BMW Z4 Roadster: Nachfolger wird mit Toyota entwickelt

BMW Z4 | 12.03.2015 von 38

Gemeinsame Entwicklung: BMW Z4 Roadster und Toyota GT86 der nächsten Generation sollen sich aus Kostengründen eine gemeinsame Architektur teilen

Langsam aber sicher kommt Klarheit in die Situation des BMW Z4 Roadster, dessen Nachfolge lange Zeit ungeklärt schien: Inzwischen deutet alles darauf hin, dass der E89-Nachfolger eine bayerisch-japanische Co-Produktion wird. Der Grund dafür sind die seit Jahren überschaubaren Verkaufszahlen im Segment der Sportwagen und Roadster, weshalb sich die Entwicklung eines neuen Autos für einen einzelnen Hersteller kaum noch lohnt.

An dieser Stelle kommt Toyota ins Spiel, denn die Japaner stehen vor einem ähnlichen Problem: Emotionale Autos wie der GT86 sollen die Modellpalette ergänzen, aber Fahrzeuge mit Hinterradantrieb sind im Toyota-Programm seltene und daher in der Entwicklung besonders teure Exoten.

BMW-Z4-Roadster-Toyota-GT86-TheophilusChin-1 Roadster-Entwürfe auf Basis der BMW Zagato-Modelle

Die Folge: Der größte Autobauer der Welt und der erfolgreichste Anbieter von Premium-Automobilen werden zusammenarbeiten und gemeinsam an einer Architektur arbeiten, die als Grundlage für einen neuen BMW Z4 und den nächsten Toyota GT86 dienen kann.

Unstrittig ist, dass es sich um eine Hinterradantriebs-Architektur handeln wird, schließlich gehört das damit einhergehende Fahrverhalten sowohl beim BMW Z4 Roadster als auch beim Toyota GT86 zu den prägendsten Eigenschaften. Abgesehen davon wird es auch zahlreiche Unterschiede geben, denn die Fahrzeuge sollen keinesfalls so ähnlich werden wie der aktuelle GT86 und der Subaru BRZ.

Exterieur- und Interieur-Design sollen ebenso eigenständig ausfallen wie die Motoren-Palette und Verwechslungen der beiden Sportwagen praktisch unmöglich machen. Natürlich wird auch jeder Hersteller auf das von seinen Kunden gewohnte Infotainment setzen.

BMW-Z4-Roadster-Toyota-GT86-TheophilusChin-2

Der wichtigste Unterschied könnte jedoch die Karosserieformen betreffen, denn hier sind zum Marktstart zwei völlig verschiedene Wege denkbar: Während der BMW Z4 zunächst als Roadster – dann aber wieder mit Stoffdach – auf den Markt kommt, könnte der Toyota GT86 zunächst nur als Coupé erhältlich sein. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten dann ein BMW Z4 Coupé und ein Toyota GT86 Roadster neue Impulse setzen.

Bis wir die bayerisch-japanischen Sportwagen tatsächlich auf der Straße sehen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Gegenüber Automotive News Europe sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich in Genf, dass er sich über einen Marktstart vor dem Jahr 2020 freuen würde.

(Photoshop-Entwürfe: TheophilusChin.com)

38 responses to “BMW Z4 Roadster: Nachfolger wird mit Toyota entwickelt”

  1. Axel says:

    Sehr schön! Einen GT86 von BMW würde mir sehr gefallen.

  2. cisi says:

    ich finde den entwurf sehr schön…

  3. DasDubioseObjekt says:

    2020??? Da ist der Z4 wie alt? Krass

    • PHoel says:

      Ist doch egal… Warum denn nicht? Verkaufen tut er sich bekanntlich nicht so gut, und es bringt auch nichts dauernd neue Modelle rauszubringen, wenn sich eh nicht viel verändert.

  4. B3ernd says:

    2020….da war der E89 aber wirklich lange im Amt – 11 Jahre. Vom E89 war ich nie Fan, vom E85 schon.

    Bevor die Aktionäre aus Kostengründen einen Z4 Nachfolger komplett ablehnen, ist die Koop mit Toyota der einzige Weg für einen Z4 Nachfolger – kein wirklich schlechtes obendrein. Obwohl ich anfänglich die Unternehmen BMW & Toyota nicht gern in einem Satz sah.

    Der einzige Wermutstropfen: Die Preise werden wohl weiterhin weit oben angesiedelt sein – auch mit der Koop von Toyota.

    • Der_Namenlose says:

      Wenn der neue 2020 rauskommt, kann doch BMW den aktuellen Z4 nicht weitere 5 Jahre verkaufen! Ohne einen zweiten LCI geht es doch nicht. Das Design ist weiterhin top, aber weitere 5 Jahre das LCI-Modell?
      Ich gehe davon aus, dass sie einfach einige Jahre gar kein Z-Modell mehr anbieten.

      • B3ernd says:

        Dann wirds wohl ein LCI 2.0 geben 😉

        2020 soll er spätestens erscheinen. Ich sehe darin aber kein Problem, da z.B. ein SL R129 12 Jahre am Markt war, der SL R230 10 Jahre. Sogar ein Audi A4 B8 ist bereits 8 Jahre am Markt.

        Sollte die Nachfrage deutlich abfallen, ist deine Variante allerdings auch denkbar. Ich denke aber eher an eine weitere LCI Version.

        • moehre says:

          Ein SL ist aber ein bisschen was anderes als ein Z4 😀
          Der Z4 ist ein Spaßauto, das mit dem Trend gehen muss.
          Der SL ist ein Luxuscabrio und kann sich etwas mehr Zeitlosigkeit erlauben.

        • El Barto says:

          Nicht zu vergessen der R 107 mit stolzen 18 Jahren Produktionszeit…aber das waren noch andere Zeiten.

          • B3ernd says:

            Ich bin bewusst nicht weiter zurück gegangen. Das waren tatsächlich noch ganz andere Zeiten. Da war sogar ein e30 12 Jahre auf dem Markt 🙂

            • El Barto says:

              Ja, stimmt. Durch die lange Bauzeit des 107 muss der 129 auf die Kundschaft wie ein Ufo gewirkt haben 🙂 Beim Z4 sehe ich dieses Problem eigentlich nicht,selbst wenn er wirklich noch 5 Jahre gebaut werden sollte. Er wirkt optisch nach wie vor frisch auf mich. Höchstens ein neuer SLK könnte BMW in Zugzwang bringen. Aber glaubt man der AB, tut sich da vor 2020 auch nichts.

              • der_ardt says:

                hmm in fünf Jahren ändert sich das Straßenbild schon merklich, ich denke man sollte das nicht unterschätzen. Ob der Z4 dann so noch reinpasst, ist eher zweifelhaft (auch wenns nach wie vor ein schönes Auto sein wird). Ich denke es wird einfach einige Zeit keine Z4 mehr geben

                • El Barto says:

                  Also das ist jetzt meine höchst subjektive Ansicht, aber seit ein paar Fahrzeuggenerationen benötigen viele Autos gegen Ende ihres Lebenszyklus optisch noch keinen Nachfolger (klar, die technische Seite ist wieder was anderes). Das ging mir z.B. beim E70 so und beim F01 sehe ich das ähnlich. Die Designsprünge sind irgendwie nicht mehr so groß, als dass der Vorgänger direkt alt aussieht. Das schleicht sich dann erst nach und nach ein, wenn das neue Modell schon einige Zeit auf der Straße rumfährt.

                  Und es kommt auch darauf an, wie präsent ein Auto auf der Straße ist. Ein Z4 ist jetzt nix superseltenes, aber andere Autos sieht man halt weitaus häufiger. Daher ist der “Abnutzungseffekt” beim Z4 geringer. Dazu kommt, dass er optisch gute Roadstergene hat: kurzes Heck, lange Haube…sieht super aus. Deshalb glaube ich, dass er (wie das IMHO wunderschöne E 46 Cabrio) eher zum modernen Klassiker reifen kann, als dass er wirklich alt wirkt. Und was sind da schon 5 weitere Jährchen 😉

                  • der_ardt says:

                    ich kann dir da absolut nicht widersprechen 🙂
                    Meine Einschätzung bezieht sich eher auf das, was die Konzernführung in wenigen Jahren zu verantworten hat. Und da der Z4 nicht gerade das Erfolgsmodell ist kann man so einen bequemer Absägen als weitere drei Jahre unaktualisiert rumfahren zu lassen (und womöglich bei Tests etc. negativ aufzufallen)

                  • Lauerput says:

                    +1 fürs “wunderschöne E46 Cabrio”.

                    Bin am Wochenende mal den F30 von einem Bekannten gefahren und es war eine Katastrophe. Ok, es war ein 318d mit Winterreifen und normalen Fahrwerk, was aber trotzdem nicht dieses meiner Meinung nach mieserable Fahrgefühl entschuldigen darf. Die Lenkung ist ohne jegliche Rückmeldung, das Fahrwerk absolut schwammig und der Innenraum nicht hochwertiger als in einem Japaner. Eigentlich hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mir dieses Jahr einen neuen BMW zuzulegen aber, wenn man bei BMW nur noch Sportlichkeit bekommt, wenn ein M im Namen steht, dann fahr ich meinen Reihensechszylinder mit präziser Lenkung, perfekt abgestimmtem Fahrwerk und LED-Rückleuchten mit Freude weiter – Connectivity kann mein Smartphone auch, da brauch ich kein Auto dafür.

                  • El Barto says:

                    Das könntest du direkt so ausdrucken und nach München schicken 🙂 Und dem Vorstand vielleicht noch eine Probefahrt mit deinem Auto anbieten…vielleicht erinnert man sich dann wieder 😉 Wir hatten bis letzten November ein E92 325d M Sport Edition in der Familie. Dem Wagen weine ich hinsichtlich Fahrwerk, Motor, Lenkung und (Schalt-)Getriebe so einige Tränen hinterher!

                  • Lauerput says:

                    Ich denke, die da oben wissen schon, was sie machen. Sich dem Massengeschmack anbiedern. Das ist momentan noch erfolgreich …

                  • El Barto says:

                    Optimistisch bleiben, es gibt ja auch noch einige tolle BMW.

                  • Lauerput says:

                    Wird schon wieder :-))

            • der_ardt says:

              er hätte mit modernisierten Motoren jetzt noch am Markt sein sollen 🙂

    • der_ardt says:

      E85 für den Fahrspaß, E89 fürs Auge 😉 Eine Kombination wäre klasse. Der E85 als M war einfach der Wahnsinn.
      Und wenn bei der Koop ein GT86 in BMW-Kleid und mit einem Reihensechszylinder rauskommt, ist das doch was sehr sehr feines

  5. quickjohn says:

    Ich glaube diesen Mutmaßungen nicht – da muß mehr dahinter stecken.

    Die bisherigen Z3/4 wurden allesamt von 3er Plattformen abgeleitet (e36/e46/e90) und waren damit für BMW bezahlbar. Daß der aktuelle Z4 von der Fahrwerksauslegung völlig mißraten ist hat grundsätzlich nichts mit dieser Adaption an sich zu tun.

    Wenn der künftige Z4 also tatsächlich aus der Sportwagen-Koop mit Toyota kommt, dann kann er nur für einen Teil einer künftigen Sportwagen-Familie stehen – nur für ein Modell wäre der (konstruktive) Koop-Aufwand – d.h. völlig neue Plattform, völlig neues Konzept – viel zu umfangreich.

    Daß sich BMW einen neuen Roadster nur auf Basis einer Koop leisten kann halte ich für kein zutreffendes Argument.

    • Chris says:

      Es wurde bereits in diversen Interviews gesagt, dass die Plattform stark skalierbar ist. Ich rechne mit mehreren Ableitungen an Sportwagen. Dann lohnt sich das Ganze auch.

    • Chris35i says:

      Naja, mißraten ist schon eine verbale Stufe zuviel. Das Ding fährt schon noch anständig ums Eck, so schlimm ist es nicht. 😉

      Bin gespannt, was sich da tun wird, gegen einen schärferen Z4 (bitte aber mit langer Motorhaube) hätte ich nichts einzuwenden.

      • 135iCoupe_N55 says:

        Stimmt 😉 ergänzen würde ich noch, dass beim e89 ist nicht unbedingt das Fahrwerk das große Problem ist, sondern das zu hohe Gewicht… 1600 kg Leergewicht nach EU-Norm für einen Z4 35is ist viel zu viel…

        • quickjohn says:

          Naja – das Gewicht ist dem Fakt geschuldet daß es unbedingt ein Blechdach-Roadster werden mußte.

          Ich persönlich finde daß der aktuelle Z4 lange Zeit das unsportlichste Fahrzeug im BMW-Portfolio war. Daß er in dieser Rolle erst von den 2ern AT/GT abgelöst werden konnte spricht für sich.

          Ich gebe gerne zu daß es mir i.S. Z4 wohl an der erforderlichen Objektivität mangelt – in unserer Garage steht immer noch ein Z4 M Coupe und wenn ich da beginne Vergleiche anzustellen ……

          • Chris35i says:

            Das mit dem 2er AT ist jetzt aber hart. 😀 Gemessen an der Fahrzeugklasse ist das zwar etwas dran, jedoch muss man das Konzeot des E89 auch verstehen bzw. den Schritt den BMW mit der Auslegung weg vom E85/E86 gemacht hat. Das predigst du beim i8 ja auch immer wenn hier das Wort Sportwagen fällt. Ist zwar nicht so extrem beim Z4, aber du verstehst schon.

        • Chris35i says:

          Das stimmt, 100kg weniger würden nicht schaden. Der E89 ist eben im Vergleich zum E85 anders positioniert, natürlich nicht so radikal wie bei der neuen A-Klasse aber deutlich softer und für ein breiteres Publikum. Als Alltagswagen, gerade mit dem Metalldach im Winter, viel besser geeignet. Und offen im Sommer mit R6 Bi-Turbosound auch spaßig.

      • der_ardt says:

        du fährst den E89 doch 😉 da bist du eh nicht objektiv. Das Fahrwerk ist ok, für einen BMW also echt keine Glanzleistung und verglichen mit dem E85 schon recht traurig, die Optik aber einfach der Hammer (nach wie vor).

        ich träume: Das muss sich doch in der nächsten Generation beides kombinieren lassen und dann noch ein schöner R6 (B6 wäre auch schick) rein, am besten als Sauger

        • Chris35i says:

          Ja, objektiv bin ich nicht und klar war der E85 deutlich sportlicher, aber der Motor und die Optik machen das wieder wet und nach der Krawallbude 135i mit dem KW3 Fahrwerk gefällt es mit zur Zeit mit etwas mehr Komfort ganz gut. 😉

          • der_ardt says:

            Der N54 ist sicher alltagstauglicher, aber wenn man Spaß haben will in meinen Augen defintiv der S54 (allein vom Klang..). Beides auf jeden Fall oberes Ende der Nahrungskette 😉

  6. M3-Dreamer says:

    Wird es überhaupt einen neuen Z4 geben? Ich glaube irgendwo von Z3 und Z5 gelesen zu haben.

    • Der_Namenlose says:

      Ja, wird auch wahrscheinlich Z5 heißen.
      Denn ein “Nachfolger” muss nicht zwangsläufig die gleiche Modellbezeichnung tragen. Schließlich wurde auch damals aus Z3 ein Z4.

      • der_ardt says:

        Z6 würde ich ja noch verstehen (gleiches Auto, etwas luxuriöser und teurer = hohe Marge), aber Z3 bzw. Z5?

        Z3 würde mich freuen, weil der kleinste Roadster dann Hinterradantrieb behält, aber Sinn in der neuen Nomenklatur macht es nicht wirklich.

        Dann hätte der M4 auch M3 bleiben dürfen. Ungerade Zahlen sollten doch in der Begründung für die praktisch orientierten Modelle und die geraden dagegen für Coupés und Cabrios, also die unvernünftigen Modellvarianten, genutzt werden (2er AT und GT mal außenvor, aber die beiden sind eh 1. keine BMWs und 2. die Pest)

        • Der_Namenlose says:

          Ich verstehe die Namensgebung auch nicht mehr, schon lange nicht mehr!
          Das sind halt Modellbezeichnungen, die angeblich im Raum stehen. Aber vielleicht ändert sich ja alles bis 2020 wieder einmal. Hauptsache es gibt wieder ein Z-Modell:)

          • der_ardt says:

            ich denke letzten Endes hat man festgestellt, dass sich das gleiche Auto mit etwas dynamischeren Linien und einer leckeren Optik auf Kosten des Platzangebotes ausgezeichnet höherpreisig verkaufen lässt. Diese Argumentation einer klaren Nomenklatur war praktisch der offizielle Grund, die Modellreihen etwas zu erheben.
            Und ja, ein Z-Modell wäre geil, aber bitte eins, dass die Optik des Z4 auch in den Asphalt brennt

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