon mal geschrieben, aber ich kann diesbezüglich nur nochmals den Film “TT: Closer to the Edge” bzw. “TT: Hart am Limit” allerwärmstens empfehlen. Da werden nicht nur die heroischen Seiten der TT beleuchtet, sondern auch die Verluste und die allgegenwärtige Gefahr sehr gut dargestellt. Und auch die Motivation der Fahrer, solche Straßenrennen zu fahren, wird dadurch für den Außenstehenden etwas klarer.

          Im Film wird auch gezeigt, dass beispielsweise ein John McGuinness sich durchaus der Gefahr bewusst ist, nicht wieder zurückzukehren. Da muss metaphorisch und wortwörtlich (Stichwort Rasenmähen) das Haus in Ordnung sein, wenn zur TT gestartet wird. Und Guy Martin sagte, dass er, wenn er Frau und Kinder hätte, wohl nicht mehr den Kopf frei genug hätte, um sich in dieser Weise auf der Strecke zu bewegen.

          Interessant ist auch, nach welch schwersten Stürzen und Verletzungen die Fahrer nach teilweise kurzer Zeit wieder auf den Bock steigen und erneut Rennen fahren. Das zeugt von einem kaum fassbarer Willenskraft und geradezu unheimlicher mentaler Stärke.

          • quickjohn says:

            242 Tote – 60 km Landstraßen und Ortsdurchfahrten ohne jegliche Sturzräume.

            Das muß man nicht glorifizieren – das muß man abschaffen!

            • der_ardt says:

              In über 60 Jahren, richtig. Dann kannst du auch Motoren über 40 PS abschaffen und würdest tausende Leben von unbeteiligten (!) Menschen retten. Mehr braucht es nicht um Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen zu erreichen.

            • Fourbe Rds says:

              Sorry aber die Aussage das abzuschaffen weil es gefährlich ist ist absoluter Schwachsinn. Dann können wir gleich so gut wie alle Sportarten verbieten. Es gibt überall und in jeder Situation Risiken. Bei manchen Sachen mehr und bei manchen eben weniger. Aber das ist ja auch irgendwie der Reiz des Lebens Dinge zu riskieren. Und diese Fahrer sind sich dem Risiko definitiv bewusst.

              • quickjohn says:

                Soso – Schwachsinn also.

                Ob das die 4 Toten (2016) genauso sehen?

                Jedenfalls ist es sehr aufschlussreich daß hier Einige (oder die Meisten) nur das Begriffspaar Vorsicht / Lebensgefahr zulassen und scheinbar nichts dazwischen sehen wollen.

                Danke – ich bin bedient ob soviel Lebensverachtung.

                • El Barto says:

                  Naja, lebensverachtend wäre es, sich die TT nur anzuschauen, weil man auf den nächsten spektalurären Crash hofft. Aber ich denke, dass die meisten Fans dieser Art von Rennen einfach nur das Können der Fahrer und die Belastbarkeit des Materials sehen wollen und keine Toten.

                  Es sind letztendlich die Fahrer, die entscheiden, ob sie die TT oder Straßenrennen im Allgemeinen fahren wollen. Und sie sind sich der Gefahr bewusst. Um sie herum sterben Kollegen, Freunde, Konkurrenten, teilweise sogar Familienmitglieder. Das bekommt man selbstverständlich mit. Aber wenn man etwas liebt, selbst wenn es eine erhebliche und allgegenwärtige Gefahr für Leib und Leben bedeutet, dann blendet man diese Tatsache bis zu einem gewissen Grad aus und setzt sich mit der notwendigen Das-wird mir-nicht-passieren-Attitüde auf sein Motorrad. Denn wenn das kleine Stimmchen im Hinterkopf erstmal anfängt zu flüstern, “du könntest der Nächste sein”, ist nicht nur der Speed weg, sondern auch die (Selbst-)Sicherheit und ein Unfall fast vorprogrammiert.

                  Du fragst, ob die Toten das auch so sehen. Gute Frage! Aber es gibt halt einen Schlag Menschen, die sich lieber einem solchen Risiko aussetzen, als der Sicherheit wegen aufzuhören und es vielleicht zeitlebens zu bereuen.

                  Ich könnte das ehrlich gesagt nicht, weder hätte ich das Können oder den Mut oder die entsprechende Einstellung. Aber ich glaube, halbwegs nachvollziehen zu können, was diese Leute treibt. Andererseits kann ich auch deine Position gut verstehen. Nur verurteile Fahrer und Fans/Interessierte deswegen bitte nicht als todessehnsüchtig oder lebensverachtend, das sind sie nicht.

      • B3ernd says:

        Es wird immer zwei Arten Mensch geben…………die die Leben und die stets vorsichtig durchs Leben gehen 😉

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