Elektroauto-Förderung: BMW i3 wird 4.000 Euro günstiger

BMW i | 27.04.2016 von 34

Nach zähen Verhandlungen haben sich Autobauer und Bundesregierung offenbar endgültig auf eine Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden mit Hilfe einer Kaufprämie verständigt. Demnach dürfen sich die …

Nach zähen Verhandlungen haben sich Autobauer und Bundesregierung offenbar endgültig auf eine Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden mit Hilfe einer Kaufprämie verständigt. Demnach dürfen sich die Käufer von Elektroautos schon bald über eine Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro freuen, für Plug-in-Hybriden werden immerhin 3.000 Euro Zuschuss gewährt. Die Hälfte der Kosten wird von den Autobauern getragen.

Um eine Unterstützung von Käufern der Luxusklasse zu vermeiden, soll die Kaufprämie nur für Fahrzeuge bis zu einem Grundpreis von 60.000 Euro gelten. Auf Seiten der BMW Group gehören die Modelle BMW i3, BMW 330e und BMW 225xe Active Tourer zu jenen Fahrzeugen, die im Zuge der Vereinbarung für eine Förderung in Frage kommen.

BMW-i3-Alexander-Dobrindt-Bundesminister-Verkehr-Elektro-2015

Deutlich zu teuer sind hingegen die Plug-in-Hybride BMW X5 xDrive40e, BMW 740e / 740Le und BMW i8. Auch viele Modelle anderer Hersteller, beispielsweise das Tesla Model S oder die Hybrid-Versionen von Porsche Panamera und Mercedes S-Klasse sind aufgrund der 60.000 Euro-Schwelle von einer Förderung ausgenommen.

Gedeckelt ist die Elektroauto-Förderung mit einer Gesamtsumme von 1,2 Milliarden Euro, folglich wird der Fördertopf früher oder später leer sein. Bis dahin könnte allerdings einige Zeit vergehen, wenn der deutsche Markt für Elektroautos nicht plötzlich sprunghaft in Fahrt kommt: Selbst im Fall einer ausschließlichen Förderung der teureren Elektroautos genügt die Summe für 300.000 Neuwagen. Zur Einordnung sei gesagt, dass sich der Bestand laut Kraftfahrtbundesamt zum 1. Januar 2016 auf lediglich 25.502 Elektroautos und 130.365 Hybride beläuft.

Außerdem wurde beschlossen die Infrastruktur für Elektromobilität mit dem Bau von Schnelllade- und Normalladestationen deutlich zu verbessern. Dafür stellt der Bund zwischen 2017 und 2020 300 Millionen Euro zur Verfügung.

34 responses to “Elektroauto-Förderung: BMW i3 wird 4.000 Euro günstiger”

  1. Jo says:

    Ein wirklicher Kaufanreiz für Elektrofahrzeuge wäre, nur in die Infrastruktur fürs Laden zu investieren. Wo sollen denn die ganzen neuen Elektrofahrzeuge aufgeladen werden? Die 300 Mio in 3 Jahren sind ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    Dann würden die Leute auch von ganz allein Elektroautos kaufen weil sie keine Angst mehr haben liegen zu bleiben…wieder mal tolle Nummer von der Politik. So wird man was Verkaufszahlen angeht kurzfristig den Vorsprung zu Tesla verkleinern, aber langfristig gesehen ist das einfach nur ein Schuss in den Ofen.

  2. Eesi says:

    worunter läuft denn der i3 mit REX? Elektro oder Hybrid?

    • 135iCoupe_N55 says:

      Gute Frage, habe zuerst auf Elektroantrieb getippt, er könnte dann aber durch den REX auch als Plug-in-Hybrid durchgehen…

      Nachtrag!
      Habe mal kurz gegoogelt, der Fisker Karma (Elektroantrieb + REX) ist ein Plug-in-Hybrid, dann ist der BMW i3 mit REX auch einer.

      Wikipedia behauptet zum i3 mit REX:
      Zitat(Wikipedia): “Optional ist zur Erhöhung der Reichweite ein mit Benzin betriebener Range Extender (Plug-in-Hybrid) mit 25 kW verfügbar. Während dessen Nutzung arbeitet der Antrieb nach dem Prinzip des seriellen Hybridantriebes.”

      Quelle:
      https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_i3

      Was ein serieller Hybridantrieb ist, kann man bei Wikipedia unter folgendem Link nachlesen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hybridelektrokraftfahrzeug#Serieller_Hybrid

      • M54B25 says:

        Obwohl Wikipedia ja immer ein ganz guter Ansatz für Grundlagenforschung ist, würde ich mich bei der Frage schlicht auf die Bezeichnung “Range Extender” beziehen:
        – Der i3 -Standard und auch REX- wird von einem 125kW E-Motor angetrieben.
        – Der Akku ist bei beiden Fahrzeugen identisch mit 21,6 kWh vorhanden
        –> Daher fungiert der Range Extender aus meiner Sicht ganz klar nur als Erweiterung der Reichweite aber nicht primär als Antriebsquelle. Die rein elektrische Reichweite sind identisch, daher ist der i3 Rex für mich primär ein E-Auto.

        Aber leider ist unsere Politik nicht in der Lage technische Entwicklungen auf gewollte politische Ziele zu projektzieren. So lautet die Sprachregelung zur Hybridförderung (3000€) “Hybride mit ergänzendem Verbrennungsmotor werden mit 3000 Euro pro Fahrzeug gefördert.” Also wird in Prius-PlugIn-Hybrid mit einer E-Reichweite von 30km einem i3 Rex mit 170km Reichweite gleichgesetzt, obwohl grundlegend andere Antriebskonzepte (Planetengetriebe zur Kopplung von E-Motor und Verbrenner gegen reinen E-Motor) und Umweltbelastungen vorhanden sind.

        Und zur Förderungshöhe von 60.000€ Fahrzeugpreis noch eine Vorhersage meinerseits: In den nächsten Monaten werden PlugIn-Hybride mit einem Brutto-Listenpreis von 59.995€ auf den Markt geworfen, damit die eh schon Besserverdienenden noch schnell die 3.000€ mitnehmen können. Ich sehe da einen BMW X5 xDrive40e mit aktuellen Listenpreis von 69.200,00 € auf genau die magische Grenze sinken indem 3 bis 4 Austattungsdetails rausgenommen werden…

        • El Barto says:

          Ach was, das geht doch noch einfacher und unauffälliger: ein Teil des Nachlasses, der ohnehin beim Kauf/Leasing eines Hybriden über 60.000 EUR gewährt wurde, kann künftig als Umweltprämie seitens des Herstellers verkauft werden:

          “BMW fördert den Kauf Ihres neuen X5 xDrive 40e, 740e etc. mit 3.000 Euro Prämie”.

          Und vom Verkäufer kann man sich dann vermutlich noch anhören, dass ein Rabatt über die Prämie hinaus nicht möglich ist, da der Run auf E-Autos und Hybride zur Zeit so hoch sei und man die Nachfrage kaum befriedigen könne 😉

          • M54B25 says:

            Habe heute in einer Quelle von einem Netto-Listenpreis von 60.000€ gelesen, das läßt natürlich noch mehr Spielraum für die Preisgestaltung und deutet ganz klar auf eine Firmenwagen-Subventions Nummer hin – Welcher Privatkäufer arbeitet mit Nettolistenpreisen?

            Die Verkäuferaussagen wegen der Nachfrage kenne ich noch von der Abwrackprämie. Das ganze Vorgehen erinnert ja schon sehr stark da dran, vermutlich kommt sogar die gleiche Verwaltungssoftware dafür zum Einsatz, ich warte dann ja nur noch drauf, dass die Käufer die Verschrottung eines Verbrenners nachweisen müssen…

        • der_ardt says:

          Also die Abgrenzung zwischen Hybrid und Elektroauto würde ich im Vergleich zur gesamten Sinnlosigkeit dieses Subventionskonzeptes als ziemlich gering beachten. Selbst mit der Subvention sind die E-Autos als alleiniges Fahrzeug nicht konkurrenzfähig, solange die Ladeinfrastruktur so mies ist.

          @Steak1986:disqus hat es schon richtig zusammengefasst. Mit Investitionen in die Infrastruktur würde man die Angst vor dem Liegenbleiben minimieren, also der Technologie helfen einen Fuß auf den Markt zu bekommen, ohne dabei direkt Geld zu verbrennen. Die Ladestationen sind auch in zehn Jahren noch aktiv.
          Das ganze ist genauso schwachsinniger Aktionismus wie die Abwrackprämie damals und einzelne Aspekte dessen zu diskutieren Erbsenzählerei..

          • El Barto says:

            Ich könnte mir vorstellen, so lange die Besteuerung von E-Autos ausgesetzt ist, wird man sich auf staatlicher Seite wohl bei der Investition in Ladeinfrastruktur möglichst bedeckt halten wollen und hoffen, dass Hersteller und Energieerzeuger sich dieses Themas annehmen.

            • M54B25 says:

              Ja das hat 2009 eine ganze Reihe von E36, E30 und E34 dahin gerafft, Autos die mit ein wenig Pflege vermutlich heute noch fahren würden. Wir haben in dem Jahr einen Bimmer gekauft und der Verkäufer hat den Irrsinn dieser “Marktbereinigung” bestätigt. Es gab wohl aber auch Schrottis die nur auf dem Papier geschrottet und den Export angekurbelt haben. Insofern fahren wohl noch ein paar E3xer auf dem afrikanischen Kontinent und entlasten die Gesamtökobilanz weltweit mehr als die Abwrackprämie das je gekonnt hätte.

          • M54B25 says:

            Ich finde interessant, dass immer wieder das Argument des “Liegenbleibens” angeführt wird. Das ist doch bei fossilen Kraftstoffen auch nicht anders, dass ich auf den Verbauch und die Reichweite schauen muss und mit etwas Weitsicht das Auftanken plane. Klar die Anzahl der Ladestationen ist derzeit viel zu gering, ich persönliche glaube aber, dass die meisten User von der Ladedauer abgeschreckt werden: 5 Minuten an der Tanke für 100% sind gegen im aktuellen Bestcase 45 Minuten für 80% (Tesla Hochvolladung) für viele Leute nicht akzeptabel.

            Es muss also die Gesamttechnologie betrachtet werden und da sind in unserer beschleunigten Gesellschaft solche Tankvorgänge und die begrenzten Kapazitäten von Ladestationen kontraproduktiv für eine zügige Verbreitung.

            • der_ardt says:

              Das Risiko liegen zu bleiben hängt doch davon ab, wie oft man sich einer kritischen Restreichweite nähert. Ich bin den i3 Probe gefahren und hatte in unter einer Stunde Landstraße den Akku von randvoll auf unter 30 km Restreichweite geschrubbt. Dann fing die Karre plötzlich an mich zu bevormunden und irgendwelche Aggregate ohne wenn und aber abzustellen. Das weckt nicht geade Vertrauen. Und weil das Liegenbleiben nicht erledigt ist, indem man zur nächsten
              Tanke marschiert und einen Kanister mit ein paar Litern Sprit füllt, ist
              die Angst so groß. Den Akku unterwegs am Straßenrand laden ist so ohne weiteres nur schwer möglich. Mehr Ladestationen, da stimme ich dir zu, schaffen dieses Problem nicht ab, aber zumindest sähe ich da das Geld sinnvoller investiert als in so ein künstliches Aufblasen das Marktes mit undurchdachten Hybrid/E-Auto–Subventions-Kategorien.

              Ich könnte mir ein E-Auto nur als Stadtfahrzeug zum Rumhuren und schmerzfreien Kontakteinparken vorstellen, aber dafür sind die Fahrzeuge zu teuer und billigere Fahrzeuge für die Hersteller nicht attraktiv. Das wird sich wohl auch nicht ändern in absehbarer Zeit und auch nicht indem Fat Siggi den Kaufpreis um “nur” 4000€ senkt.

              • M54B25 says:

                Das Risiko liegen zu bleiben hängt davon ab, wie gut der Einsatzweck zum E-Auto passt. Lassen wir mal das Probe-Schrubben außen vor und gehen nüchtern an die Sache ran, dann wird sich jeder E-Autokäufe angesichts der quasi nicht vorhandenen Infrastruktur heutzutagen vorab (hoffentlich) intensiv genug Gedanken machen, ob das E-Auto zu seinen Mobilitätsanforderungen passt. Müsste ich täglich 100km pendeln (50km pro Strecke) und kann zu Hause problemlos laden, wäre der i3 mein Auto. Selbst im Winter sollten immer noch bei angepasster Fahrweise 120km Reichweite drinne sein. Bin ich Wochenendpendler mit 500km pro Heimfahrtstrecke überlege ich mir ob ich unterwegs zweimal an einer Ladestation vorbeikomme und garantiert laden kann und dann statt 4h bei guter Fahrt auf einer AB statt mit 2x45Minuten aufladen auf einmal 6 bis 7h insgesamt unterwegs bin.

                Will sagen, das Thema ist ganzheitlich aus technischer Sicht (Reichweite, Ladedauer, Verfügbarkeit der Ladestationen, etc.) und aus der Anforderungssicht zu betrachten. Und dann bin ich komplett bei Dir – ist die Kaufprämie ein Witz, die Investition in die Infrastruktur ist zur Verbesserung der obigen Betrachtungsweise (Risikominimierung und Verbesserung der Vorteile eines E-Autos) unbedingt sinnvoller als einen Kaufpreis zu schönen. Ich würde mir derzeit noch eine Steuerbefreiung, meinetwegen auch auf 10 Jahre begrenzt, als Kaufanreiz vorstellen, gegenüber einem Diesel ist dies auch nicht zu unterschätzen.

                Zur Probefahrt und da Du ja auch Mopedfahrer bist: Wie fandest Du das Thema Sound beim i3?

                • der_ardt says:

                  ok, mag sein. Ich bin bei dem Thema eh alles andere als neutral, weil Motorsound und Gangwahl und was alles dazu gehört mein Fahrerlebnis ausmachen, nicht wie ich möglichst komfortabel und billig von A nach B komme.

                  Zum i3. Ich finde durch die leisten Motoren wirkt die Beschleunigung am Ortsausgang wirklich um einiges spektakulärer als wenn ein Verbrenner dabei brüllen würde. Als würde der Wagen das locker aus dem Ärmel schütteln und noch gewaltige Reserven haben. Bei höherem Tempo, eigentlich schon ab 60, hat man dann wie bei den meisten Autos Wind- und Reifengeräusche und der Elektrovorteil ist weg.

                  • M54B25 says:

                    Ich unterscheide Fortbewegung mittlerweile nach Komfort- und Kostenaspekten für den Alltag und nach Deinen Kriterien für den Spaß am Wochenende. Das Thema E-Fahrzeug finde ich technisch fazinierend und denke, dass dort noch eine Menge passieren wird, was sich dann auch in der Differenzierung der verschiedenen Fahrzeuge ausdrücken wird (Radnaben-Motoren, Rekuperation, Zwsichengetriebe, etc.).

                    Zumn i3 – Danke für den Eindruck. Ich hatte gehofft, das die Wind- und Umgebungsgeräusche durch die aerodynamischere Karosserie und die dünnen speziellen Reifen erst später auftauchen. Also alles in allem wohl ein Stadflitzer durch und durch.

                  • der_ardt says:

                    Ich kann es mir (noch) nicht leisten ein Fahrzeug für Alltag und eins für Spaß zu haben, darum bin ich momentan fast ausschließlich mit Motorrad unterwegs.

                    i3 ist definitiv ein Stadtflitzer. Beim Überholen auf der Landstraße merkt man auch, dass der Wagen nicht mehr so agil ist wie noch bei niedrigerem Tempo. Mir kam das jedenfalls extremer vor als bei Verbrennern. Ich würde, wäre ich i3-Fahrer, auch Reichweite zugunsten breiterer Reifen opfern. Wenn man etwas Slalom fährt braucht der Wagen gefühlt eine Ewigkeit um wieder aus dem Schaukeln zu kommen 😉
                    Ich bin auch mal gespannt, was so an Elektrofahrzeugen noch kommt. Der i3 ist auf jeden Fall ein schonmal ein guter Start seitens BMW.

                  • M54B25 says:

                    Ich finde auch das der i3 eine richtige Ansage ist/war, genau wie der i8 eine Augenweide und ein technisches Statement ist. Was den i3 allerdings als Stadtwagen und Familien-E-Cityflitzer disqualifiziert ist das Türkonzept – so mit schnell mal aus- oder einsteigen ist nicht – wer sich das warum auch immer ausgedacht hat?!?

                    Das mit den Reifen ist eine interessante Aussage, erinnert ja fast an den Elchtest… Und die Elastizität hätte ich auch nicht so erwartet, da der E-Motor ja immer sofort Drehmoment in den Ring wirft. Ist das vielleicht auch so eine Art Stromverbrauchsreduktions-Dings, das er nicht immer sofort vollen Schub gibt?

                  • der_ardt says:

                    ich denke eher der Wagen hat mit Windwiderstand zu kämpfen, aber das ist auch relativ subjektiv. Auch von 80 auf 120 braucht man sich mit dem i3 nicht verstecken. Aber der Punch von 50 auf 80 ist schon echt lustig, erst recht weil man motorseitig nur ein Sirren hört.
                    An die A-Klasse musste ich auch denken. Vermutlich reagiert das Fahrzeug so, weil die Reifen groß, aber relativ schmal sind. Ich denke 90% der i3-Fahrer wird das nicht stören, aber gruselig ist es schon, wenn man sonst eher härtere Fahrwerke gewohnt ist ^^

                  • M54B25 says:

                    OmG – die A-Klasse – Ich kann mich noch genau an meine erste Fahrt in der 97 erschienenen A-Klasse (W168) erinnern (Mietwagen bei einem Freund), muss dann so 98 gewesen sein – Horror pur – die hohe Sitzposition, die plüschigen TV-Sessel, das Eierschaukel-Fahrwerk und dann der gnadenlos phlegmatische 1.4er mit 82 PS. Ich bin hinterher geläutert ausgestiegen und habe das Thema Elchtest leibhaftig verstanden. Was Mercedes da auf die Räder gestellt hat, war schon grenzwertig. Selbst mein erster Golf 2 mit Standardfahrwerk und 185er/R14/ Schlappen (ja für den Golf II waren das schon Breitreifen) lag dagegen wie ein Brett, vom meinem damaligen Golf 3 ganz zu schweigen…

                    Zum i3 – die jetzigen Käufer müssen dann wohl überwiegend BMW-Neukunden sein, das von Dir beschriebene Fahrverhalten ist als RWD-BMW-Standardfahrwerk-Umsteiger sicherlich schon etwas gewöhnungsbedürftig. Ich muss mir dann auch mal eine Probefahrt können, das Problem wird eher sein, dass meine bessere Hälfte dann aufgrund des Niedlichkeitsfaktors und der Beschleunigung der Haben-Wollen-Reflex befällt…

            • El Barto says:

              “…unserer beschleunigten Gesellschaft…”

              Das ist das Stichwort! Normale Tankpausen finde ich oft schon nervig. Eine Zeit lang bin ich aber ein Auto mit Autogastank gefahren. Die Betankung war schon wegen des Vorgangs an sich (Aufschrauben, Anschrauben, Totmannknopf drücken, Abschrauben, Zuschrauben) leicht ätzend, aber der vergleichsweise lange Tankvorgang war dann das i-Tüpfelchen im negativen Sinne. Da tröstete mich auch die Ersparnis nur teilweise.

              Aber wenn ich mir einen 45-minütigen Tankvorgang vorstelle…und im Idealfall noch einer vor mir ist, der sein Auto gerade erst an die einzige freie Ladestation angestöpselt hat…neeeee!

              Andererseits bin ich sowieso ein ungeduldiger Typ. Selbst vor einem Wochenende mit strahlendem Sonnenschein nehme ich lieber ein Auto in Kauf, dessen Lackfarbe sich vor Schmutz und Staub bestenfalls noch erahnen lässt, als eine Stunde meines Lebens in der Warteschlange einer Waschanlage zu verbringen 🙂

              • M54B25 says:

                Zum Waschen – dann nimm doch die Anlage, wo die Wäsche ums Auto herum erfolgt, so schön mit Einschäumen und sanft abstrahlen und Hand auflegen… – das Thema hatten wir ja schon mal.

                Zum Tanken – genau das Szenario mit dem vor einem Wartenden und dann nochmal selbst mindestens 45 Minuten – das macht man(n) als in Beschäftigung stehender (ungeduldiger?!) genau nur einmal! Aber Siggi und Angie wollen halt mehr E-Autos auf die Straße bringen, damit genau diese Probleme die Zukunft des E-Antriebs versauen.

                Momentan ist die Prämie daher nur ein Bonus für die Besserverdienden mit Lademöglichkeit am eigenen Haus und geregelter täglicher Pendelstrecke. Schön in Kombination mit einer ebenfalls staatlich (wir als Steuerzahler/Stromverbraucher) subventionierten Solaranlage.

      • El Barto says:

        Sehe das eigentlich wie M54B25, es sollte danach unterschieden werden, ob der Verbrennungsmotor direkt das Fahrzeug antreibt oder die Akkus lädt. Aber ob die Politik das auch so sieht?! Möglich, das die bloße Existenz eines Verbrenners im Fahrzeug die E-Autoförderung ausschließt, weil er ja im Bedarfsfall Abgase produziert, ob er nun die Achse antreibt oder einen Generator und somit per Definition nicht mehr als Elektroauto glt.

        • 135iCoupe_N55 says:

          So dachte ich zunächst auch, aber den Status des reinen Elektroautos verliert der i3 durch den REX, der i3 mit REX hat sogar einen angegebenen EU-Normverbrauch inkl CO2-Ausstoß.

          Angaben laut BMW:
          BMW i3 mit Range Extender:
          Stromverbrauch in kWh/100 km (kombiniert): 13,5
          Kraftstoffverbrauch in l/100 km (kombiniert): 0,6
          CO2-Emission in g/km (kombiniert): 13,0

          • El Barto says:

            Danke für den Hinweis, danach hatte ich gar nicht geschaut. Wahrscheinlich ist das dann auch der Casus Knacksus, es wird Kraftstoff verbraucht und Abgas produziert…also kein reines E-Auto mehr. Einerseits ist das nachvollziehbar, andererseits kommt der Strom aus der Steckdose auch nicht nur von den kleinen Elfen. Was also der REX unterwegs an Ladearbeit leistet, wird teilweise am anderen Ende wieder eingespart, indem man anteilig nicht auf den Mix aus fossiler und Kernenergie zurückgreifen muss.

            Aber ganz allgemein finde ich, wenn man doch von staatlicher Seite so sehr an die Zukunft des E-Autos glaubt, hätte sich die Förderung konsequenterweise auf 5.000 EUR belaufen sollen, während es für Plug-In-Hybride im Gegenzug eben nur 2.000 EUR gegeben hätte. Aber das hätte die Fahrzeuge mit (sinnvollem) REX natürlich noch mehr ins Hintertreffen gebracht.

          • M54B25 says:

            Danke für den Hinweis auf den “offiziellen” CO2-Ausstoß durch den Verbrenner. Das wird sicherlich das Kritierium sein, nachdem merk- und denkbefreite Politiker/Beamte das Förderungsgesetz entwerfen werden: CO2=0 => E-Auto, CO2>0 PlugIn-Hybrid.

            Von technologischer Förderung kann da gar keine Rede sein der_ardt hat ja zurecht die Abwrackprämie angeführt, ich wollte den Vergleich selbst nicht herbeiführen, er drängt sich jedoch angesichts der Unbedarftheit der Entscheidungswilligen förmlich auf.

            • 135iCoupe_N55 says:

              “Das wird sicherlich das Kritierium sein, nachdem merk- und denkbefreite
              Politiker/Beamte das Förderungsgesetz entwerfen werden: CO2=0 =>
              E-Auto, CO2>0 PlugIn-Hybrid.”

              Richtig, das glaube ich auch.

        • Lauerput says:

          Mich persönlich hält folgendes davon ab, ein Elektroauto zu kaufen:

          -Elektroautos sind zu teuer;
          -es gibt kein für mich attraktives Modell;
          -solange es geht, will ich einen Sechszylinder fahren;
          -durch die Anschaffung eines Elektroautos spare ich mir kein Geld; und
          -ich stehe dem künstlich erschaffenen Hype um Elektroautos sowieso skeptisch gegenüber.

          • der_ardt says:

            mich nervt vor allem an diesem Hype, dass das als Mobilität der Zukunft verkauft wird, obwohl noch nichtmal im Ansatz absehbar ist, wann und ob überhaupt das E-Konzept dem des Verbrenners überlegen sein soll. Im Alltag ist das nicht der Fall und wenn man CO2 als Umweltargument anführt wird das auch schwierig, wenn die AKWs vom Netz gehen und zwangsläufig durch Kohle- und Gas ersetzt werden müssen. Windkraft und PV können garnicht das leisten, was eine Industrienation wie Deutschland an grundlastfähiger Stromkapazität braucht. Da bleibt letztlich nur der höhere Wirkungsgrad der E-Motoren als Pluspunkt und das wird dann doch den meisten nicht reichen 😉

            • Lauerput says:

              Das Problem ist meiner Meinung nach, dass das Auto mit Verbrennungsmotor um die Jahrtausendwende nahezu perfekt entwickelt war. Es fehlen der Automobilindustrie und somit dem Großteil der deutschen Wirtschaft essentielle Innovationen, um weiterhin Wachstum zu erzeugen. Kurzfristig wurde dies durch strengere CO2-Grenzwerte abgefangen. In Zukunft aber braucht es Schlüsselinnovationen. Da soll jetzt das Elektroauto und das autonome Auto ins Spiel kommen.

          • El Barto says:

            Jepp, für mich gibt es momentan auch kein Szenario, dass ein E-Auto beinhalten würde, nicht mal als Zweitwagen.

  3. gigaset says:

    Eigtl. schon ein Witz das Ganze. Es gibt durchaus Elektroautos die davon profitieren werden. Unterm Strich subventioniert man allerdings nur Hybride wie den 40e X5, Cayenne Hybrid oder GLE500 Hybrid. Das heißt, man wird auch noch belohnt wenn man sich diese weichgespülten SUVs kauft. Zwar nur mit 3000 euro, aber immerhin wird man dafür das Navi oder extra Leder bezahlen können. Konsequenter wäre gewesen gewisse Fahrzeugklassen von der Förderung auszuschließen.

  4. […] 94Ah kostet mindestens 36.150 Euro. Deutlich reduziert wird der Preis in der Praxis durch die neue Elektroauto-Kaufprämie, die deutschen Kunden einen Nachlass in Höhe von 4.000 Euro beschert. Effektiv sinkt der Preis […]

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