BMW i3 REx Roadtrip Teil 7: Von Autobahnen und Öko-Häusern

BMW i, BMW i3 | 19.09.2014 von 2
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Auf der vorletzten Etappe unseres Roadtrips im BMW i3 REx fahren wir ganz kurz mit Höchstgeschwindigkeit, besichtigen ein ungewöhnliches Fertighaus und genießen Parkplatz-Privilegien in der …

Auf der vorletzten Etappe unseres Roadtrips im BMW i3 REx fahren wir ganz kurz mit Höchstgeschwindigkeit, besichtigen ein ungewöhnliches Fertighaus und genießen Parkplatz-Privilegien in der Füssener Innenstadt.

Etappe 7: Von Friedrichshafen nach Füssen

Auf der Autobahn A96 zwischen Lindau am Bodensee und Memmingen hängt der zweifelhafte deutsche Autobahnsegen noch gerade. Ein weißer Geländewagen pirscht sich mit Höchstgeschwindigkeit und aufgeblendeten Scheinwerfern an den trödelnden Vordermann heran, bis zwischen den beiden Autos gefühlt noch eine Handbreit Platz bleibt. Es wird munter gedrängelt, gehupt, rechts überholt und vollgebremst – wir wissen schon, warum wir in den vergangenen sechs Roadtrip-Tagen mit dem BMW i3 die Landstraße als entspannte Reiseroute neu entdeckt haben.

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An diesem Morgen lässt uns allerdings ein Termin bei der Firma Baufritz in Erkheim keine Wahl und so befahren wir mit aktiviertem Range Extender den Lieblingsspielplatz der vollgasambitionierten Berufspendler. Als nach einigen Kilometern der aggressivste Verkehr vorübergezogen ist, beschließen wir, ebenfalls einmal die Höchstgeschwindigkeit unseres Elektroautos auszuprobieren. Von Spurrillen und Windeinflüssen gewohnt unbeeindruckt beschleunigt der i3, bis er schließlich bei 152 km/h auf dem Tacho den elektronischen Riegel vorschiebt.

Der Range Extender im Heck läuft dabei auf Hochtouren und dennoch sinkt die elektrische Reichweite Kilometer für Kilometer. Nach etwa zehn Minuten meldet sich die Begleiterin auf dem Beifahrersitz: „Lass den Quatsch!“ – und sie hat Recht. Weit über 1.000 Kilometer hat uns der i3 bislang genussvoll über jede verschlungene Bergstraße geführt, klaglos Sturmböen und Gewitterschauer hingenommen und uns sicher durch etliche Dörfer und Städte geleitet. Müssen wir das sympathische Elektroauto nun wirklich auf der Autobahn an seine Grenzen bringen? Nein. Für eilige Vollgastouren hat BMW schlicht und einfach andere Fahrzeuge im Programm.

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Mit zivilen 120 km/h setzen wir die Fahrt fort und erreichen schließlich das Baufritz-Firmengelände. Was hat nochmal ein Elektroauto mit ökologischem Fertighausbau zu tun? Die Antwort steht in Form eines energieautarken Musterhauses auf einer nahen Wiese. Das Dach ist vollständig mit Photovoltaikzellen bedeckt, die Haustechnik und Steckdosen mit Strom versorgen. Überschüssige Energie wird im Keller in einer Reihe von Lithium-Ionen-Batterien gespeichert und kann bei Bedarf abgerufen werden – etwa nachts oder bei schlechtem Wetter. So ausgerüstet benötigt das Einfamilienhaus keinerlei zusätzliche Energie von außen.

„Mit ein paar Quadratmeter Solarzellen auf dem Carport können Sie außerdem Ihr Elektroauto mit Strom versorgen“, erklärt Marketingleiter Dietmar Spitz. Schließlich ist ein E-Auto nur dann wirklich umweltfreundlich, wenn es auch der Strom zum Laden der Akkus ist.

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Bei Baufritz beschäftigt man sich schon seit Jahrzehnten mit Umweltaspekten beim Hausbau, nutzt ausschließlich ökologische Bau- und Dämmmaterialien. Den BMW i3 ist Dietmar Spitz selbstverständlich auch schon gefahren. Heute nimmt er kurz auf dem Beifahrersitz Platz, streicht über das Eukalyptusholz. Besonders im Innenraum hat sich BMW um Nachhaltigkeit bemüht. Türverkleidung und Armaturenbrett des i3 bestehen aus nachwachsenden Naturfasern, die Sitzbezüge aus recyceltem Polyester. Das Leder in der Topausstattung wird mit Olivenblättern gegerbt.

Als wir BMW i3 und Ökohausarchitektur auch fotografisch zueinander gebracht haben, laden noch für ein paar Stunden die von den Autobahneskapaden am Morgen geleerten Akkus. Dann verlassen wir Erkheim und fahren – natürlich diesmal über Landstraßen – in Richtung Alpenrand, wo wir in Füssen unsere letzte Übernachtung der Reise geplant haben. Besonders reizt uns an der Stadt allerdings nicht die Nähe zu den berühmten Ludwigsschlössern, sondern vielmehr die Schnellladesäule im Stadtzentrum – hoffentlich funktionsfähig und nicht zugeparkt wie gestern Abend.

Da sich unser Hotel in einer Fußgängerzone befindet, können wir heute Abend wohl nicht auf die klassische Hinterhof-Alternative der vergangenen Tage zurückgreifen. Entsprechend gespannt halten wir schließlich Ausschau nach dem rettenden Energiespender. In Füssen herrscht gerade Hauptsaison und die meisten Parkplätze nahe der Innenstadt sind belegt – gut, dass ein Halteverbotsschild dafür sorgt, dass die beiden Stellplätze an der Ladesäule auch wirklich nur von Elektroautos benutzt werden.

Wir stellen das Auto ab und testen erst einmal, ob der Scanner an der Säule unsere ChargeNow-Karte akzeptiert. Alles kein Problem, „Karte gültig“. Schnell noch den i3 verkablen, dann freuen wir uns, dass die Technik eigentlich ganz hervorragend und unkompliziert funktioniert – vorausgesetzt, man hat das richtige Kabel und vor allem die passende Bezahlkarte in der Tasche. Heute Abend hat zum ersten Mal alles geklappt. Kann nicht jedes Reiseziel Füssen sein?

Jonas Eling

Zum Nachlesen – Die Etappen unseres BMW i3 Roadtrip:

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