BMW Z4: Roadster-Genuss von New York City bis Hamburg

BMW Z4, Fahrberichte | 7.06.2016 von 2

Der BMW Z4 Roadster ist ein wenig in die Jahre gekommen, eignet sich aber weiterhin perfekt für kurvige Straßen – auch an der amerikanischen Ostküste.

Im aktuellen BMW-Programm ist der seit 2009 erhältliche Z4 Roadster das älteste Modell und auch wenn man dieses Alter in einigen Punkten durchaus spüren kann, ist er nach wie vor ein begehrenswerter Zweisitzer für entspannte Ausflüge mit hohem Genussfaktor. Wir hatten vor wenigen Tagen die Gelegenheit, uns von den Qualitäten des äußerlich unverändert frischen BMW Z4 sDrive28i zu überzeugen und haben den Roadster für einen Ausflug über amerikanische Landstraßen rund um New York genutzt.

Mit seiner Lackierung in kräftigem Valencia Orange, den gelungenen Proportionen und vor allem den für amerikanische Verhältnisse überschaubaren Abmessungen zieht der BMW Z4 auch sieben Jahre nach seinem Marktstart noch immer viele Blicke auf sich, gleich mehrfach wurden wir bei kurzen Zwischenstopps von zufälligen Beobachtern auf die gelungene Farbe und die Fahrspaß versprechenden Dimensionen angesprochen. Dass unser Testwagen auch noch mit manuellem Getriebe ausgerüstet war, machte das Bild vom kleinen handlichen Spaßmacher aus Europa für viele Amerikaner perfekt.

BMW-Z4-sDrive28i-New-York-Roadtrip-07

Aus europäischer Perspektive gibt es zwar zahlreiche kleinere und vor allem deutlich puristischere Zweisitzer, aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten fühlt man sich auch am Steuer des BMW Z4 fast wie in einem Sportwagen. Dass der aufgeladene Vierzylinder des Z4 sDrive28i dieses Gefühl ein wenig eintrübt, lässt sich nicht leugnen – auch wenn es dem Roadster mit seinen 245 PS nüchtern betrachtet keineswegs an Kraft mangelt, vermittelt er auch nicht das Gefühl von stets übermäßigen Reserven. Vor allem im Sport-Modus klingt der Vierzylinder zwar stets angenehm kernig, an die Klangqualitäten der deutlich stärkeren Modelle mit Reihensechszylinder kann er aber naturgemäß nicht anknüpfen.

Wer New York in Richtung Westen hinter sich lässt, kommt schon nach wenigen Meilen in die kleine Ortschaft Hamburg, die abgesehen vom klangvollen Namen allerdings keine Ähnlichkeiten mit ihrer deutschen Namensgeberin hat. Einen Hafen sucht man ebenso vergebens wie einen Fischmarkt, stattdessen präsentiert sich Hamburg / New Jersey im typisch-amerikanischen Vorort-Stil mit seinen gepflegten Siedlungen und zahlreichen Shops für Fastfood aller Art.

Auf den Landstraßen des Garden State fahren wir weiter in Richtung des etwas nördlich gelegenen Bear Mountain State Park und genießen die immer kurviger werdenden Straßen, bevor es im idyllisch gelegenen Bear Mountain Inn eine weitere Anspielung auf die norddeutsche Hansestadt gibt: Natürlich darf ein Hamburger bei einem Ausflug in die USA nicht fehlen, um auch den kulinarischen Teil der amerikanischen Kultur nicht außer acht zu lassen.

Wer Kontraste liebt, macht sich nun auf schnellstem Weg zurück ins Getümmel von Manhattan und erlebt zwischen Times Square und World Trade Center eine völlig andere Welt, die sich weniger als eine Stunde vom Niemandsland des State Parks befindet. Weit über acht Millionen Menschen leben hier dicht gedrängt zwischen unzähligen Highlights und Sehenswürdigkeiten, hinzu kommen Jahr für Jahr mehrere Millionen Touristen aus aller Welt.

Dass sich iDrive, Assistenzsysteme und einige weitere Details im BMW Z4 nicht mehr auf dem allerneuesten Stand befinden, hat man dem Roadster nach einem solchen Trip längst verziehen. Genau wie vor sieben Jahren ist er auch im Sommer 2016 ein idealer Begleiter für entspannte Ausflüge zu zweit.

2 responses to “BMW Z4: Roadster-Genuss von New York City bis Hamburg”

  1. Der_Namenlose says:

    Danke für den Bericht. Schön, dass Ihr den Kleinen wieder in Erinnerung ruft.
    Was mir immer wieder auffält, ist, dass der Z4 fast ausschließlich von Männern gefahren wird. Ich kann mich in den letzten 3 Jahren an eine einzige Fahrerin erinnern und ich habe oft genug Z4 gesehen. Bei SLK ist das Verhältnis relativ ausgeglichen.

    “… zieht der BMW Z4 auch sieben Jahre nach seinem Marktstart noch immer viele Blicke auf sich”
    Diese Farbe steht dem Z4 sowieso besonders gut, aber auch in jeder anderen Farbe ist er schön. Seine Silhouette (offen und geschlossen) gehört weiterhin zu den schönsten, was man von angeblichem Nachfolger leider nicht behaupten kann. Zumindest die Erlkönigbilder legen dies nahe.

    “auch wenn es dem Roadster mit seinen 245 PS nüchtern betrachtet keineswegs an Kraft mangelt”
    Ich finde auch subjektiv sind die 245 PS nicht nur mehr als genug.

    “Aus europäischer Perspektive gibt es zwar zahlreiche kleinere und vor allem deutlich puristischere Zweisitzer”
    Ja aber mit keinem kann man so lange bequem und entspannt fahren. Ich habe gestern bewusst statt Flieger den Z4 genommen: 1200 Kilometer mit komfortablen Standardfahrwerk bei schönem Wetter waren ein Genuss, wenn nur der beinahe Sonnenstich am Abend nicht das Ganze versaut hätte.

    “Dass sich iDrive, Assistenzsysteme und einige weitere Details im BMW Z4 nicht mehr auf dem allerneuesten Stand befinden”
    “Assistenzsysteme” ist eine sehr schmeichelhafte Beschreibung für den Licht- und Regensensor sowie den Tempomaten. Ach ja: die Automatik und die Huppe habe ich fast vergessen:)
    Navi-Prof ist immer noch top, die Dienste sowieso, aber die Hardware ist hinsichtlich der Performance doch überfordert. Richtig vermissen tue ich nur einen Head-Up-Display.

  2. […] das typische Roadster-Feeling haben in der Zwischenzeit irgendetwas von ihrem Reiz verloren – es ist noch immer großartig, über die lange Motorhaube des Zweisitzers zu blicken und dabei den Motorsound im Ohr zu […]

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Shell V-Power
[Anzeige] Ferrari und Shell heben V-Power auf das nächste Level. Gönnen Sie Ihrem Motor den besten Kraftstoff!
Tipp senden