Zandvoort: DTM-Champion Wittmann von Audi umzingelt

Motorsport | 27.09.2014 von 0
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In einem von Audi dominierten Qualifying war Marco Wittmann erneut der mit Abstand stärkste BMW-Pilot: Der bereits als Meister der DTM-Saison 2014 feststehende Fürther sicherte …

In einem von Audi dominierten Qualifying war Marco Wittmann erneut der mit Abstand stärkste BMW-Pilot: Der bereits als Meister der DTM-Saison 2014 feststehende Fürther sicherte sich den zweiten Startplatz in Zandvoort, wird beim morgigen Rennen aber ganz auf sich allein gestellt sein – vor ihm startet Vorjahres-Meister Mike Rockenfeller, hinter ihm folgen vier weitere Audi-Piloten. Erst auf dem achten und neunten Rang finden sich mit Martin Tomczyk und Joey Hand weitere BMW-Fahrer.

Was für die Fahrerwertung keine Relevanz mehr besitzt, könnte für einen Wechsel an der Spitze der Herstellerwertung sorgen: Derzeit führt BMW mit 18 Punkten Vorsprung auf Audi, die Ingolstädter dürften morgen aber deutlich mehr Punkte als die Münchner sammeln. Ob Timo Glock, Bruno Spengler, Maxime Martin, Antonio Felix da Costa oder Augusto Farfus von den Positionen 14, 15, 17, 19 und 20 den Weg in die Punkte finden, bleibt abzuwarten.

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Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Wir haben erneut ein sehr starkes Qualifying von Marco Wittmann gesehen – nur ein Wimpernschlag hat zur Poleposition gefehlt. Das war einmal mehr ein absoluter Top-Job von ihm. Schließlich hat er immer noch ein im Vergleich zur Konkurrenz schwereres Auto. Das wertet seine Leistung zusätzlich auf. Auch Martin Tomczyk und Joey Hand haben ein gutes Qualifying gezeigt. Ansonsten konnten wir leider nicht das Optimum aus den übrigen Fahrzeugen holen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Jetzt gilt es, aus dieser Ausgangssituation im morgigen Rennen mit einer guten Strategie das Beste zu machen.“

Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 2): „Ich kann mit dem zweiten Platz wirklich zufrieden sein. Im freien Training hatten wir noch hier und dort kleine Probleme. Diese konnten wir jedoch beheben und stehen nun in der ersten Reihe. Das ist toll, vor allem wenn man bedenkt, dass wir im Vergleich zu den anderen noch zusätzliches Gewicht im Auto haben. Ich bin in Q3 recht früh zurück an die Box gefahren. Hier in Zandvoort ist der Reifenverschleiß recht hoch, und deshalb funktioniert der Reifen nur in der ersten oder zweiten Runde gut, danach baut er ab. Man kann dann keine schnellere Runde fahren. Das war auch bei mir der Fall, deshalb sind wir an die Box gefahren und haben zugeschaut, was sich noch tut. Das Rennen morgen wird sicher nicht einfach. Aber unsere Ausgangslage ist gut.“

Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 8): „Mit Platz acht im Qualifying bin ich heute sehr zufrieden. Ich hatte im dritten Abschnitt des Zeittrainings keinen neuen Reifensatz mehr. Da ich die gebrauchten Reifen auf dem Auto hatte, war mir klar, dass es nicht zu mehr reichen würde. Mir war es wichtig, nach zuletzt einigen schwierigen Qualifyings einfach mal wieder ins Q3 zu kommen. Das war heute mein Ziel, und das hat auch geklappt. Wirklich damit gerechnet habe ich nicht. Das ist auch der Grund, warum ich im letzten Abschnitt des Qualifyings keinen neuen Reifensatz mehr hatte. Ich komme immer wieder gerne nach Zandvoort, das wird morgen ein interessantes Rennen.“

Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 9): „Es ist sehr schade, dass mir nur sechs Hundertstelsekunden zum Einzug in Q3 gefehlt haben. Aber ich konnte trotzdem zeigen, dass ich auf dieser Strecke gut zurechtkomme. Dabei hatte es in den Trainings noch gar nicht so gut ausgesehen. Nun hoffe ich, dass mein Auto im Rennen noch einen Tick besser funktioniert und ich in die Punkteränge fahren kann.“

Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 14): „Ich hätte heute nicht schneller fahren können. Das Auto war okay, im freien Training waren wir schnell unterwegs. Im Qualifying sind dann aber alle anderen schneller geworden, während wir eher stehengeblieben sind. Das ist schwer zu verstehen und natürlich schade, denn das Auto hat sich gut angefühlt. Die Rundenzeiten waren dann jedoch nicht dort, wo sie hätten sein sollen.“

Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 15): „Natürlich bin ich mit der Performance im Qualifying nicht zufrieden. Uns ist es nicht gelungen, die richtige Balance für das Auto zu finden. Aber das zieht sich bisher durch die gesamte Saison. Wir müssen weiter nach den Ursachen suchen. Eines ist klar: Der BMW M4 DTM hat das Potential, um auf der Poleposition zu stehen. Leider finden mein Team und ich nicht das richtige Set-Up. Mir bleibt nur, morgen richtig zu pushen und das Feld von hinten aufzurollen, um Punkte zu sammeln. Dazu muss ich aber im Rennen schon auf ein bisschen Glück hoffen.“

Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 17): „P17 ist sicher nicht der Startplatz, auf dem wir stehen wollten. Wir hatten ein paar kleinere Probleme mit dem Auto und konnten einfach nicht das Optimum herausholen. Jetzt müssen wir diese Qualifying genau analysieren und im Rennen das Beste aus der Ausgangsposition machen.“

António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 19): „Wir sind schon in den freien Trainings nicht ganz so gut zurechtgekommen und wussten, dass es schwierig werden würde. Wir bekommen die Abstimmung des Fahrzeugs einfach nicht hundertprozentig so hin, wie ich sie brauche. Die Strecke macht generell sehr großen Spaß, auch wenn ich bisher leider nicht weiter vorn mitfahren konnte.“

Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz 20): „Ich weiß nicht genau, warum es in diesem Jahr in Zandvoort nicht so gut läuft wie im Vorjahr. Ich habe hier gewonnen und damit bewiesen, dass ich auf diesem Kurs generell stark bin. Jetzt müssen wir mit Blick auf das Rennen verstehen, was uns diesmal hier fehlt.“

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