Leichtbau-Zentrum: BMW Werk Landshut erhält neue Denkfabrik

News | 16.12.2014 von 2
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BMW Leichtbau-Zentrum Landshut: Neue Denkfabrik soll den intelligenten Einsatz von Carbon und anderen leichten Materialien ab 2016 perfektionieren

Das Thema Leichtbau spielt im Automobilbau der Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle. Die BMW Group genießt dabei eine hervorragende Ausgangsposition, denn kein anderer Autobauer besitzt ein vergleichbares Know-How beim Einsatz von Carbon in der Großserie. Seit dem Marktstart von BMW i3 und i8 verlassen Monat für Monat über 1.000 Fahrzeuge mit Carbon-Fahrgastzelle das Werk Leipzig – aber die i-Modelle und diverse Elemente von M-Fahrzeugen sind erst der Anfang.

Auch kommende Modelle ohne i oder M im Namen werden von der BMW Carbon-Kompetenz profitieren, unter anderem spielt der kohlefaserverstärkte Kunststoff eine wichtige Rolle beim kommenden BMW 7er G11 und dem etwas später startenden BMW 5er G30. Auch völlig neue Baureihen wie der gemeinsam mit Toyota entwickelte Sportwagen sollen den Kohlefaser-Leichtbau intensiv nutzen.

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Als neues Leichtbau-Zentrum der BMW Group wird dabei künftig das BMW Werk Landshut dienen. Bis Ende des Jahres 2016 investiert BMW rund 20 Millionen Euro in den Standort und erweitert diesen um eine Denkfabrik mit Produktions-, Labor- und Büroflächen auf einer Fläche von rund 7.600 Quadratmetern. Rund 160 Ingenieure verschiedenster Fachrichtungen sollen im neuen Gebäude gemeinsam an innovativen Werkstoffen, Mischbaukonzepten und Produktionsverfahren für künftige Fahrzeuggenerationen forschen.

Unabhängig von der neuen Leichtbau-Denkfabrik wird das BMW Werk Landshut im Norden um eine Fläche von etwa 92.000 Quadratmetern erweitert. Hier soll bis 2017 ein neues Versorgungszentrum entstehen, das die Belieferung des Werks nicht nur im Jahr des 50. Standort-Geburtstags noch effizienter machen soll.

Ralf Hattler (Standortleiter BMW Group Werk Landshut): “Landshut ist als Standort für das neue Leichtbauzentrum der BMW Group wie geschaffen. Die Konzentration von Leichtmetallguss-, Kunststoff- und Faserverbund-Kompetenz an einem einzigen Ort ist heute schon einmalig. as Leichtbauzentrum wird das Know-how künftig unter einem Dach bündeln und wertvolle Synergien schaffen. Der Standort Landshut erhält damit sowohl inhaltlich wie auch optisch eine ‚neue Mitte‘.
Mit dem neuen Versorgungszentrum können wir unsere Logistikströme innerhalb und außerhalb des Werks nachhaltig optimieren. Das Produktionsmaterial wird an einem Standort konsolidiert, das Lkw-Aufkommen spürbar gesenkt. Davon werden Anwohner und Umwelt gleichermaßen profitieren. Darüber hinaus schaffen wir auf dem bestehenden Werksgelände Platz für die Fertigung neuer, innovativer Komponenten.
Die Ansiedlung des Leichtbauzentrums ist ein weiterer Meilenstein im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung unseres Standortes. Damit werden wir auch künftig aus Landshut heraus Trends für die gesamte Branche setzen.”

Willibald Löw (Betriebsratsvorsitzender): “Diese Entscheidungen sind ein starkes Bekenntnis der BMW Group zum Standort Landshut und ein großer Vertrauensbeweis für die Menschen, die hier arbeiten. Damit stellen wir die Weichen klar in Richtung Zukunft und sichern langfristig Beschäftigung.”

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