BMW i5: Neues Rendering zeigt Elektro-Crossover als i3 XXL

BMW i | 27.04.2016 von 4
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Mit 400 Kilometer Reichweite und über 300 PS könnte der BMW i5 2019 das Tesla Model 3 angreifen. Doch konkrete Infos zur Technik bleiben dünn gesät.

Wann kommt der BMW i5? Genau diese Frage beschäftigt Beobachter und Analysten seit Monaten, denn der dritte Streich von BMW i könnte entscheidenden Einfluss auf die Frage nach der Zukunftsfähigkeit deutscher Elektroautos haben. Hinken die deutschen hinterher und lassen sich vom Tesla Model 3 überrumpeln? Oder haben sie mehrere scharfe Pfeile im Köcher, mit denen zu gegebener Zeit ein Gegenangriff gestartet werden kann?

Sicher ist, dass BMW-Chef Krüger schon vor Monaten die Entwicklung eines weiteren i-Modells oberhalb des i3 angekündigt hat. Doch wann genau der BMW i5 tatsächlich serienreif ist und seinen Marktstart feiern kann, blieb dabei im Dunkeln. Anhand der bewusst unpräzisen Formulierung “schon bald” dürfen wir aber immerhin davon ausgehen, dass der BMW i5 noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen muss. Tom Moloughney, der sich in den USA seit Jahren intensiv mit BMW i beschäftigt und bmwi3.blogspot.com betreibt, geht derzeit von einem Marktstart im Jahr 2019 aus. Mit konkreteren Infos wäre in diesem Fall spätestens Anfang 2018 zu rechnen, also in etwa zeitgleich mit dem Debüt des Tesla Model 3.

BMW-i5-Elektro-Crossover-2019BMW i5-Entwurf in der fiktiven Farbe “Moloughny Red”

Kommt der BMW i5 2019 mit 400 Kilometer Reichweite?

Den wichtigsten Grund für die lange Wartezeit sieht Moloughny in der Batterietechnik, denn der BMW-Zulieferer Samsung SDI will 2019 eine neue Generation von Lithium-Ionen-Akkus auf den Markt bringen. Diese neuen Akkus sollen nicht nur flacher bauen als die aktuell verwendeten Modelle, sie sollen auch eine deutlich höhere Kapazität pro Kilogramm Gewicht haben. Von derzeit 130 Wh/kg sollen die neuen Akkus auf 250 Wh/kg entwickelt werden, was dem BMW i5 eine hohe Reichweite bei akzeptablem Gewicht bescheren würde. Mit der heute verfügbaren Technik ließen sich die angestrebten Werte noch nicht realisieren.

Insgesamt soll der BMW i5 demnach auf eine Batteriekapazität von fast 80 kWh kommen, was für eine Reichweite von rund 250 Meilen oder 400 Kilometern genügen soll. Gleichzeitig soll er genau wie das Tesla Model 3 für Fahrspaß stehen und mit souveränen Fahrleistungen punkten. Auch mehr als 300 PS lassen sich mit Elektromotoren problemlos darstellen und könnten das Elektroauto auch aus fahrdynamischer Sicht sehr begehrenswert machen.

Der von Tom Moloughny erstellte Entwurf zeigt den BMW i5 als XXL-Version des i3, mit deutlich verlängertem Radstand und erheblich geräumigerer Fahrgastzelle. Eine solche Form ist durchaus denkbar, schließlich bedingen die im Unterboden platzierten Batterien in jedem Fall einen etwas höheren Fahrzeugaufbau. Hinzu kommt, dass sich der BMW i5 als erstes i-Modell auch als Familien-Erstauto eignen und daher in der Lage sein soll, Erwachsene auch in der zweiten Reihe bequem unterzubringen.

Ob der BMW i5 2019 wirklich mit reinem Elektroantrieb in den Handel kommt, bleibt derzeit noch abzuwarten. Eine definitive Festlegung der Submarke BMW i auf Elektroantrieb gibt es nicht, auch ein besonders sparsam gemachter Plug-in-Hybrid ist durchaus denkbar. Den Ausschlag dürften dabei die Entwicklungen der nächsten Monate geben. Über 400.000 (unverbindliche) Vorbestellungen für das Tesla Model 3 könnten aber durchaus dazu beitragen, dass man sich auch in München für eine Lösung völlig ohne Verbrennungsmotor entscheidet. Das Programm der Plug-in-Hybride wird bis zum Marktstart des i5 ohnehin noch ausgebaut und umfasst dann beispielsweise auch einen BMW 530e G30.

(Photoshop-Entwurf: bmwi3.blogspot.com)

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