Opel Ampera-e 2017: Der bisher stärkste Gegner für den BMW i3?

BMW i3 | 11.02.2016 von 15
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Der bisher stärkste Gegner für den BMW i3 könnte im Jahr 2017 aus Rüsselsheim kommen: Mit dem neuen Opel Ampera-e haben die Hessen heute eine Überraschung …

Der bisher stärkste Gegner für den BMW i3 könnte im Jahr 2017 aus Rüsselsheim kommen: Mit dem neuen Opel Ampera-e haben die Hessen heute eine Überraschung aus dem Hut gezaubert, mit der kaum jemand gerechnet hat. Zwar handelt es sich streng genommen nur um eine “Übersetzung” des neuen Chevrolet Bolt für den deutschen Markt, aber von derartigen Planungen war bis heute nichts bekannt. Nun ist allerdings klar, dass der Opel Ampera-e im Herbst auf dem Pariser Autosalon präsentiert werden und im Frühjahr nächsten Jahres zu den Händlern rollen soll.

Die technischen Eckdaten werden dabei genau wie das Design praktisch unverändert vom Chevrolet Bolt übernommen, der vor wenigen Wochen in Detroit präsentiert wurde und in erster Linie das Ziel verfolgt, ein Elektroauto zum bezahlbaren Preis zu sein.

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Auf teure Hightech-Experimente wie die Carbon-Fahrgastzelle des BMW i3 wird dabei ganz bewusst verzichtet, schließlich soll der Bolt genau wie der Opel Ampera-e deutlich günstiger als der Münchner angeboten werden. Und weil der Amerikaner genau wie sein deutscher Ableger erst im Jahr 2017 auf den Markt kommen, können sich die technischen Daten im Vergleich zum BMW i3 von 2013 mehr als sehen lassen.

Zwar wird der i3 noch im Jahr 2016 ein technisches Update erhalten, aber auch dieses dürfte den Opel Ampera-e kaum weniger attraktiv machen. Rund 300 Kilometer Reichweite soll das günstige Elektroauto für die Stadt bieten, außerdem soll der Innenraum genügend Platz für fünf Personen und ihre Einkäufe bieten. Die Fahrleistungen dürften zwar weniger sportlich als beim i3, für den Stadtverkehr aber mehr als ausreichend ausfallen. Und wenn dann noch der Preis stimmt, könnte der kleine Stromer aus Rüsselsheim so manchen i3-Interessenten ins Grübeln bringen.

Dr. Karl-Thomas Neumann (Opel-Chef): ”Elektrofahrzeuge haben das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Verringerung der Emissionen zu leisten. Und die bisherigen Nachteile wie zu hohe Preise und zu geringe Reichweiten sind jetzt endlich passé – der Opel Ampera-e öffnet der Elektromobilität ganz neue Perspektiven.”

Mary Barra (GM-Chefin): “GM und Opel sind davon überzeugt, dass Elektrofahrzeuge in Zukunft eine wesentliche Rolle bei der individuellen Mobilität spielen werden. Mit der richtungsweisenden Technologie des Ampera-e machen wir einen entscheidenden Schritt von der Vision in die Realität. Unser neues Elektroauto wird erneut dem Anspruch von Opel gerecht, innovative Entwicklungen einem weiten Publikum zugänglich zu machen.”

[Fotos: BMW / Opel]

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  • quickjohn

    Ich vermute daß aus Sicht der schon auf dem deutschen Markt vertretenen Anbieter von E-Autos ein weiterer Newcomer nicht unbedingt als Wettbewerber gesehen wird.

    Vielmehr dürfte wichtig sein daß damit das Angebot erneut verbreitert wird und das Produktsegment verstärkt in den Focus gerät.

    Von Ankündigungen, nach denen in naher Zukunft monsterstarke Stromer mit Superreichweiten auf den Markt kommen, hat das Publikum m.E. zuletzt schon genug gehört. Jedes Produkt das aber auch wirklich käuflich zu erwerben ist wird den Markt der E-Fahrzeuge beleben und die Nachfrage erhöhen.

  • Pro_Four

    …stark von Opel. Mitlerweile bietet ja fast jeder namhafte Hersteller ein E Modell an, außer eben Audi, wo bleibt denn die Ankündigung?! 😉

    Der i3 wird sowieso bald ein Auffrischung bekommen, inkl. der neuen Generation der Akkus.
    Daher ist der Vergleich “fast” schon hinfällig.

    • der_ardt

      Audi kann doch innerhalb eines Monats den E-Golf umlabeln und als A3 bringen. Warten wir mal ab, was Siggi die nächsten Monate an Elektroautosubventionen (direkt oder indirekt) auf den Weg bringt. Das wird auch Audi tun.

      • quickjohn

        Ja – selbst ein umgelabelter Golf E würde als A3 e-tron den Markt erweitern und demselben gut tun.

        Aber leider gibt es halt neben den engagierten Anbietern auch Halbherzige (sh. z.B. VW/MB) und halt auch Verweigerer.

    • quickjohn

      Oh es gibt Ankündigungen – sh. Q6!

      • jaywo

        Audi hat mit der Veröffentlichung des i3 einen halben Herzinfarkt gehabt und nicht mit gerechnet das BMW wirklich einen Stromer veröffentlicht
        Man hatte und hat keine Antwort drauf.

        Das Facelift wird weniger groß ausfallen wie sich einige erhoffen und auch den Rex ausschließen

        • quickjohn

          Ich glaube Audi hat – in gewohnter Manier – zunächst einmal auf die Entwicklungs-Power der Mutter vertraut um sich dort später zu bedienen.

          Ein übliches Verhalten in einem Konzern – nicht zu kritisieren. Mag jedoch sein daß man in Ingolstadt von den bislang gesehenen Resultaten (Up/Golf) nicht sonderlich erbaut war und andererseits selbst auch kein so glückliches Entwicklungshändchen (sh. R8 e-tron) hatte.

          Jedenfalls hat man für den Q6 Konkretes angekündigt. Zur Not kann man sich ja noch – auch ein probates Mittel – mit manpower aus München verstärken.

          • Lauerput

            Ich glaube, Audi hat einfach realisiert, dass sich kein Schwanz für E-Autos interessiert … bzw. diese dann auch kaufen will.

            • quickjohn

              Ein hochinteressant-weltfremdes und durch die Realität nicht gestütztes Argument …….

              • Lauerput

                Mein Argument ist sicher platt und überspitzt formuliert … aber es entspricht aktuell sicher der Realität:

                http://www.elektroauto-news.net/wiki/elektromobilitaet-in-zahlen

                Rund 12.000 zugelassene Elektro-PKW in Deutschland (Stand 1. Januar 2014) stehen wievielen Verbrenner-PKW gegenüber? Wieviele der 12.000 Elektro-PKW sind Behördenfahrzeuge, Händlerfahrzeuge usw.?

                Versteh mich nicht falsch, ich finde die i-Autos von BMW höchst interessant aber bin trotzdem der Meinung, dass sie aktuell hauptsächlich Technikträger und Imagebooster sind. Des weiteren sind sie sicherlich auch eine Investition in die Zukunft. BMW als unabhängiger Konzern muss sich in allen Gebieten breit aufstellen.
                Audi hingegen, mit der Konzernmutter im Rücken, produziert nur das, was der Markt aktuell will.

                Welche der beiden Strategien die bessere ist, will ich nicht beurteilen. Trotzdem bleib ich bei der Meinung, das Elektro-PKW derzeit ohne Subventionen oder ähnliches für den Markt nicht relevant sind.

                • quickjohn

                  Ich finde daß die Argumentation nicht dadurch besser wird daß man Daten vorlegt die schon mehr als 2 Jahre alt sind – also quasi aus der dem vorigen Jahrhundert der Elektroautomobilität und zumindest aus der vor-i3-Zeit stammen.

                  Es geht mir auch nicht um einen Wertabgleich der Verhaltensweisen einzelner Hersteller sondern vielmehr um die seit langem belegte Erfahrung daß durch bloßes Abwarten Nichts voran gebracht wird.

                  Außerdem – und das wird auch immer wieder übersehen – ist auch bei den E-Automobilen der dt. Markt nicht der Nabel der Welt. Auch wenn die Politik glaubt durch Möchte-Gerne-Ankündigungen dergleichen herbeireden zu können.

                  • Lauerput

                    “Ich finde daß die Argumentation nicht dadurch besser wird daß man Daten
                    vorlegt die schon mehr als 2 Jahre alt sind – also quasi aus der dem
                    vorigen Jahrhundert der Elektroautomobilität und zumindest aus der
                    vor-i3-Zeit stammen.”

                    Die Argumentation wird nicht besser … aber Du kannst Sie auch nicht widerlegen!

                    “Es geht mir auch nicht um einen Wertabgleich der Verhaltensweisen
                    einzelner Hersteller sondern vielmehr um die seit langem belegte
                    Erfahrung daß durch bloßes Abwarten Nichts voran gebracht wird.”

                    Die Frage ist, muss die Elektrifizierung von Antrieben bei PKW voran gebracht werden? Oder ist es nicht eher so, eine Innovation nur wegen der Innovation zu haben?

                    “Außerdem – und das wird auch immer wieder übersehen – ist auch bei den
                    E-Automobilen der dt. Markt nicht der Nabel der Welt. Auch wenn die
                    Politik glaubt durch Möchte-Gerne-Ankündigungen dergleichen herbeireden
                    zu können.”

                    Welches Land ist bei den E-Autos der Nabel der Welt?

                    Abgesehen von all dem, will ich mich hier nicht in einer Grundsatzdiskussion verlieren … und will auch nicht mit Zahlen hin und her werfen.

                    Für mich sind Autos ein emotionales Thema und grade, was Emotionen betrifft, bringt weniger Elektrifizierung und Digitalisierung oft mehr von diesen mit sich.

                  • quickjohn

                    Also der letzte Vortrag ist doch jetzt komplett – nachdem ich weltfremd schon benutzt habe – albern.

                    An E-Fahrzeugen geht doch gar kein Weg vorbei – egal ob der Strom aus dem Akku, der Brennstoffzelle oder sonst wo herkommt.

                    Das ist keine Frage der Emotionen sondern der Realitäten.

                    Ich bin jetzt raus.

                  • Lauerput

                    Ich finde es schade, dass Du statt auf meine Argumente einzugehen, mich als weltfremd und albern bezeichnest … Das ist kein guter Stil und wohl der Anonymität des Internets geschuldet!

                    Abgesehen davon ist die Realität, das was beweisbar ist, und bewiesen hast Du nur, dass Du ein unfreundlicher Mensch bist.

                    Des Weiteren finde ich sollten grade auf einer BMW-Fanseite bzw. für einen BMW-Fan Emotionen doch eine Rolle spielen.

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