April 2016: BMW Group stellt Absatz-Rekorde auf, aber …

News | 13.05.2016 von 6

BMW Group Absatz im April 2016: BMW und MINI konnten ihre Verkaufszahlen auf ein neues Rekord-Niveau steigern, liegen aber nur knapp über dem Vorjahr.

Mit einem weiteren Rekord-Monat April 2016 ist die BMW Group erfolgreich in das zweite Quartal gestartet, dennoch sorgen die Zahlen weder bei den Aktionären noch bei den Verantwortlichen für überschwänglichen Jubel. Weltweit wurden 150.542 Fahrzeuge der Kernmarke BMW verkauft – mehr als in jedem anderen April der hundertjährigen Unternehmensgeschichte, aber nur 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im direkten Vergleich mit Mercedes dürften Steigerungen auf diesem Niveau zu wenig sein, um am Ende des Jahres den Titel des weltweit erfolgreichsten Anbieters von Premium-Automobilen verteidigen zu können.

Besser sieht die Situation bei MINI aus, die Engländer konnten ihre Verkaufszahlen im April 2016 um 6,3 Prozent auf 28.441 Einheiten steigern und profitierten dabei vor allem von jungen Modellen wie dem MINI Clubman und dem neuen MINI Cabrio F57. Einen Rekord-Monat kann neben BMW und MINI auch BMW Motorrad vermelden, die Zweirad-Sparte feierte bei einem Wachstum von 1,4 Prozent auf 16.793 Einheiten ebenfalls den erfolgreichsten April aller Zeiten.

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Für die BMW Group ergibt sich ein April-Absatz 2016 von 179.285 Fahrzeugen, auch diese Zahl stellt einen neuen Bestwert dar. Seit Beginn des Jahres 2016 konnten weltweit 736.931 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce verkauft werden – 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum sechsten Rekordjahr in Folge. Die 629.325 verkauften Einheiten der Kernmarke BMW entsprechen einer Steigerung um 4,8 Prozent.

Als stärkste Wachstumstreiber präsentieren sich seit Jahresbeginn die vom neuen BMW X1 befeuerten X-Modelle. Das Kompakt-SUV wurde bisher 63.243 Mal verkauft und liegt damit 60,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Deutlich zulegen konnte auch der BMW X3, der auf 49.325 Einheiten und ein Wachstum von 18,4 Prozent kommt. Die Verkaufszahlen der BMW 2er-Reihe kletterten um 54,8 Prozent auf 59.407 Einheiten, der 7er liegt bei 14.609 verkauften Fahrzeugen 15,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Regional betrachtet dürfen sich die Verantwortlichen der BMW Group über ein deutliches Wachstum in Europa und Asien freuen. Auf dem Heimatkontinent konnten die Verkäufe in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 um 9,9 Prozent auf 341.195 Einheiten gesteigert werden, in Asien konnte der Vorjahreszeitraum mit 234.463 Einheiten um 6,2 Prozent übertroffen werden. In Amerika liegt der Absatz der BMW Group mit insgesamt 138.033 Einheiten 8,1 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Dr. Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Vertrieb und Marketing BMW): “Anknüpfend an den März, unseren besten Absatzmonat aller Zeiten, haben wir erneut ein nachhaltiges und profitables Wachstum über die Produktpalette der BMW Group hinweg erzielt. Trotz einiger unbeständiger Märkte bleibt das globale Gesamtbild für dieses Jahr positiv.”

BMW-Group-Absatz-April-2016-weltweit-Verkaufszahlen

6 responses to “April 2016: BMW Group stellt Absatz-Rekorde auf, aber …”

  1. 2erGTFan says:

    Abwarten, denn ich denke die BMW Kunden und auch Interessierte anderer Marken werden es zu schätzen wissen, dass die Motorenentwickler bei BMW einen guten Job gemacht haben und BMW deshalb so ziemlich der einzige komplett “saubere” Hersteller ist. Fugenmaße und Interieur sind eben nicht alles bei einem Auto 😉

    • Dimitri Metzger says:

      Das wäre der Fall, wenn die ganzen Abgasskandale denn überhaupt irgendwelche Folgen für die Fahrzeugbesitzer hätten. Stattdessen bekommt man einfach einen Werkstatttermin, es wird einwenig die Software verändert, dazu ein billiges 30€ Kunststoffteil eigebaut, fertig, schon ist die Politik zufrieden, es wurde ja was gemacht. Die interessiert überhaupt nicht, dass die nachträglichen Verschlimmbesserungen oft nur zu einem höheren Verbrauch führen, und das Auto nicht wirklich umweltfreundlicher machen, denn dazu müsste man Motor und Abgasanlage anders, also besser konstruieren, da wo VW/Audi eben gespart haben. Ein billiges Kunststoffteil kann das Problem nicht lösen, wenn die Lösung wirklich so banal und einfach wäre, hätten die das gleich schon von Anfang an gemacht, und müssten erst gar nicht so aufwändig mit der Software manipulieren. Aber die machen ihre Spielchen weiter, und führen unsere dummen Politiker an der Nase herum. Wir zahlen es mit unserer Gesundheit, besonders in den Städten, und zwar alle, auch diejenigen, die selbst mit einem umweltfreundlicheren Auto fahren, oder gar Fahrrad. Viel ändern wird sich nicht, auch nicht an den Verkaufszahlen. Dass der Aktienkurs, durch die von Natur aus etwas schreckhaften Spekulanten, mal ein bisschen einbricht, um dann, wenn sich alles beruhigt hat, wieder zu steigen, interessiert die doch nicht wirklich. Erst wenn richtige Gesetze gemacht werden, und bei jedem Fahrzeug jedes Mal beim TÜV, während das Auto ein paar Runden um den Block gefahren wird, also unter realen Bedingungen, die tatsächliche Abgasbelastung mit einer mobilen Anlage gemessen wird, wenn dann jemand einen dreckigen VW-Motor fährt, muss entsprechend mehr Steuern zahlen, erst dann werden die Menschen beim Autokauf sich auch mehr Gedanken machen. Dann wird sich das Ganze auf die Verkaufszahlen auswirken, wodurch der VW/Audi-Konzern wirklich in Zugzwang kommen würde. Denn sonst “lösen” die das weiter mit etwas Plastik im Motorraum und viel Bling-Bling im Innenraum.

    • Dimitri Metzger says:

      Das wäre der Fall, wenn die ganzen Abgasskandale denn überhaupt irgendwelche Folgen für die Fahrzeugbesitzer hätten. Stattdessen bekommt man einfach einen Werkstatttermin, es wird einwenig die Software verändert, dazu ein billiges 35€ Kunststoffteil eigebaut, fertig, und schon ist die Politik zufrieden, es wurde ja was gemacht. Die interessiert überhaupt nicht, dass die nachträglichen Verschlimmbesserungen oft nur zu einem höheren Verbrauch führen, und das Auto nicht wirklich umweltfreundlicher machen, denn dazu müsste man den Motor und Abgasanlage anders, also besser konstruieren, da wo VW/Audi eben gespart haben. Ein billiges Kunststoffteil kann das Problem nicht lösen, wenn die Lösung wirklich so banal und einfach wäre, hätten die das schon von Anfang an gemacht, und müssten erst gar nicht so aufwändig mit der Software manipulieren und dabei riskieren aufzufliegen. So machen sie ihre Spielchen weiter, und führen unsere dummen Politiker an der Nase herum. Wir zahlen es mit unserer Gesundheit, besonders in den Städten, und zwar alle, auch diejenigen, die selbst mit einem umweltfreundlicheren Auto fahren, oder gar Fahrrad. Viel ändern wird sich nicht, auch nicht an deren Verkaufszahlen. Dass der Aktienkurs, durch die von Natur aus etwas schreckhaften Spekulanten, mal ein bisschen einbricht, um dann, wenn sich alles beruhigt hat, wieder zu steigen, interessiert die doch nicht wirklich. Erst wenn richtige Gesetze gemacht werden, und bei jedem Fahrzeug jedes Mal beim TÜV, während das Auto ein paar Runden um den Block gefahren wird, also unter realen Bedingungen, die tatsächliche Abgasbelastung mit einer mobilen Anlage gemessen wird, dazu noch auf dem Stand simuliert in kalter und heißer Umgebung – wenn dann jemand einen dreckigen VW-Motor fährt, muss er entsprechend mehr Steuern zahlen – erst dann werden die Menschen beim Autokauf sich mehr Gedanken machen. Dann wird sich das Ganze auch auf die Verkaufszahlen auswirken, wodurch der VW/Audi-Konzern wirklich in Zugzwang geraten würde. Richtige, gerechte und konsequente Gesetzgebung ist gefragt, denn von sich aus “lösen” die betroffenen Konzerne das Problem nur mit etwas Plastik im Motorraum, dazu viel Bling-Bling im Innenraum, und beglücken uns weiter mit verpesteter Luft.

  2. quickjohn says:

    Hier werden – leider wieder einmal – die Absatzzahlen der Kermarke und des Premiumhersteller durcheinander gebracht – schade!

    • Expert says:

      Ich finde den Begriff “Kernmarke” ohnehin völlig überflüssig, welcher Verbraucher benutzt denn diesen Begriff? Hat schon mal jemand einen Mercedes-Fahrer getroffen, der auf die Frage was er fährt antwortet, “ein Fahrzeug der Kernmarke von Daimler”. Oder einen BMW-Fahrer der antwortet “ein Fahrzeug der Kernmarke der BMW Group”? Völliger Unsinn. Die Leute sagen ich fahre einen Mercedes-Benz oder einen BMW. Oder eben einen Smart oder einen Mini. Die Unterscheidung nach Hersteller ist daher aus meiner Sicht ebenfalls ziemlich weltfremd. Oder hat schon mal jemand einen Mini-Fahrer getroffen, der sagt, er fahre “ein Fahrzeug der BMW Group”? Oder der Smart-Fahrer, der von sich behauptet, er fahre ein Fahrzeug der Mercedes Cars Group bzw. einen Daimler? Ebenso unsinnig. Für mich zählt letztlich nur der Vergleich der Marken. Und da wird dieses Jahr wohl das erste mal seit Jahren Mercedes-Benz wieder die absatzstärkste Premiummarke sein, sehr dicht gefolgt von BMW und mit einigem Vorsprung vor Audi. Da Mercedes sein Pulver mit einer umfassenden Modelloffensive und längst überfälligem Nachsteuern
      der Vertriebsstrukturen in China aber langsam verschossen hat, werden die Karten spätestens ab 2018 neu gemischt werden. Ist aber nur meine Prognose.

      • quickjohn says:

        Weitestgehend d’accord – aber es geht bei der Betrachtung des weltweit führenden Premiumherstellers nicht um eine Marke sondern um den Hersteller.

        Und im Vergleich zu Daimler (hier lassen wir einmal die Nicht-Premiummarke smart weg) und Audi operiert die BMW-Group eben mit einer Mehr-Marken-Strategie (Alle Premium).
        Und an der BMW-Group wird Daimler auch in 2016 nicht vorbeiziehen können.

        Böse Zungen behaupten ja ohnehin der Kernmarke-Begriff sei eine Erfindung aus Ingolstadt ……

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