BMW M2: Lieferprobleme sorgen für Frust bei vielen Kunden

BMW M2 | 29.02.2016 von 15
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Lange Wartezeiten trüben die Vorfreude vieler BMW M2-Kunden auf ihr neues Auto. Am Ende könnte das M4 Coupé von den Lieferproblemen profitieren.

Der neue BMW M2 sorgt für ein breites Grinsen bei allen, die ihn schon fahren durften. Aber er sorgt auch für Frust, denn Lieferprobleme und Verzögerungen verhageln vielen Kunden die Vorfreude auf den neuen Kompaktsportler gehörig. Zwar ist die hohe Nachfrage an sich ein gutes Zeichen und bestätigt die Attraktivität des Fahrzeugs eindrucksvoll, im BMW Werk Leipzig wird laut aktueller Planung aber nur eine niedrige zweistellige Anzahl BMW M2 pro Tag gebaut – viel zu wenig, um die Kundenwünsche aus aller Welt in einem angemessenen zeitlichen Rahmen befriedigen zu können.

Allein aus dem Kreis unserer Leser können wir von zahlreichen Fällen berichten, bei denen der Liefertermin trotz frühzeitiger Bestellung zum Teil weit in das Jahr 2017 hinein verschoben wurde. Viele Kunden wissen auch über vier Monate nach ihrer Bestellung Mitte Oktober 2015 nicht, wann sie mit der Auslieferung ihres BMW M2 Coupé rechnen dürfen und sind dementsprechend verärgert, weil scheinbar niemand für Aufklärung sorgen kann oder will.

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Lieferprobleme sorgen für Frust bei BMW M2-Kunden

Zwar ist der BMW M2 offiziell nicht limitiert, aber die Produktionskapazität im Werk Leipzig scheint derzeit dennoch Engpässe zu verursachen. Hierfür gibt es nach unserem Kenntnisstand keine technischen Gründe und auch die Kapazität am Band würde größere Stückzahlen erlauben, wenn dies politisch gewünscht wäre. So jedoch wird der Ausstoß des Kompaktsportlers künstlich verknappt, was direkte Auswirkungen auf die Verkaufszahlen haben kann: Wer sich jetzt für einen M4 entscheidet, hat sein neues Auto deutlich schneller in der Garage als im Fall eines M2. Wird hingegen erst jetzt eine Bestellung für den BMW M2 aufgegeben, ist ein Liefertermin vor Mitte 2017 kaum realistisch.

Neben vielen Kunden sind auch einige Niederlassungen verärgert. Zwar scheint die rechtzeitige Lieferung der Händlererstausstattung zur Feier des offiziellen Marktstarts am 16. April 2016 nicht in Gefahr zu sein, aber das Vertrösten treuer M-Kunden schlägt auch den Verkäufern aufs Gemüt. Sicher scheint schon jetzt, dass nur ein Bruchteil der bereits eingegangenen Bestellungen noch im gerade erst begonnenen Jahr 2016 bedient werden können – und dass dementsprechend viele Kunden ihr Fahrzeug erst 2017 erhalten werden.

Über die gesamte Laufzeit des BMW M2 F87 peilt die M GmbH deutlich fünfstellige Stückzahlen an, der Absatz des rund 6.300 Mal gebauten BMW 1er M Coupé könnte somit in etwa verdoppelt werden. Derzeit deutet jedoch vieles darauf hin, dass bei einer schnelleren Bedienung der weltweit hohen Nachfrage noch deutlich mehr Exemplare verkauft werden könnten. Als indirekter Gewinner der M2-Lieferprobleme könnte letztlich das über 16.000 Euro teurere M4 Coupé hervorgehen, denn so mancher M2-Interessent wird angesichts der langen Wartezeit auf den großen Bruder mit ähnlicher Technik ausweichen.

Bei BMW selbst ist man sich der Problematik durchaus bewusst, verweist aber auf gewisse Randbedingungen bei der Produktion. Im Vergleich mit anderen Fahrzeugen der gleichen Produktionslinie im Werk Leipzig ist die Produktion des BMW M2 besonders komplex, weshalb man sich für ein schrittweises Hochfahren der Produktion entschieden hat und die Stückzahlen nur langsam anheben kann. Dazu tragen laut Alexander Hildebrandt, Leiter Produktmanagement BMW Deutschland, auch die spezifischen Komponenten des BMW M2 bei: Die benötigten Teile für Motor und Fahrwerk des M2 können nicht in beliebiger Stückzahl bereitgestellt werden und sorgen für eine Deckelung der Produktionskapazität.

Außerdem habe man zwar mit einer höheren Nachfrage als beim 1er M Coupé gerechnet, der tatsächliche Ansturm fiel aber noch größer als erwartet aus. Da die Planungen zur Produktion bereits vor dem Bestellstart abgeschlossen waren und nur in einem gewissen Rahmen flexibel sind, kann kurzfristig nur in überschaubarem Umfang auf die Nachfragesituation reagiert werden. Immerhin: Der Anteil der BMW M2 für den deutschen Markt wurde als erste Reaktion bereits erhöht. Außerdem ist BMW darum bemüht, die Produktionskapazität so schnell wie möglich zu erhöhen und damit für spürbar kürzere Wartezeiten zu sorgen.

  • BrianOconner

    Wegen Reichtum geschlossen…

  • M54B25

    Sorry das ist jetzt keine erstgemeinete Aussage: “Da die Planungen zur Produktion bereits vor dem Bestellstart abgeschlossen waren” ?!? Und wieder ein Beweis, dass die BMW AG mehr von Controllern als von Marken-Enthusiasten geführt wird! Lernt man das echt so im BWL Studium oder muss man sich dafür jeden Morgen mit dem Hammer vor dem Kopf hauen, um so eine fehlgeleitete Denke zu entwickeln?!?

    Und dann die weitere Begründung “Die benötigten Teile für Motor und Fahrwerk des M2 können nicht in beliebiger Stückzahl bereitgestellt werden” ist doch auch ein Hohn – es sind ja schließlich M3/M4 Teile (Fahrwerk, S55 Motorteile) die ja auch für den M2 gebraucht werden. Aber man möchte schön den M4 als Alternative platzieren um noch ein wenig mehr Gewinn mitzunehmen – also künstliche Verknappung durch Verschiebung auf ein höherwertiges(=gewinnbringenderes) Modell.

    Da bauen die Jungs endlich mal wieder ein Auto das dem Markenkern nahe steht und Konventionen unserer glattgebügelten CO2-Diskussions geschwängerten Gesellschaft vergessen läßt und dann planen die BWLer bevor der KUNDE seinen Willen ausdrückt! Wtf!!!

    • mb81

      Diese abfälligen, verachtenden Bemerkungen zu BWLern/-innen in einem techn. geprägtem Unternehmen kenne ich sonst nur von mir…:-D

      • M54B25

        Verachtend ist vielleicht ein wenig hart formuliert – aber richtig ist, dass ich die Denkweise der Entscheidungsträger krititsch in Frage stelle (so vielleicht sanfter formuliert?): Es wird erst geplant und dann der Kundenbedarf abgefragt?!? Das ist doch nun wirklich nicht sinnvoll – oder gibt es einen rational erklärbaren Grund dafür?

    • der_ardt

      BMW baut endlich wieder einen BMW und die Kunden wollen die Karre auch noch haben. Wer hätte damit auch gerechnet?!

  • Acky

    Die Kunden werden nicht nur zum M4 getrieben, sondern auch zu anderen Herstellern.
    Ich hatte den M2 in Betracht gezogen, der M4 interessiert mich nicht so, zu groß.
    Werde mich jetzt nach einem Cayman GTS umschauen, als Jahres oder Werkswagen. Neu gibt’s den ja nicht mehr. Der Nachfolger mit 4 Zylinder Turbo eher uninteressant.
    Andere Alternativen der kommende TT RS

    • Lauerput

      “Andere Alternativen der kommende TT RS”

      Haha!

      • M54B25

        Sei froh dass er nicht “AMG A 45” gesagt hat! Dass “Acky” nun einen MQB-Golf-Derivat als Alternative zu einem reinrassigen RWD-Sportler nennt, mag irgendwelchen Drogen geschuldet sein, zu deren Herkunft nur der örtliche VW -sorry- Audi-Händler befragt werden kann…

        Falls es ernst wird mit dem TT-RS immer obacht geben, dass die vorderen Reifen auch breiter als die hinteren sind, um dem Untersteuern entgegen zu wirken (http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/mercedes-a-45-amg-und-audi-tt-rs-plus-kompaktsportler-trifft-sportcoupe-7974665.html). Und das Ausstattungspaket “Blei” für die hintere Achse nicht vergessen, wird Familienweise (Erfinder: Modell 8N) mit vererbt (http://classic.motor-kritik.de/classic/).

        • Acky

          Für mich ist der TT RS keine Alternative, ich schrieb ja Cayman GTS.

          • M54B25

            Ach komm das ist jetzt peinlich wie Du versuchst die Situation zu retten: Lauerput hat gestern das Ende deines Beitrags eins zu eins kopiert mit “Andere Alternativen der kommende TT RS” und du hast ihn heute irgendwann auf “Für manch einen könnte auch der kommende TT RS eine Alternative sein.” geändert.

            Ist doch nicht schlimm, steh einfach dazu und beherzige meine Ratschlage beim Erwerb des TT RS, die entsprechenden Quellen belegen das 😉

            • Acky

              Ich hab’s editiert damit es klarer wird.
              Ich hatte nie einen Audi und werde auch nie einen kaufen.
              Ist nicht mein Ding deren Autos.

      • Acky

        Für mich ist der TT RS keine Alternative, ich schrieb ja Cayman GTS.
        Für andere kann das schon eine Alternative sein. BMW muss ein wenig aufpassen mit den sehr langen Lieferzeiten beim M2 um nicht Kunden zu verlieren.
        Wer wartet den nun bis mit Mitte Ende 2017 auf den M2, wenn er jetzt bestellt und wir sind immer noch vor der offiziellen Vorstellung.

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