BMW Dieselmotoren aus Steyr: Ausbau trotz VW-Skandal

Sonstiges | 27.10.2015 von 5

Auch wenn der aktuelle VW Diesel-Skandal dem Vertrauen vieler Verbraucher in den Diesel-Motor nicht wirklich weitergeholfen haben dürfte, hält BMW offenbar am geplanten Ausbau der Produktion …

Auch wenn der aktuelle VW Diesel-Skandal dem Vertrauen vieler Verbraucher in den Diesel-Motor nicht wirklich weitergeholfen haben dürfte, hält BMW offenbar am geplanten Ausbau der Produktion im Werk Steyr fest. Wie österreichische Medien unter Berufung auf einen Bericht des Wirtschaftsmagazins ‘trend’ berichten, sieht man in München keinen Grund für Änderungen am Investitionsplan. Schon 2016 soll das BMW Werk Steyr von den jüngsten Maßnahmen profitieren, die sich BMW rund 90 Millionen Euro kosten lässt.

Damit bekräftigt BMW auch die Annahme, dass sich der Diesel-Skandal bei Europas größtem Autobauer nicht negativ auf die eigenen Verkaufszahlen auswirken wird. Zwar könnte der Diesel-Absatz auf dem US-Markt als Folge des Skandals einbrechen, weltweit betrachtet ist für den Diesel-Absatz aber in erster Linie Europa relevant.

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Im BMW Werk Steyr werden derzeit rund 750.000 Diesel-Motoren pro Jahr gebaut, auch die Entwicklung und Erprobung neuer Diesel-Triebwerke wird in Österreich vorangetrieben. BMW baut seit über 35 Jahren Motoren in Steyr, zuletzt insgesamt rund eine Million pro Jahr.

Zwar hat die Auto Bild auch BMW in Verbindung mit dem Skandal um manipulierte Stickoxid-Emissionen gebracht und dem X3 xDrive20d ein ähnliches Verhalten wie den in den USA überführten VW-Dieselmotoren unterstellt, stützte sich dabei aber auf einen selbst der Redaktion nicht im Detail bekannten Test und musste innerhalb von Stunden zurückrudern.

5 responses to “BMW Dieselmotoren aus Steyr: Ausbau trotz VW-Skandal”

  1. Fagballs says:

    Das wäre bitter, wenn der VW-Skandal auch BMW trifft, weil sich BMW sich – soweit wir das aktuell beurteilen können – als so ziemlich einziger, ohne zu mogeln, vollständig an die Grenzwerte hält. Das sollte sogar belohnt werden.

    • der_ardt says:

      Der Abgasskandal hat BMWs Aktienkurs für kurze Zeit richtig mit reingerissen, nur weil auch ein X5 getestet und in den Berichten erwähnt wurde. Ganz zu schweigen davon, dass die US Kunden sich sicher noch an Audi/VW-Marketing im Sinne von “die deutschen Autos sind so toll” in den Ohren haben und jetzt diese Marktschreierei auch mit anderen deutschen Herstellern verbinden.

      • Fagballs says:

        Nach meinem Wissensstand ist BMW als einziger Hersteller auch im realen Test unter den Grenzwerten geblieben. Der Bericht von AutoBild war ohne jegliche Grundlage, sie haben den auch zurück gezogen, der Aktienkurs hat sich zum Glück (für Springer) wieder erholt.

        Bin jetzt ohnehin eher auf die langfristige Wirkung gespannt. In den USA sind Diesel ja ohnehin ein Randphänomen, die kaufen fleißig die Reihensechser-Benziner von BMW und Co, da kann ich mir vorstellen, dass sich da gar nicht so viel tut. (Mit etwas Optimismus)

        • der_ardt says:

          ja, sehe ich grundsätzlich genauso. Dennoch lesen die meisten Menschen so eine Schlagzeile bzw. überfliegen den Artikel und darin stand dann was von Passat und X5 und von Dieseldreckschleudern, deren Hersteller beim Test getürkte Software einsetzen.

  2. Polaron says:

    Meiner Meinung nach besteht das Problem momentan hauptsächlich darin, dass im Fahrwasser des “Dieselgate” beinahe täglich neue Wasserstandsmeldungen (Reformierung der Abgastests, Abschaffung des Steuervorteils für Diesel, Neuregelung von Umweltzonen bzw. Aussperrung von Diesel-Pkws, etc.) durch die Presse geistern und die potenziellen Diesel-Pkw-Käufer dadurch wenigstens stark verunsichert sind.

    Die Politik bzw. das Bundesministerium für Verkehr sollte hier schnellstens Klarheit schaffen und dafür sorgen, dass potenzielle Käufer von heute nicht die Dummen von morgen sind.

    Inwieweit der Ruf des Dieselmotors an sich Schaden genommen hat, wird man wohl erst in ein paar Monaten anhand der Zulassungszahlen sehen können. Momentan scheinen alle größeren Hersteller von Dieselmotoren unter Generalverdacht zu stehen – zumindest kommt es mir so vor.
    Wenn gewisse Hersteller hier aber sauberer und rechtskonformer als VW gearbeitet haben, könnten diese sicherlich in Zukunft durch Ex-VW-Kunden profitieren.

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