20 Jahre nach Rover: BMW ohne Interesse an Zukäufen

News | 20.10.2014 von 19

Auch rund 14 Jahre nach Beendigung des Rover-Debakels hat man in München kein Interesse mehr an Zukäufen und Übernahmen anderer Autobauer. Gegenüber der Börsen-Zeitung machte Finanzchef Friedrich …

Auch rund 14 Jahre nach Beendigung des Rover-Debakels hat man in München kein Interesse mehr an Zukäufen und Übernahmen anderer Autobauer. Gegenüber der Börsen-Zeitung machte Finanzchef Friedrich Eichiner deutlich, dass es in der jüngeren Vergangenheit nur wenige Beispiele für gelungene Fusionen unter Autobauern gebe – und dass man in München mit Rover schließlich eigene schmerzvolle Erfahrungen gesammelt habe.

Die 1994 beschlossene Übernahme von Rover sollte BMW seinerzeit die Entwicklung einer eigenen Frontantriebs-Plattform ersparen und den Weg in neue Stückzahl-Regionen ebnen, die für das Überleben als eigenständiger Autobauer für notwendig gehalten wurde.

BMW-Uebernahme-Absage-Fusionen-Friedrich-Eichiner-01

Als dickes Trostpflaster aus dem Rover-Debakel gehört die Marke MINI heute als erfolgreicher Anbieter von Premium-Kleinwagen zur BMW Group. Mit über 300.000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2013 hat MINI maßgeblichen Anteil am Erfolg des Konzerns – und dürfte auch dazu beigetragen haben, das Thema Frontantrieb in München salonfähig zu machen.

Mit der BMW UKL-Architektur wurde inzwischen eine eigene Plattform für Fahrzeuge mit Frontantrieb entworfen, neben der dritten MINI-Generation und ihren Ablegern nutzen auch diverse Kompaktklasse-BMW wie der 2er Active Tourer das neue Antriebskonzept. Angetrieben werden viele Modelle von den neuen BMW Baukasten-Motoren, die sich sowohl für den Quer- als auch für den klassischen Längs-Einbau eignen.

Anstatt andere Firmen zu übernehmen, setzt die BMW Group verstärkt auf Kooperationen mit anderen Autobauern. Nachdem man für MINI eine Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern eingegangen ist, arbeitet man nun auf einigen Gebieten eng mit der Toyota Motor Group zusammen.

19 responses to “20 Jahre nach Rover: BMW ohne Interesse an Zukäufen”

  1. Fagballs says:

    Lauter gute Entscheidungen (außer der UKL-Geschichte). Kooperationen sind auch gut, man muss nicht immer gleich kaufen. Vor allem, wenn dann am Ende zwar durch höhere Stückzahlen die Einkaufsmacht steigt, dafür aber die ganzen ähnlichen Fahrzeuge der verschiedenen Marken einander kannibalisieren, gell VAG?

  2. digger says:

    1. 100% der BMW anteile kaufen
    2. X-baureihe einstampfen
    3. MINI palette halbieren und sämtliche GT’s in die presse
    4. F1 aktivität aufnehmen
    5. M GmbH mit einem konventionellen supersportler beauftragen
    6. ca. 70.000 mitarbeiter entlassen
    7. BMW i und 2er active tourer als mahnmal ausstellen. motto: “nie wieder murks”

    8. marketing auswechseln

    dann wäre BMW etwas größer als porsche, aber mindestens genauso begehrenswert, aber so ist die marke omnipräsent und strahlt nur noch was für die aus, die aufgedunsen, unglücklich und hässlich sind (zitat eines automagazins über die käufer des X6)….

    • PHoel says:

      …und 70.000 Leute mehr wären arbeitslos.

    • bmwINSIDE says:

      Was soll ne F1 Aktivität sein? Ich denke mal nicht du meinst damit die langweilie Rennserie mit einem völlig unrentablen Verhältnis von Kosten und positivem Werbeeffekt mit gleichzeitig ausbleibendem Benefit was Entwicklungen für die Serie betrifft oder etwa doch?

      In dieser F1 hat BMW nicht so gute Erfahrungen gemacht (wie andere Hersteller auch), dafür kann man anscheinend ganz erfolgreich ohne dort aktiv zu sein viele Autos verkaufen 🙂

    • Athlet says:

      Schwachsinn von unserem aufgedunsenen, unglücklichen und hässlichen Dummkopf

    • Pro_Four says:

      ..mitlerweile hier der Pausenclown!! ^^

    • Lerge says:

      Du gehörst eingestampft.

    • Shinguin says:

      Ich finde deine Ansichten passen gut zu deinem Profilbild. Du solltest deinen eigenen autoritären Staat regieren. Komm zu mir, ich bring dich hin!

    • moehre says:

      Erkläre:
      1. Was juckt das den Käufer?
      2. Porsche hat auch SUVs, zumindest der X5 ist sehr prestigeträchtig.
      3. MINI wird doch von vielen gar nicht als BMW gesehen
      4. F1 macht wohl kaum begehrenswert. Dann doch lieber bei Golf, Tennis und Segeln bleiben, falls du die obereste Käuferschicht erreichen willst.
      5. ok
      6. aha, Marken mit wenigen MA gelten bei dir als exklusiv? Auch bei Porsche wird nur mit Wasser gekocht. Das ist keinesfalls die Elite der Mechatroniker etc. (Das was das Gros der Arbeitsplätze ausmacht halt).
      7. i8 steht in meinen Augen deutlich besser da als ein R8, der nur eine Poserschüssel ist. Ein Lambo-light. (Und auch Lambo ist nur brauchial).
      8. in welche Richtung soll es gehen? Und sie die nach 6. noch da?

    • MDriver says:

      Dein rumnörgeln ohne jeglichen Sinn oder Nutzen ist schon extrem peinlich.
      Die bist hier der “Murks”

    • B3ernd says:

      Und wenn das alles umgesetzt wurde, kann auch direkt der Inslovenzantrag gestellt werden^^

    • spectator111 says:

      Jetzt fehlt von diesem Doof-Digger nur noch der Hinweis, BMW solle, so geschrumpft, im Vielmarkenreich des VW Fuddy Duddy P. anklopfen, damit der endlich seine Stückzahlen hat, um Toyota zu überholen.

      Nein, im Ernst. Alles schlimmer Dünnpfiff

  3. B3ernd says:

    Jedweder Zukauf von anderen Unternehmen würden BMW mehr und mehr verwässern lassen. Im aktuellen Manager Magazin ist ein interessanter Artikel über die Quandts. Erfolg ist eben mehr als nur an morgen zu denken.

    Die aktuelle BMW Führungsetage ist mit richtig guten Leuten und Entscheidern besetzt. Über 2er AT muss kann getrost hinweg schauen.

  4. quickjohn says:

    Bravo an B3ernd ……

    …. es ist sicherlich am Besten sich mit dem Artikel an sich zu befassen als selbst ernannten Außenseitern irgend eine Art von Beachtung (auch wenn die vorgebrachten Gegenargumente der Meisten natürlich stimmen!) zu schenken.

    Ich glaube der Grundsatz keine Kapital-Verflechtungen einzugehen war für BMW seit dem Rover-Dilemma richtig und wird es wohl b.a.w. sein.

    Auch die beendete Peugeot-Coop beweist das – es war richtig den Mini-Motor zu entwickeln und von Peugeot das Massen-Produktions-Knowhow (bzw. die Produktion selbst) zu lernen und zu nutzen. Genauso war es aber auch richtig, die Motoren-Nachfolgegeneration wieder (aus Gründen der Unverwechselbarkeit) selbst zu stemmen. Bei Daimler/Renault wird man bald sehen was Unverwechselbarkeit wert ist oder was nicht.

    Mit Toyota übt man derzeit auf verschiedenen Feldern – wenn von deren Vorsprung i.S. Brennstoffzelle ein know-how-transfer zu BMW gelingen sollte wäre das ein großer Erfolg, für den BMW auch etwas zu geben (Carbon-Fertigung u. Produktion) hätte.

    Realistisch muß man natürlich auch sehen, daß es kaum Zukaufsoptionen für BMW gibt – Massenhersteller fallen schon per Unternehmensstrategie aus, Sportwagenhersteller sind derzeit nicht auf dem Markt. Und ob Exotik – wie sie offenbar Daimler bei MV Augusta plant – irgend einen Sinn macht (Umsatz < 100 Mio. €) darf bezweifelt werden.

    Also weiter so BMW – die Zeit der Nischenpolitik ist nunmehr doch schon seit anderthalb – sehr erfolgreichen – Jahrzehnten Geschichte.

    • B3ernd says:

      Habe eben gelesen, dass auch Toyota die Anteile von Tesla abstößt.

      Mercedes, als auch Toyota sind im Wasserstoffantrieb gut dabei. Toyota hat auf dem Pariser Autosalon den ersten Serien PKW mit Wasserstoffantrieb vorgestellt, Mercedes hat den Ausbau der Wasserstofftankstellen vorangetrieben – zusammen mit Linde.

      Glauben jetzt beide nicht mehr an den E-Antrieb, weil eventuell ein Durchbruch in Sachen Wasserstoff gelungen ist?

      Interessant sollte das auch für BMW werden, da BMW mit Toyota auf dem Gebiet der Brennstoffzellen zusammenarbeitet

  5. quickjohn says:

    Jetzt möchte ich meinem gestrigen Beitrag doch noch ein follow up zukommen lassen.

    Ich hatte ja angemerkt, daß die Beteiligungspläne von Daimler an MV Augusta m.E. durchaus in den Bereich der Exotik hineinreichen.

    Gleichwohl deutlich exotischer mutet mich jetzt eine weitere News aus Untertürkheim an die besagt, daß man sich dort von seinem (4%?) Engagement bei Tesla trennen wird. Also welcher Schuh soll denn jetzt daraus werden?

    Eine – zumindest auf aktuellem Wissenstand – strategisch (hoch) sinnvolle Verbindung zu lösen und als quasi einzige Begründung dazu zu verlautbaren daß man mit den frei werdenden Mitteln attraktive andere Projekte angehen könne, klingt mehr als an den Haaren herbeigezogen. Zumal man bei Daimler uns gerade erst in der letzten Woche via ad hoc Mitteilung wissen ließ daß sich der free cashflow im Q3/2014 um über 3,8 Mrd. € (!) verbessert hat – ob da die ca. 500 Mio. € des Tesla-Ausstieges die entscheidende Rolle spielen könnten?

    Irgend etwas – was Daimler uns jetzt noch nicht sagen will – wird wohl bei Tesla im Busch sein. so wait and see …

    • der_ardt says:

      Ich kann mir vorstellen, dass die Frage wer in der Partnerschaft Tesla-Daimler von wem profitiert in der Öffentlichkeit nicht so ganz eindeutig geklärt ist. Daimler hat zwar in letzter Zeit nicht unbedingt allzu intelligent agiert, aber andererseits wird denen schon klar sein, was bei Tesla mit den angesprochenen 4% an Gewinn und Know-How zu holen war und die Entscheidung nicht leichtfertig gefallen sein.

      Und auch die BMW-Nischenpolitik sehe ich nicht als abgeschrieben, sondern aktiv wie eh und je. X6, GC, i8 und i3 sind nicht gerade in etablierten Gefilden unterwegs und die GTs sind auch noch recht jung.

      • B3ernd says:

        Wenn ich das richtig beurteile kann, gab es doch für BMW in den letzten Jahren keinen Flopp. Egal ob GT Serie, GC oder X1 – alle waren/sind überaus erfolgreich. Bis jetzt hat BMW aus jedem Nischenprodukt eine eigenständige und sehr Erfolgreiche Sparte gemacht. Alle anderen Folgen. (z.B. x1, X6,)

        Ohne jetzt wirklich in der E-drive Materie zu stecken, aber Mercedes verbinde ich nicht wirklich mit E-Know how. Bei Tesla auszusteigen, ist ein wirklich merkwürdiger Zug.

        • der_ardt says:

          ja eben, BMW war immer gut darin Nischen zu entdecken und zu besetzen und im Moment mehr denn je mit den ganzen Karosserievarianten (X, GT, GC, M-Ableger) so ziemlich jede verfügbare Nische.
          ich kann mir gut vorstellen, dass Mercedes aus der Tesla-Investition nicht viel gewonnen hat und deswegen das Geld abzieht, eben weil es selbst besser investiert werden kann.

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