EPA bestätigt saubere Abgase des BMW X5 Diesel

BMW X5 | 14.12.2015 von 12

Der BMW X5 xDrive35d für den US-Markt hat die strengen Nachprüfungen der EPA bestanden, seine Abgase sind auch in der Praxis so sauber wie versprochen.

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat ihre Untersuchungen des BMW X5 xDrive35d für den US-Markt abgeschlossen und bestätigt nun die Sauberkeit des Luxus-SUV mit Dieselmotor. Nach Bekanntwerden des VW-Skandals hat die Behörde auch die Diesel anderer Hersteller auf mögliche Abweichungen zwischen Verbrauch und Emissionen im Praxis- und Prüfstandsbetrieb untersucht. Die jährliche Homologation der Diesel-Fahrzeuge wurde durch strengere Kontrollen verzögert und sorgte dafür, dass auch die Produktion des BMW X5 F15 im Werk Spartanburg unterbrochen werden musste.

Nach gründlicher Prüfung hat die EPA die Produktion und den Verkauf des BMW X5 xDrive35d nun wieder freigegeben und bestätigt damit, dass es beim untersuchten Modell keinerlei Modifikationen der Abgaswerte gibt und die NOx-Emissionen auch in der Praxis so niedrig wie angegeben sind. Eine Defeat-Device, die Prüfstandstests erkennt und in einem nur in diesem Zustand aktivierten Modus für eine erhöhte Harnstoff-Einspritzung und entsprechend reduzierte Stickoxid-Emissionen sorgt, gibt es bei BMW folglich nicht.

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In den USA sorgte der vorübergehende Produktionsstopp bei allen Kunden des BMW X5 xDrive35d für eine verzögerte Auslieferung, der Großteil der BMW X5 wird in den USA aber ohnehin als Benziner bestellt. Neben den auch in Europa angebotenen Modellen xDrive35i und xDrive50i gibt es in den USA auch einen BMW X5 sDrive35i mit Hinterradantrieb, gewissermaßen im Gegenzug wird bei uns der Biturbo-Diesel X5 sDrive25d ohne Allradantrieb angeboten.

Da die Produktion erst jetzt wieder beginnt, kann mit den Auslieferungen des BMW X5 xDrive35d nicht vor Januar 2016 begonnen werden. Vom erzwungenen Produktionsstopp waren weder die Benziner für den US-Markt noch die Diesel-Modelle für Europa und den Rest der Welt betroffen, folglich hatte die EPA-Prüfung keinen Einfluss auf die Auslastung des Werks in South Carolina. Neben dem BMW X5 werden in Spartanburg auch der X3, X4 und X6 gebaut, ab 2018 rollt zudem der BMW X7 in Spartanburg vom Band.

Gal

12 responses to “EPA bestätigt saubere Abgase des BMW X5 Diesel”

  1. Fagballs says:

    Vorsprung durch Technik!

    • Quer says:

      Laut Dobrindt müssen alle Herstellen die Abgassoftware beim KBA offenlegen.
      Die wird dann an den VW Konzern weitergegeben damit die Abgaswerte stimmen.

      • Testraindrop says:

        Naja Dobrindt hat nicht gesagt dass die Hersteller lesbaren Code offenlegen müssen, dh. einfach fertigen Bytecode/Maschinencode liefern und gut is 😀

        Viel Spaß dann den KBA “Experten” beim auswerten und entschlüsseln 😉

        • Fagballs says:

          So oder so, wäre mir als Programmierer erstmal der Arsch auf Grundeis gegangen. Einfach weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das irgendwie durchsichtig gecoded ist, ich glaube auch ohne Mogel-Absätze ist der Code einfach mit viel unleserlichem Zeug und Easter Eggs durchsetzt, die kein Externer sehen sollte.

          • Flohlaus says:

            Das ist halb so wild, schließlich bekommen amerikanische Behörden diesen Code schon seit Jahren zu lesen. So ist auch der aktuelle Skandal aufgeflogen…

            • Fagballs says:

              Siehste mal, ich dachte, da wäre einer losgefahren mit einem Test-System und hätte die Abgaswerte eines fahrenden Auto mit dem eines auf der Rolle stehenden Auto verglichen.

              • Flohlaus says:

                Das war auch der Fall. Eigentlich sollte gezeigt werden, dass in den USA verkaufte Dieselfahrzeuge bessere NOx Werte haben als die in Europa, um den Nutzen der strengen Grenzwerte nachzuweisen. Dabei ist man dann auf krasse Unstimmigkeiten gestoßen. Die Einsicht in den Code führte dann dazu, dass VW die Schummelei eingestehen musste. Eklatante Unterschiede zwischen Prüfstand und freier Fahrt wurden auch bei anderen Herstellern zahlreich festgestellt (vgl. Tests aktuell in der Schweiz). Aber es fehlt eben der konkrete Nachweis.

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  3. Flohlaus says:

    Naja, nur weil die angegebenen Werte eingehalten werden, sind die Abgase noch lange nicht “sauber”… Eine gewagt euphemistische Formulierung… 😀

  4. quickjohn says:

    Wie auch immer – heftig finde ich daß die EPA dabei in eine lfd. Produktion per Stopp eingreifen kann.

    Mal abgesehen davon daß es sich wahrscheinlich um < 100 US-Versionen handelte die gestoppt wurden und der Handlingaufwand dafür mit im 6-7stelligen $-Bereich liegen dürfte.

    Ob das auf US-Hersteller auch in dieser 'Härte und Konsequenz' angewendet worden wäre?

    • JohnVI says:

      Meistens ist es dann auch noch so, dass solche “Schikanen” langfristig eher den eigenen Herstellern schaden, weil die sich an die Bevorzugung gewöhnen, während die ausländischen Hersteller ihr Know How bemühen müssen, um zu bestehen. Auf lange Sicht tun die Amis sich da keinen Gefallen, weil der technische Rückstand ihrer Hersteller gerade auch auf dem internationalen Markt eher größer als kleiner wird.

    • Flohlaus says:

      Die EPA ist im Allgemeinen deutlich Durchsetzungswilliger als hiesige Behörden. Auch gegenüber den heimischen Herstellern.

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