BMW M5 F90: V10-Motor im Anmarsch? Warten wir mal ab…

BMW M, BMW M5, Gerüchte | 21.09.2014 von 21
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Eigentlich gibt es keinen Grund, schon jetzt über den BMW M5 F90 – so die interne Bezeichnung des M5 auf Basis des BMW 5er G30 …

Eigentlich gibt es keinen Grund, schon jetzt über den BMW M5 F90 – so die interne Bezeichnung des M5 auf Basis des BMW 5er G30 – nachzudenken: Der aktuelle BMW M5 F10 hat erst vor rund einem Jahr sein Facelift erhalten und wird noch einige Zeit angeboten, die Basis für den nächsten M5 wird schließlich nicht vor 2016 vorgestellt.

Dennoch machen derzeit Gerüchte die Runde, nach denen der BMW M5 2017 zu einem V10-Triebwerk zurückkehrt. Wer nun bereits eine Flasche Sekt öffnen will und mit Freude an den einzigartigen Sound des Hochdrehzahl-V10 unter der Haube von M5 E60 und E61 sowie M6 E63 und E64 zurückdenkt, sollte nach unseren Informationen aber auf eine Enttäuschung gefasst sein: Alle Planungen für die nächste M5-Generation gehen derzeit von einer weiterentwickelten Version des aktuellen V8-Biturbo mit 4,4 Liter Hubraum aus.

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Dass BMW für den nächsten M5 zum V10 zurückkehrt, ist aus mehreren Gründen äußerst unwahrscheinlich. An erster Stelle stehen dabei natürlich die Kosten, schließlich wird bei der BMW Group immer stärker an einer Reduzierung der Motor-Varianten gearbeitet.

Gab es vor ein paar Jahren noch zahlreiche verschiedene Hubraum-Größen und diverse Optionen hinsichtlich der Zylinderanzahl, wird diese Vielfalt in der jüngeren Vergangenheit immer weiter reduziert. Dank unterschiedlich starker Aufladung können mit dem gleichen Grundmotor völlig verschiedene Aufgaben abgedeckt werden, die Konstruktion eines eigenständigen V10-Triebwerks für die letztlich überschaubaren Stückzahlen von M5 und M6 würde hier absolut nicht ins Bild passen.

Ein weiterer Grund gegen den V10 sind die in Zukunft noch schärfer werdenden Regularien hinsichtlich des Flottenverbrauchs. Die CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte müssen immer weiter reduziert werden, was mit einem größeren Motor mit mehr Brennräumen zwar in der Praxis möglich ist, zumindest unter den letztlich entscheidenden Bedingungen des EU-Zyklus aber kaum erreicht werden kann.

Die logische Konsequenz ist das Festhalten am V8-Biturbo, dessen Grundmotor ohnehin für die starken Varianten von 5er, 6er, 7er, X5, X6 und künftig auch X7 benötigt wird. In einer modernisierten Fassung mit vermutlich nicht weniger als 600 PS wird der S63 auch im Jahr 2017 an den Start gehen, um den BMW M5 F90 und die technisch verwandten M6-Modelle anzutreiben.

Deutlich mehr Veränderung als beim Motor erwartet M5-Kunden auf einem andere Gebiet: Praktisch sicher ist, dass neben dem heckgetriebenen M5 erstmals auch ein BMW M5 xDrive mit Allradantrieb angeboten wird. Mit diesem Modell reagiert die M GmbH auf den Umstand, dass die wichtigsten Wettbewerber zumindest optional mit vier angetriebenen Rädern zu haben sind – und dass die Kunden auf einigen Märkten großen Wert auf die zusätzliche Traktion legen.

Dabei liegt auf der Hand, dass neben dem M5 auch der nächste M6 auf Wunsch mit einem besonders dynamisch abgestimmten xDrive-Allradantrieb erhältlich sein wird. Mit hecklastiger Kraftverteilung und einer auf Asphalt-Performance optimierten Abstimmung dürfte der Allrad-M5 in vielen Situationen schneller als die heckgetriebene Basis sein, in jedem Fall dürfte er für viele Kunden speziell bei Nässe oder Schnee deutlich sicherer zu bewegen sein.

21 responses to “BMW M5 F90: V10-Motor im Anmarsch? Warten wir mal ab…”

  1. Mat says:

    “Die CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte müssen immer weiter reduziert werden, was mit einem größeren Motor mit mehr Brennräumen zwar in der Praxis möglich ist, zumindest unter den letztlich entscheidenden Bedingungen des EU-Zyklus aber kaum erreicht werden kann.”
    Verkehrte Welt…

  2. MDriver says:

    Ja. Der S85. Dat war mal ein Motor der Motor genannt werden darf.
    Wäre ja zu schön gewesen den mal wiederzusehen. Aber naja ist halt das Leben, was will man machen…
    Und ein M mit xDrive, da weis ich auch ned so recht was ich davon halten soll.

  3. Chris35i says:

    Bei Bimmerpost ist das Gerücht entbrannt, ich halte davon aber herzlich wenig. Einen Saugmotor werden wir kaum wiedersehen (wenn dann nur elektrifiziert wie in einem P1 oder LaFerrari – ja ne is klar 😛 :D) und einen V10 Bi-Turbo wohl auch nicht, macht das doch wenig Sinn, da man mit 8 Zylindern und zwei Turbos genau so leicht 600PS+ rausholt.

    Wunschdenken. Mehr ist das nicht.

    • Lauerput says:

      “Hey Scott26, die Enthusiasten sind ein bissl angefressen wegen den ganzen Frontantriebsmodellen … komm erzähl ihnen a bissl was von der toten Sau – V10, Supersportwagen usw.”

  4. Levi says:

    Wenn die M5 Verkaufszahlen so “überschaubar” sind, wieso baut BMW dann überhaupt einen M5? Für das Image? Also wenn es keinen M5 gäbe, würde niemand mehr einen normalen 5er kaufen? Unsinn. Was is wenn der nächste M3/M4 wider einen V8 bekomen? Dann braucht eben der M5 einen V10, sonst hätte der M2 einen S55.

    • der_ardt says:

      Die Frage was ist, wenn der M3/M4 einen V8 kriegt stellt sich nicht, weil es in naher Zukunft bei der derzeitigen EU-Politik mit Zylinderzahl und Hubraumvolumen bergab geht und M3/M4 keinen V8 erhalten. Der kommende M5 wird sowas von einen V8 bekommen, so schön ein V10 auch wäre.

  5. Shinguin says:

    Der BMW M5 war ursprünglich als Limousine für Geschäftsleute gedacht die schnell von A nach B kommen wollten. Heutzutage reicht hierfür auch ein 535d. Beim den aktuellen Powerlimousinen sind wir bei solch perversen Motorleistungen angekommen, dass ein Allrad für ein souveränes Vorankommen im Alltag schlicht unentbehrlich ist. Aber bitte optional, ich will weiterhin sehen wir Matthias Malmedie mit dem M5 quer geht 🙂

  6. Thomas says:

    Denkbar wäre doch ein aufgeladener V10, der den aktuellen V12 N74 ablöst. Einsatzgebiete wären dann mit dem 7er, X7, RR Phantom, RR Wraith und evtl. in einem Rolls Royce SUV zu Genüge vorhanden. Das würde auch gleichzeitig zur Downsizing-Politik passen. Der Motor könnte dann problemlos als Basis im M5/M6 verwendet werden.

    • Pro_Four says:

      …V12 Ende? Never, das glaub ich nicht, da BMW den V12 auch dem RR spendiert und Prestige in dieser Preisklasse einfach unabdingbar ist.

      • Thomas says:

        Genauso unabdingbar wie Saugmotoren bei der M GmbH oder Heckantrieb bei BMW? Das schlägt sich früher oder späte auch in dieser Preisklasse nieder. Aston Martins wird es auch nicht mehr ewig mit V12 geben.

        • cisi says:

          so viel Wahrheit in 3 Zeilen tut schon fast weh als bmw Fan 😉

        • der_ardt says:

          so wie ich das mitbekommen habe muss ein Hersteller für zu hohe Verbräuche Strafen zahlen. Das Wäre bei V12-Motoren aber nicht so gravierend, weil das da auf den Neuwagenpreis aufgeschlagen die Kundschaft nicht so stören dürfte wie V10 fahren zu müssen. Die Vibrationen sind ja nicht auszuhalten 😉

    • der_ardt says:

      Der V12 ist viel zu schwer für einen M5, erst recht dieses zusätzliche Gewicht auf der Vorderachse zu haben nicht so schön. Ein V10 für RR und 7er würden sicher nicht auf Leichtgewicht und Leistung, sondern auf Laufruhe und souveräne Leistungsentfaltung entwickelt, was sich nur z.T. elektronisch aus der Welt schaffen ließe. So schön ein V10 wäre, das wird nichts, allein schon weil ein V8 wirklich in allen Aspekten für BMW mehr Sinn macht. Bereits als M-taugliche Basis vorhanden, vergleichsweise hohe Stückzahl, stark modifizierbar und es ist keine Neuentwicklung nötig. Einziges Plus wären Prestige und glückliche Kunden, die gibts aber auch mit dem V8.

  7. quickjohn says:

    Der V12 der BMW-Group wird – der finale V12 in der Welt der Hubkolbenmotoren sein. Ein V12 ist ein Mythos – wenn Er denn ein ‘Echter’ ist.

    An dem Problem beisst sich Bentley ja bekanntlich die Zähne aus. Mit dem aus zwei mutierten VR6 zusammengeschraubten W12 wird man weder die Kunden verdummen noch einem V12 jemals gefährlich werden können und genau aus diesem Grund gibt es diesen 12-Zylinder-Fake auch nicht im Mulsanne.

    Wenn wir die HDZ-V12 von Ferrari und Lambo mal außen vor und den VAG-Bastard mal links liegen lassen, dann gibt es derzeit mit dem Daimler V12 nur Einen – wenn auch technisch veralteten – weiteren Wettbewerber in der Luxusklasse. Ja, den ex-Ford V12 von Aston habe ich auch schon abgehakt da er quasi vor dem Aus steht.

    Warum also in Aller Welt sollte BMW den V12 (zugunsten eines V10?) streichen? Ich bin im Gegenteil davon überzeugt daß man den V12 noch breiter ausrollen wird – sh. RR-SUV und X7. Für das Image von RR ist er jedenfalls unerläßlich – auch wenn der klassische 6,75 ltr. ein V8 war.

    • B3ernd says:

      Der V12 hat super Chancen im RR SUV – aber im X7? No way! Der Aufwand für ein paar X7 V12 im Jahr ist es nicht wert. Wo soll der X7 V12 positioniert werden? Luxus? Wenn ja, dann hat er schwer, weil es ihn sehr sicher mit kleineren R6 Diesel Motoren als Einstiegsvariante gibt – ähnlich wie der GL 350. Die Superreichen mögen das nicht – Verwechslungsgefahr wäre zu groß.

      Bis jetzt ist jeder 12 Ender in einem Geländewagen/SUV kläglich gescheitert – Q7 V12 Tdi, Tuareg W12, Lambo LM002( und zu der Zeit war Benzin noch billig und CO² kam nur aus Kraftwerken, aber nicht aus dem Auto). Selbst die wenigen G65 sind nicht der Rede Wert. Einen Nachfolger wird es wohl nicht geben, wenn dann nur von Brabus als Sonderumbau für 500.000€.

      “W12 Bastard” das ist deine Meinung, aber der Masse ist so etwas egal – die wissen nicht mal den Unterschied zwischen einem W oder V Motor – geschweige denn doppel V (W12). BMW wird das nicht dem Zufall überlassen, ähnlich wie mit dem RWD – den meisten ists schlicht egal.

      • quickjohn says:

        Meine bisherige Produktsicht auf den X7 ist daß dieser full-size-suv in erster Linie für den US-, chinesischen und div. arabische Märkte gebaut werden soll. Und nachdem die Verwandtschaft zum RR-SUV wohl geburtsvoraussetzend ist, dürfte kein wirklicher Mehraufwand für einen V12 Einbau entstehen.

        In Europa würde ein V12 im X7 – falls überhaupt angeboten – wohl eher auf homöopathische Stückzahlen kommen.

  8. DIGGER says:

    im nächsten m5 kommt wieder ein 6 zylinder wie im e34, nur mit aufladung.

  9. B3ernd says:

    Macht schlicht keinen Sinn, vor allem, wenn man die aktuelle Entwicklung betrachtet.

    Die V12 Modelle werden einfach zu selten verkauft. Bei Benz hat selbst der S600 weiniger PS als ein S63 AMG V8 und selbst dieser ist gerade mal 40PS vom stärksten Benz aller Zeiten dran – S65.

    Jaguar hat die V12 schon vor etlichen Jahren aus dem Programm genommen(hatte auch andere Gründe) und der Marke gehts prächtig. Mercedes, BMW und Audi werden diese CO² Ungetüme bestenfalls einmal verbauen – danach wird Schluss sein. Nicht falsch verstehen, ein V12 ist etwas ganz besonderes – aber eben auch ganz besonders durstig.

  10. […] verträgt. Genau hier dürfte künftig ein Schwerpunkt der Arbeit in Garching liegen, denn der BMW M5 F90 soll zumindest optional auch mit Allradantrieb xDrive erhältlich […]

  11. Jan Nissen says:

    M GmbH kriegt nicht das Geld um einen neuen Motor zu bauen. Wenn es ein V10 wird, wird es ein stärker 550i (klingt unrealistisch, ja). Es wird wie beim M3/4 und M5/6. Einfach das Top-Aggregat von den normalen BMW noch einmal ein bisschen verbesseren. BMW wird auf keinen fall M das Geld geben welches sie brauchen um ein richtigen Motor zu bauen. Ich glaube BMW und M hatten neulich ein bisschen Stress miteinander deswegen..

  12. Maximilian says:

    Schade dass sie es nicht so machen : M5 und M6 v10 (biturbo) / M3 und M4 v8 biturbo / M1 und M2 V oder R 6 biturbo.
    Damit hätte jede Kategorie ihren eigenen Motor und damit eigenen Sound und Charme.
    Schade dass der V10 ausstirbt, das ist so ein faszinierender Motor finde ich.
    Und mit der heutigen Technik und Biturbo wäre er doch vom Verbrauch sicher auch mindestes auf dem Niveau von einem V12 Biturbo.

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