10 Jahre BMW Werk Leipzig: Jubiläum mit hohem Besuch

News | 20.03.2015 von 12

Aus dem heutigen Produktionsnetzwerk der BMW Group ist das BMW Werk Leipzig nicht mehr wegzudenken, doch der Standort in Sachsen feiert in diesem Jahr tatsächlich …

Aus dem heutigen Produktionsnetzwerk der BMW Group ist das BMW Werk Leipzig nicht mehr wegzudenken, doch der Standort in Sachsen feiert in diesem Jahr tatsächlich erst seinen 10. Geburtstag. Das erste Auto, ein BMW 320i der Generation E90, lief knapp vier Jahre nach der Entscheidung für den Standort am 1. März 2005 vom Band. Am 13. Mai wurde schließlich mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die offizielle Werkseröffnung gefeiert.

Zum 10-jährigen Jubiläum wurde heute die Produktion im BMW Werk Leipzig angehalten, um allen Mitarbeitern die Teilnahme an den Feierlichkeiten zu ermöglichen. Als Gratulanten waren neben dem BMW-Produktionsvorstand – und kommendem Vorstandsvorsitzenden – Harald Krüger auch Sachsens Ministerpräsident Stanislav Tillich und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung vor Ort.

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Heute arbeiten über 4.700 Menschen im BMW Werk Leipzig, Tag für Tag rollen über 750 neue Fahrzeuge vom Band – vom BMW 1er Fünftürer über den 2er Active Tourer, das 2er Coupé, das 2er Cabrio und den X1 bis hin zu i3 und i8. Seit 2005 wurden über 1,6 Millionen Fahrzeuge im BMW Werk Leipzig gebaut.

Harald Krüger (Produktionsvorstand der BMW AG): “Hier in Leipzig haben wir erstmals Strukturen und Prozesse realisiert, die heute als Standards dienen für andere Standorte auf der ganzen Welt. Und hier haben wir in der Automobilproduktion neue Kapitel aufgeschlagen, zum Beispiel mit der weltweit ersten Highspeed-Servopresse zur Bearbeitung hochfester Stähle oder mit dem weltweit ersten Einsatz von Karbon in einer Serienproduktion. Ich bin stolz auf diese Leipziger Mannschaft.”

Stanislav Tillich (Ministerpräsident des Freistaats Sachsen): “BMW ist gut für Leipzig, gut für das Autoland Sachsen. Ich freue mich, dass BMW einen so wichtigen Produktionsstandort im Freistaat errichtet hat und diesen auch kontinuierlich ausbaut. Dies sorgt dafür, dass es in der gesamten Region vorangeht und die Bedeutung des Industriestandortes Sachsen weiter wächst. Schon jetzt kommt jedes zehnte in Deutschland produzierte Auto aus Sachsen. Die Fertigung der innovativen BMW i Modelle sichert dem Unternehmen auch künftig die internationale Wettbewerbsfähigkeit und beweist, Sachsen und Hightech gehören zusammen.”

Burkhard Jung (Oberbürgermeister der Stadt Leipzig): “Im Leipziger BMW Werk schlägt seit zehn Jahren das industrielle Herz unserer Stadt. Keine Stadt in Deutschland wächst schneller und dynamischer als Leipzig, in keiner anderen deutschen Großstadt ist die Arbeitslosigkeit so deutlich gesunken wie bei uns. Danke an BMW für das Vertrauen in Leipzig.”

Meilensteine der Werksgeschichte

  • 18. Juli 2001: Standortentscheidung. Leipzig setzt sich gegen mehr als 250 Bewerber aus ganz Europa durch und bekommt den Zuschlag für den neuen Produktionsstandort der BMW Group.
  • 2001/2002: Beginn der Einstellung neuer Mitarbeiter in Leipzig, die bis zum Start der Serienproduktion in Leipzig in den bayerischen BMW Werken auf ihren späteren Einsatz vorbereitet werden.
  • 7. Mai 2002: Spatenstich mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.
  • 2001 – 2005: Die Erstinvestitionen in das neue Werk betragen 1,2 Mrd. Euro und umfassen neben dem Zentralgebäude die Technologien Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Hinzu kommt ein Versorgungszentrum für Zulieferteile. Weltweit erstmals entsteht ein Montagegebäude mit einer Fingerstruktur für ideale Logistiklösungen und flexible Anpassungsmöglichkeiten.
  • 1. März 2005: Start der Serienproduktion, als erstes Fahrzeug läuft ein BMW 320i vom Band. Am 13. Mai 2005 gibt Bundeskanzler Gerhard Schröder vor Hunderten Gästen das feierliche Signal zur Werkseröffnung.
  • Dezember 2005: Das von der Architektin Zaha Hadid entworfene Zentralgebäude gewinnt den Deutschen Architekturpreis.
  • 2007: Mit dem Produktionsstart der BMW 1er Reihe meistert das Werk Leipzig erstmals den Anlauf eines komplett neuen Modells und das mit gleich drei Varianten: als Dreitürer, Coupé und Cabrio.
  • 2009: Für weitere 100 Mio. Euro kommt ein Presswerk hinzu, in dem weltweit erstmals eine Highspeed-Servopresse zum Einsatz kommt, die bis heute die schnellste und effizienteste ihrer Art ist. Im selben Jahr läuft der BMW X1 im Werk Leipzig an, dafür geht das Volumen der BMW 3er Limousine zurück an andere Werke im Produktionsnetzwerk.
  • 5. November 2010: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, geben den Startschuss für den Ausbau des Werks zum Produktionszentrum für Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen investiert hierzu 400 Mio. Euro und schafft 800 neue Arbeitsplätze.
  • 9. Dezember 2011: Der einmillionste BMW läuft in Leipzig vom Band.
  • Juli 2013: Erstmals in Deutschland entstehen auf dem Werksgelände eines Automobilherstellers Windkraftanlagen zu regenerativen Energieversorgung der Produktion vor Ort.
  • 18. September 2013: Der erste BMW i3 läuft vom Band und markiert den Aufbruch in eine neue Ära der Automobilproduktion: Weltweit erstmals kommt hierfür der Werkstoff Karbon in einer Großserienproduktion zum Einsatz.
  • Mai 2014: Die Serienproduktion des Plug-In-Hybrid-Sportwagens BMW i8 startet in Leipzig.
  • Juli 2014: Mit dem Produktionsanlauf des BMW 2er Active Tourer betritt die Marke BMW ein weiteres Mal Neuland in Leipzig. Das Fahrzeug ist nicht nur Pionier im Segment der Sports Activity Tourer, sondern auch der erste BMW mit Frontantrieb.
  • 24. Oktober 2014: Der 1,5-millionste BMW läuft im Werk Leipzig vom Band.
  • November 2014: Die jahrelange Erweiterung des Presswerks erreicht den geplanten Vollausbau. Das Presswerk betreibt nun vier Großpressen und zwei Coilanlagen zur Fertigung von Karosseriebauteilen. Insgesamt hat die BMW Group 320 Mio. Euro in das Presswerk investiert.

12 responses to “10 Jahre BMW Werk Leipzig: Jubiläum mit hohem Besuch”

  1. MFetischist says:

    Ich hab noch die Chronik, die damals bei der Einweihung des Werkes vergeben wurde. Wahnsinn wie die Zeit vergeht und schön das sich der Standort so entwickelt hat.

    Jedem der das Werk noch nicht kennt, sei eine Werkführung wärmstens empfohlen!

    • TESTOSTERON ANABOL SOLDIER says:

      Kann ich nur zustimmen, vor allem im Vergleichn zu etlichen VAG Produktionen sehr Sehenswert. Selbst die Büros sind sehr interessant aufgebaut.

    • BMW_550i says:

      Das waren Zeiten, nicht wahr? Nur R6-Motoren im E60, bis auf einen Dieselmotor mit R4 (520d). So gefällt mir das, nicht so wie jetzt – 528i mit R4 Turbo .. jap, so ist das! 🙂

      • der_ardt says:

        oder auch E39.. als man bei BMW Motoren noch Triebwerke nannte 😉

        • BMW_550i says:

          Korrekt. Selbst die Fahrwerksabstimmung ist bei BMW nicht mehr so, wie sie mal war. Gut, darüber kann man streiten – ein E36 war sehr hart abgestimmt – ein Restkomfort war da mit M-Fahrwerk nicht mehr vorhanden, was heute ja besser geht durch z.B.: adaptive Dämpfer (Spreizung zw. den einzelnen Mods ist gegeben). Aber ein F10 LCI (bin ihn als 535i gefahren) mit Adaptive Drive (EDC + DynamicDrive) und der Integral-Aktivlenkung bewegt sich vom “sportlichen Fahrgefühl” her auf dem Niveau eines E39 mit M-Sportfahrwerk. Man sieht meines Erachtens hier deutlich, was 1) die steigende Masse der Fahrzeuge und 2) die immer mehr Richtung “deppensicher” abgestimmten Fahrwerke (weich, untersteuernd, Wank/Rollneigung) mit sich bringen! Man benötigt Technik, die es vorher nicht mal gab – aber trotzdem von der Grundabstimmung die BMWs so abgestimmt waren, dass sie sportlich und fahraktiv fuhren – heute braucht man “aktive Systeme”, um die einfachen und ohne jeglichen elektr. Hilfen abgestimmten Fahrwerke von früher “zu toppen”. 🙂 Leider wahr!

          Selbst mein 550i mit M-Sportfahrwerk ist nicht mehr so gut, was Strassenlage angeht, wie es der E39 mit M-Sportfahrwerk war. Ich habe den direkten Vergleich, da ich 540i mit M-Fahrwerk fuhr. Der 550i F10 ist ohnehin ein Flaggschiff, da bedarf es ein KW-Fahrwerk, um mit dem E39 mithalten zu können, was Strassenlage angeht – zumindest subjektiv und vom reinen “Gefühl” 🙂 Ich denke, du weißt genau was ich meine!

          Aber gut, das ist ein Thema für sich. Ich habe es auch gerne, wie es derzeit ist – ich kann komfortabel im M3 fahren, aber auch bretthart im Sport-Plus Modus. Hat auch seinen Reiz, keine Frage!!

          Grüße aus MUC.

          • MFetischist says:

            Nur das dem aktuellen M4 schon attestiert wird, im Sport-Plus eben nur hart zu sein aber nicht schnell(er). Chris Harris plädiert sogar dafür das Fahrwerk im Comfort-Modus zu belassen und nur alle anderen Parameter nachzuschärfen, um schnell zu sein.

            Also eher so etwas wie Schein-Sportlichkeit.

            Das ist gar kein Bash für die Ingenieure. Das Fahrzeug leistet das, was die Konzerndenker vorgeben.

            Die von dir beschriebene “abnehmende Agilität” resultiert halt aus dem Gewicht, welches die Fahrzeuge mit sich rumschleppen und der Spreizung der Fahrwerke.

            Wenn du die Zielgruppenanalyse vom alten E36S liest, wirst du da sowas finden wie “Zielgruppe sind Freiberufler mit xy Einkommen ( Ärzte, Anwälte, Architekten etc. ), die schon einen 5er oder 7er vor der Tür haben und für die der M3 nur die sportliche Ergänzung zu ihrem Alltagsfahrzeug ist.”

            Wenn der M3 dann knochentrocken und verhältnismäßig hart abgestimmt war, war das so gewollt.

            Heute sollen die Fahrzeuge dank adaptiver Fahrwerke Allrounder sein – was sie auch sind, wodurch aber die letzte Konsequenz in jede Richtung abhanden kommen muss -. Auf den Boulevards geschmeidig die Einkäufe nach Hause federn und stabil geradeaus auf der AB laufen.

            Demnach kaschieren die Weiterentwicklungen im Fahrwerksbereich höchstens noch das gestiegene Gewicht. Die angehobene Leistung und das Drehmoment, die Weiterentwicklungen bei den Reifen und zusätzliche Keramikstopper bewirken die entscheidenden Zehntel auf dem Track gegenüber dem Vorgängermodell.

            Wir hatten vor ein paar Tagen den AC Schnitzer ACZ4 5.0d ( http://www.bimmertoday.de/2015/03/17/ac-schnitzer-acz4-5-0d-bmw-z4-e89-mit-triturbo-diesel/ ) diskutiert.

            Da habe ich auch schon überlegt, wie der wohl mit einem S65 gehen würde ( “Z4 GT3” ).

            Der Weisheit letzter Schluss wäre der wohl aber – wegen der zu erwartenden Kopflastigkeit – leider trotzdem nicht.

          • der_ardt says:

            Früher war auch nicht alles gut, aber ich kann dir insgesamt nur zustimmen, mit dem E39 kann der E60 optisch wie technisch nicht mithalten und zumindest technisch kann es der F10 nicht. Fairerweise muss ich sagen, dass ich den F10 noch nicht als 50i gefahren bin. Bei der Leistung und dem Drehmoment würde ich zumindest längsdynamisch sicher begeistert sein. Der E39 ist für seine Größe einfach ein auf die Straße genageltes Brett, dazu noch die unauffällige Optik beim 40i mit nur einem Endrohr (und die vornehme Zurückhaltung bei der Typenbezeichnung, obwohl der Motor mehr Hubraum hatte). Mit E24, E30 und E46 meine Lieblingsbaureihe. Schönen Abend!

            Nachtrag: hab gerade Emmis Kommentar gelesen und Stimme ihm zu: die Fahrwerke sind nicht schlechter, unterm Strich wahrscheinlich wesentlich besser, aber für ein paar Spinner wie uns eben nicht konsequent und kantig genug, um wirklich Spaß damit zu haben. 😉

  2. Chris35i says:

    Echt ein schickes Werk!

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