Zieht Mercedes ausgerechnet 2016 wieder an BMW vorbei?

News | 9.03.2016 von 12
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, bei der Weltpremiere der neuen E-Klasse Limousine auf dem Mercedes-Benz Neujahrsempfang 2016 in Detroit.
Dr. Dieter Zetsche, Chairman of the Board of Management of Daimler AG and Head of
Mercedes-Benz Cars, at the world premiere of the new E-Class saloon at the Mercedes-Benz New Year’s Reception 2016 in Detroit.

Wenn die BMW Group in der nächsten Woche zur Bilanzpressekonferenz lädt, werden sich die Manager des Unternehmens einigen Fragen stellen müssen. Während im Rahmen der …

Wenn die BMW Group in der nächsten Woche zur Bilanzpressekonferenz lädt, werden sich die Manager des Unternehmens einigen Fragen stellen müssen. Während im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag viele Fragen zum Ausblick auf die nächsten Monate mit Verweis auf die anstehende Bilanz-PK unbeantwortet bleiben konnten, müssen nächsten Mittwoch Antworten auf den Tisch. Dabei steht aus Münchner Sicht vor allem eine Frage im Raum: Kann Mercedes-Benz ausgerechnet im Jahr des 100. Geburtstags an BMW vorbeiziehen und die Bayern nach elf Jahren wieder vom Spitzenplatz verdrängen?

Für eine seriöse Vorhersage ist es derzeit noch viel zu früh, denn die beiden Premium-Marken werden sich mit Sicherheit ein enges Rennen liefern. Das Momentum spricht allerdings für die Schwaben, denn mit vielen neuen Modellen hat sich Mercedes in den letzten Jahren kontinuierlich an BMW herangearbeitet und den Rückstand deutlich verkleinern können.

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In den kommenden Monaten soll die neue Mercedes E-Klasse weiteren Schwung bringen, während der BMW 5er unmittelbar vor dem Ende seines Lebenszyklus steht und voraussichtlich keine großen Impulse mehr setzen kann. Auch sonst sucht man volumenträchtige Neuheiten bei BMW 2016 vergebens, erst 2017 holen die Münchner mit neuem 5er G30, 1er Limousine und X3 G01 zum Gegenschlag aus.

Sicher ist immerhin, dass Daimler nur bei einer auf die Kernmarken Mercedes und BMW reduzierten Betrachtung an den Münchnern vorbeiziehen kann. Zählt man MINI und Smart ebenfalls mit, bestehen an der Rolle des weltweit erfolgreichsten Anbieters von Premium-Automobilen keine Zweifel.

Wie sich der Kampf um die Spitze in den nächsten Monaten entwickeln wird – und ob auch Audi mit neuen Modellen wie dem Countryman-Gegner Q2 eingreifen kann – dürfte spannend zu beobachten sein. Das Zünglein an der Waage könnte dabei der chinesische Markt sein, denn gerade hier konnte Mercedes in den letzten Monaten ein erstaunliches Wachstum an den Tag legen und seine Verkaufszahlen erheblich stärker als der Gesamtmarkt und die relevanten Wettbewerber steigern.

  • Fagballs

    Und wenn’s so wäre, wäre ich nicht beleidigt oder traurig, Mercedes baut ohne Zweifel feine Autos, anders als vor 11 Jahren, als sie ihren Spitzenplatz verloren haben. Das komplette Portfolio ist mir lieber als die Blender aus Ingolstadt.

  • Sargon

    So what? Für wen ist die Stückzahl bedeutsam? Vielleicht für den BMW-Einkäufer, damit er besser verhandeln kann.
    Für den Anteilseigner zählt Gewinn und die zukünftige Entwicklung des Gewinns. Von der profitablen S-Klasse werden erheblich mehr als vom 7er verkauft. Was sagt mir also der Gesamtabsatz über die Absätze je Segment und damit über den Gewinn?
    Für Arbeitnehmer zählt der sichere Arbeitsplatz. Das würde ich eher an der Umsatzsteigerung festmachen und an Arbeitsplätzen in Deutschland vs. international.
    Für den Staat zählen Arbeitsplätze und Steuern. Premium hin oder her. Also könnte man auch mit VW vergleichen.
    Für mich als Kunden zählt nur, ob das passende Auto dabei ist. Ich brauche nur eins. Vielleicht ist mir sogar lieber, dass es nicht so häufig auf der Straße ist. Ich profitiere allenfalls vom größeren Händlernetz.
    Und überhaupt Premium. Ein Golf ist doch nicht weniger Premium als ein A3 oder 1er. Andere Zielgruppe, das ist alles.
    Wenn man schon Premium vergleicht, dann müsste man ein Segment nehmen, z.B. 5er und auch Marken wie Lexus etc. international einbeziehen.

    • Pro_Four

      “Und überhaupt Premium. Ein Golf ist doch nicht weniger Premium als ein A3 oder 1er. Andere Zielgruppe, das ist alles.”

      Was ist denn für Dich Premium? Ich sehe das wieder vollkommen anders.

      Premium ist für mich, was nicht jeder hat bzw. was man -in einer bestimmten Preisklasse- nicht bekommt.

      Also, für mich ist Premium:

      -eine antriebsfreie Vorderachse

      -Gewichtsverteilung 50:50,

      -tiefsitzende Motoren, um die Kopflastigkeit entgegen zu wirken (leider verbaut BMW immer mehr Mischbereifung und somit geht dies etwas verloren) -dies kann man aber auch selbst ausgleichen.
      -Fahrwerk
      ganz klar der R6.
      -Menchmark in verschiedenen Bereichen wie Vernetzung oder (keine Effekthascherei)
      -Motor-Getriebkombination

      Sicher hat jeder seine eigenen Argumente im Thema Premium, nur bekomm ich das oben nichtm, dann kann ich sicher auch einen Golf R fahren und etwas rumprollen ;DD

      • Sargon

        Ein A3 ist nicht mehr Premium als ein Golf. Bei den Premium-Stückzahlvergleichen ist ein A3 aber drin und ein Golf nicht. VW ist doch mindestens so nah verwandt zu Audi, wie Mini zu BMW. Also könnte ich den Golf doch auch dazu rechnen.
        Ich bin von den Vorteilen eines BMW 1er auch überzeugt. Ich fahre ja selbst einen mit R6. Dennoch ist ein Golf zwar langweilig, aber hochwertig. Im übrigen finde ich den Golf R sehr understated und nicht prollig.

        • Pro_Four

          …wir verstehen uns. Golf R war natürlich etwas überspitzt ausgedrückt, denn auch ein unverbastelter Golf R kann schick aussehen, logo.

  • quickjohn

    Ehrlich gesagt wundere ich mich immer wieder über die hier verbreitete Darstellung von smart als Premiumfahrzeug.

    Also wenn in der ganzen Diskussion überhaupt Eines klar ist dann der Fakt daß smart eben kein Premium-Fahrzeug ist.

    Wie 2016 ausgehen wird ist derzeit offen – aber man kann natürlich im Februar darüber spekulieren ob die Kernmarke Mercedes per 12/2016 vor der Kernmarke BMW liegt. Ob das Sinn macht laß ich mal offen.

    Fakt hingegen ist, daß nach den Daimler-Februar-Zahlen die C-, E-, und S-Klasse per Februar im Minus liegt. Den Trend gibt es schon seit dem letzten Quartal 2015. Das finde ich bemerkenswert – zeigt es doch das es in der ureigenen Domäne von Daimler durchaus kriselt.

    Schaun wir mal was BMW im und per Februar so macht.

    • karl karlsberg

      Ja stimmt bei Daimler krieselt es gewaltig!
      S-Klasse sieht seit dem 7er kein land mehr und all die E-Smarts die keiner mehr fahren möchte, seit es dem I3 gibt!
      Ich habe gehört das Bmw sogar mehr I8 verkauft als Daimler E-Klassen! Die verkaufszahlen bei daimler sehen nur wegen den Sprintern so gut aus!

  • Ringrichter

    Wer zieht an wem vorbei? Das ist alles nur Bullshit aus Daimlers PR-Abteilung, dass von geschm…..Journaisten und Kommentatoren unters Volk gebracht wird.

    Wenn man die Kennzahlen 2015 vergleicht, ist BMW ” way ahead” of Mercedes Cars.

    Man hat in Stuttgart immer noch nicht verkraftet, dass man die letzten Jahre chancenlos hinterher rannte. Daran wird sich vermutlich auch 2016 nicht viel ändern.

    Der überbezahlte Zetsche soll sich mit der Nr. 3, Stadler, prügeln.

    • karl karlsberg

      Jaa GENAU!!! DIE SOLLEN IHRE SCHEIß BENZ KARREN VERGRABEN!!!! DIE HABEN KEINE CHANCE!!! Wenn man die kennlinie von 2015 verlgeicht ist Bmw wayback of benz!!

      Der Übergewichtige Zeptsche soll zu betten gehen!!

  • Ringrichter

    Ha, ha ha: Wie Mercedes und Audi an BMW vorbeiziehen!!
    Absatz Februar 2016: BMW gesamt 163 Td., Mercedes gesamt 144 Td., Audi 126 Td.
    und zur Freude der Aufspalter: BMW Kern 143 Td., Mercedes 134 Td. Audi (ohne A1) ca. 115 Td.
    Da sieht man mal wieder, wieviele Schwätzer sich in der Journalie herumtreiben (siehe oben).

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