Premium-Hersteller per August 2015: Mercedes überholt Audi

News | 14.09.2015 von 17

Premium-Absatz per August 2015: BMW verteidigt seine Position als weltweiter Premium-Marktführer, Mercedes überholt Audi und erobert den 2. Platz.

Im weltweiten Ranking der Premiumhersteller hat der August 2015 den erwarteten Platztausch auf dem 2. Rang Realität werden lassen – Mercedes-Benz hat Audi per August 2015 auf den 3. Platz abgedrängt und sich gleich einmal über 10.000 Fahrzeuge Vorsprung verschafft.

Dabei hat im August zwar zum einen Mercedes auf die BMW-Kernmarke rund 2.000 Fahrzeuge gutgemacht, dennoch hat sich zum anderen der Vorsprung der Münchner gegenüber dem zweitplazierten Premium-Hersteller Daimler (ohne die Nicht-Premiummarke Smart) auf nunmehr 242.000 Fahrzeuge erhöht. Die exakten Zahlen – wir bleiben wegen der relativen Knappheit bis auf weiteres bei der Stück-Darstellung – ergeben sich wie folgt:

BMW-Audi-Mercedes-per-August-2015-Premium-Absatz-Vergleich-Verkaufszahlen-02

Ziemlich eklatant stellte sich im Monat August erneut die Entwicklung auf dem chinesischen Festland dar – mittlerweile im Übrigen für alle drei Anbieter der größte Einzelmarkt: Während Audi dort im August gegenüber dem Vorjahr 2.000 Fahrzeuge weniger absetzte und BMW ebenfalls unter Vorjahr blieb, lieferte Daimler 10.500 Fahrzeuge mehr aus als ein Jahr zuvor. Laut eigenem Bericht entfiel das Gros des Wachstums auf in China produzierte Fahrzeuge. Die weitere Entwicklung in China verspricht somit Einiges an Spannung – wir erwarten jedoch, dass sich das Wachstums-Gap zwischen Daimler und Audi/BMW verringert bzw. schließt.

In Europa wuchsen BMW und Daimler im August hingegen im Gleichschritt und mit jeweils ca. 15% zum Vorjahr auch ausgesprochen deutlich. Audi schaffte dagegen in der gleichen Region mit knapp 7% weniger als die Hälfte des Wachstums der Mitbewerber. In absoluten Zahlen führt BMW die Europa-Rangliste mit rund 623.000 Einheiten klar vor dem Zweiten (Audi mit 533.000) an. BMW ist somit in der Lage, die stagnierende Entwicklung Chinas durch Europa-Wachstum zu kompensieren.

In den USA hält BMW sowohl nach Definition der ‚US Luxury Crown’ als auch im Gesamtabsatz die Pole-Position unter den Premiumherstellern. Dies ist, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Produktionsengpässe im Werk Spartanburg, durchaus nicht selbstverständlich. Aus aktueller Sicht erwarten wir keine weiteren Verschiebungen auf den Positionen 1 bis 3 im Premium-Ranking bis zum Jahresende 2015.

BMW-Audi-Mercedes-per-August-2015-Premium-Absatz-Vergleich-Verkaufszahlen-01

17 responses to “Premium-Hersteller per August 2015: Mercedes überholt Audi”

  1. Frank Schmidt says:

    Gibt es hierzu schon eine Stellungnahme von Herrn Stadler aus Ingolstadt, der ja ganz offensichtlich Mercedes lange nicht ernst genommen hat (“Es wird ein spannender Zweikampf zwischen Audi und BMW – einer von beiden wird die Nase vorne haben”). Arroganz kommt vor bekommtlich vor dem Fall. Vielleicht ist ja auch in Ingolstadt künftig von einem Dreikampf die Rede.

    • der_ardt says:

      wieso? Er hat doch recht: BMW hat die Nase vorn. Dass Mercedes sich dazwischen schiebt hat er ja nicht ausgeschlossen 😉

  2. Hanibal says:

    Es ist schon lange meine Rede, das Audi im Kampf BMW gegen Mercedes und umgekehrt wohl etwas zerrieben wird. Eigentlich ist Audi ja auch keine alte, wirkliche Premiummarke, sondern immer noch ein Emporkömmling, quasi ein VW mit Premiumanmutung. Man eifert in vielerlei Hinsicht BMW und Mercedes nach, aber es ist immer nur ein hinterher rennen.

    Mercedes scheint nun aufgewacht zu sein und holt sich dort Absatz, wo Audi bisher besonders stark war: in China. Allerdings ist viel zuletzt viel Marketinggetöse im Umfeld von Mercedes festzustellen. Audi hat man das großspurige Auftreten (Ankündigungsweltmeister!) nachgesehen, Mercedes nicht.

    • Pro_Four says:

      …vom Gefühlt her könnte man sagen, von Audi kommt wieder nix Neues. A4 könnte -ausgenommen das neue Interieur- der Alte sein.

      Q7 -läuft der schon?

      Gibts da noch was, außer den -nach Mercedes- angekündigten X6 Ableger, bei dem man -wie so oft- belächelt wurde.

      Auch wenn ich solche Autos nicht mag, wie den kommenden X7, aber BMW hat ein grandiosen Status in den USA und dort läufts fast immer, auch wenn Audi versucht immer wieder Product Placement zu betreiben.

    • Frank Schmidt says:

      “VW-Emporkömmling” – absolut richtig! Letztlich hatte Audi seinen Erfolg der letzten Jahre ja maßgeblich China zu verdanken und konnte dort eben von einem seit Jahrzehnten bestehenden VW-Vertriebsnetz proftieren. Die Wettbewerber musste dort hingegegen bei “null” anfangen. BMW hat aber insoweit längst aufgeholt und Mercedes sitzt gerade erfolgreich nach. Wenn die Sonderstellung in China endgültig vorbei ist und auf allen wichtigen Märkten gleiche Ausgangsbedingungen herrschen, wird es für Audi eng bleiben.

    • der_ardt says:

      das ist mir alles zu plakativ. BMW war auch einst Emporkömmling und von Mercedes nicht ganz ernst genommen. Und auch, wenn mir der Großteil der Audis nicht gefällt, sind es dennoch unterm Strich gute Autos. Bei einem Hersteller, der millionenfach hochpreisige Autos verkauft – auch wenn nicht so hochpreisig wie BMW oder MB – von einem Emporkömmling zu sprechen, ist schon sehr hochmütig.

      • Darth Batman says:

        Nein, das nennt man arrogant….allerdings hat Hr. Schmidt vermutlich noch nie eine Autofirma von innen gesehen….

      • Axel Sch(w)eiß says:

        ich gebe euch beiden recht.

        Aber ich denke die Äußerungen zeugen auch von sehr großer Unkenntnis über Autos und Autofirmen, denn Horch war ja seinerzeit DIE Referenz bei Luxuslimousinen und existierte ja bereits vor BMW. Und ich finde es eigentlich eher noch bemerkenswert, dass Audi mit der relativ alten Produktpalette noch so viel absetzt. Ich denke mit den anstehenden Modellwechseln werden die wieder ganz schön Fahrt aufnehmen. In den USA verzeichneten (wenn auch von niedrigerem Niveau) das im Vergleich größte Wachstem der drei.

        Ansonsten finde ich es sowieso müßig über Absatzunterschiede von ein paar tausend zu diskutieren. Gut ist, dass die Firmen so erfolgreich sind. Jede einzelne erwirtschaftet gerade beste Ergebnisse ihrer Geschichten. Man sollte sich lobend äußern, nicht so kindisch.

        • Hanibal says:

          Wissen Sie worauf sich das Absatzwachstum von Audi in den USA stützt? Im wesentlich auf Rabattschlachten mit dem A3. Ohne die Absatzerfolge des A3 wäre der Absatz von Audi übrigens rückläufig. Audi verkauft immer noch einen ganz anderen Modellmix als z.B. Mercedes oder BMW. Viele billigere Fahrzeuge, Lt. einer früheren Aussage Audis sind lediglich rund 400 Td. Audis/J. dem höherpreisigen Segment zuzurechnen.

        • ups says:

          leider hat horch nichts mit dem vw-töchterchen audi zu tun, schade, schade, schade

      • Hanibal says:

        BMW ist eine uralte Marke mit großen Rennerfolgen in den 30er Jahren, Audi ist eine “Neuschöpfung” der späten 60er Jahre aus dem damals toten Namen “Audi” und dem “Autounion”-Emblem.. Dass es ganz früher mal ein paar Audis gegeben hat, ist dabei völlig unerheblich.

        Audi hängt sich gerne an die Heritage der früheren Autounion, obwohl die eigentlich wenig damit zu tun hat. Audi ist ein Emporkömmling auch deshalb, weil die Firma streckenweise sich so benimmt (Ankündigungsweltmeister!) und sich mit riesigen Werbebudgets überall laut in den Vordergrund drängt. Dass machen “feine” Marken wie BMW und bis zuletzt auch Mercedes nicht.

        • der_ardt says:

          zum einen gibt es die Horch-Historie sowie Auto Union. Nach WK2 war von BMW auch nicht viel übrig, so gesehen ist das jetzige BMW auch nicht das BMW zur Gründungszeit. Audi hat außerdem in den 80ern bereits im Rallysport (auch wenn der Allrad eher eine Notlösung für die Nasenbärkonstruktion war) und in anderen Rennserien Erfolge gefeiert. Inzwischen also über 30 Jahre auch im Motorsport erfolgreich. Aber das hat Axel gut zusammengefasst. (verlinken geht irgendwie nicht, wohl wegen der Klammern)

          • Axel Sch(w)eiß says:

            vielen Dank.
            Hanibal hat leider wenig Sachkenntnis. Audi ist ja eben abgeleitet aus Horch, bzw. die lateinische Übersetzung. Und aus bekannten Gründen musste sich Horch damals ja umbenennen.
            @Hanibal: Im Audimuseem gibt es dazu Anschauungsunterricht.

            • Darth Batman says:

              Guter Kommentar – gute Autos bauen eigentlich alle. Fan kann man ja gerne sein, aber so wie im Fussballstadion sollte es bei Autos nicht sein….

            • janina says:

              den namen audi hat benz in den 60ern für wenig geld an vw verhökert
              das vw-töchterchen audi hat aber auch gar nichts mit dem vorkriegs-horch zu tun

            • Hanibal says:

              Auf das Audi-Museum, wo die Marketingfuzzis ihre Sicht der Dinge darstellen, würde ich mich nicht verlassen. Audi ist keine alte Marke. Die Marke wurde zusammengewürfelt aus der Resterampe von VW. Sie war über Jahrzehnte tot, bevor sie wieder ende der 60er neu gegründet wurde. Die 4 Ringe war z.B. zuletzt das Emblem von DKW, eine Submarke.
              Der “steile” Erfolg wäre nicht so steil gewesen, wenn Audi nicht umgehend jeder BMW Neuentwicklung nachgelaufen wäre, das gilt bis heute. Audi bedient immer noch im wesentlichen das Low-Premium-Segment (<40.000 €) im deutschen Premiumhimmel.

          • Hanibal says:

            BMW hat bis Kriegsende produziert und nach dem Krieg nach Wiederaufbau der zerstörten Produktionshallen mit der Isetta und dem Rauschgoldengel wieder angefangen. Audi war da schon ca. 30 Jahre eine tote Marke. Audi beruft sich zu gerne auf Hoch und daraus abgeleitet auf die Produktion von wenigen Audi-Testfahrzeugen in den Zwanziger Jahren, bevor die Firma pleite ging. Die Mär, die Audi nur zu gern verbreitet ist, dass Audi eine alte Marke sei. Dies ist einfach nicht wahr. Audi hatte mit der Autounion so viel gemeinsam wie Heute Audi mit Porsche. Audi gründet auf einem toter Namen mit dem toten Emblem der Autounion.

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