Premium-Absatz per Oktober 2015: BMW baut Vorsprung aus

News | 13.11.2015 von 4

Premium-Absatz per Oktober 2015: Die BMW Group kann ihren Vorsprung auf Mercedes-Benz und Audi zum Auftakt des 4. Quartals ausbauen.

Im weltweiten Premium-Segment konnte die BMW Group im Monat Oktober 2015 durch einen weiteren Absatzrekord ihre deutschen Wettbewerber klar auf die Plätze verweisen und damit per Oktober ihre weltweite Premiumführerschaft weiter ausbauen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Auslieferungen per Oktober um 7,1 Prozent an.

Dies ist umso bemerkenswerter als auch die Wettbewerber im Oktober Rekordmarken schreiben konnten – auch wenn diese im Fall Mercedes mit 10,1 Prozent deutlich unter dem Jahresdurchschnitt (+15,8%) blieben und bei Audi mit 2,0 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt (+3,6%) weiter abflachten.

Die exakten Zahlen bilden sich für und per Oktober 2015 wie folgt ab:

BMW-Audi-Mercedes-per-Oktober-2015-Premium-Absatz-Vergleich-Verkaufszahlen-2

Im reinen Premiumsegment (ohne die Nicht-Premiummarke Smart) liegt die BMW-Group nunmehr per Oktober 2015 ca. 305.000 beziehungsweise 340.000 Einheiten vor Daimler und Audi.

Im Schlüsselmarkt China hat BMW nach schwachen Sommer-Monaten offenbar wieder Tritt gefasst und im Monat Oktober seine Verkaufszahlen um knapp 5 Prozent steigern können. Seitens Daimler wurde dieser Wert mit +38,7 Prozent erneut deutlich übertroffen – in absoluten Zahlen lag dies im Oktober aber dennoch 7.500 Fahrzeuge unter der BMW-Zahl. Audi verlor im Oktober 2,8 Prozent zum Vorjahr und rutschte damit auch im Jahresvergleich mit nunmehr -0,6 Prozent deutlicher ins Minus. Dennoch wird Audi auch 2015 klarer Premium-Champion in China bleiben.

In Europa wuchsen Daimler und BMW im Oktober erneut zweistellig, während sich bei Audi in dessen ehemaliger Vorzeigeregion das Wachstum mit 3,4 Prozent weiter abschwächte. Das gleiche Bild ergibt sich auch für den bisherigen Jahresverlauf: mit +3,8 Prozent liegt Audi deutlich hinter den zweistelligen Werten von Daimler und BMW.

In den USA hat BMW im Rennen um die ‚US Luxury Crown’ per Oktober rund 600 Fahrzeuge zwischen sich und Mercedes gelegt. Dies gelang trotz eines leichten Absatzrückganges zum starken Vorjahres-Oktober. Mercedes scheint hingegen in USA an Momentum einzubüssen. Eher umgekehrt liegt der Fall bei Audi – fast 17% Wachstum (= 17,7’ Fahrzeuge) halfen im Oktober die Einbußen in China auszugleichen. Für den Rest des Jahres scheint BMW die good news für sich zu haben: seit dem letzten Oktober-Drittel produziert das Werk Spartanburg mit deutlich erhöhter Stückzahl (50% Kapazitätserweiterung) und die Modelle X1 und 7er gingen Ende Oktober neu in den Verkauf.

Zusammenfassend startete das 4. Quartal für Mercedes leicht schwächer – wenngleich auf hohem Niveau. Audi konnte keine neuen Impulse setzen und reduzierte seine formulierte Zielsetzung zuletzt auf eine ‚neue Bestmarke für 2015’. Die BMW-Group setzte insbesondere bei der Stammmarke das Wachstum kontinuierlich fort und steht vor zwei absatzstarken Monaten bis Jahresende.

Wir erwarten für den Münchener Konzern einen Jahresabsatz in der Gegend von 2,25 Millionen Fahrzeugen, gleichbedeutend mit einer Steigerung von ca. 7 Prozent zum Vorjahr 2015. Für Daimler erwarten wir ca. 1,89 Millionen Premiumfahrzeuge, für Audi ca. 1,85 Millionen.

Was uns im Oktober 2015 weniger gefallen hat: Audi ließ sich mit der Veröffentlichung seiner Zahlen mehr Zeit denn je (12.11.) und Daimler verzichtete ganz auf eine Veröffentlichung der US-Zahlen auf seiner Konzern-HP und beschränkte sich auf der US-HP auf eine US-Gesamtverkaufszahl für Oktober. Die bislang praktizierte Aufschlüsselung nach Baureihen fiel ersatzlos weg. Wir meinen: Souveränität geht anders.

BMW-Audi-Mercedes-Oktober-2015-Premium-Absatz-Vergleich-Verkaufszahlen

4 responses to “Premium-Absatz per Oktober 2015: BMW baut Vorsprung aus”

  1. […] Premium-Absatz per Oktober 2015: BMW baut Vorsprung aus, gefunden bei http://www.bimmertoday.de (0 Buzz-Faktor) […]

  2. Expert says:

    Daimler “mangelnde Souveranität” in Bezug auf die US-Zahlen vorzuwerfen verstehe ich vor dem Hintergrund nicht, dass die doch dort – im Gegensatz zu BMW – im Oktober weiter wachsen konnten (vgl. http://www.bimmertoday.de/2015/11/03/oktober-2015-us-absatz-von-bmw-und-mini-unter-vorjahr/ ). Warum sollte es Daimler also nötig haben, hier bewusst irgendetwas verschleiern zu wollen? Klingt für mich nach Stimmungsmache.

    Bemerkenswert ist einmal mehr, wie in dem Artikel “Äpfel mit Birnen” verglichen werden. So heisst es schon im einleitenden Satz: “Die BMW Group kann ihren Vorsprung auf Mercedes-Benz und Audi zum Auftakt des 4. Quartals ausbauen.” Welchen Sinn macht es aber, hier den Hersteller BMW Group mit seinen diversen Marken mit einer einzelnen Marke des Daimler-Konzerns – nämlich Mercedes-Benz – in Verbindung zu setzen? Entweder ich vergleiche auf Markenebene oder auf Herstellerebene, aber nicht bei dem einen so und bei dem anderen anders. Dementsprechend müssst es entweder heißen “BMW kann Vorsprung auf Mercedes-Benz ausbauen” oder “BMW Group kann Vorsprung auf Daimler ausbauen”. So aber führt es nur zur Verwirrung.

    Irritierend ist ferner der Umstand, dass es bei Bimmertoday offensichtlich jedem Autor selbst obliegt, seine ganz eigene Definition von “Premium” aufzumachen. Während bei der Beleuchtung des deutschen Marktes Smart wie selbstverständlich jedesmal zum Premiumsegement hinzugezugerechnet wird (vgl. http://www.bimmertoday.de/2015/09/04/august-2015-bmw-absatz-in-deutschland-74-uber-vorjahr/ : “Mercedes (191.334 /+5,7%) und Smart (25.402 / +64,7%) liegen mit 216.736 verkauften Fahrzeugen klar an der Spitze des deutschen Premium-Markts”) wird es bei den Zahlen für den weltweiten Markt jedesmal wie selbstverständlich herausgerechnet (“ohne die Nicht-Premiummarke Smart”). Wer hat nun Recht? Und wer legt fest, ob zB ein “Mini” oder “Smart” ein Premiumfahrzeug ist oder nicht?

    Ich denke, einzig objektiver und damit sinnvoller Maßstab kann nur der Vergleich einzelner Marken sein. Hier gibt es keine Interpretationsspielräume (entweder der Propeller oder Stern oder die Vier Ringe kleben auf der Motorhaube oder eben nicht). Alles andere endet -wie auch dieser Artikel deutlich zeigt -regelmäßig in einem Vergleich zwischen Äpfel und Birnen (Group vs. Einzelmarke) und subjektiven Autoren-Definitionen (Premium vs Nicht-Premium) und stiftet im Ergebnis mehr Verwirrung als dass es objektive Informationen liefert. Was meint Ihr?

    • Fagballs says:

      Die Firmen machen aber die Vergleichbarkeit auch zunehmend schwierig. BMW verkauft Mopeds, die aber nie in die Rechnung mit einbezogen werden. Mercedes verkauft nicht nur PKW, sondern auch Transporter wie Citan, Vito und Sprinter, die beispielsweise das KBA zu den PKW hinzuzählt, die bei BMW und Audi aber kein Pendant haben*. Dasselbe gilt in meinen Augen auch für den A1, der einfach von Preis und Anspruch her unter dem liegt, was BMW und Mercedes im Programm haben. Um dazu ein Gegengewicht zu haben, kann man Smart und Mini mit in die Gleichung nehmen.

      Diese Version ist mein persönlicher Favorit, will man unbedingt vergleichen.

      Sonst könnte man noch einzelne Baureihen hernehmen und vergleichen und auch dann gehen die Meinungen wild auseinander, ob jetzt beispielsweise ein E-Klasse Cabrio unterhalb des 6er Cabrio liegt oder das unterhalb von SL und S-Klasse Cabrio, ab welcher Baureihe der S-Klasse man die Wagen von Rolls-Royce und nicht mehr den 7er als direkten Vergleich nehmen kann/darf/soll usw. Das führt zu nix. Deswegen bleibe ich bei meinem o.g. Favoriten.

      * Wenn du sagst “Stern auf der Motorhaube”, kannst du auch noch die Actrösser der Welt mit hinzurechnen 😉

      • Expert says:

        Du hast Recht, nur auf die Marke abstellen macht wahrscheinlich auch keinen Sinn wg. LKW, Vans, etc. Baureihe ebenfalls kompliziert, da Segmenteinteilung sehr subjektiv. Wahrscheinlich gibt es hier keinen “Königsweg”. Im Übrigen stimmt es: Wenn der A1 (der künftig bei Seat in Spanien montiert werden soll) als “Premiumfahrzeug” gilt muss das für Mini und Smart allemal gelten.

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