Mercedes S-Klasse Maybach 2014: Mehr Länge, mehr Luxus

Sonstiges | 20.11.2014 von 10

Mercedes S-Klasse Maybach: Daimler wagt die nächste Reinkarnation des Namens Maybach und krönt die S-Klasse mit einem potenziellen Rolls-Royce-Gegner

Wenn die Luxusklasse der deutschen Premium-Marken nicht gut oder zumindest nicht exklusiv genug ist, führt der Weg häufig nach England: Egal ob Bentley oder Rolls-Royce, beide Marken stehen mit ihren Automobilen gewissermaßen über den Dingen, völlig entkoppelt von nüchternen Details und rationalen Kaufargumenten. In diesem Konzert wollte auch Daimler mitspielen, konnte mit der wiederbelebten Luxusmarke Maybach aber nie an die Erfolge der Konkurrenz anschließen.

Wenige Jahre nach dem schleichenden Aus der Marke wird nun zumindest der Name wiederbelebt, die Positionierung der Mercedes S-Klasse Maybach ist aber trotz ähnlich opulenter Anlagen deutlich volksnäher als bisher. Wie schon beim Maybach 57 und 62 handelt es sich auch im Jahr um eine deutlich verlängerte Version der Mercedes S-Klasse Limousine, die um einige extrem hochwertige Details ergänzt wurde und noch mehr Luxus als die kurzen Versionen des Mercedes-Flaggschiffs bietet.

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Besonders deutlich wird der Unterschied zur gewöhnlichen S-Klasse im Fond, denn die neue Maybach-Limousine hat nicht nur erheblich mehr Platz zu bieten. 20 Zentimeter mehr Radstand als bei der üblichen Langversion legen den Grundstein für fürstliche Platzverhältnisse, hinzu kommen aber auch noch feinere Materialien und noch vielfältigere Ausstattungsoptionen.

Auch beim Antriebsstrang wird der Anspruch der Mercedes S-Klasse Maybach deutlich, denn die fast 5,50 Meter lange Luxuslimousine ist ausschließlich als S 500 und S 600 erhältlich. 455 oder sogar 530 PS sorgen für eine jederzeit spürbare Abgrenzung von der automobilen Masse, die auch in kürzeren Varianten der S-Klasse erhältlichen Motoren können aber in Sachen Exklusivität nicht ganz mit den britischen Wettbewerbern mithalten.

Hubertus Troska (Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für die China-Aktivitäten): “Mit der Kombination von höchster Exklusivität, einzigartigem Komfort und modernsten Technologien repräsentiert der neue Mercedes-Maybach S 600 die absolute Spitze im automobilen Top-Segment. Damit erfüllen wir die Wünsche der anspruchsvollsten Automobilkunden in aller Welt.”

Ola Källenius (Mitglied des Bereichsvorstandes Mercedes-Benz Cars, verantwortlich für Vertrieb): “Bis in die Anfänge des Automobils reicht die Geschichte der Repräsentationsfahrzeuge der Daimler AG zurück. Jetzt haben wir mit der Mercedes-Maybach S-Klasse ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Mercedes-Maybach S-Klasse erweitert das Angebot der S-Klasse Limousinen um ein Fahrzeug, das im Luxussegment neue Maßstäbe setzt und bei der Ausstattung allerhöchste Ansprüche in puncto Exklusivität und Komfort erfüllt.
Unsere neue Sub-Marke Mercedes-Maybach steht für repräsentative Exklusivität und richtet sich an besonders statusorientierte Kunden. Gerade aus China haben wir den Kundenwunsch erhalten, das beste Automobil der Welt in einer besonders exklusiven und großzügigen Variante anzubieten.”

Prof. Dr. Thomas Weber (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung): “Perfektion bis ins letzte Detail und eine neue Dimension an Sitz- und Ruhekomfort im Fond kennzeichnen den neuen Mercedes-Maybach. Schon unsere äußerst erfolgreiche neue S-Klasse definiert in vielen technischen Disziplinen wie Sicherheit, Effizienz, Klimatisierung oder Geräuschverhalten die Spitze des Automobilbaus. Der Mercedes-Maybach setzt jetzt noch ein zusätzliches Highlight im Luxussegment.”

10 responses to “Mercedes S-Klasse Maybach 2014: Mehr Länge, mehr Luxus”

  1. Luxury says:

    Genau wie die normale S-Klasse: Best in Class.

    • BMW_550i says:

      Was Komfort und Sicherheit, sowie Luxusanspruch und Innovation angeht, ja. Fahrdynamisch und fahraktiv ist sie dem 7er unterlegen.

      • Luxury says:

        Ob das bei der neuen S-Klasse in Relation zum F01 noch stimmen mag, weiß ich nicht zu beurteilen.

        Sollte der neue 7er wirklich so viel leichter werden, wie überall gemutmaßt wird, dürfte deine Einschätzung zutreffend sein.

        Mit Blick auf die Hauptmärkte für solche Fahrzeuge ( China, USA… ) wird aber höchstens auf die Längsdynamik abgestellt werden. Da herrscht allerhöchstens ein Patt.

        Da Mercedes bei den restlichen Indikatoren die Nase vorn hat, ist klar wer Weltmarktführer im Segment von 7er / A8 / S-Klasse bleiben wird.

        • BMW_550i says:

          Wenn man den neuen W222 vergleicht, dann natürlich mit dem G11. Bin mir ziemlich sicher, dass der 7er weiterhin das fahraktivere und fahrdynamisch “bessere” (sportlichere, in dieser Klasse natürlich) Fahrzeug sein wird.

          Testberichte werden es klären.

          Schöne Grüße aus München.

        • B3ernd says:

          Der A8 ist technisch sicher kein schlechtes Auto . ihm fehlt der Ruf!

          Ich bin gespannt was der neue 7er alles kann. Die S-Klasse wird es sicher schwer haben.

          Für mich käme nur ein A8 oder 7er in Frage – die S-Klasse ist mir zu altbacken und mit einem mir völlig unpassendem Image versehen.

      • B3ernd says:

        Ganz ehrlich? Fahrdynamik ist den Käufern dieser Wagen das letzte was sie interessiert.

        Es muss bequem, exklusiv und teuer sein. Da liegt auch das Problem des Benz – er ist nicht exklusiv genug!

        Autos die mit einem R4 Diesel anfangen, werden von den potentiellen Käufern schwer als Luxus wahrgenommen – LWB hin oder her.

        • BMW_550i says:

          Sehe ich nicht so. Ich könnte mir ebenso einen BMW 7er in die Garage stellen und einen leasen – wieso nicht? Mir geht es sehr wohl um das Fahrdynamische. Also haben wir schon einen Kandidaten, dem es wichtig wäre.

          Natürlich geht es auch bei einem 7er um Fahrdynamik. Eine S-Klasse – und vor allem diese Maybach Version – war schon immer eine Chaffeurs-Limousine. Also sie will gelenkt werden, wo der Chef hinten Platz nimmt und sich entspannt. Der BMW 7er war aber meiner Meinung nach nicht so ein Auto – es will gefahren werden, undzwar aktiv vom Besitzer.

          Ich kenne in meinem Kollegen-Kreis mehrere Personen, die privat 7er fahren – sind in den oberen Chef-Etagen angesiedelt der Bau-Konzerne in Deutschland. Sie fahren den 7er, weil sie höhere Kilometerlaufleistungen in Anspruch nehmen und sehr wohl das – für die Klasse gute und ausreichend vorhandene querdynamische Talent – schätzen und auch haben wollen! Sie könnten auch S-Klasse fahren, wollen aber lieber einen 7er, da er agiler und “schneller” (besser: dynamischer) ist.

          Genauso gibt es Menschen, die eine S-Klasse wollen, da sie im siebten Himmel schweben möchten, was ich absolut verstehe. Wer schonmal in einer S-Klasse mitgefahren ist, weiß, wovon ich rede.

          Ich denke weniger, dass man verallgemeinern kann, dass die Käufer in diesem Bereich (Luxus/Oberklasse) absolut keinen Wert auf Fahrdynamik legen.
          Es gibt durchaus Menschen, die können dieses Mercedes-Gefühl “in der Luft schweben, getragen werden” einfach nicht ab – und das ist auch gut so.

          Fazit: Jeder ist anders. Zu sagen, dass hier Fahrdynamik und Agilität (auch bei diesen schweren und großen Reiselimousinen) keine Rolle spielt, finde ich zu weit hergeholt.

          PS.: Unten schreibst du, dass es eher eine untergeordnete Rolle spielen mag, ob Fahrdynamik wichtig ist oder nicht. Das mag stimmen bei einem Maybach-S. Aber, bei der normalen S-Klasse (S500 bspw.) und dem 750i spielt dies sehr wohl eine Rolle, da es auch Privatbesitzer gibt, die sich nunmal NICHT chauffieren lassen, sondern selbst fahren möchten. Wenn es gar nicht darum ginge, würde BMW nicht über eine M-Performance oder M-Version des G11 nachdenken bzw. die S63/65 AMG Modelle wären nicht am Markt. 🙂 Wie du siehst – auch hier gibt es Kunden, die Fahrdynamik interessiert und “Power”.

          • B3ernd says:

            “PS.: Unten schreibst du, dass es eher eine untergeordnete Rolle spielen mag, ob Fahrdynamik wichtig ist oder nicht. Das mag stimmen bei einem Maybach-S. Aber, bei der normalen S-Klasse….”

            Ich sehe das ähnlich wie du. Meine obige Aussage bezieht sich nur auf den Maybach. Bei der langen Version (Maybach S) legt man eher weniger den Fokus auf Dynamik – bei den SWB Derivaten schon.

  2. B3ernd says:

    Zunächst einmal, hat BMW nichts gegen diesen Benz entgegenzusetzen.

    Dieser Benz wird es m. M. N. richtig schwer haben. in der Klasse kommt es auf Exklusivität an. Ein Auto, welches optisch kaum von einem S250CDI zu unterscheiden ist, hat es in der 200.000€ Klasse richtig schwer. Bentley und RR ab Mulsane oder Phantom spielen ohnehin in einer völlig anderen Klasse. Die Käufer schauen sich diesen Benz nicht einmal an – da ist nur der Preis interessant und der beginnt bei der Konkurrenz mal min. 100.000€ über dem Benz.

    Ob ein 7er nun “dynamischer” ist, spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle – Komfort, Exklusivität und Luxus speilen eher eine Rolle.

    Man kann nur hoffen, dass das nicht wieder eine Totgeburt wie der alte Maybach wird.

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