BMW 330e: Plug-in-Hybrid-3er zum attraktiven Preis

BMW 3er, Fahrberichte | 29.01.2016 von 34
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Ist der neue Plug-in-Hybrid BMW 330e letztlich der bessere 330i? Wir durften den eDrive-3er für einen ersten Fahrbericht in und um München erproben.

Besondere Ausdauer kann man in der bisherigen Hybrid-Strategie für die BMW 3er-Reihe nicht erkennen, aber mit dem neuen  BMW 330e soll 2016 endlich die richtige Lösung gefunden sein. Drei Jahre nach dem äußerst kraftvollen, aber nicht wirklich sparsamen, schon gar nicht günstigen und letztlich auch nicht sonderlich oft verkauften BMW ActiveHybrid 3 soll es nun ein Plug-in-Hybrid richten, der sich mit einer elektrischen Reichweite von 40 Kilometern an vielen Tagen als Elektroauto qualifiziert und somit endlich für eine größere Zielgruppe zur echten Alternative werden soll.

Wie der Name verrät, rangieren die Fahrleistungen des BMW 330e in etwa auf dem Niveau von 330d und 330i, dennoch sprechen alle drei Modelle unterschiedliche Kunden an. Die Lücke für den BMW 330e sieht man in München bei Menschen, die sportliche Fahrleistungen und die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit der 3er-Reihe mit einer relativ großen elektrischen Reichweite kombinieren wollen, dabei aber nicht auf die Langstreckentauglichkeit konventionell angetriebener Fahrzeuge verzichten wollen. Wer an einem klassischen Wochentag nur relativ kurze Strecken ins Büro zurücklegt, aber beispielsweise am Wochenende auch immer wieder lange Strecken fährt, soll im BMW 330e genau das richtige Auto finden.

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Der BMW 330e überzeugt als effizienter Spaßmacher

Denn wenn der Lithium-Ionen-Akku regelmäßig an der Steckdose geladen und im Stadtverkehr auf einen schweren Gasfuß verzichtet wird, können viele Strecken ohne einen einzigen Tropfen Benzin zurückgelegt werden. Auf unserer Fahrt durch Münchner Vororte stand nach 16 Kilometern ein hochgerechneter Benzinverbrauch von 0,7 Liter auf 100 Kilometer im Bordcomputer, obwohl wir nicht betont zurückhaltend gefahren sind.

Im Regelfall erledigt der in das Gehäuse der Achtgang-Automatik integrierte und 88 PS starke E-Motor die Aufgaben des Stadtverkehrs mühelos im Alleingang, zum Mitschwimmen im Verkehr genügen seine Fahrleistungen völlig. Nur bei Bedarf schaltet sich der aus dem 320i bekannte Vierzylinder-Benziner mit seinen 184 PS hinzu und unterstützt die E-Maschine mit seinen Kraftreserven. Gemeinsam schicken die beiden Motoren bis zu 252 PS an die Hinterräder und erlauben es, das Thema Plug-in-Hybrid auch sehr dynamisch zu erleben.

Die Hauptaufgabe des Verbrennungsmotors dürften viele Kunden aber darin sehen, für eine praktisch uneingeschränkte Reichweite durch die Möglichkeit eines kurzen Tankstopps zu sorgen. Denn während hier mehrere hundert Kilometer Reichweite in wenigen Minuten getankt werden können, benötigt der Lithium-Ionen-Akku rund zwei Stunden für eine vollständige Ladung. Wenn der Akku nach spätestens 40 Kilometern die Segel streicht, garantiert der Vierzylinder die Mobilität des Fahrzeugs.

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Im Alltag kann der 330e seinen EU-Verbrauch unterbieten

Für die meisten Kunden genügt die elektrische Reichweite, um die unter der Woche typischerweise anstehenden Wege so gut wie immer rein elektrisch zurücklegen zu können. Obwohl man in München auch eine größere E-Reichweite hätte realisieren können, hat man sich bewusst am tatsächlich Notwendigen statt am theoretisch Machbaren orientiert. Hätte man dem BMW 330e einen größeren Akku mitgegeben, würden gleich mehrere wichtigere Aspekte darunter leiden: Im Auto wäre mehr Gewicht und somit weniger Dynamik, ein größerer Akku benötigt mehr Platz und natürlich wäre das Auto auch teurer geworden – für die meisten Kunden wären mehr als 40 Kilometer elektrische Reichweite allerdings kein spürbarer Vorteil, sondern lediglich ungenutzte Batteriekapazität.

Durch diesen nur scheinbaren Verzicht auf mehr E-Reichweite konnten die Entwickler dem BMW 330e ein ziemlich attraktives Gesamtpaket auf den Leib schneidern, das viele 330i-Kunden mit Lademöglichkeit zum Grübeln bringen soll. Der Kofferraum fällt mit 370 Liter kaum kleiner aus als bisher, nur im Unterboden steckt der Lithium-Ionen-Akku. Die Rückbank ist weiterhin dreigeteilt umklappbar und ermöglicht eine ähnlich vielseitige Nutzung wie beim konventionellen 3er.

Und der Preis von 43.500 Euro liegt moderate 1.300 Euro oberhalb eines 330i mit Sport-Automatik, obwohl ein zweiter Antriebsstrang und eine um Standheizung und Standklimatisierung erweiterte Serienausstattung an Bord sind. Erkauft wird der Plug-in-Hybrid somit weniger finanziell, sondern vordergründig mit Gewicht: Der BMW 330e ist 165 Kilogramm schwerer als der konventionelle 330i und auch wenn es den Entwicklern gelungen ist, die Gewichtsverteilung mit 49 zu 51 Prozent praktisch ausgeglichen zu halten, spüren etwas ambitioniertere Fahrer das Mehrgewicht besonders in engen Kurven.

Wirklich undynamisch wird der BMW 330e seinem zusätzlichen Gewicht zum Trotz aber keineswegs, schließlich basiert er auf der unbestritten sportlichsten Mittelklasse-Limousine und wiegt noch immer kaum mehr als die stark motorisierten xDrive-Modelle. Unser Testwagen trägt nicht nur das M Sportpaket, sondern auch das optionale M Sportfahrwerk. Eine der wenigen Optionen, auf die 330e-Kunden derzeit noch verzichten müssen, ist übrigens das adaptive Fahrwerk, für das man in München keine sonderlich große Nachfrage erwartet.

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Verlässt man die völlig lautlos und im Stil eines Elektroautos befahrene Stadt, zeigt der 3er mit Plug-in-Hybrid-Antrieb sein zweites Gesicht. Auch im gewöhnlichen Fahrmodus “Auto eDrive” schaltet sich bei etwas mehr Druck aufs Gaspedal der gut gedämmte und daher zunächst kaum hörbare Vierzylinder-Benziner hinzu. Wird der Getriebe-Wählhebel in die Sportgasse gedrückt oder mit dem Fahrerlebnisschalter die Einstellung Sport gewählt, erkennt der 330e den Wunsch nach zusätzlicher Dynamik und lässt den Verbrenner als Kraftquelle permanent laufen.

Obwohl das elektrische Gleiten seinen ganz speziellen Reiz hat, macht der neue BMW 330e in den sportlichen Fahrmodi noch mehr Spaß und erinnert mit seinem Antriebsstrang an souverän motorisierte Benziner mit deutlich mehr als 2,0 Liter Hubraum. Mit seinem permanent anliegenden Drehmoment von bis zu 250 Newtonmeter schaufelt der E-Motor jeden Ansatz eines Turbolochs schon im Ansatz zu und erlaubt es dem Vierzylinder, tief Luft zu holen und dann vehement zur Sache zu gehen.

Arbeiten beide Motoren Hand in Hand, geht es in 6,1 Sekunden von 0 auf 100. Die bereits beim Anfahren zur Verfügung stehende Drehmoment-Fülle sorgt dabei für enorme Souveränität und erlaubt im Sport Plus-Modus problemlos kleine Drifts und überzeugende Zwischensprints, bevor es nach Erreichen des jeweils gültigen Tempolimits wieder entspannt und effizient weitergeht. So kombiniert der BMW 330e zwei Welten, die seit Jahrzehnten wesentlich für den Erfolg der 3er-Reihe sind und lässt dem Fahrer bei jeder Fahrt wieder die Wahl, auf welcher Seite von EfficientDynamics der Schwerpunkt gerade liegen soll.

Der im Kofferraum platzierte Lithium-Ionen-Akku mit einer nutzbaren Kapazität von 5,7 Kilowattstunden genügt auf unserer Fahrt für knapp 30 Kilometer elektrisches Fahren, die vom Normzyklus versprochenen 40 Kilometer sind wie üblich nur mit größerer Zurückhaltung erreichbar. Klassische Pendler, die zu Hause oder am Arbeitsplatz über eine Lademöglichkeit verfügen, können den Normverbrauch von rund zwei Liter auf 100 Kilometer aber durchaus unterbieten.

Doch auch wenn die dynamischen Qualitäten des Antriebsstrangs häufiger ausgekostet werden, bleibt unterm Strich ein spürbar niedrigerer Praxisverbrauch als bei einem vergleichbar starken Benziner. So wird der BMW 330e zu einer auch finanziell spannenden Alternative, die einen deutlich größeren Kundenkreis als der ActiveHybrid 3 ansprechen wird. Deutschland spielt dabei allerdings, wie immer in Sachen Elektromobilität, noch eine untergeordnete Rolle: Die größte Nachfrage erwarten die Münchner in den USA und Japan, in Europa dürften sich vor allem 330i-Kunden aus Großbritannien und den Niederlanden für den Plug-in-Hybrid interessieren. Nun liegt es an den Händlern, auch deutsche Kunden für den 330e zu begeistern – in vielen Fällen könnte dafür schon eine kurze Probefahrt mit alltäglichem Fahrprofil genügen.

 

  • Fagballs

    In Deutschland müssen die Firmenwagenkunden angesprochen werden, also nicht die Fahrer, sondern die Fuhrparkmanager. Dann muss sich die sparsame Fahrt auch im Alltag beweisen, da, wo üblicherweise der 330d sein Revier hat. Im Stau dürfte der Wagen super sein, auf der Autobahn bei 200 (wo das halt noch geht) könnte sich der Verbrauchsvorteil wohl zügig relativieren.

    Edit: Warum lassen sich die ganzen neuen Hybride eigentlich noch nicht konfigurieren? Nur i8 und ActiveHybrid5 stehen bei bmw.de zur Wahl.

    • Völlig klar, genau wie ein konventionell angetriebenes Auto hat auch der 330e seine bevorzugten Einsatzgebiete. Wer ihn immer nur mit Vollgas auf Langstrecke fährt und selten an die Steckdose hängt, wird kaum einen Verbrauchsvorteil haben. Das Auto muss zum Einsatzprofil passen, genau wie bei einem Benziner, Diesel oder reinen Elektroauto. Wenn das persönliche Fahrprofil zum 330 passt, hat er allerdings viele Argumente auf seiner Seite.

      • Ich nehme an, der Akku lädt sich auch beim Bremsen auf oder? Was passiert eigentlich, wenn ich den Akku leer fahre und keine Möglichkeit habe, diesen bspw. innerhalb der Woche zu laden? Schafft man es auf einer Autobahnfahrt (500-600 km) mit mehr Verkehr (und Bremsvorgängen/Rollen) diesen wieder komplett zu laden?

        • M54B25

          Die Lösung heisst der Modus “Save Battery” der garantiert, dass Dir mindestens 50% Akku-Kapazität zur Verfügung stehen sollen. D.h. bei kleineren Werten wird während der Fahrt aufgeladen. Der E-Motor ist im Getriebe statt des Drehmomentwandlers integriert und kann daher durch Umkehrung jederzeit als Generator arbeiten, wenn der Verbrenner antreibt, der Wagen abbremst oder segelt.

          Sonst zum diesem Artikel: Sehr gut geschrieben, weniger euphorisch und überschwinglich sondern auf die Kernkompetenzen des Fahrzeugs und den Einsatzzweck abgestellt – ganz wie das Auto selbst!

          • Danke für die Erklärung. Wenn allerdings 50% der elektrischen Energie bleiben sollen, dann wären die 30-40 km elektrische Reichweite doch nicht drin? Ich verstehe es so, dass man bis sagen wir mal 3-5% Akkukapazität diesen leerfahren kann, bevor der Verbrenner notwendigerweise anspringt (vorausgesetzt ich fahre die gesamte Strecke entsprechend ohne extrem zu Beschleunigen).

            • M54B25

              Das wäre dann der Modus “MAX eDrive” beim dem der Verbrenner nur anspringt, wenn volle bzw. erhöhte Leistung benötigt wird. Und folgerichtig nach Ausnutzung der möglichen Akkukapazität (“leergefahren”), um dann den Vortrieb zu sichern. Hier sollten dann bei voller Ladung die 30 bis 40km E-Antrieb erreicht werden.

              Persönlich finde ich die Umsetzung der E-Unterstützung im 330e recht gut gelöst, auch die Akkukapazität sollte für “Normalpendler” reichen, vorausgesetzt an beiden Pendel-Endstellen befindet sich eine Lademöglichkeit. Vielleicht gibt es aber auch in 2 bis 3 Jahren eine Auswahl an Akkugrößen 35/70/100 km Reichweite, dann muss der Fahrer nur rechnen können, um die gebotenen Möglichkeiten optimal zu nutzen.

    • cisi

      wollte mir aufgrund des artikels den 330e mal testweise konfigurieren, möglichst als Kombi. Ist aber leider nix da auf bmw.de. Schade.

      • Ein 330e Touring ist derzeit nicht geplant, weil man keine entsprechende Nachfrage-Situation erwartet – siehe Hauptmärkte. Mehr Details folgen im Interview mit dem Projektleiter.

        • Renaco

          Schade, die BMW Manager begreifen es einfach nicht dass es sich auch bei uns lohnt und schick und praktisch wäre einen M3 Touring und auch einen 330e Touring je nach käuferschicht zu besitzen.
          So kaufen die Leute S4 und RS4 und AMGS und bestimmt bald einen Etron Avant oder eine C-Klasse als Kombi mit Hybrid…

          Mit etwas geduld wäre auch der M5 Touring in der 2ten Generation durchgestartet, dank alltagstauglicherem Getriebe. Aber wahrscheinlich will man Alpina damit eine alleinstellung ermöglichen.

          Schade.

          • M54B25

            Mal eine ganz ernsthafte Frage die ich jedem Nicht-Familienvater mit Kleinstkindern und Buggys/Kinderwagen stelle: Wozu muss es ein Kombi sein?

            Häufigste Antwort: Da kann man(n) klasse Sachen transportieren, wie Kühlschränke, Ikea-Regale, Angelzeug. Mein Hinweis auf Skidurchreiche (Angelzeug), Lieferservice/DHL (Ikea, Kühlschrank) und zur Not Leih-Lieferwagen wird immer mit aufgrissenen Augen zur Kenntnis genommen – mit Null-Erwiderung.

            Wenn ich einen M3 will, dann will ich einen M3 und keinen Transporter! Und wer sich aufgrund des fehlenden M3 Touring einen S4/RS4 Avant holt, hat’s nicht besser verdient und ist kein Bimmer!

            • Renaco

              Wer kein Bimmer ist entscheidest Du, bzw. Deine Meinung. Ohje.

              Nur so am Rande, ich habe noch einen B3 Biturbo Touring Allrad, ich armer darf kein Bimmer mehr sein… 😉

              • M54B25

                Lesen und verstehen sind zwei Seiten.

                Zu Deinem Alpina:
                1.) Glückwunsch – tolles Fahrzeug
                2.) Die Entscheidung ist bei Dir sicherlich aufgrund anderer Preferencen als die es zu einer Entscheidung zu einem M3/M4 gehört, gefallen

                3.) Das wollte ich damit ausdrücken: Jede individuelle Entscheidung führt zu entsprechenden Folgen. Es soll nur nicht jemand hinterher rumheulen, dass er einen S4 Avant nehmen musste, weil es keinen M3 Touring gibt – das wusste man als wirklich Interessierter vorher, d.h. die Auswahl gab es gar nicht!

                Zum Bimmer-Sein

                Ich habe dort einen klaren Standpunkt und jedesmal wenn ich diese “Begründung” höre: Ich musste mir ja einen Audi/Mercedes/Lexus/What-ever-maybe-Premium kaufen, weil es genau dieses eine Kriterium bei BMW nicht gibt, dann ist klar, dass das Kriterium nicht zum Markenkern von BMW gehört und damit gibt es die Schlußfolgerung, dass es demjenigen nicht um einen BMW sondern um eine Eigenschaft ging. Was wiederum die Aussage bzgl. des Bimmer-Seins objektiv erklären dürfte.

                • cisi

                  Ich bin grundsätzlich bei dir aber 🙂
                  Das originale “Bimmer Sein” ist von mir aus gestorben als BMW und M angefangen hat den Sauger mit Turbos zu tauschen, und die X Modelle eingeführt hat + FWD. All diese Sachen haben dazu geführt, dass BMW kein Auto für gewisse Fahrer mehr ist, sondern ein Auto für jedermann der es sich leisten kann.
                  Das hat dann meiner Meinung nach zu einer Flut von Audi Fahrer oder allgemein FWD + Turbo Fahrer richtung BMW Community geführt, die das “Bimmer Sein” radikal verändert hat.
                  Ich hab mich inzwischen damit abgefunden, was der heutzutagige durchschnittliche BMW Fahrer ist.

                  Und nur in dem Sinne, und weil wir eh nicht mehr zurück kommen zu dem was Mal war, und weil man ja so tolle Baukasten-Systeme aufgestellt hat, versteh ich ehrlich gesagt nicht, warum man nicht jedes Modell einfach in jeder Variante bekommt. Wenn dieses Baukasten-System irgendwas taugt, sollte es doch möglich sein den M3 als Kombi zu bekommen. Und zwar ohne großen Aufwand.
                  Es sollte möglich sein den 335d mit RWD zu bekommen und auch als Handschalter, denn ein manuelles Getriebe dazu gibts auch schon, das aus dem M5.
                  Auch gleich einen M3d. Ich wollte immer schon einen M3, und als ich mir einen endlich einen leisten konnte, wurde er zu turbo…
                  Dann hab ich ehrlich gesagt lieber nen M3d (dielse turbo) mit von mir aus 430-450 ps und knapp 900 nm.
                  Denn die Ideologie die mal war, ist eh gestorben. Dann einfach das beste draus machen und alles mögliche anbieten, vor allem, weil ja das Baukastensystem es ja erlaubt.

                  Ist erschrecken, aber was soll man machen.

                  • M54B25

                    Was soll man machen – Dir zustimmen!

                    Der durschnittliche BMW Fahrer (Gruppe 2er AT F45) hat mehr Lebensjahre auf seinen Schultern als die kWh Angabe im Fahrzeugscheines seines Be-eM-Ws – letztens original gesehen. Wollte schon fragen ob es eigentlich analog zum elektrischen Gurt-Ranholer auch den Rolator-Zubringer in der Aufpreisliste gibt…

                    Zum Baukasten – so habe ich den noch gar nicht gesehen- und wenn ich mir das Ergebnis anschaue die Mannen der M-GmbH auch nicht so richtig konsequent.

                    Das der E61 als Touring nur 1025x produziert/verkauft wurde, die Limousine aber knapp 19500x zeigt leider den Stellenwert weltweit – Deutschland Kombiland. Der E61 M5 wurde dann auch extra abgestimmt, weil etwas schwerer – das kann sich nicht wirklich gerechnet haben.

                    Den F10 M5 gibts in USA ja nur mit Handschalter – wollen 90% der Kunden – weil sportliches fahren – da müsste noch nicht mal was entwickelt werden für Deutschland! Der Deutsche möchte Hightec daher DKG only…

                    Das ganze Thema Abstimmung dürfte dann auch beim 335d RWD das Problem sein, die AG will den Aufwand nicht betreiben, Alpina macht das mit einem Fahrzeug in wochenlanger Handarbeit und überträgt es dann auf die weitere Manufakturfertigung der händischen Kundenbestellungen.

                    Letztendlich werden die Vorteile des Baukastens hier aus meiner Sicht klar vom Controlling begrenzt. Komischerweise klappt das ja bei AMG recht gut (C-Klasse: Limo, T-Modell, Coupe verfügbar) und bei Audi sehe ich keine Tradition der gefolgt werden muss, hier sind auch eher die Fähnlein im Winde die die S/RS Modelle definieren – anderes Thema.

            • Fagballs

              Man kann klasse Sachen transportieren, und an 200 Tagen im Jahr sieht man die 5 Meter langen Kombis mit einer Person und keinem Gepäck im Stau stehen 😉

              • M54B25

                🙂

                Ich dachte schon ich wäre mit meiner Einstellung zum Thema Kombi sarkastisch – aber Dein Kommentar übertrifft selbst meine kühnsten Erwartungen. Respekt ! Sehr gut beobachtet – vor allem steht man(n) mit so einem S/RS Avant E/T-Modell wesentlisch schneller im Stau…

            • cp

              Lade mal ein Fahrrad in eine Limousine oder Coupe.
              Und auch das ein/ausladen ist dank niedrigerer Ladekante, Ladekante auf Höhe des Kofferraumbodens und viel größerer Öffnung (auch wenn die Ladung in den Limousinenkofferraum passen würde) viel entspannter. Für mich kommt keine Limousine in Frage. Schon deshalb nicht weil ich hin und wieder mein Mountainbike bequem da hinten reinschmeißen will.

          • B3ernd

            Kombis sind in Deutschland sehr beliebt, außerhalb eher weniger. Es lohnt sich einfach nicht den 330e als Kombi anzubieten.
            Wobei ich auch ein Kombifan bin – ein 5 er T sieht schon echt gut aus 🙂

  • Lars

    und warum wird der Wagen nicht als Kombi angeboten?

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  • ulistaerk

    Laut einer Studie aus Dänemark, verbrauchen Elektrofahrzeuge durchschnittlich 183 Wh/km also auf .100km: 183Wh*100km = 18,3 kWh. Rein elektrisch kommt der 330e bei einem 5,7 kWh Akku bis zu ca. 30km. Bei dem Verbrauch kosten 100km und ca. 5 Euro beim aktuellen Strompreis. Viele vergessen, dass auch Strom was kostet 🙂 Nur wie viel ist das im Vergleich zum “normalen” Motor?

    Der Benziner braucht wahrscheinlich 9l / 100km im Einsatzgebiet einer Batterie – also rund 11 Euro beim aktuellen Spritpreis. Immerhin eine Ersparnis von über 50% (6 Euro).

    Ein Diesel braucht im gleichen Einsatzgebiet nur rund 6,5 l/100km – also rund 6,50 Euro beim aktuellen Spritpreis. Da wird schon eng: Nur 1,50 Euro Ersparnis.

    Ich vermute, dass man nach 5-6 Jahren die Batterie tauschen möchte, da diese zu viel an kapazität verloren hat. Bei Nissan kostet der 30Wh Ersatzakku ca. 5000 Euro – bei Premium-BMW wirds bei 5,7 Wh also irgendwas zwischen 1000-2000 Euro. Nemen wir 1500 Euro an – also kostet Batterie-Verschleiß ca. 275 Euro im Jahr, bzw. 23 Euro im Monat.

    Würde ich nun zwischen einem Diesel und einem Hybriden abwegen, dann müsste man im Jahr über 15000km rein elektrisch fahren um diese Verschleißkosten reinholen. Schaff glaub ich kaum einer. Bei einem Benziner kommen realistischere 4600km reine Elektrofahrt raus, was man bei 23km an 200 Tagen im Jahr als Pendler schaffen könnte. Aber dann ist man immer noch bei “null”.

    Auf AS24 gibt es aktuell 1100 330er seit 2009 im Angebot, aber nur 64 davon sind Benziner. Ich sehe den Markt für einen 330e daher nicht, wenn man den 330i betrachtet. Ich denke auch, dass keiner von den 320i Fahrern 6000 Euro für das Elektro-Motor-Upgrade bezahlt.

    Schon eher könnte ich mir vorstellen, dass ein 320d/330d Fahrer wechselt, da der 330e gleich-teuer bzw. ne ecke günstiger ist und aufm Blatt ähnliches leistet. Aber der Kostenvorteil geht gegen Null. Dafür gibts aber immerhin weniger Reichweite und teurere Langstrecken beim wechsel zum Benziner. Yea!

    • Renaco

      Alles sehr schön belegt. Es gibt auch noch andere gründe dafür:

      -Geräuschkomfort, hier toppt der 330e die aktuell noch zu lauten vergleichsmotorisierungen bei BMW.
      -Fahrgefühl, es ist angenehm geräuschlos anzufahren, zu rangieren, drehmomentschub, etc.
      -Technikbegeisterung, auch wenn nicht klar ist wo die Entwicklung langfristig hingeht sind die aktuellen Hybride eine geschickt gelöste fahroption, das Zusammenspiel der Antriebe ein Erlebnis (ein großes Lob an die Ingenieure was hier schon geht).

      Einfach mal einen Hybrid in dieser Leistungsklasse fahren, beeindruckender als alle Papierwerte und Testberichte.

      • cisi

        Da sieht man wie sich die BMW Welt geändert hat und was sich in der BMW Community getan hat.
        Anstatt stolz auf seienen R6 Sound zu sein, der ungefiltert abgegeben wird, ist es jetzt toll geräuschlos anzufahren.

        • Renaco

          jetzt stelle man sich aber die kombination vor. ein keiner 2 liter 6r in reihe und dazu 100ps elektropower im getriebe…
          dies wäre mein BMW Hybrid, von 3er bis 7er verwendbar…

          • cisi

            das wirds laut aktuellen stand nicht geben. Sauger sind tot, und R6(nur mit turbo) gibts ab 3l

            • Renaco

              Es geht mir nur ums Philosphieren, was eben ein hammer wäre in der abgenzung zum wettbewerb und in der fahrfreude.
              Man stelle sich vor, ein kleiner Benziner 6Zylinder (um 200PS)kombiniert mit dem E-Booster Im ZF-Getriebe (um 100PS) wäre die perfekte linear fahrende 4zyl.Turbo ersatz und eine Motorische Sahneschnitte welche wieder Fans in allen bereichen finden könnte.

              Der austausch über träume/ideen/visionen ist doch warum wir hier auch schreiben. Die teschnischen, politischen und wirtschaftlichen hintergründe welche die AG antreibt und steuert brauchen wir nicht diskutieren, die sind bekannt.

        • Fagballs

          Grundsätzlich bin ich da bei dir, echter Sound ist toll, aber in vielen Alltagssituationen auch eher Assi. Beispiel: Ehemaliger Nachbar steht früh auf, lässt seinen Polo GTI mit dicker Abgasanlage an, und kratzt dann erstmal schön die Scheiben frei, während bei mir die Gläser im Schrank wackeln. Oder der alte Jeep Wrangler von einer anderen Nachbarin, V8 ist schön, muss aber auch nicht um halb 6 morgens direkt vor dem Schlafzimmerfenster losgehen.

          Deswegen finde ich eigentlich einen Hybriden geil: Du kommst geräuschlos aus der Siedlung, kannst ihn dann aber auf Serpentinen brüllen lassen.

  • JohnVI

    Schade, ich hatte es ursprünglich so verstanden, dass der 330e in Europa mit dem Diesel aus dem 320d ausgeliefert wird. Das hätte meiner Meinung nach auch viel mehr Sinn gemacht, weil man dann den Kurzstreckenbetrieb, für den der Diesel gar nicht taugt elektrisch abdecken kann und auf der Langstrecke hätte der Diesel seinen Vorteil voll zum tragen gebracht… so konfiguriert wollte ich ihn eigentlich bestellen 🙁
    So ist es jetzt wieder ein komischer Kompromiss, der gegenüber dem 330d zu wenige Vorteile hat, wenn sich Kurz- und Langstrecken im Fahrprofil in etwa die Waage halten.

    • M54B25

      Der i8 war in der Erprobung zwecks absoluter Reichweiten- und Verbrauchsoptimierung auch als Diesel unterwegs. Nach einer entsprechenden Markt- und Verkaufsanalyse ist es dann der bekannte Benziner geworden. Außerhalb Deutschlands und definitiv außerhalb Europas ist Diesel kein Motorenkonzept, das bei den geringen Stückzahlen vorteilhaft für den Anbieter ist.

      Ich gehe davon aus, dass der 330e stückzahlenmäßig in den USA groß ankommen wird, da die Rahmenbedingungen dieses Hybridkonzept bevorzugen und die Fahrleistungen für den Amerikaner ausreichend sind. Das Wohl der Fahrer aus Diesel-Deutschland wird den Controllern bei der Konzeptauslegung des Antriebs nicht ganz so überzeugend gewesen sein…

      • Fagballs

        “Fahrleistungen für den Amerikaner ausreichend”

        Meinste? Im Land der 7,2l V8 Motoren? Da sehe ich eine Lücke für den 330e irgendwo zwischen Prius (sparsam und zeigt auch, dass einem Sparsamkeit wichtig ist) und Tesla S (Sieht wie eine Limo aus, ist aber Hightech Luxus). Ich glaube, der Durchschnittsamerikaner bleibt eher bei 335i oder M3, die sind immer noch sparsamer als die großvolumigen Motoren aus eigenem Anbau und machen mächtig Spaß dabei.

        • M54B25

          Ja der 330e wird dann eher als Pendlerwagen eignesetzt, für die aus dem Mustang-Alter raus sind bzw. zeigen wollen, dass sie sich etwas ausländisches kaufen können.

          Die Spaßfraktion wird sicherlich eher zu deiner Wahl greifen, die Preise sind aber noch wieder etwas höher und auch Versicherung und Unterhalt der ausländischen Fahrzeuge sind in den Staaten ja geringfügig höher als die heimischen Marken – warum auch immer…

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  • cp

    Um den 330e in Deutschland verkaufen zu können wäre das ganze als Touring interessant. Allerdings scheint das nicht geplant zu sein. Daimler ist da mit dem C350e schon weiter. Das würde die Sache auch für Firmenwagenkunden interessant machen – manchmal haben die auch eine CO2-Regelung.

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