Elektroauto-Subventionen: 5000 € Förderung für BMW i3 & Co.?

BMW i3 | 2.02.2016 von 13
P90068600

Bisher gilt Deutschland keineswegs als Elektroauto-freundlich, aber das soll sich 2016 ändern. Allem Anschein nach werden die Pläne für eine Elektroauto-Förderung durch die Bundesregierung konkreter, …

Bisher gilt Deutschland keineswegs als Elektroauto-freundlich, aber das soll sich 2016 ändern. Allem Anschein nach werden die Pläne für eine Elektroauto-Förderung durch die Bundesregierung konkreter, die Rede ist von Subventionen in Höhe von 5.000 Euro je Fahrzeug. Zwar bleibt derzeit noch abzuwarten, welche Förderung die Bundesregierung konkret beschließt, eine starke finanzielle Unterstützung für die Käufer von Elektroautos scheint sich aber tatsächlich abzuzeichnen.

Einer der größten Profiteure dieser Subvention könnte der BMW i3 werden, schließlich ist das derzeit einzige Elektroauto aus München eines der erfolgreichsten rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge in Deutschland: Im Jahr 2015 entschieden sich in Deutschland 2.271 Kunden für den BMW i3. Weltweit konnten die Münchner mehr als 24.000 Exemplare verkaufen, der Anteil Deutschlands könnte sich durch eine Subventionierung in der nun kolportierten Höhe deutlich vergrößern.

Internet-of-Things-BMW-i3-Connected-CES-2016-13

Noch vor wenigen Wochen hatte sich BMW-Vertriebschef Ian Robertson im Rahmen der Detroit Auto Show über den mangelnden politischen Willen zur Elektromobilität in Deutschland beklagt. Er führte an, dass andere Länder die Attraktivität von Elektroautos mit diversen Förderungen deutlich steigern konnten – während in Deutschland zwar viel geredet, aber letztlich wenig in diese Richtung getan werde.

Unabhängig von der nun diskutierten Förderung scheint das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen zu haben, inzwischen unerreichbar. Im Jahr 2015 wurden laut Kraftfahrtbundesamt lediglich 12.363 Elektro-Pkw in Deutschland neu zugelassen, mit Stand 1. Januar 2015 waren beim KBA 18.948 Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb gemeldet. Bis zur erhofften Million ist es also noch ein weiter Weg, der in den verbleibenden vier Jahren kaum noch zu bewältigen sein wird.

13 responses to “Elektroauto-Subventionen: 5000 € Förderung für BMW i3 & Co.?”

  1. Fagballs says:

    Manches habe ich sicher schon mal geschrieben, also …

    [Wiederholung]Der Einstiegspreis ist nur einer von vielen Punkten, der die Deutschen davon abhält, im großen Stil auf Elektro-Autos umzusteigen. Reichweite und Lademöglichkeiten/-Zeit sind die Punkte, die im Flächenland Deutschland ebenfalls wichtig sind.[/Wiederholung]

    Wenn allerdings diese Subvention auch für Plugin-Hybride gilt, könnte das den Preis eines Wagens unter den seines Verbrenner-Geschwisterchen drücken, und somit eine echte Alternative schaffen, WENN nicht die Hersteller dann zufällig zum Inkrafttreten der Subvention eine Preiserhöhung reindrückt. Wenn der 330e weniger kostet als der 330i, warum sollte man dann nicht immer den nehmen? Damit meine ich natürlich den aktuellen 330i. Das Gefühl eines R6 ist natürlich nicht durch R4+Hybrid zu ersetzen, selbst wenn die Fahrdaten ähnlich sein sollten.

    • moehre says:

      Die deutsche Automobilindustrie möchte halt gerne beim fossilen Brennstoff bleiben. Die Gründe sind manigfaltig, am Ende geht es aber immer darum, dass man sich die Kohle für die Entwicklung sparen will und abwarten will, bis der Staat das Problem angeht (Netz von E-Tankstellen etc.). Das Gejammer war ja mal wieder nicht zu ertragen, dass die Hersteller das alles gar nicht schaffen könnte… Tesla schaffts komischerweise.

      • Fagballs says:

        Die Kosten für das i-Programm von BMW liegen im zehnstelligen Bereich, ich glaube nicht, dass man denen was in der Richtung vorwerfen kann.

        Ja, Tesla hat’s geschafft, weil sie mit einiger Finanzkraft ausgestattet (Elon Musk ist Multimilliardär) in einen leeren Markt gedrängt sind und dort bis heute quasi konkurrenzlos. Das Model S steht wie kein Auto zuvor für “Ich kann es mir leisten, umweltbewusst zu fahren und jeder soll es sehen”. Ab 80k€

        1582 Model S in Deutschland sind jetzt nicht die Welt, aber ein Anfang, ganz ohne Subvention. Der i3 hat auch nur knapp die Hälfte mehr geschafft bei einem halb so großen Preis (und doppelt so viel Hässlichkeit XD).

        • moehre says:

          Es geht weniger um die Zulassungszahlen, als mehr um die Bereitschaft die notwendige Infrastruktur mit zu bezahlen. 🙂
          Vermisse einfach die echten Innovationen in der Branche. Das nächste Downsizing oder 10 Sek weniger auf der Norschleife werden das Problem der begrenzten fossilen Brennstoffe und des ungünstigen Modalsplits jedenfalls nicht lösen können.

          Und stellen ganz persönlich für mich auch nicht den Mehrwert da.
          So ist z.B. ein E90 LCI immer noch ein klasse Fahrzeug. (LCI wegen des Desings :D). Aber auch ein E46 ist total zweckmäßig, mit dem richtigen Infotaiment-System wäre das Teil im Alltag absolut brauchbar.

      • cisi says:

        Nich persöhnlich nehmen, aber bau du mal ne Firma auf, etablierst ein Produckt das auf eine gewisse Technologie basiert mit dementsprechend Produktionsstätten, Entwicklugnsteams und zig tausend Angestellte die teilweise auf die Technologie fokusiert sind hat.
        Und dann versuch mal Technologie zu wechseln. Dann darfst du da erst eine Meinung dazuabgebe. Du hast wohl keine Ahnung was so eine umstellung für Konsequenzen und kosten hat. (und Risiken) So was kann ganz schnell mal nach hinten los gehen wenn das nicht perfekt geplant ist.

        (siehe osram aktie:
        http://www.finanzen.net/aktien/OSRAM-Aktie
        )

        der bruch um im November kam, als die entschlossen haben, eingene LED Fabriken zu eröffnen und bekannt gegeben haben was sie das kosten wird!
        Einfacher Technologie wechsel.
        Beispiele gibts da noch viel mehrere, siehe OVH als die vor 1 Jahr die Neue Server Producktpalette gebracht haben.

        Als Neueinsteiger ist das “ein Klax”. du musst dich nicht um Bestandskunden kümmern, nicht umn Aktionäre, alle hypen dich, du baust alles mit dem bereits richtigen Focus auf. Du startes klein.

        • El Barto says:

          Naja, als Neueinsteiger hast du dafür andere Sorgen. Du musst an Kapital kommen und dafür kritische Geldgeber von deinem Produkt überzeugen. Bestandskunden sind zwar kein Problem, dafür aber, überhaupt erstmal Kunden zu gewinnen. Vor allem repräsentierst du dich und dein kleines Unternehmen selbst, keinen bereits etablierten Namen. Niemand kennt dich oder dein Produkt und 99% der Leute wollen dich und dein Produkt auch gar nicht kennen, bis du sie im Idealfall vom Gegenteil überzeugt hast.

          Bringst du was ganz Innovatives und Neues, sind alle erstmal skeptisch, bringst du etwas, das es in ähnlicher Form schon gibt, musst du vielleicht weniger Pionierarbeit leisten, hast dafür aber mehr Konkurrenz. Dann kennst du zwar dein Produkt minutiös, aber vielleicht haperts an anderen Ecken: betriebwirtschaftlich, beim Marketing oder bei der Personalführung. Und gute Mitarbeiter klopfen auch selten einfach an die Tür.

          Dazu gesellt sich noch die anfängliche Ungewissheit, ob du in 5 Jahren erfolgreich bist, gerade so über die Runden kommst oder dein Unternehmen schon nicht mehr existiert. Auf einige schillernde Erfolgsgeschichten kommen eben auch unzählige Misserfolge, von denen nie jemand erfahren wird.

          • cisi says:

            Das es leicht wird was neues zu starten hab ich auch nicht gesagt. Das hat auch seine Tücken.

            Abert sich zu wundern, dass es bei Tesla so leicht geht und BMW und die anderen sich schwer tun, das hat nur damit zu tun, dass man nicht weiss was so eine Geschichte Firmenintern bedeutet.
            Wie gesagt versteht man das nur, wenn man es mal selber oder öfters selber miterlebt/gemacht hat.

            Ich kenne viele Beispiele wo Firmen damit drauf gegangen sind weil sie es Verpasst oder schlecht gemacht haben. Oder einfach massiv an Wert/Einkünfte verloren haben. Das muss schonend und progressiv über die Bühne gehen.

            DA tut sich ein Neueinsteiger ganz leicht. Der muss nix beachten, da die Firma keine Vergangenheit hat.

            Sie hat nat. andere Probleme (was man allgemein als Beugründer halt so hat). Aber eine bestehende Firma kann nciht einfach mal von 0 neu starten, so wie es eine Neue machen kann.

            • El Barto says:

              “DA tut sich ein Neueinsteiger ganz leicht. Der muss nix beachten, da die Firma keine Vergangenheit hat.”

              Ja, ich hatte Neueinsteiger auch fälschlicherweise mit Existenzgründer gleichgesetzt. Verstehe jetzt, was du eigentlich meintest 🙂

        • moehre says:

          So tiefe Einblicke wie du in die Strategieabteilungen der OEMs hatte ich bisher tatsächlich nicht. Oder womit vergleichst du das “durchmachen”.
          BMW, VW etc. zahlen den angeblich besten ne Menge Kohle, haben immer mehrere Strategieberatungen im Haus und können die besten neuen Leute rekrutieren. Da sollte ein Change langsam mal drin sein.

          Die Kosten sind natürlich immens! Aber keineswegs zu verstaatlichen, wie es sich die Autohersteller gerne wünschen.

          Mir ging es darum, zum Ausdruck zu bringen, dass die OEMs das Risiko gerne auf den Staat abwälzen wollen, obwohl die Margen immer noch immens sind. Klar sind das AGs, die ihren Stakeholdern verpflichtet sind.Nur sehe ich eben auf langer Sicht ein großes Problem (umweltpolitisch), wenn die großen sich weiter an den fossilen Festklammern.

          Für Porsche mag das noch klappen, weil deren Fahrzeuge immer exklusiv bleiben werden und die Marktsättigung deutlich näher liegt, als bei einem Volkswagenhersteller. Hier könnten Skaleneffekte noch und nöcher genutzt werden. Zur Not verkauft man diese Fahrzeuge eben erst mal ohne Gewinn.

          Übrigens traut jawohl jeder BMW, Daimler und auch VW den Bau von erstklassigen Elektrofahrzeugen zu. i3 und i8 sind ein guter Anfang und BMW mischt da auch ganz gut mit. Es ist ein wenig ein Henne / Ei Thema. Meiner (!) Meinung nach, muss die Gesellschaft radikal umdenken was das Thema fossile Brennstoffe und LC-Betrachtung von kfz angeht. Es bräuchte weniger Neuwagen, weniger Fahrzeuge mit schlechtem Leistungsgewicht etc. Aber das Thema hat sich durch die Zahl der Beschäftigten in gewissen Branchen einfach verselbstständigt. Obwohl gerade VW ja wohl too big to fail ist.

  2. cisi says:

    wenn die mir 5000 € schenken kauf ich mir für die stadt nen renault twizy.
    Der würde mich dann ein wenig mehr als 1000 € kosten. Das ist dann so gut wie ein geschenktes Auto.

  3. […] Elektroauto-Subventionen: 5000 ? Förderung für BMW i3 & Co.?, gefunden bei http://www.bimmertoday.de (0 Buzz-Faktor) […]

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Tipp senden