DTM 2014: BMW-Pilot Marco Wittmann neuer DTM-Champion!

Motorsport | 14.09.2014 von 1
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Marco Wittmann ist DTM-Champion 2014! Mit seinem BMW M4 DTM fuhr der Fürther auf dem Lausitzring zwar nicht um den Sieg, das ging seinen Verfolgern …

Marco Wittmann ist DTM-Champion 2014! Mit seinem BMW M4 DTM fuhr der Fürther auf dem Lausitzring zwar nicht um den Sieg, das ging seinen Verfolgern aber ganz ähnlich. Auf überwiegend nasser Strecke war Mercedes ganz klar stärkste Kraft und durfte sich über einen souveränen Doppelsieg freuen, was auch die letzten Titelchancen von Mattias Ekström und Edoardo Mortara ruinierte.

Der vom siebten Platz gestartete Marco Wittmann hielt sich im Rennen aus allen gefährlichen Zweikämpfen heraus und vermied jedes unnötige Risiko, dennoch war der neue DTM-Meister erneut der bestplatzierte BMW-Pilot. Am Ende fuhr Wittmann auf dem sechsten Rang über die Ziellinie und kann die Führung in der Fahrerwertung unabhängig vom Ausgang der letzten beiden Rennen nicht mehr verlieren.

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Hinter Wittmann kamen die BMW-Piloten Augusto Farfus, Martin Tomczyk, Joey Hand, Maxime Martin und Bruno Spengler auf den Positionen 7, 8, 11, 14 und 15 ins Ziel. Timo Glock und Felix Antonio da Costa bekamen die Zielflagge nicht zu Gesicht.

In der Hersteller-Wertung führt BMW nach dem achten Rennen mit 320 Punkten vor Audi, die Ingolstädter befinden sich bei 18 Punkten Rückstand aber weiterhin in Schlagdistanz. In der Team-Wertung rast das Wittmann-Team RMG einem weiteren Titel entgegen, bei aktuell 167 Punkten haben Marco Wittmann und Maxime Martin bereits 75 Punkte Vorsprung herausgefahren und sind kaum noch einzuholen.

Marco Wittmann (BMW Team RMG, DTM-Champion 2014): „Unglaublich. Es ist einfach ein sensationelles Gefühl. Mit den ständig wechselnden Bedingungen war es heute ein wirklich schwieriges Rennen. Es gab viele Zweikämpfe, und ich habe versucht, mich aus allem herauszuhalten. Einige Fahrer sind von der Strecke gerutscht, es ging teilweise drunter und drüber. Nach dem gestrigen Tag habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass es heute klappt. Aber wir konnten insgesamt ein sauberes Rennen fahren. Und jetzt sind so viele Emotionen dabei, das ist einfach Wahnsinn. Die Saison war bisher unglaublich. Ich bin so stolz auf das BMW Team RMG und auf BMW Motorsport. Alle haben einen sensationellen Job gemacht. Auch heute war der Boxenstopp wieder super. Jetzt schon als Champion festzustehen, ist einfach der Hammer. Ich glaube, heute werden wir eine fantastische Party feiern.“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Heute ist es schwierig, für die Leistung von Marco Wittmann Worte zu finden. Das bezieht sich nicht nur auf das heutige Rennen, sondern auf die gesamte Saison. In einem teilweise hitzigen Rennen hat er immer einen kühlen Kopf bewahrt und die perfekte Mischung aus Aggressivität und Kalkül gezeigt. Marco ist absolut verdient vorzeitig Champion geworden. Der BMW M4 DTM, das BMW Team RMG und er haben von Saisonbeginn an die perfekte Einheit gebildet. Wir haben die Tradition fortgesetzt, mit jedem Fahrzeug, das wir neu in der DTM eingesetzt haben, gleich in der ersten Saison den Titel errungen zu haben. Darauf sind wir sehr stolz. Marco ist der jüngste deutsche Champion aller Zeiten, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison wie kaum jemand vor ihm, und das in seinem erst zweiten DTM-Jahr – eine absolute Mega-Leistung. Der Glückwunsch geht an Marco, aber auch an das BMW Team RMG rund um Stefan Reinhold, die sich diesen Erfolg hart erarbeitet haben. Heute werden wir unseren Erfolg hier am Lausitzring feiern. Dies ist ein guter Ort für uns. Nachdem wir 2012 den ersten Sieg nach unserem Wiedereinstieg und den 50. Sieg für BMW insgesamt gefeiert haben, feiern wir heute den ersten Titel für den BMW M4 DTM.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Für uns ist ein Traum wahr geworden. Dass es uns bereits hier am Lausitzring gelungen ist, den Fahrertitel perfekt zu machen, ist ein Wahnsinn. Im Moment ist es noch schwer, das alles zu realisieren. Nach den ersten beiden Jahren haben wir versucht, überall besser zu werden. Wir haben im Winter bereits früh angefangen, mit beiden Fahrern intensiv zusammenzuarbeiten. Wir hatten gute Testfahrten und sind so auch mit großer Zuversicht ins erste Rennen gegangen – und auf Anhieb konnten wir gewinnen. So ein Erfolg beflügelt natürlich noch mehr. Es ist nie ein Selbstläufer, aber wenn man auf einem guten Niveau ist, kommt der Erfolg auch leichter. Gleichzeitig ist aber auch immer die Anspannung da, dieses Niveau die gesamte Saison über zu halten. Und diese Anspannung ist heute ein bisschen von uns abgefallen. Doch wir haben noch viele Ziele: Wir möchten die Teammeisterschaft gewinnen und mit BMW auch den Herstellertitel holen. Deshalb müssen wir weiter konzentriert zu Werke gehen. Jetzt geht es nach Zandvoort, das ist Marcos Lieblingsstrecke, und deshalb freue ich mich schon jetzt auf das nächste Rennen. Erst einmal wird aber gefeiert.“


Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): „Es ist großartig, dass Marco Wittmann DTM-Champion geworden ist. Ich freue mich wirklich sehr für ihn, weil er den Fahrertitel verdient hat – und auch für das BMW Team RMG und BMW Motorsport. Für uns war es natürlich unglücklich, dass es zu einem Kontakt zwischen unseren beiden Fahrern gekommen ist, in deren Folge sich Martin Tomczyk gedreht hat. Dass er trotzdem noch drei Punkte geholt hat, war eine starke Leistung. Bruno Spengler hat eine Durchfahrtsstrafe bekommen und musste früh einen Stopp einlegen. So war bei ihm nicht mehr an ein Punkte-Ergebnis zu denken.“

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): „Zunächst möchte ich Marco Wittmann sowie Stefan Reinhold und seiner Mannschaft gratulieren. Glückwunsch auch an BMW, denn der BMW M4 DTM ist ein fantastisches Auto. Leider konnten wir als Team heute nicht das umsetzen, was möglich gewesen wäre. Nun blicken wir nach vorn. Wir versuchen in jedem Rennen, das Beste herauszuholen – und das werden wir auch in Zandvoort und Hockenheim tun.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Beginnen wir mit dem Allerwichtigsten: Glückwunsch an Marco Wittmann zum Titelgewinn. Sich schon drei Rennen vor dem Saisonende zum Champion zu krönen, ist wirklich beeindruckend. Es ist unglaublich, wie groß sein Punktevorsprung auf alle anderen ist. Im heutigen Rennen waren die Bedingungen schwierig. Dass wir von den Startplätzen 20 und 23 zwischenzeitlich mit beiden Autos in den Punkterängen lagen, ist ein gutes Ergebnis. Der Rennverlauf kam uns entgegen, wir haben keine Fehler gemacht und mit Augusto Farfus Platz sieben geholt. Leider hat Joey Hand bei dem Zwischenfall mit Mike Rockenfeller Zeit verloren. Deshalb wurde er Elfter.“

Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz 7): „Marco Wittmann hat den Titel mehr als verdient. Die ganze Saison über war er mit Abstand der Schnellste. Der BMW M4 DTM hat ihm von Anfang an wie ein Handschuh gepasst, und er hat einen sensationellen Job gemacht. Ich selbst hatte ein intensives Rennen und musste es wie ein Pokerspiel angehen: konservativ fahren und versuchen, das Rennen richtig zu lesen. Es ist ganz gut gelaufen. Ich bin ohne Zwischenfälle durchgekommen. Besser hätten wir es nicht machen können.“

Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 8): „Marco Wittmann und der BMW M4 DTM passen perfekt zueinander. Das hatte er schon bei den Wintertests angedeutet – und bestätigt das jetzt in jedem Rennen. Er ist der jüngste deutsche DTM-Champion aller Zeiten und hat den Titel wirklich verdient. Marco hat gezeigt, wie schnell unser Auto ist. Es ist fantastisch zu sehen, wie er sich in seinem jungen Alter im Auto verhält. Er geht ohne Vorurteile an die Sache heran und macht sich keinen Kopf. Das ist ein großer Vorteil. Ich ziehe den Hut vor ihm. Er hat es wirklich verdient. Ich freue mich über die Punkte heute, auch wenn sicherlich mehr möglich gewesen wäre.“

Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 11): „Wenn man von hinten startet, darf man nicht viel erwarten. Ich bin gut nach vorn gekommen und hatte ein paar tolle Zweikämpfe. Leider gab es einen Kontakt mit Mike Rockenfeller, und ich habe mich gedreht. Dadurch bin ich zurückgefallen. Aber letztlich bin ich dennoch zufrieden. Glückwunsch an Marco Wittmann, den ‚Ice-Cube‘, wie ich ihn nenne. Herzlichen Glückwunsch auch an mein altes Team. Das BMW Team RMG ist eine tolle Mannschaft mit klasse Jungs. Und natürlich Gratulation an BMW. Sie wissen einfach, wie man gewinnt.“

Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 14): „Zunächst herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann zum Gewinn des Fahrertitels. Das ist großartig für ihn, für BMW und für unser BMW Team RMG. Mein Rennen war nicht besonders gut. Ich hatte zwar einen guten Start und war im Nassen recht schnell unterwegs. Als die Strecke aber abtrocknete, kam ich in Schwierigkeiten. Nachdem ich umgedreht wurde, ging es nur noch darum, das Rennen zu beenden.“

Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 15): „Gratulation an Marco Wittmann und BMW zum Titelgewinn. Marco hat eine tolle Saison gezeigt. Er war über das gesamte Jahr schnell unterwegs und hat kaum Fehler gemacht. Und dann hat man den Titel auch verdient. Ich freue mich für ihn, aber auch für BMW insgesamt. Nach 2012 haben wir in diesem Jahr wieder den Fahrertitel gewonnen. Unser nächstes Ziel ist es, den Herstellertitel zu verteidigen. Über mein Rennen müssen wir heute nicht so viel sprechen. Wir haben uns bei der Reifenwahl etwas vertan, und es war eine unglückliche Situation mit Martin Tomczyk in der ersten Kurve. Es war ziemlich rutschig, und alle haben recht früh gebremst. Ich habe leider Martin erwischt – sorry dafür.“

Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Ausfall): „Herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann zum Gewinn des Titels. Er ist einfach eine sensationelle Saison gefahren. Man hat schon bei den ersten Tests gemerkt, dass er sich in seinem BMW M4 DTM einfach richtig wohlfühlt, und er hat über die Saison eine extrem starke und souveräne Leistung gezeigt. Mein Rennen heute war schwierig, ich hake es ab und blicke nach vorn. Zandvoort ist eine tolle Strecke, und dort werden wir wieder neu angreifen.“

António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Ausfall): „Ich wurde von Adrien Tambay getroffen, und bin von der Strecke gerutscht. Natürlich habe ich versucht, weiterzufahren. Das ging aber nicht, da ich im Gras steckengeblieben bin. So war das Rennen für mich vorzeitig zu Ende. Aber der Erfolg von Marco überstrahlt heute natürlich alles. Er hat einen fantastischen Job gemacht. Glückwunsch, Champ!“

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