Apple iCar: BMW i3 als Technik-Spender für das Apple-Auto?

BMW i, BMW i3, Gerüchte | 24.07.2015 von 7

Gespräche zwischen Apple und BMW: Laut Manager-Magazin soll Cupertino für das Apple iCar an der Carbon-Karosserie des E-Autos BMW i3 interessiert sein

Apple hat in den letzten Jahren einen faszinierenden Aufstieg gefeiert und ist seit der Premiere des ersten iPhone innerhalb kurzer Zeit zu einem der größten Unternehmen der Welt aufgestiegen. Mit dem Automobilbau hat die Firma aus Cupertino bisher nichts zu tun, aber die Gerüchte rund um ein “Apple iCar” halten sich seit einiger Zeit hartnäckig.

Wie das Manager-Magazin nun erfahren hat, könnte beim Apple-Auto auch BMW eine entscheidende Rolle spielen: Apple-Chef Tim Cook sei bereits im Herbst 2014 zu Verhandlungen bei BMW gewesen, das Interesse des Elektronikriesen gilt dabei angeblich in erster Linie der Carbon-Karosserie des Elektroautos BMW i3. Genau wie der i3 solle auch das Apple-Auto über einen rein elektrischen Antrieb verfügen.

Apple-iCar-BMW-i3-Carbon-Elektro-Auto-Karosserie-02

Auch wenn die ersten Verhandlungen ergebnislos abgebrochen wurden, befinden sich Apple und die BMW Group weiterhin in Gesprächen. Aus Sicht der Münchner dürfte vor allem das charakteristische Design der i3-Karosserie gegen eine allzu enge Kooperation sprechen, ansonsten könnte der i3 in der Kundenwahrnehmung schnell als “Elektroauto zweiter Klasse” hinter dem Apple iCar zurückfallen.

Außerdem liegt auf der Hand, dass die BMW Group ihr quasi im Alleingang erworbenes Know-How zum Großserien-Einsatz von Carbon im Automobilbau nicht gerne aus der Hand geben würde. Auch wenn Apple bisher kein einziges Auto verkauft hat, sollte man den mächtigen Konzern aus Cupertino als möglichen Premium-Wettbewerber keinesfalls unterschätzen: Es fehlt Apple weder an Geld noch an Wille, neue Märkte zu erobern und etablierte Größen zu verdrängen – siehe Nokia.

7 responses to “Apple iCar: BMW i3 als Technik-Spender für das Apple-Auto?”

  1. Der_Namenlose says:

    Ein Auto ist keine Uhr und wenn das Auto mal nicht funktioniert, kann man es nicht einfach in einem Apple-Store austauschen!
    Zwar kaufen die eingefleischten Apple-Jünger (nicht die normalen Apple-User) jedes Produkt von Apple blind, aber ab 50/60 tausend $ aufwärts funktioniert das nicht mehr.
    Das ist alles nur heiße Luft. Beteiligung an einem Autohersteller wäre möglich, aber ein eigenes Auto, Nein!
    Ich würde so etwas nur Google oder Samsung zutrauen (wobei Samsung ja schon eigene Autos verkauft), Google ist die eigentliche Konkurrenz, aber Apple nicht.

  2. Hans says:

    Meiner Meinung nach macht eine Kooperation seitens BMW wenig Sinn, auch wenn ich nicht weiß wie weit Apple mit der Entwicklung eines Autos ist, bzw ob sie überhaupt schon damit angefangen haben.
    Von der Elektronik her mögen die vermeintlich mehr Ahnung haben, aber ich denke nicht so, dass BMW sein Know-How über die KFZ-Technik hergeben sollte.

  3. Polaron says:

    Also ich würde Apple genausowenig wie Google unterschätzen.

    Natürlich haben beide Firmen im klassischen Automobilbau null Erfahrung (auch wenn Apple offenbar schon ziemlich viel erfahrenes Fachpersonal für Forschung und Entwicklung angestellt hat). Die Kriegskassen von beiden Firmen sind aber prall gefüllt und ein logischer nächster Schritt auf dem Wachstumskurs ist sicherlich nicht nur Konnektivität und Multimedia-Anwendungen für etablierte Automobilhersteller anzubieten, sondern selbst maßgeschneiderte Fahrzeuge hierfür auf den Markt zu bringen.

    Das Auto entwickelt sich halt einfach immer mehr zum fahrenden und vernetzten Computer und da wäre es für IT/Elektronik-Giganten schlicht verwunderlich, wenn diese nicht ein gewaltiges Stück vom Profit-Kuchen abhaben möchten.

    Tatsächlich sehe ich Apple sogar als die weitaus größere Gefahr für die traditionellen Automobilhersteller als Google oder bspw. Samsung.

    Apple ist besonders gut darin, Geräte über ein Premium-Image zu verkaufen. “Urbane” Elektrofahrzeuge im Kompaktwagen-Segment, die nicht unbedingt durch Fahrleistungen oder sportliche Charakteristika, sondern vielmehr durch Konnektivität und Multimedia sowie ein hippes Design überzeugen, wären sicherlich ein Anfang.

    Auch wenn für viele Automobilhersteller die Zeiten selten so rosig wie derzeit sind, so dürfen sie sich wohl mittel- oder langfristig auf stärkere Konkurrenzkämpfe einstellen.

    • Hans says:

      Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Nur wenn Apple wirklich was vom Kuchen abhaben will müssen sie ein, wie du sagst, sehr hippes Auto/ Produkt auf den Markt werfen. Kann mir leider im Moment gar nicht vorstellen, wie das aussehen soll. Muss sich ja auch von der Masse abheben (wie z.B.: ein i8).
      Dazu kommt, dass die potentiellen jungen Kunden sich kaum ein Premium- Fahrzeug leisten können. Die 1000€ für ein iPhone sind aufzutreiben, aber wenn es plötzlich in den Bereich um die 50.000€ geht wird das anders.
      Alles in Allem wird das aber sehr spannend werden, auch im Bezug darauf, was BMW ,im Hinblick auf ein massentaugliches Auto der Giganten aus Kalifornien, entgegenzusetzen hat.

      • Polaron says:

        Wie ein “AppleCar” aussehen könnte, kann ich mir auch nicht genau vorstellen. Ich kann mich aber deiner Argumentation soweit anschließen, dass es sich entscheidend von den Wettbewerbern abheben müsste. Ein aus der Masse herausragendes Design wäre wohl zu wenig. Apple müsste sich auch beim Thema Konnektivität/Multimedia/Bedienkonzept einen (gefühlten) Mehrwert zur Konkurrenz bieten.

        Was mögliche Zielgruppen angeht:

        – nicht alle jungen Leute nagen am Hungertuch
        – “junggebliebene” bzw. technikaffine Leute bzw. Hardcore-Applefans (von denen es ja auch ein paar gibt…;) ) würden wohl auch ins Beuteschema von Apple passen

        • Hans says:

          Klar nagen nicht alle jungen Leute am Hungertuch, aber ob man sich mal eben ein Auto für mehrere 10.000€ leistet ist dann doch nochmal eine andere Größenordnung als ein iPhone/iPad/MacBook 😉
          Deshalb denke ich fällt da schon ein durchaus beachtlicher Teil an potentiellen Käufern weg und klar, die eingefleischten Fans werden sich dann auch das Auto kaufen, wenn sie es gut finden(was die ja dann meistens tun 😛 )
          Trotzdem stellt sich hald dann die Frage ob es sich dann noch rentiert ein Auto zu bauen, bezüglich Rendite etc.
          Schönes Wochenende 😉

  4. E9 Batmobil says:

    Die Autobranche ist kein besonders erfolgsversprechendes Pflaster, so verrückt das klingt. Harte Arbeit, wenig Gewinn. Die Zahlen klingen hoch, aber die Rendite ist verglichen mit Apple, Google und Co. lächerlich. Manche habens schon eingesehen, andere werden es womöglich nie einsehen. So interessant die Marke Tesla ist, so wenig funktioniert sie nach gesunden unternehmerischen Prinzipien. Apple wird daraus die richtigen Schlüsse gezogen haben und niemals so “blöde” sein. Bei Apple gibts strikte Renditeziele und ich bin sehr gespannt wie sie ein solches auch nur annähernd mit einem Auto erreichen wollen. Ein Konzept gibts dafür sicherlich und dass sie ausgerechnet bei BMW nachfragen zeigt eigentlich nur eins: Das Ding wird kein Schnäppchen.

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