BMW: Kameras statt Außenspiegel ab 2019 in Serie?

BMW 7er, BMW i8, Gerüchte | 19.01.2016 von 42
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Kameras statt Außenspiegel dürften in der Premium-Liga schon bald eine wichtige Rolle spielen. Bei BMW könnten 2019 erste Mirrorless-Serienfahrzeuge kommen.

Das Concept Car BMW i8 Mirrorless auf der CES 2016 war deutlich mehr als ein reiner Versuchsträger, der den aktuellen Stand der Entwicklung zeigen soll. Gegenüber dem Focus sprach BMW-Entwickler Elmar Frickenstein auch über mögliche Serienchancen der Technik, die in den nächsten Jahren für zusätzliche Sicherheit, mehr Komfort und reduzierten Verbrauch sorgen könnte. Ein denkbarer Termin für die Serieneinführung ist für Frickenstein noch rund drei Jahre entfernt, dann könnte der erste BMW mit Kameras statt Außenspiegeln zu den Händlern kommen.

Neben dem BMW i8 gibt es noch weitere Kandidaten, die 2019 für den Marktstart der Technik geeignet wären. Klar ist, dass es sich um ein technologisches Aushängeschild der Marke handeln wird, weshalb auch das für 2019 anstehende Facelift des gerade erst vorgestellten BMW 7er G11 / G12 in Frage kommt. Eine weitere Option wäre das viertürige Luxus-Coupé mit dem Arbeitstitel BMW 9er, das angeblich zwischen der 7er-Reihe und dem Rolls-Royce Ghost geplant ist.

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Unabhängig vom Trägerfahrzeug würden die klassischen Außenspiegel entfallen und durch Kameras ersetzt werden, die auf dünnen und aerodynamisch optimierten Trägern platziert sind. Schon beim BMW i8 Mirrorless ist den Aerodynamikern eine Lösung gelungen, die für einen cW-Wert wie bei einem Fahrzeug ganz ohne Außenspiegel sorgt. Vom niedrigeren Luftwiderstand profitiert nicht nur der Verbrauch, auch die normalerweise durch Verwirbelungen im Bereich der Außenspiegel entstehenden Windgeräusche könnten drastisch reduziert werden.

Angezeigt werden die Bilder auf einem Display, das an die Position des klassischen Innenspiegels rückt. Mit einer Breite von 30 Zentimetern und rund 7,5 Zentimetern Höhe bietet es genügend Platz für einen umfassenden Blick nach hinten. Für BMW ist klar, dass die hier zu einem Gesamtbild zusammengefügten Bilder mehrerer Kameras mit Funktionen bewährter Assistenzsysteme verknüpft werden müssen, um den Fahrer beispielsweise vor Gefahren zu warnen oder ihm beim Rangieren zu helfen. Auch klassische Gefahrenquellen wie der Tote Winkel ließen sich mit entsprechend platzierten Kameras und der ohnehin im Fahrzeug verbauten Sensorik wirkungsvoll bekämpfen.

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